einfach nur Horror

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Forum: Geburtsberichte

Herzlichen Glückwunsch zur Geburt! Egal ob spontan, mit Einleitung oder Kaiserschnitt, im Wasser oder in der Hocke - hier sind alle Geburtsberichte willkommen!

Beitrag von cocobe78 22.03.11 - 11:17 Uhr

Hm... man hört immer, wie toll es ist, wenn man sein Kind auf die Brust gelegt bekommt...

tja dieses Gefühl hatte ich nicht!

Von der Schwangerschaft möchte ich gar nicht erst anfangen, aber die Geburt war der reinste Horror.
Abend gegen 22 Uhr platzte meine Fruchtblase. Ziemlich schnell kamen sehr heftige Wehen. In der Wanne, war ich super entspannt, die Wehen wurden schwächer, also wieder raus da.
Ab ca. 1 Uhr hatte ich Presswehen, äh jop ziemlich flott oder? Ich presste, dann durfte ich plötzlich nicht mehr pressen, dann sollte ich doch wieder pressen, ich hatte höllische Schmerzen, zwei Ärzte! lagen auf meinen Bauch. Der Kopf war zu sehen, schnappte aber wieder zurück. Ich hätte heulen können.
Nuja, morgens gegen 6 Uhr standen drei Ärzte um mich herum und dann kam die große Horrormeldung. Kaiserschnitt, der Kopf geht nicht durch, das Becken sei zu schmal.
Toll.
Da ich noch Wehen hatte und nicht mehr denken konnte, bekam ich eine komplette Betäubung. Um 7:04 Uhr wurde Jannick geboren, ich bekam nichts mit und schlief.
Als ich nachmittags aufwachte, die Nachricht, mein Sohn liegt in der Intensiv. Ich darf ihn nicht sehen.
Auf meinem Zimmer vertrug ich die Narkosemittel nicht und musste mich erbrechen, wobei ich Blut spukte. Panik bei den Ärzten, Sch...egal Stimmung bei mir.
Nach drei Tagen bekam ich ein Kind angekarrt, von dem ich erst mal behauptete, er wäre nicht von mir.
Traumhaft ne?

Ich hab einige Wochen gebraucht, um meinen sohn annehmen zu können. Jetzt ist er mein Ein- und Alles!

Und das Ganze war vor 6 Jahren. Am 26.4.2004

Bis jetzt hab ich es noch nicht geschafft, eine Schwangerschaft zuzulassen.
Dabei möchte ich eigentlich noch ein oder zwei weitere Kinder...

Das war mein "Wunder" der Geburt. Eher ein Albtraum.

Was witzig war (und das war das einzigste):
meine Hebamme sagte mir, ich hätte während der Wehen gesungen, nicht gestöhnt oder geschrien. Das hätte ise noch nicht erlebt!!!
Naja, ich bin halt beruflich Kirchenmusikerin und Sängerin 8-)

Beitrag von leonie133 22.03.11 - 13:00 Uhr

Tut mir leid was dir passiert ist. Aber ich finde es langsam echt schade, dass ständig Geburtsberichte mit der Überschrift "Horror..." angekündigt werden.

Wenn man nachher ein gesundes Kind hat, auch wenn es erst mal Schwierigkeiten hatte, war es doch keine Horror-Geburt.

Eine "Horror"-Geburt ist es, wenn Kind/Mutter verstirbt oder einer schwer geschädigt wird.

Hier werden ja schon Geburten als "Horror" bezeichnet, bei denen wirklich geschädigte Frauen nur müde lächeln können.

LG Leo, die weder eine Traumgeburt noch Horrorgeburt hatte.

Beitrag von cocobe78 22.03.11 - 16:41 Uhr

Mir ist leider keine andere Antwort eingefallen, weil es für mich Horror war. Die Ärzte wussten nicht, warum das Kind nicht kommt. Ist alles in Ordnung..ich kann mein Kind nicht sehen...ist alles in Ordnung...
sorry, aber für mich war das Horror.

Beitrag von ravemouzze 22.03.11 - 17:12 Uhr

"sorry, aber für mich war das Horror. "

finde ich absolut verständlich!
ich habe meine erste geburt zwar noch vor mir, aber kann ich trotzdem nachvollziehen..

wie meine mutter mir mal gesagt hat "wenn man als mutter nach dem schönsten erlebnis im leben gefragt wird, und nicht "die geburt meines kindes" sagt, wird man komisch angeguckt, obwohl die geburt das schlimmste ist am kinderkriegen"

und ich denke in dem moment der schmerzen ist es einfach horror für eine frau!

und wenn einem etwas während der geburt passiert, oder jemand stirbt, würde ich das nicht als Horror beschreiben..das wäre einfach nicht das richtige wort..

