Wie ist das jetzt mit dem Eisendepot?

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. 

Beitrag von lilaluise 22.03.11 - 10:50 Uhr

Hallo
ich höre und lese immer wieder dass man nach 6 Monaten mit der Beikost anfangen soll, weil dann zuwenig Eisen in der Mumi ist. Ich kenne aber kInder die fast 1 Jahr voll gestillt wurden unt total gesund gewirkt haben.
Habt ihr da aktuelle infos?
lg luise

Beitrag von steffi0413 22.03.11 - 11:04 Uhr

Hallo Luise,

hier ein sehr interessanter Artikel über Eisen:

http://www.afs-stillen.de/front_content.php?idcatart=231&lang=1&client=1

Und vielleicht noch das hier:

http://www.uebersstillen.org/jnalimentid.htm

LG
Steffi

Beitrag von lilly7686 22.03.11 - 11:08 Uhr

........................... und ich tipp mir hier die Finger wund........

Ich werd mir die beiden Seiten speichern, dann muss ich das nächste Mal nicht mehr so viel schreiben ;-)
Danke!

Beitrag von steffi0413 22.03.11 - 11:13 Uhr

ich kenne das Gefühl...#schwitz

ja, Links können oft finger-, und nervenschonend wirken. ;-)

LG
Steffi

Beitrag von lilly7686 22.03.11 - 11:05 Uhr

Hallo!

Das mit dem Eisen ist so ne Sache. Jeder sagt was anderes.

Tatsache ist, dass Flaschennahrung ne Menge Eisen zugesetzt hat. Das Eisen da drin ist künstliches Eisen und wird nur zu einem geringen Teil vom Baby verarbeitet. Das Meiste kommt "hinten" wieder raus ;-)
Muttermilch hat weit weniger Eisen, das stimmt. Allerdings wird dieses Eisen zu fast 100% vom Baby aufgenommen und verarbeitet, weil es natürliches Eisen und somit verträglicher ist.

Der eigene Eisenspeicher vom Kind ist mit etwa 6 Monaten aufgebraucht. Dann bekommt das Baby nur noch das Eisen in der Nahrung.
Was im Grunde absolut kein Problem ist. Wie gesagt, das Eisen in der MuMi wird ja sehr gut aufgenommen.

Ich habe allerdings gehört, dass es bei Flaschenkindern schon so ist, dass sie mit 6 Monaten mti Beikost beginnen sollten. Weil da der Eisengehalt ja nur zu einem sehr geringen Teil (ich glaube um die 5%) aufgenommen wird. Und die brauchen deshalb das Extra-Eisen in den anderen Nahrungsmitteln (Fleisch, Hirse, Gemüse usw.).

Ich hoffe, ich hab das jetzt halbwegs verständlich rüber gebracht ....

Lg

Beitrag von thalia.81 22.03.11 - 12:00 Uhr

Hast du! Ich hab's verstanden.

Sag mal, weißt du zufällig auch, wie das ist, wenn die Brustmutter Vegetarier ist?

Beitrag von lilly7686 22.03.11 - 12:07 Uhr

Na aber hallo! Sind wir hier bei der freundlichen Astrid? Brustmutter tztztz #rofl

Die Zusammensetzung der Muttermilch ist immer gleich.
Es wurde mal untersucht, ob sich die menschliche MuMi aus Europa von der aus Afrika unterscheidet (weil viele Afrikanerinnen ja unterernährt sind).
Dabei kam raus, dass der einzige Unterschied im Wasseranteil ist. Die Muttermilch der Afrikanerinnen ist um 1 oder 2 Prozentpunkte wässriger als die europäische.
Ansonsten ist die Muttermilch völlig identlisch. Also bezüglich Eisen, Vitamine, Fett usw.

Ich würde also, ohne jetzt genaue Infos zu haben, sagen, dass ich mir relativ sicher bin, dass die Muttermilch von Vegetarierinnen genauso zusammengesetzt ist, wie die MuMi von einer Mutter, die auch Fleisch isst.

Es ist ja auch so, dass die MuMi immer denselben Eisengehalt hat.
Heißt, wenn du jetzt diese Aktiferrin-Tropfen (heißen sie zumindest in Ö) zu dir nimmst, dann hat deine MuMi trotzdem nicht mehr Eisen als ohne.

Lg

Beitrag von lilaluise 22.03.11 - 12:42 Uhr

Oh super, das ist ne echt wertvolle info...ich bin nämlich selbst vegetarierin und immer an der Grenze vom Eisenwert. Ich hab mir natürlich gedanken gemacht ob meine Muttermilch genug eisen enthält...supi jetzt weiß ich dass ich mir keine sorgen machen muss!Danke!

Beitrag von brautjungfer 22.03.11 - 11:06 Uhr

Hallo,

in Muttermilch ist weniger Eisen enthalten wie in einigen anderen Lebensmittel, ABER der Körper kann die aus der Muttermilhch besser aufnehmen.
du kannst durchaus sogar über das erste Jahr hinaus vollstillen.
Hat mir vor ein paar Wochen mein Kinderarzt auch gesagt. kein Problem.

lg

Beitrag von sarahjane 22.03.11 - 11:40 Uhr

Egal, ob per Brust oder mit Säuglingsmilchnahrung aus dem Handel ernährt: Fakt ist, dass der Eisenspeicher von Babys mit 7 Monaten fast "leer" ist, und deswegen entweder mit adäquater Beikost gestartet werden oder entsprechende Nahrungsergänzungsmittel etc. verabreicht werden sollten.

