Neuanfang oder Anfang vom Ende??

Archiv des urbia-Forums Partnerschaft.

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von grande katastrophe 22.03.11 - 12:39 Uhr

Nach fast zwei Jahren Zusammenlebens sind wir jetzt zu dem Entschluß gekommen das er sich eine eigene Wohnung nimmt.
Erstmal zu unserer Beziehung ein paar Worte:

Ich 48 ein Sohn 15 Jahre, er 33 Jahre zwei Kinder von zwei Frauen , 9 und 1,5 Jahre alt.

Nach unserem Kennenlernen über Internet, was eigentlich nur auf lockere Art laufen sollte, man sieht sich einmal in der Woche wenn man Zeit und Lust hat ....hat sich mehr entwickelt.

Er ist dann von der letzten Beziehung aus dem sein jüngstes Kind stammt, sie noch schwanger war, auf mein Drängen zu mir in meine kleine Wohnung gezogen. Die Schwangerschaft hatte er mir auch erst mal verheimlicht.

Am Anfang war alles noch ganz ok, da er von Mo-Fr. im Büro gearbeitet hat und am WE mal eine Nachtschicht hat. Das hat sich im Laufe der Zeit aber dann anders entwickelt.
Unregelmäßiger Schichtdienst , heute Tag morgen Nacht, sehr planlos was unsere Freizeit angeht usw. was mich wirklich belastet hat. Zumal hat er einen Sohn der einige 100 km weit weg wohnt und er ihn nur in den Ferien sehen kann. Das heißt , kein wirklicher Platz für ihn. Er schläft auf einer Matratze in unserem Schlafzimmer. Wie gesagt nur in den Ferien.

Mein Sohn zur Zeit schwer pupertär, ich wohl auch nach seiner Meinung nicht streng genug mit ihm sieht in ihm nicht gerade eine Respektsperson, eher einen Kumpel.
Lange Rede kurzer Sinn, er hat jetzt eine Wohnung, worüber er und unsere Kinder sich am meisten freuen.
Mein Sohn hat mich wieder für sich, sein Sohn ihn auch .
Nur ich bin einerseits sehr traurig und total hin und her gerissen ob das eine Basis bzw . die Lösung für alles ist und ob das auch eine Zukunft hat mit uns.

Mir ist auch klar das mir niemand helfen kann mich würde nur mal eure Meinung interessieren.

Gruß

Beitrag von sonne.hannover 22.03.11 - 12:42 Uhr

hört sich beziehungstechnisch gerade nicht zukunftsträchtig an, allerdings ist das für alle Beteiligten eine sehr gute Lösung.

Beitrag von witch71 22.03.11 - 12:54 Uhr

Es gibt verschiedene Formen der Partnerschaft und des Zusammenlebens. Auch getrennte Wohnungen können bedeuten, dass man eine Beziehung haben kann.

Einschränken werden einen immer nur die ureigenen Wertvorstellungen. Bestehst Du darauf, dass eine "richtige Partnerschaft" bedeutet, dass man gemeinsam wohnt? Oder sagst Du Dir, auch ein eigenes Reich kann eine Form von Partnerschaft zulassen?

Mein Rat an Dich wäre, zunächst wieder Ruhe und etwas Routine einkehren zu lassen und abzuwarten, wie sich die Beziehung zwischen Euch weiter entwickelt. Fühlst Du Dich irgendwann tatsächlich nicht mehr wohl, ist noch genug Zeit, Dir Gedanken zu machen und über ein Ende nachzudenken.

Beitrag von bruchetta 22.03.11 - 13:12 Uhr

Man muß es eben ausprobieren, vielleicht funktioniert es ja erheblich besser so!

Beitrag von lichtchen67 22.03.11 - 14:24 Uhr

Grundsätzlich heißt 2 Wohnungen zu haben ja nicht, dass die Partnerschaft keine Zukunft hat oder man sich "weniger liebt".

Dein Gedrängel, er solle von einer schwangeren Partnerin direkt zu Dir ziehen ist/war eben nicht von Erfolg gekrönt. Auch recht planlos meiner Meinung nach, wenn nicht mal Platz für seinen Sohn ist?....

Wie auch immer, ihr macht jetzt, was ihr am Anfang hättet machen sollen, getrennt wohnen und euch erstmal kennenlernen und gucken wie uns was gemeinsam geht und/oder sinnvoll ist.

Ob das alles eine Basis hat oder Zukunft kann ich nicht beurteilen..... Eure Beziehung wirkt "schwierig" wenn man das liest....

Mein Partner und ich haben übrigens auch zwei wohnungen, bewusst entschieden, wir wollen das so. Für uns ist das eine Lösung und hat auch eine Basis....

Lichtchen

Beitrag von grande katastrophe 23.03.11 - 07:54 Uhr

Vielen Dank für deine Meinung.
Warscheinlich hast du Recht damit das er zuu schnell bei mir eingezogen ist. Damals war es so das er schon auf Wohnungssuche war und ich ihm angeboten habe vorübergehend bei mir zu wohnen.

Daraus ist ja genau diese Situation entstanden. Ich habe nur jetzt das Gefühl alles dreht sich rückwärts.

Kennenlernen müssen wir uns ja eigentlich nicht mehr. Das haben wir ja schon zur Genüge. Vielleicht jetzt auf einer anderen Ebene. Ich werde es mal positiv sehen. Versuche es zumindest.

Habe eben nur die Befürchtung das wir dann noch weniger Zeit zusammen haben wegen seinem Schichtdienst.

#blume

Beitrag von lichtchen67 23.03.11 - 08:57 Uhr

Klar, wenn man Schritt 2 vor Schritt 1 macht und es "nicht klappt" ist das erstmal ein Schritt rückwärts, das ist schon richtig.

Aber sieh es erstmal als Chance ein wenig Ruhe reinzubringen. Das mit den gemeinsamen Zeiten lässt sich ja regeln, wenn man es nur will. Und das wird sich zeigen.

wir handhaben das beispielsweise so, dass wir ausschließlich gemeinsame Zeit in meiner Wohnung verbringen, weil meine Wohnung einfach 3-mal so groß ist wie seine. Und dann fix von Donnerstag Abend bis Montag früh, Montag bis Mittwoch gehört jedem allein. das finden wir beide so perfekt.

Schau doch erstmal wie es läuft.

Lichtchen