Beitrag von anira 23.03.11 - 15:54 Uhr

deine mutter hat leider so recht!

Beitrag von gostbuster 23.03.11 - 13:28 Uhr

Schrecklich#heul

Ich weiss schon warum ich nur mit KS entbinde, sowas will ich mir nicht antuen#zitter

Beitrag von stefannette 22.03.11 - 16:15 Uhr

Oh man,es kam ja bei Dir einfach alles "schlechte" Zusammen. #liebdrueck (Außer der Geburtstag,da hab ich auch;-))
Ich denke,wenn Du wieder schwanger werden solltest, ist es vielleicht keine schlechte Idee einfach früh eine Hebamme zu kontaktieren,die das alles mit dir nochmal aufarbeitet.
Du kannst vorher sicher schon einiges abklären (z.B. welches Narkosemittel das war,damit du ein anderes bekommst,im Notfall usw)
Die Geburt und alles drumherum war sicher echt traumatisch, aber meistens wiederholt sich das nicht. Ich wurde auch durch meine zweite Geburt mit der Ersten versöhnt! (Die allerdings nicht so schlimm war wie Deine)
LG Annette#liebdrueck

Beitrag von cocobe78 22.03.11 - 16:43 Uhr

Hm... es ist ein Hin- und Her... einerseits möchte ich gerne noch Kinder, andererseits kann ich die Geburt nicht vergessen, oder verdrängen...

Aber danke für deine lieben Worte 8-)

Beitrag von derhimmelmusswarten 22.03.11 - 19:44 Uhr

Man hat trotz Presswehen geschlagene 6 Stunden gewartet? Das finde ich irgendwie schon seltsam. Wer liegt denn 6 Stunden in den Presswehen? Um 1 Uhr lagen 2 Ärzte auf dir drauf und um 6 Uhr entschloss man sich dann zum Kaiserschnitt? Bist du dir sicher nach all den Jahren, dass das wirklich so abgelaufen ist? Ist nicht böse gemeint, hört sich für mich aber sehr seltsam an. Ich wurde um 22 Uhr in den Kreissaal gebracht, meine Tochter kam trotz Kristellergriff nicht raus, nach ca. 30 Minuten Presswehen wurde die Oberärztin gerufen, die meine Tochter mit der Saugglocke raus holte. Meine Tochter wurde kurz nach 23 Uhr geboren. 6 Stunden überlebt doch kein Kind, wenn schon der Kopf zu sehen ist #kratz

Beitrag von beat81 22.03.11 - 20:46 Uhr

sehe ich genauso

Beitrag von tina981 23.03.11 - 09:17 Uhr

Vor allen Dingen kann dann kein KS mehr gemacht werden....#contra

Beitrag von hippogreif 22.03.11 - 21:27 Uhr

Es tut mir wirklich sehr leid, dass Du die Geburt als so schlimm empfunden hast. Ich sehe es ähnlich wie meine Vorschreiberinnen, eine Horrorgeburt ist in meinen Augen wirklich etwas anderes. Aber ich kann sehr gut verstehen, dass Du sehr traurig und wütend bist, dass es anders gelaufen ist, als Du es Dir vorgestellt und gewünscht hast.
Ich würde Dir unbedingt raten, jemanden zu suchen, mit dem Du die Geburt aufarbeiten kannst, so dass Du irgendwann akzeptieren kannst, was passiert ist, auch, damit Du Deinem kleinen Zwerg noch ein Geschwisterchen schenken kannst.
Alles Gute für Dich!

Beitrag von cocobe78 23.03.11 - 22:10 Uhr

Tja, tut mir leid, wenn ihr mir das nicht glaubt. Leider weiß ich das nach all den Jahren!, da ich es mir direkt zwei Tage (also noch im Krankenhaus) mit Hilfe meines Freundes aufgeschrieben habe.
Und ja, morgens gegen 6 kam die Frage!, ob ich einverstanden wäre einen Kaiserschnitt machen zu lassen. Und sogar mit Unterschrift! die keiner mehr als meine Unterschrift identifizieren würde!
Ich denke mir so etwas nicht aus. Ich wäre froh gewesen, wenn es nicht so gewesen wäre.
Da könnt ich doch wieder in die Luft gehen. Ich denke, ich kann einfach mal meine Gedanken und das für mich ziemlich "traumatische" Erlebnis aufschreiben und krieg hier unterstellt, ich würde quark schreiben. Woher wollt ihr wissen, dass nach X Stunden kein Kaiserschnitt gemacht wird? Hab ich nicht auch erwähnt, dass ich zwischendurch nicht mehr pressen durfte? Ich bin kein Arzt und auch keine hebamme. Ich weiß nicht, warum das so gelaufen ist. Bei mir war es so. Leider! Ich hätte eher mit nem Dammschnitt oder ner Saugglocke oder irgendwas leben können, was mein Kind da rausgeholt hätte. (klingt jetzt blöd, aber so wars halt)

Beitrag von sweetlady0020 25.03.11 - 21:25 Uhr



Und ich muss Dir mal sagen, dass weder die Saugglocke, noch ein Dammschnitt oder ähnliches besser ist!!! Glaub mir mal, dass ist genauso der Horror und weit ab von dem was eine Frau sich wünschen würde!

