Tanzen war unser Leben...und jetzt?

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von warmaltänzerin 22.03.11 - 10:11 Uhr

Ich bin gerade so traurig. Mein Mann und ich haben uns vor 11 Jahren kennen gelernt. Wir hatten uns beide dem Tanzsport verschrieben und jeweils neue Partner gesucht. 2000 haben wir angefangen miteinander zu tanzen, waren auch privat bald ein Paar. Es war so schön, wir hatten viele Erfolge, viele schweißtreibende Trainings, unvergessliche Momente in unserer Tanz-Karriere...

Irgendwann wurde natürlich das Berufsleben wichtiger und zeitintensiver und wir wünschten uns auch Kinder. Das Tanzen haben wir peu a peu aufgegeben, am Anfang war es nicht so schlimm, weil wir nach vielen harten Trainingsjahren die Pause echt genossen haben. Nach Kind Nr. 1 haben wir wieder angefangen, wenn auch nicht mehr ganz so intensiv. Nach Kind Nr. 2 war es eigentlich schon vorbei, zeitlich kaum zu schaffen. Hat auch viel Geld gekostet.

Doch irgendwie sind wir traurig darüber. Es ist vorbei, endgültig vorbei. Ja, wir haben noch uns und die Kinder, aber das Tanzen, es war ein so großer Teil unseres Lebens. Mein Mann hat jetzt Knieprobleme, beginnende Arthritis, Meniskusriss, er wird nie wieder so tanzen können wie früher. :-( Für lateinamerikanische Tänze sind wir außerdem mit bald Mitte 30 auch schon zu "alt", ist leider so...

Es ist so traurig zu bemerken, dass so etwas NIE WIEDER kommt... wenn man jung ist, denkt man, man kann noch alles tun und machen, und jetzt blickt man schon seufzend zurück und weiß, dass einiges nie mehr wieder kommt. Wir haben sehr viel vom Tanzen profitiert, Selbstbewusstsein, Freundeskreis, körperlich fit, das Gefühl, miteinander eins zu sein auf der Fläche..

Ich habe keinen Sport und kein Hobby mehr gefunden, dass vergleichbar wäre mit dem Gefühl, das ich beim TAnzen hatte. Es gibt einfach keinen Ersatz dafür :-(
Warum kann man die Zeit nicht noch einmal zurückdrehen? Wie kann ich loslassen? Ich schwelge in Erinnerungen und schaue mir Videos, Fotos an, mein Kleid, das im Schrank hängt... :-( Ach Mann...

Beitrag von lichtchen67 22.03.11 - 10:17 Uhr

Indem Du nicht weiter zurückschaust und über Vergangenes trauerst, was es so nicht mehr geben wird.

Es war ein Kapitel eures Leben und ist jetzt vorbei. Genauso wie man jetzt nicht mehr in die Grundschule geht oder sorglos in den Tag hineinlebt. Jeder Lebensabschnitt ist anders, hat aber dennoch durchaus neues und Spannendes, wenn ihr es entsprechend gestaltet. Also nicht "rumheulen", was nicht mehr geht, sondern gucken, was geht und sich daran erfreuen. Das Leben ist nicht vorbei - nur anders.

Lichtchen

Beitrag von falkster 22.03.11 - 10:23 Uhr

würd ich so unterschreiben und möglicherweise noch zusätzlich anmerken, dass es hilft, wenn man sich eine gewisse Naivität bewahrt, sich also über kleine Dinge freuen kann (eben so wie Kinder das tun). Begeisterungsfähigkeit hilft mit Sicherheit auch...

Früher dachte ich immer, mit 30 sei man bereits alt... Heute mit gerade mal 41 Jahren auf dem Buckel würde ich trotz fitnessmässiger Einschränkungen für nichts in der Welt mit früher tauschen wollen. Mein Leben ist auch so aufregend genug. Anders als früher, aber sicher nicht schlechter...

Kopf hoch! :-)

Beitrag von warmaltänzerin 22.03.11 - 10:28 Uhr

Danke für eure lieben Antworten..

Klar, es gibt auch jetzt viele Dinge, die schön sind.. es ist einfach nur so, dass nichts diese Lücke auffüllen kann, die das Tanzen gelassen hat. Wir haben z.B. kein gemeinsames Hobby, das uns beide so begeistert und wir miteinander teilen können. Wir unternehmen zwar viel und haben auch Freunde, mit denen wir uns treffen... aber etwas einfach so abzuhaken und dieses "für immer" dahinter zu setzen... das finde ich schwer :-(

Sicher, wir sollten glücklich sein, dass es Teil unseres Lebens war.. aber warum muss alles irgendwann zu Ende gehen? Ist das nicht traurig?

