kann der AG das so machen?

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Beitrag von gluecksbaerchen80 22.03.11 - 13:16 Uhr

Hallo,

ich denke er kann...leider

Und zwar geht es darum, dass ich mir meinen Fuss operieren lassen muss.
Hab mittlerweile 3 Ärztemeinungen und der Termin steht.

Leider ist alles viel komplizierter als gedacht. Ich werde voraussichtlich 8-9 Wochen ausfallen.

Habe es meinem AG mitgeteilt. Und da hieß es erst, anderen OP-Termin damit wir das besser organisieren können.
Muss dazu sagen das ich in einer Arztpraxis arbeite, daher ist Quartalsanfang immer schlecht.

Bei 8 Wochen aber schon schwieriger zu planen.

Nun wollte ich heute den neuen Termin mitteilen. Und was sagt mein AG, er habe drüber nachgedacht und strebt einen Aufhebungsvertrag an, für die Zeit meines Ausfalles.
:-[

Ich solle mich informieren was ich und ob ich Einbußen hätte.

Was soll ich da fragen, klar hab ich die.

Sie meint halt, dass sie sich für die Zeit jemanden suchen muss, da meine Kollegin dann allein wäre und das nicht zu stemmen ist.
Und mit mir zusammen wäre ihr das zu teuer.

Ich hab nun überlegt was ich mache.
Krankenkassen fragen? Arbeitsamt?
Würde dann nicht mal ALG I bekommen, da ich dem Arbeitsmarkt ja gar nicht zur Verfügung stehe?

Was denken die AG sich dabei?

Ich hab dann nur Rennerei und Ärger.

Hab mir das mit der OP doch auch nicht rausgesucht. Dachte nach den ersten 2 Meinungen das das ganze nur 4 Wochen dauert. Und so hatte ich das geplant.

Und angeblich könnte ich dann nach der Genesungszeit wieder dort anfangen.

Was sagt ihr dazu, ist das so rechtens?

Hatte zumindest überlegt, das nicht per Aufhebung zu machen, sondern wenn dann von ihrer Seite die Kündigung zu nehmen.

LG gluecksbaerchen (sauer und enttäuscht)

Beitrag von mamavonyannick 22.03.11 - 13:18 Uhr

Hallo,

ich würd zum Anwalt gehen. Nach meinem Rechtsempfinden ist es nicht richtig, was dein AG da verlangt.

vg, m.

Beitrag von silbermond65 22.03.11 - 13:20 Uhr

Ich denke nicht,daß sie das so einfach kann.
Einen Aufhebungsvertrag müßtest du ja mit unterschreiben und das würde ich an deiner Stelle nicht tun.
Kündigen wegen Krankheit? Keine Ahnung ob das so einfach geht.
Wieso kann sie für die Zeit keine Aushilfe einstellen?

Beitrag von gluecksbaerchen80 22.03.11 - 13:28 Uhr

Sie würde eine Aushilfe suchen. Aber...sie will mich dabei nicht bezahlen müssen. Ist ihr zu teuer.

Hab schon Zeitarbeit angesprochen, das kenn ich noch, hatte da auch mal 3 Monate für jemanden Krankheitsvertretung gemacht.

-zu teuer-

Beitrag von kathi.net 22.03.11 - 13:21 Uhr

"Was denken die AG sich dabei?"

Ganz einfach, sie wollen das unternehmerische Risiko auf jemand anderes abwälzen.

Auf keinen Fall solltest du einen Aufhebungsvertrag machen oder kündigen!

LG Kathi

Beitrag von gluecksbaerchen80 22.03.11 - 13:31 Uhr

Das hab ich mir auch schon überlegt.

Dann soll sie mich kündigen. Grund? Den muss sie sich dann überlegen.

Mich ärgert das so, arbeite jetzt 2 Jahre dort und der neue Vertrag ist wieder befristet wurden
Sie geizt alles aus, was geht.

3 Befristungen auf 3 Jahre. Also was nä. Jahr März ist, weiß ich auch nicht. Aber so lang kann ich mit der OP nicht mehr warten.

Und hab echt versucht ihr entgegenzukommen.

Selbst meine Kollegin schüttelt den Kopf und versteht es nicht.

Glaube auch nicht das ich nach meiner Genesung dort wieder antanzen "darf".

Gut 5 Wochen Lohnfortzahlung sind sicher nicht toll, aber das Gesetz ist doch dafür da.
Und wie gesagt, ausgesucht hab ich mir das nicht.

Beitrag von kathi.net 22.03.11 - 13:38 Uhr

Na betriebsbedingt kündigen geht ja irgendwie schlecht, wenn sie dafür eine Neue einstellen muß/würde ;-)

Da würde ich sehr genau hinschauen und wenn es zur Kündigung kommt hast du ja noch die Möglichkeit, Kündigungsschutzklage einzureichen.

Beitrag von windsbraut69 22.03.11 - 13:58 Uhr

Nicht betriebs- aber unter Umständen krankheitsbedingt...

LG

Beitrag von susannea 22.03.11 - 13:33 Uhr

Nein kann er nciht.

Warum solltest du einen Aufhebungsvertrag unterschreiben? Warum lässt du dir überhaupt vorschreiben wann der Termin sein soll? Dein Arzt schreibt dich dafür krank und der AG hat das hinzunehmen!

Soll sie doch kpndigen mit den entsprechenden Fristen.

Beitrag von 1familie 22.03.11 - 14:04 Uhr

Hallo,

auf keinen Fall solltest du den Aufhebungsvertrag unterschreiben.
Krank ist krank.

Er scheint sich vor den Kosten zu sträuben......

LG

Beitrag von frischerduft 22.03.11 - 14:12 Uhr

Hallo,

auf keinen Fall einen Aufhebungsvertrag unterschreiben.

