Schlägereien beim Sport

Archiv des urbia-Forums Kindergartenalter.

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von jenken 22.03.11 - 10:27 Uhr

Hallo zusammen,

mein Sohn (bald 6 J.) spielt seit etwas mehr als einem Monat Fußball.
Er ist gerne dort, da einige Kinder aus seiner Kita auch dort spielen.
Leider ärgert er oft die anderen Kinder...also die, die er nicht kennt oder nicht mag. Ich rede deshalb oft mit ihm, sag ihm, dass er so nicht mehr mitspielen kann usw. Mit ärgern meine ich übrigens, dass er die anderen z.B. beim Rennen anrempelt oder schubst.
Gestern war wieder Training und ich sehe nur, wie ein Junge ihn so fest schlägt, dass er weint. Mein Sohn ist danach zu diesem Jungen gerannt und hat ihn auch geschlagen. Dieser natürlich noch wütender, hat sich auf meinen Sohn gesetzt, zugeschlagen und einfach nicht mehr aufgehört.
Ich bin sofort auf den Platz gerannt und habe geschrieen, dass er aufhören soll. Ich war richtig wütend, wütend darüber, dass die andere Mutter NICHT dazwischen gegangen ist. Ich durfte mir dann von den anderen Müttern anhören, dass meiner ja angefangen hätte usw. JA UND??? Ist das der Freibrief dafür, dass man es zulassen darf, sich so zu verprügeln? Nun hat mein Kleiner eine blaue Backe und Kratzer im Gesicht...
Ich möchte meinen Sohn nicht in Schutz nehmen und er ist mit Sicherheit nicht unschuldig aber irgendwo ist doch eine Grenze, die man nicht tolerieren sollte und ich sage meinem Sohn immer, dass er die Kinder nicht ärgern soll, habe ihn auch schon vom Platz genommen und bei mir sitzen lassen usw. ich bringe ihn dazu, dass er sich bei anderen entschuldigt für sein Verhalten und es hat sich auch schon gebessert.
Naja...jedenfalls ist zu dem Zeitpunkt (nach der Schlägerei) mein Mann auf den Platz gekommen und ich habe ihm alles erzählt. Er meinte dann nur, tja, wenn er (unser sohn) sich nicht benimmt, ist es ja klar, dass er mal verdroschen wird. Er fand es auch zuerst übertrieben, dass ich dazwischen gegangen bin. Im Nachhinein habe ich ihm aber erklärt, dass ausser mir NIEMAND dazwischen ist und der Trainer bzw. beide Trainer es zuerst gar nicht gesehen hatten. Dann fand er es richtig.
Ich fühle mich einfach mies. Im Verein habe ich mich von Anfang an nicht wohlgefühlt. 80 % der Eltern dort sind Ausländer, was natürlich nicht schlimm ist...nur...sie sind halt eine geschlossene Gruppe, es ist schwer für mich dort Anschluss zu finden. Ich sage mir halt, dass ich es für mein Kind mache und wenn es ihm gefällt, dann gehe ich da eben hin. Aber die (nicht vorhandene) Reaktion der Mutter des anderen Jungen und die Reaktion der anderen Mütter, von wegen mein Sohn hat ja angefangen, hat mich nur in dem schlechten Eindruck des Vereins bestärkt.
Mein Mann sagt, in jedem Verein geht es so zu. Was meint ihr? Wärt ihr nicht auch dazwischen gegangen und enttäuscht, dass die andere Mutter die Schlägerei einfach duldet? Besagte Mutter kenne ich übrigens vom Sehen schon seit meiner Kindheit und sie hat damals selbst einige meiner Schulfreundinnen verdroschen :-/
Ich will einfach, dass mein Sohn eine tolle Freizeitbeschäftigung hat, die ihm Spass macht.
Ich konnte heut Nacht kaum schlafen...mein Sohn ist auch weinend aufgewacht, mit der Bitte, ich solle mich doch zu ihm legen. Gesagt, hat er über den Vorfall nichts mehr...außer dass ihm seine blaue Backe weh tut. Der Trainer hatte sich gestern dann nochmal die Beiden geschnappt und laut meinem Sohn haben sie sich vertragen. Mein Sohn erzählt mir übrigens, dass ein anderer Junge ihn auf diesen Jungen geschubst hat und es so alles angefangen hat.

Liebe Grüße

Jenken

Beitrag von englchen 22.03.11 - 10:48 Uhr

Hallo,

mein Sohn wird in 2 Monaten auch 6 Jahre und spielt mittlerweile seit 1,5 Jahren auch Fußball im Verein. Ich finde Deine beschriebene Situation schwierig, denn ich habe ähnliche Erfahrungen, allerdings ist mein Sohn sehr ruhig und er wird ständig von den aufgeweckteren Kindern geschupst und gehauen ohne Grund. Unser Trainer ist allerdings sehr streng und verweist die Kinder sofort vom Platz, wenn sie Ärger machen. Du schreibst selbst, dass Dein Sohn auch gerne austeielt, diesmal war er derjenige der auf der anderen Seite stand. Vielleicht kannst Du ihn bei nächsten Mal, wenn er ohne Grund ein anderes Kind ärgert, daran erinnern, wie es ist wenn man verhauen wird. Vielleicht hat es ja etwas positives und er lernt daraus und verhält sich dann vielleicht auch selbst anderen gegenüber etwas besser. Dazwischen gehen finde ich absolut richtig. Egal ob schuld oder nicht schuld - Eltern sollten nicht dabei zu sehen, wie ihr Kind verhauen wird.