Beitrag von falkster 22.03.11 - 10:47 Uhr

Absolut nachvollziehbar, da ihr ja quasi semiprofessionell getanzt habt und natürlich auch viel Freizeit damit verbracht habt.

Versucht doch einfach mal vielleicht alle 1-2 Wochen hobbymässig zum Tanzen zu gehen. Ganz ohne die Leistungsoption...

Geschichte eines Freundes:
Lange Zeit Tennis gespielt (als Kind hatten seine Eltern es ihm verboten), nachdem er von der Uni kam. Sehr schnell festgestellt, dass er auf gutem Niveau spielen kann. Hat fast täglich mehrere Stunden trainiert, einen Trainer nach dem anderen "verschleisst", unfassbarer Ehrgeiz (mich nervte schon, dass sich plötzlich alles nur noch um Tennis drehte)...
Irgendwann wollte die Schulter nicht mehr. Schmerzte nur noch. Arztbesuche, Physiotherapeuten und so weiter. das volle Programm... nichts half...
Und heute?
Muss er nicht mehr jedem Ball hinterherrennen und spielt nur noch gelegentlich aber quasi auf Halbdampf. Keine Schmerzen mehr in der Schulter (die übrigens von seinem Computerarbeitsplatz herrührten und nichts mit dem Sport zu tun hatten). und plötzlich ist er ein ausgesprochen ausgeglichener Mensch...

Was ich sagen will. Bewahrt euch die Erinnerung an eine schöne und erfolgreiche Zeit. Begrabt aber auch die Vorstellung, dass es nur das war, wofür es sich zu leben lohnt...

Das Leben hält noch so viel Überraschungen bereit. Gerade auch mit Mitte 30. Sucht euch ein neues Hobby, wenn es denn unbedingt ein gemeinsames sein muss. Als Team habt ihr ja schliesslich viele Erfahrungen, das wird sich schon ummodeln lassen...

Beitrag von warmaltänzerin 22.03.11 - 10:58 Uhr

Danke dir für deine Antwort. Ja, das Tanzen hat eben viel Zeit eingenommen, täglich 1-2 Stunden Training, am Wochenende Wettkämpfe, darüber gesprochen, die Clique bestand aus Tänzern.. es war quasi lange Zeit unser Lebensmittelpunkt.
Irgendwie haben wir den noch nicht so wirklich wiedergefunden. Hobbymäßig haben wir getanzt eine Weile, aber das war einfach nicht das gleiche, eher frustrierend ;-) Man konnte sich nicht so ausleben, will ja da auch nicht als der "Angeber" auf der Fläche stehen, hält sich zurück.. und jetzt mit dem Knie meines Mannes gehts eh nicht mehr...der hat schon Schmerzen wenn er kurze Strecken z.B. zur Haltestelle rennen muss :-(

Es muss nicht unbedingt ein gemeinsames Hobby sein, aber eben irgendwie ein "Ersatz" für die Leidenschaft damals wäre schon toll... außerdem kotzt es mich an, dass der Körper einfach nicht mehr so fit und durchtrainiert ist wie früher, aber auf anderen Sport hab ich einfach nicht so viel Lust !
Wir müssen wohl einfach offen sein für Neues, etwas ausprobieren, nach vorne blicken statt zurück, du hast schon recht.. ist eben nur manchmal nicht so einfach.

Beitrag von falkster 22.03.11 - 11:06 Uhr

diese "Moralrückfälle" wird es auch immer wieder geben. Hauptaufgabe ist, dieses in positiv besetzte "Nostalgie" umzumünzen.
Das geht... Braucht ein wenig Zeit und Geduld.

Versucht nicht alles mit der damaligen Tanzzeit zu vergleichen, weil wenn ihr das weiter tut, werdet ihr nie etwas finden, das dem Tanzen das Wasser reichen könnte...

Ich weiss, das alle "unkörperlichen" Alternativen momentan erstmal unglaublich "alt" klingen...
Aber ganz ehrlich... mit Mitte 30 steht man in der Blüte des Lebens...

Vielleicht ist es nach all den Jahren der physischen Ausrichtung eures Lebens nun an der zeit sich auf die intellektuellen Seiten zu stürzen?