Viel Langzeitbrustkinder sind auf Nahrungsergänzungsmittel etc. angewiesen.

Beitrag von brautjungfer 22.03.11 - 11:47 Uhr

du erinnerst mich gerade an meine Frage an dich von vor ein paar Wochen die du mir leider nicht beantwortet hast.
deswegen stelle ich sie dir nochmal: Welche Mangelerscheinungen bekommen denn Kinder die lange voll gestillt werden?
Eisenmangel kann es nicht sein, denn der Vorratsspeicher leert sich zwar vom Baby, wird aber durch den Eisenanteil in der Muttermilch immer wieder gefüllt. Babies können das Eisen der Muttermilch wunderbar verwerten viel besser wie das was in Beikost enthalten ist. wenn ich falsch liege, bitte belege mir doch deine Aussage.
Meine Aussage habe ich von meinem Kinderarzt der zusätzlich eine Ernährungsberaterin mit in seiner Praxis hat. seine Empfehlung wurde erst kürzlich auf einem Lehrgang bestätigt. also top aktuell.

Beitrag von muehlie 22.03.11 - 15:04 Uhr

Blödsinn wegen mangelhafter Information! Leider nichts Neues bei dir. #aerger

Beitrag von zwillinge2005 22.03.11 - 15:21 Uhr

Hallo sarahjane,

leider antwortest Du auf Fragen meist nicht, aber vielleicht ja heute.

Auf welche Nahrungsergänzumgsmittel sollen den angeblich viel LangzeitSTILLkinder angewiesen sein? Ich kenne mehrere LZS und bisher keins, dass irgendwelchen unsinnigen Medikamente/Nahrungsergänzungsmittel benötigt hätte. Und auch aus medizinischer Sicht kann ich Deine Aussage nicht bestätigen.

Ist das wieder ein Versuch von Dir künstliche Säuglingsmilchnahrung als den Heilsbringer für alle Säuglinge darzustellen?

LG, Andrea

Beitrag von marysa1705 22.03.11 - 18:02 Uhr

Jep...habe auch noch keine LZS-Kinder kennengelernt, die das gebraucht hätten...
Aber vermutlich liegst Du mit Deiner Vermutung sowieso richtig...

Beitrag von angelbabe1610 22.03.11 - 11:49 Uhr

Hallo,
du hast ja schon gehört, dass das Eisen aus der Mumi besser aufgenommen wird. Wichtig ist dabei jedoch auch, dass DU auf deine Ernährung achtest. Ich habe Semih 7 Monate voll gestillt. Da wurde er operiert und ihm wurde Blut abgenommen. Heraus kam ein fetter Eisenmangel trotz Stillen. Mir war schon aufgefallen, dass semih recht blass war, aber ich hab mir da nichts bei gedacht.
Fakt ist, dass ich mich falsch ernährt hatte. Ichhab einfach immer Lust auf ungesundes gehabt (Schokolade, Eis #mampf). Ich selbst hatte auch einen Eisen- und Calciummangel. Ich habe dann mit Beikost begonnen, zum einen aus dem Grund, zum anderen machte Semih mir aber auch deutlich, dass er nun bereit war (er schmatzte, wenn wir aßen und ich hielt legte ihm ein Stück gedünsteten Broccoli hin, er ergriff ihn und führte ihn zum Mund).
Ich stille immer noch. Ich achte jetzt aber sehr viel mehr auf meine Ernährung!
LG Alexia

Beitrag von lilly7686 22.03.11 - 12:14 Uhr

Hallo!

Darf ich dich kurz korrigieren?
Manche Menschen haben einfach einen Eisenmangel. Das ist von Natur aus manchmal so.
Weil du Schokolade gegessen hast, heißt es nicht, dass dein Kind davon einen Eisenmangel bekommen hat.
Denn Schokolade enthält in Wahrheit fast das Doppelte an Eisen, wie Spinat ;-) (gut, wenn wirs genau nehmen hat Spinat eh einen eher geringen Eisengehalt von 3,5mg in 100g; Schokolade hat 6,7mg in 100g)

Der Eisenmangel bei deinem Sohn wurde möglicherweise vererbt, wenn du das auch hast (ich weiß nicht in wie weit das vererbbar ist, kanns mir aber vorstellen).

Lg

Beitrag von angelbabe1610 22.03.11 - 12:35 Uhr

Es stand zur Debatte, dass es evtl eine Mittelmeeranämie ist, die er durch meinen Mann hat, aber mein Mann hat die nicht und ich und Semih haben nun wieder einen normalen Eisenwert. Der wurde ja kontrolliert.
Ich habe aber wirklich sehr schlecht gegessen. Ich habe mich quasi von Mist ernährt und wenig Obst, Gemüse, Getreide gegessen.
Lag wohl doch eher dadran. Obwohl das mit der Vererbung gut sein kann. War ja bei uns auch diskutiert worden. Mein Mann musste extra Blut abnehmen lassen - was für ihn ein großes Opfer darstellte #rofl

Beitrag von angelbabe1610 22.03.11 - 12:37 Uhr

Ach ja, ich hatte auch vorher und auch in der SS keinen Eisenmangel. War also echt ein Ernährungsdefizit :-(