Ich wünsche Euch alles gute

Beitrag von twins 22.03.11 - 10:58 Uhr

Hi,
also, am Ausländeranteil liegt es sicherlich nicht. Solch eine Aussage ist vollkommen daneben.

"Verdroschen" - mh - da würde ich mir bei diesem Wort ausgeschlagene Zähne, Feilchen, etc. vorstellen aber nicht Schrammen und eine blaue Backe.

Sorry, wer ständig austeilt muss auch lernen einzustecken.
Natürlich ist das nicht schön aber mich würde es auch nerven, wenn mein Sohn ständig angstänkert, geschupst, etc. wird.
Unter Jungs geht es halt härter zu und beim Fußball eh. Da bin ich froh, das meiner kein Fußball sondern Ballett mag - da geht es zivilisierter zu#rofl

Grüße
Lisa

Beitrag von jenken 22.03.11 - 11:03 Uhr

mit der Aussage über den Ausländeranteil wollte ich deutlich machen, dass es schwierig für einen Aussenstehenden ist, sich in solch eine Gruppe zu integrieren, dort wird z.B. auch nicht deutsch gesprochen. Da ich nichts verstehe ist es schrieriger dort an einem Gespräch anzuknüpfen. ;-) Ich bin bestimmt NICHT Ausländerfeindlich!

Beitrag von janimausi 22.03.11 - 11:15 Uhr

Dein Sohn ärgert STÄNNDIG die anderen Kinder!
Das die sich dann mal ordentlich wehren, ist normal!
Wie wäre es, wenn eine Arbeitekollegin ständig dir eins auswischt und du nicht reagierst, der Chef mal kurz Dudu macht und sie fröhlich weiter machen kann?
Irgendwann würde dir auch die Hutschnur platzen, und so ist es da nun mal passiert.

Das die andere Mutter nicht dazwischen gegangen ist, ist nicht in Ordnung.
Das will ich hier nicht bestreiten, aber du verschönst die Situation gerade sehr für deinen Sohn.

Ich würde ihm noch ein einziges mal mit einer Konsequenz drohen, nämlich wenn er nicht aufhört immerzu zu stänkern, dann war er das letzte mal in diesem Verein!

Und das dein Sohn sagt, er wurde von einem anderen geschubst ist doch normal, sonst müsste er ja die ganze Schuld tragen.
Dein Sohn ärgert ständig und die anderen Eltern haben deswegen auch kein Fass aufgemacht, dass dein Sohn gehen soll, also beruhige dich mal.

Und dein Spruch mit den Ausländern ist echt das letzte.
Eine geschlossene Gruppe?
Ja, bei jemanden der mir mit Vorurteilen begegnet, mach ich auch dicht.
Da solltest du wohl mal deine Grundlegende Einstellung überarbeiten.

Wie gesagt, dein Sohn musste nun mal lernen, wie es ist einzustecken, blöd das es so viel war, aber evtl. hat er jetzt begriffen wie es ist.

So weit habe ich dir nun auch alles gesagt und hoffe das du die knall pinke Brille deinem Sohn gegenüber abnimmst.

P.S. wir haben auch so einen Jungen in der Kita, der nur gestänkert hat, Logan, der nie jemanden absichtlich weh tut so in die Rippen gebissen hat, das es blau war und beblutet hat, ihn ständig geschubst hat, vor allem gegen Gegenstände musste lernen, indem er von den Kindern ausgeschlossen wurde, da die das nicht gut fanden, und er ständig bei der Erzieherin sitzen musste, weil er so doll gestänkert hat.
Mitlerweile hat er so gelernt, gut die anderen Kinder haben sich auch irgenwann gewehrt, sogar Logan, wie mir den ein Tag aus der Kita erzählt wurde und wie er mir auch gesagt hat.

LG

Beitrag von juniorette 22.03.11 - 11:58 Uhr

Hallo,

was ich hier lese:
eine Mutter, die nicht eingreift, wenn ihr Sohn andere ärgert oder haut ("Mein Sohn ist danach zu diesem Jungen gerannt und hat ihn auch geschlagen."), die aber absolut hysterisch reagiert und plötzlich in der Lage ist, einzugreifen, wenn ihr kleiner Prinz gehauen wird #augen

ICH greife sowohl ein, wenn ich sehe, dass mein Sohn jemanden ärgert/haut wie ich auch eingreife, wenn er gehauen wird. Wenn man meinen Sohn ärgert, warte ich erst ab, wie er mit der Situation umgeht, schließlich muss er lernen, sich auch ohne mein Eingreifen zu wehren.

Für deine einseitige Haltung fehlt mir das Verständnis. Und wenn du nur dann handelst, wenn dein Sohn gerade der Unterlegenere ist, wird dein Sohn nie aufhören, andere Kinder zu ärgern - denn wenn dein Sohn dann die Konsequenzen seines Ärgerns spüren muss, ist ja Mami da, die ihm hilft.

LG,
J.

Beitrag von jenken 22.03.11 - 12:05 Uhr

das ist nicht wahr was du schreibst! Ich bin der Meinung, aus meinem Beitrag geht deutlich hervor, dass ich sehr WOHL eingreife, wenn mein Sohn Mist baut!
Da es aber KEINE Einseitige Situation und der andere Junge NICHT unterlegen war und sich selbst verteidigt hat, bin ich erstmal nicht dazwischen gegangen. Aber irgendwann ist auch mal Schluss!!! Und ich wäre genauso dazwischen gegangen, wenn mein Sohn auf dem Jungen gesessen hätte und es umgekehrt passiert wäre!
ALso sorry, aber sowas brauch ich mir ganz bestimmt nicht unterstellen zu lassen!!!