Und Du hast recht mit Deinem letzten Satz. Übrigens hat es einen Sinn, dass wir unsere Augen vorne haben und nicht hinten... ;-)

Beitrag von warmaltänzerin 22.03.11 - 11:17 Uhr

Deine Ausführungen sind Gold wert, vielen Dank dafür. Werde mir das alles noch mal in Ruhe zu Gemüte führen und versuchen, mir das auch immer wieder bewusst zu machen.
Die Perspektive muss sich ändern, die Neugierde wieder rauskommen :-) Das mit der "intellektuellen Seite" nehme ich momentan auch schon verstärkt in Angriff, ich denke damit fahre ich ganz gut.. vielleicht sollte ich einfach wirklich aufhören zu vergleichen, dann bekommen manche Dinge einen anderen Stellen wert :-)

<<Übrigens hat es einen Sinn, dass wir unsere Augen vorne haben und nicht hinten>>
#rofl Sehr geil, das muss ich mir merken!! ;-)

Beitrag von falkster 22.03.11 - 11:40 Uhr

Danke für die Blumen...

Ich war während meiner England-Zeit sehr aktiv in der Mini-Szene (das alte englische Auto) und dachte damals auch, dass das mein Leben ist und ich nie im Leben etwas Anderes fahren wollte. Wir sind quer durch Europa zu internationalen Treffen gefahren, haben den Nürburgring besucht etc... Alles drehte sich ums Auto...

Bis ich meine Frau traf. Sie teilte meinen Enthusiasmus nicht, aber ich merkte recht schnell, dass ich diese Frau liebe und sie wichtiger war als alles andere. Zwei Autos waren finanziell nicht drin, aber mein Mini war halt gebaut als ich noch Single war, also unbequem, hart, laut, schnell... Man konnte sich während der Fahrt nicht unterhalten (brauchte ich ja bis dato nicht) und meine Frau sagte irgendwann, dass man zum Fahren in dem Wagen einen Sport BH bräuchte...
Also kam irgendwann etwas Bequemeres vors Haus, als sich beim Mini die Reparaturen ohnehin häuften.

Heute schaue ich mir die Fotos und Videos von früher (vor sechs Jahren) an und freue mich unheimlich über die "alte Zeit". Na klar idealisiert man im Rückblick, aber toll war es schon... Nur ich war halt Single in der Zeit.
Heute versteht meine Frau meine Leidenschaft für das kleine Auto'chen von damals und vielleicht erfüll ich mir den Traum doch nochmal, aber ganz sicher wird es nicht wieder so wie damals...
Sondern ganz anders...
Nicht nötigerweise schlechter...

Es kommt halt auf die Perspektive an...
Und DIE kannst DU ganz alleine auswählen... ;-)

Beitrag von warmaltänzerin 22.03.11 - 20:13 Uhr

Das klingt wahrlich schön, deine Zeit mit dem Mini, kann ich mir richtig vorstellen.. :-) Du scheinst eine sehr "gesunde Einstellung" zum Leben zu haben und kannst mit der Vergangenheit gut abschließen und nach vorne blicken.. ich hoffe ich bekomme das auch mal so gut hin :-)

Danke, dass du mir die Augen für eine andere Richtung geöffnet hast!

Beitrag von lichtchen67 22.03.11 - 11:01 Uhr

> Sicher, wir sollten glücklich sein, dass es Teil unseres Lebens war.. aber warum muss alles irgendwann zu Ende gehen? Ist das nicht traurig? <

Tja..... so ist es aber - thats live. Eins ist zu ende, was anderes beginnt, Dinge ändern sich. Man darf sich nicht so runterziehen lassen.

lichtchen

Beitrag von warmaltänzerin 22.03.11 - 11:05 Uhr

Das ist richtig, ich bin ja EIGENTLICH ;-) auch ein optimistischer Mensch..

Irgendwie ist es eben nur erschreckend, dass schon jetzt die Dinge so endgültig sind. Noch mit 20 hat man das ganze Leben vor sich und das Gefühl, nichts und niemand kann einen aufhalten - das ändert sich dann eben, und die Auswahlmöglichkeiten und Wege, die man gehen kann, werden weniger...

Beitrag von .roter.kussmund 22.03.11 - 10:49 Uhr

"Ich habe keinen Sport und kein Hobby mehr gefunden, dass vergleichbar wäre mit dem Gefühl, das ich beim TAnzen hatte."

das ist sehr schade, denn du malst doch. oder?

weißt du, so traurig wie das alles ist... das leben hält viele abschnitte bereit und so kommt es immer wieder vor, daß wir uns von etwas verabschieden müssen, weil wir platz für etwas neues schaffen müssen... gewollt oder ungewollt. man muß das beste daraus machen.