ICH kann verstehen, dass die Geburt für Dich grausam war, aber auch eine "normale" Geburt kann sehr traumatisch sein und ICH weiss wovon ich rede!

Ich wünsche Dir, so wie mir selbst auch, dass wir irgendwann über diese Erlebnisse hinweg kommen und man sich auf das wunderschöne Wunder was schlussendlich dabei rauskommt, doch noch einmal freuen kann.

Alles Gute

SweetLady0020#klee mit Astronautin im Arm

Beitrag von cocobe78 26.03.11 - 17:43 Uhr

Danke dir. Ich arbeite dran 8-)

Beitrag von sommertraum0884 07.04.11 - 20:07 Uhr

übertreib es halt nicht so maßlos. Dein bericht ist lächerlich. Das haben zig frauen vor dir gepackt u das wahrscheinlich zig mal schlimmer.

Beitrag von cocobe78 07.04.11 - 20:13 Uhr

ich will dir mal was sagen. Meine Gefühle kann ich nicht steuern. Und wenn es für mich Horror war, vorallem das komplette Packet, vorher, geburt und die Zeit danach, ist es eben so.
Du warst nicht dabei, weder in der Zeit der Schwangerschaft, noch bei der geburt, noch die Tage und Wochen hinterher.
Also halt dich am Riemen und werde hier nicht abfällig.

Beitrag von sommertraum0884 07.04.11 - 20:15 Uhr

abfällig? noch nie gehört.
Das hier ist ein forum u das war meine meinung.
Wenn es so schlimm war, warum schreibst du hier nach 6 jahren noch darüber?
Wie wäre es mit einem ks?

Beitrag von cocobe78 07.04.11 - 20:20 Uhr

Eben weil es so schlimm war?!!!

Was ist das denn für ne blöde Frage?

Weil ich immer noch ziemliche Angst vor einer neuen Schwangerschaft habe, obwohl ich mir ein zweites Kind wünsche.

Schön, dass man hier seine Ansichten einfach mal loswerden möchte und dann von jemandem wie dir so blöd angemacht wird. Schade...aber so Leute, wie dich muss es ja leider auch geben.

Beitrag von kath456 11.04.11 - 18:23 Uhr

Hi,

kann ich gut nachempfinden diese negativen, immer wieder aufkeimenden Gedanken einer blöden Geburt.

Ich hab mich trotz 26h Folter im Kreißsaal mit anschließendem KS trotzdem nicht von meinem Wunsch abbringen lassen (nach 7 Jahren) nochmal ein Kind zu bekommen.

Bin nun schwanger und habe manchmal ganz schlechte Gedanken und furchtbare Wut im Bauch über die Inkompetenz der Ärzte damals, die scheinbar nicht fähig sind, nach all den Jahren ihrer Erfahrung vernünftige Entscheidungen zu den richtigen Zeitpunkten zu treffen...welch eine Enttäuschung...und ich war sooo brav im Kreißsaal.

Alles was bei manchen Schwestern und Ärzten über das Standard-Programm hinaus schiefgeht, hat totales Versagen zum Leid von Mutti und Kind zur Folge.

Ich möchte den Versuch einer spontanen Geburt dieses Mal gleich von Anfang an verweigern. Ich hoffe nur, dass sich mir kein Arzt in den Weg stellt, der sich genötigt fühlt, an mir zu beweisen, dass durch mein kleines Becken ein Kind "irgendwie" durchzuprügeln geht. uihh, ich schweife ab...siehst du, das überkommt mich ständig und ich will das unbedingt im Vorfeld mit den Ärzten abklären.

Ich finde, wenn du noch ein Kind willst, dann "bastel" :-) einfach eins und kläre im Vorfeld einen KS ab, dann kannst du eine PDA setzen lassen und bekommst trotzdem alles mit. Ich denke, das KS`s geplant und vorhersehbar ablaufen....ich habe die Hoffnung, dass die Ärzte wenigstens dazu im Stande sind :-)) Denn für den Irrsinn in manchen Kreißsälen wird sich bei keiner Mutti im Rückblick entschuldigt. Die sollen alle dankbar sein, dass sie und ihr Kind leben....Fein....!

LG