und was mache ich jetzt?

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von kaiserlich 22.03.11 - 09:29 Uhr

Hallo!

Ich fasse mal alles zusammen, wird wohl trotzdem länger:

Ich bin 30 habe 4 Kinder, verheiratet und gelernte Friseurin.
Seit 6,5 Jahren bin ich aber zu Hause.
Ich bin im Friseurhandwerk mittlerweile arbeitsunfähig, muss mir was anderes suchen.
Aber was ?
Das AA hat mir eine Umschulung zur Köchin angeboten. Das ist überhaupt nix für mich.
Ich habe mir nie groß Gedanken darüber gemacht, warum auch. Ich hatte ja meinen Job.
Ich bin im Moment Hausfrau, nicht arbeitslos gemeldet. Wir leben vom Geld meines Mannes.
Ich bin aber sehr unzufrieden mit der Situation. Mir fällt die Decke auf dem Kopf. Wie komme ich hier raus ?
Ich muss ja quasi bei 0 anfangen.

Die Kleinste wird im Sommer 1 Jahr, ich bin mir auch nicht sicher ob ich sie mit 1 oder mit 2 Jahren in die Krippe geben soll. Dafür spricht dass sie Kinder um sich hat und sie dort besser gefördert wird. Auf der anderen Seite konnten meine Kinder erst mit ca 16 Monaten laufen und haben auch spät richtig gegessen. Und sie wäre wirklich noch sehr klein mit einem Jahr.
Aber was hilft ihr eine völlig unzufriedene Mutter?

Ich könnte hier im Ort erst mal ein Jahr zur Schule gehen. Um überhaupt mal wieder reinzukommen und vor allem hier rauszukommen. Ich bin total verdummt in den Jahren zu Hause. Die VHS bietet extra Auffrischungskurse an.
Aber dann zahle ich Gebühren für die Krippe und verdiene nix.

Bei einer Beratungsstelle für Frauen war ich schon, laut der Dame soll ich mich als Altenpflegerin versuchen :-(

LG

Beitrag von rosaundblau 22.03.11 - 09:43 Uhr

Guten Morgen!

Wäre im Bereich Kosmetik oder Mode (evtl. Verkauf) denkbar?

vg rosaundblau

Beitrag von derhimmelmusswarten 22.03.11 - 09:58 Uhr

Wie sieht denn die Kinderbetreuung bei dir aus? Kannst du überhaupt im Schichtdienst und am Wochenende arbeiten? Alten- und Krankenpflege ist natürlich zukunftsträchtig. Ich kenne keine arbeitslose Altenpflegerin oder Krankenschwester. Da gibt es ja vielfältige Möglichkeiten. Sei es Krankenhaus, Altenheim oder ambulante Pflege. Vielleicht sogar nur Nachtschwester, wenn die Kinder dann betreut sind. Bürojobs halte ich für problematisch. Die sind total überlaufen, wenn man nicht gerade eine höherwertige Ausbildung hat.

Beitrag von wemauchimmer 22.03.11 - 10:11 Uhr

Hmm, also ich finde, wenn Du Deine Kleinste mit einem Jahr in die Krippe tust, und sie kann noch nicht Laufen oder selber Essen, dann ist das nicht Dein Problem, sondern das Problem der Erzieherinnen. Und alternativ kannst Du ja auch über eine Tagesmutter nachdenken.

Der Tipp mit der Altenpflege ist gar nicht dumm. Das ist einer der wenigen Berufe mit sehr, sehr guten Aussichten - aufgrund der Bevölkerungsentwicklung werden immer mehr Altenpfleger gebraucht. Es ist doch blödsinnig, wenn Du irgendeinen Traumberuf erlernst, in dem Du dann bloß niemals eine Stelle findest. Und in der Altenpflege bekommst Du sicher eine Menge positive Rückmeldungen, Dankbarkeit usw. Denk doch mal drüber nach. Du hast halt in Deinem Alter und Deiner familiären Situation nicht mehr die freie Auswahl.
LG

Beitrag von jade69 22.03.11 - 10:17 Uhr

Hallo,

das AA will jeden als Altenpflegerin umschulen, da da einfach ein Mangel an Fachpesronal ist.
Ich bin selber Altenpflegerin, aber habe mich vor Jahren für diesen Beruf entschieden.
Hier ein paar Fakten die du vielleicht im Vorfeld wissen solltest.
1. Der Beruf muss dir Spaß machen.
2. Du musst mit den täglichen Handgriffen klar kommen ( Inkondinezausscheidungen, Demenz, Wundversorgung und vieles mehr). Das kann nicht jeder.
3. Der Beruf wird einfach schlecht bezahlt.
4. Du hast Schichtdienst, was mit Kleinkind, wenn du nicht die richtige Betreuung hast sehr schwierig sein wir.
5. Wochenende und Feiertagsdienst
6. An vielen freien Tagen wirst du gebeten, doch zu erscheinen, da der Krankenstand in der Pflege sehr hoch ist.

Allerdings gibt es auch sehr viele schöne Seiten, wenn man den Beruf mag.

Alles Gute
Jade

Beitrag von manavgat 22.03.11 - 11:42 Uhr

Was kannst Du gut? Arbeitest Du gerne mit Menschen, falls ja mit wie vielen. Wie ist Deine Stressresistenz? Bist Du Multitasker oder machst Du eins nach dem anderen? Welche Qualifikationen hast Du? Führerschein? Hobbies? Ehrenamtserfahrungen? Wie belastbar bist Du? Bist Du gesund oder eingeschränkt?

Wenn Du nicht weißt, wer Du bist und was Du kannst, dann ist jeder Beruf der Falsche.

Gruß

Manavgat