Beitrag von warmaltänzerin 22.03.11 - 10:54 Uhr

Ja, natürlich hast du recht, das Leben besteht immer aus Loslassen und offen sein für Neues... jedes Alter, jeder Lebensabschnitt hat seine Vor- und Nachteile.. ich bin ja auch nicht im Allgemeinen total unglücklich.. nur dieser Punkt eben, der stimmt mich immer wieder traurig..
Wir haben eine Zeitlang hobbymäßig getanzt, das war aber nicht das Gleiche, hat einfach keinen Spaß gemacht, weil man sich nicht so ausleben konnte... andere Hobbies - ja, hier und da mal was probiert, vom Klettern über Fitnessstudio bis hin zu Heimwerken oder Musik machen..aber nichts war / ist mit so viel Gefühl verbunden. Vielleicht liegts auch am Alter, ist man vielleicht nicht mehr so emotional wie vor 10 Jahren? ;-)

Hach ja, werde mich wohl davon verabschieden müssen innerlich, auch wenns schwer fällt...

Beitrag von .roter.kussmund 22.03.11 - 11:17 Uhr

ich denke mal, das BESONDERE gefühl von damals, was du heute vermißt, war, daß ihr im sogenannten "rampenlicht" standet. viele, viele menschen haben euch zugesehen, euch bewundert, euch applaudiert... ihr habt preise gewonnen. :-)

Beitrag von warmaltänzerin 22.03.11 - 11:20 Uhr

Ja, das spielt sicher auch eine bedeutende Rolle.. und auch einfach diese Orientierung - man hatte bestimmte Ziele, hat darauf hin gearbeitet und sich riesig gefreut, wenn man endlich irgendeine Hürde gepackt hat oder sich in etwas verbessert hat. Diese Schritte nach vorn spürt man in anderen Bereichen des heutigen, täglichen Lebens einfach nicht so sehr.. auch die Ziele sind nicht mehr so klar, vieles wird ja vom Alltag bestimmt und Hobbies sind ja nicht auf Leistung ausgerichtet, sondern nur zum Vergnügen da...
Ich hab schon gerne meinen Ehrgeiz eingesetzt und mich hinter etwas geklemmt... das fehlt mir vielleicht jetzt auch ein wenig..

Beitrag von frieda05 22.03.11 - 10:53 Uhr

Dynamik.

Witzig. Gerade heute morgen stolperte ich über eine alte Aufnahme meiner früheren sportlichen Aktivitäten. Sentimentalität pur, Pippi in den Augen. Wir waren gut, echt gut. Wir hatten aber auch nichts anderes um die Ohren. Erst Schule+ Sport, dann Job+ Sport. Irgendwann will man mehr, Familie, Haus, Garten, Tiere, Kinder, Küche, Kirche...etc.pp. und darf bemerken #aha... - dieser beknackte Tag macht deswegen nicht mehr als 24 Stunden. Nicht eine einzige Stunde hast Du mehr, nur weil Du mehr willst.

Ent- oder Weder. Not oder Elend. Phrasendreschend darf ich hier bemerken: man kann nicht alles haben. Ich war noch eine Weile dem Wahn verfallen, daß meine Tochter möglicherweise "in irgendwelche Fußstapfen" tritt. Da hat der Nachwuchs mit unter ganz andere Vorstellungen #rofl, die pfeiffen Dir was.

Was ich für mich als beste Lösung akzeptiere ist: ein hübsches Arrangement. Ich freue mich über das, was ich hatte - und vor allem, über das was ich habe. Ist nämlich auch überhaupt nicht zu verachten. Wenn sie jetzt für andere die Nationalhymne spielen, dann bekommt man eben am TV ne Gänsehaut und freut sich für die anderen.


Meine Eltern haben früher auch leistungsmäßig getanzt. Auch sie waren klasse. Meisterschaften usw. Wenn meine Eltern heute loswalzen, geht immer noch alles von der Tanzfläche und staunt. Mit meinem Vater einen Tango zu tanzen ist für mich schweißtreibend, dabei trennen uns lockere 30 Jahre und richtig "fit" ist er auch nicht mehr.

Selbst wenn Dein Mann nie mehr so tanzen wird, wie früher. Einen "normalen" WW bekommt der immer noch hin.

GzG
Irmi

Beitrag von warmaltänzerin 22.03.11 - 11:03 Uhr

Du sprichst mir aus der Seele mit deinen ersten beiden Absätzen!
Danke, hast mich gerade herzhaft zum Lachen gebracht! :-)

Genau, man hatte früher weniger im Kopf, weniger Verpflichtungen.. aber die wollte man ja schließlich selbst dann doch haben, vorankommen beruflich und familiär.. der Sport rückte irgendwann ja auch gewollt in den Hintergrund. Aber das "Ausmaß", dass eben alles endgültig vorbei ist, war einem da noch gar nicht so bewusst...

Man kann nicht alles haben, seufz, wie gemein... Aber ich werds versuchen, glücklich zurückzublicken und ansonsten mehr in der Gegenwart zu bleiben. Bringt ja sowieso nichts, andauernd über Vergangenes nachzudenken - nur immer wieder erinnert einen etwas, ein Lied im Radio an einen bestimmten Auftritt, der Pokal im Schrank an den Erfolg, das Foto an einen bestimmten Moment...

Beitrag von nele27 22.03.11 - 14:47 Uhr

***
Irgendwann will man mehr, Familie, Haus, Garten, Tiere, Kinder, Küche, Kirche...etc.pp. und darf bemerken ... - dieser beknackte Tag macht deswegen nicht mehr als 24 Stunden. Nicht eine einzige Stunde hast Du mehr, nur weil Du mehr willst.
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DAS ist wahrlich ein Dilemma, vor dem ich auch regelmäßig stehe... ich habe nicht genug Zeit für alles, was ich will.

Beitrag von warmaltänzerin 22.03.11 - 20:06 Uhr

Ja, damit scheine ich wohl nicht alleine zu sein - beruhigend ;-)

Beitrag von badguy 22.03.11 - 11:37 Uhr

Den Blick nach vorne, nach hinten bringt doch nichts. Lass los, es bringt nichts.

Ein Freund ist Fahrrad gefahren, nationales Spitzenniveau, international im Blick. Dann kam das Angebot für die Tour de France unter der Bedingung, dass er dopt. Das Rad hat er von heute auf morgen an den Nagel gehängt, dazu steht er bis heute.

Euch hat die Gesundheit abgegrätscht, die Kinder haben ihr übriges gegeben, so ist das Leben...

Beitrag von warmaltänzerin 22.03.11 - 20:11 Uhr

Hut ab, dass dein Freund seine Wertvorstellungen behalten hat und konsequent war.. war sicher sehr schwer für ihn...

Ja, so ist das Leben... manchmal hadert man eben damit...

Beitrag von badguy 23.03.11 - 11:42 Uhr

Sagen wir mal so, es ist schwer, bis heute für ihn. Er meinte mal zu mir "Weißt du, ich habe meine ganze Jugend dem Sport geopfert und musste innerhalb kürzester Zeit damit klar kommen, dass ich meinen Lebensinhalt gehasst habe!"

Hadert nicht jeder mit seinem Leben irgendwann mal? Tu ich momentan auch aber entweder versuche ich die Dinge, die ich nicht ändern kann zu akzeptieren und das Beste drauß zu machen oder ich gehe daran kaputt.

Beitrag von asimbonanga 22.03.11 - 16:04 Uhr

Hallo,
du bist nicht eingeschränkt.Vielleicht machst du etwas ähnliches für dich.
Bauchtanz z.b. ist anspruchsvoll und macht Spaß, müsste dir leicht fallen.
Zumba, Hipphopp-es gibt jede Menge tänzerische Sportarten, mit denen du fit bleibst.
Ich habe mir vorgenommen irgendwann nochmal mit Ballett anzufangen, das wird hier zunehmend für Senioren angeboten.Bis dahin halte ich mich mit Yoga und Pilates fit.

L.G.

Beitrag von warmaltänzerin 22.03.11 - 20:11 Uhr

Hi,

ja, wahrscheinlich muss ich einfach mal den Blickwinkel verändern...
Ich mache im Fitnessstudio Dance Aerobic usw., das ist auch ganz nett, nur eben nicht das Gleiche ;-) Es ist einfach nicht so elegant :-P , aber wahrscheinlich muss ich einfach mal von meinem Ross absteigen und nicht immer vergleichen... Es gibt ja eigentlich schon sehr viel Auswahl, da müsste ja was dabei sein - wenngleich ich mich auch schon so "alt" fühle fürs Tanzen, ist das nicht doof mit Ü30 noch Jazztanz o.ä. anzufangen?!

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