Du bekommst nämlich eine Sperre beim Arbeitsamt, somit würdest du kein Geld für die 8 Wochen bekommen.
Und m. E. steht es in den Sternen, ob dich dein alter AG wieder einstellt, wenn er solche Praktiken an den Tag legt.
Du musst operiert werden und fertig, damit hat er sich abzufinden.

Dir stehen Lohnfortzahlung für die ersten 6 Wochen und danach Krankengeld von der Krankenkasse zu.
Lass dich auf nichts anderes ein, denn dann hast nur du die Nachteile.

Wenn er dich trotzdem loswerden will, muss er dich kündigen unter Einhaltung der Fristen.

#winke

Nici

Beitrag von zwillinge2005 22.03.11 - 16:28 Uhr

Hallo,

was ist das für eine schwere Operation, dass Du 9 Wochen sicher nicht Arbeitsfähig bist? Wer versorgt in der Zeit Eure Tochter etc? Dass bereits jetzt eine so lange Arbeitsunfähigkeit bescheinigt wird halte ich für sehr ungewöhnlich.

LG, Andrea

Beitrag von gluecksbaerchen80 22.03.11 - 17:25 Uhr

Hallo!

Das ist eine Hallux Valgus OP. Der große Zeh ist komplett aus dem Gelenk raus und muss gerichtet werden, Knochenstücke abgetragen, Schraube und Spange rein.

Der Zeh ist total instabil.

Plage mich damit schon ewig rum. Früher mit Einlagen und Physio.

Mittlerweile hilft nix mehr, die Schmerzen werden immer schlimmer. Kann nur festes Schuhwerk tragen.

Wie gesagt ist die 3. Meinung und diesmal von nem anerkannten Fußchirurgen. Den Orthopäden hab ich nicht vertraut. Der eine meinte wieder Einlagen und Co. und der andere meinte 4 Wochen.

Hier hab ich mich richtig beraten und aufgeklärt gefühlt. Der Chirurg ist auch übers Internet zu finden und in so einem Fuß...verein (wie das auch immer heißt drin).

Die haben versch. OP-Methoden, aber bei meiner Diagnose geht nur diese eine und das dauert.

Hab ja die ganze Zeit gesagt das ich so schnell wie mgl. wieder arbeiten möchte/muss und der Arzt sagte, dass geht überhaupt nicht.

Meine Tochter kann ich dann aber der 2 Woche selber versorgen. Brauch wohl nur 1 Woche jemanden. Da ich dann nicht komplett auftreten kann. Muss dann auch woanders wohnen, da ich nicht bis zur 3.Etage komme.

Daher ist das für mich ja auch eine große komplizierte Sache.

Und daher soweit vor geplant.


LG gluecksbaerchen

Beitrag von zwillinge2005 22.03.11 - 21:03 Uhr

Hallo,

ich verstehe, das Du wahrscheinlich 2-3 Wochen den Fuß entlasten musst. Aber warum solltest Du 9 Wochen nicht arbieten können? Du bist Arzthelferin und machst anscheinend z.Bsp. die Abrechnungen etc. Das ist doch eine sitzende Tätigkeit, oder nicht? Lässt sich da nicht ein Kompromiss mit Deinem Arbeitgeber finden?

Selbstverständlich lässt Du Dich nicht auf diese Geschichte mit dem Aufhebungsvertrag etc. ein. Aber dass die Heilung so langwierig sein soll finde ich schon erstaunlich.

LG, Andrea

Beitrag von gluecksbaerchen80 23.03.11 - 10:45 Uhr

Hallo,

nein meist stehende und gehende Tätigkeit.

Und ich hab mehrmals gefragt ob ich nicht doch schon eher wieder arbeiten gehen kann, seine Antwort "NEIN"

Mein Kompromiss wäre auch gewesen, mit der anderen Schwester zu tauschen, aber das geht auch nicht.
Der Fuß darf nicht voll belastet werden. Wird schon schwierig wegen Arbeitsweg.

Steht auch in den Op-Unterlagen so drin...auch übers Inet hab ich das mit 6-8 Wochen so gefunden.

Ist leider wirklich so.

Lg gluecksbaerchen

PS: wenns am Ende doch nur 6 Wochen dauert, auch gut. Aber das kann mir keiner garantieren

Beitrag von zwillinge2005 23.03.11 - 11:36 Uhr

Hallo,

das muss Dir auch niemand garantieren. Aber wenn es dann nach 6 Wochen wieder o.k. ist brauchst Du auch kein Krankengeld etc.

Und sechs Wochen oder neun Wochen wird auch für Deine Chefin ein großer Unterschied.

LG, Andrea

Beitrag von gluecksbaerchen80 23.03.11 - 15:24 Uhr

Das ist schon richtig.

Aber für sie zählt nicht das Eventuelle was viell. eintreffen könnte.
Sondern das es sein kann, dass es eben 9 Wochen dauert.

Der Arzt hat das so gesagt, ich habs weiter gegeben und auch gemeint, dass es sein könnte das ich eher wieder fit bin.

Für sie zählt das aber nicht.

LG

Beitrag von zwillinge2005 23.03.11 - 17:41 Uhr

Hallo,

wo genau ist denn das Problem Deiner Chefin?

Was passiert denn wenn eine von Euch beiden angestellten drei Wochen Urlaub hat? Stellt sie dann auch eine zusätzliche Kraft ein?

Könntest Du Deine Operation nicht so legen, dass dann in den darauffolgenden Wochen die zweite Angestellte keinen Urlaub hat?

LG, Andrea

Beitrag von gluecksbaerchen80 24.03.11 - 18:08 Uhr

Das Problem meiner Chefin besteht darin, dass ich doch voraussichtlich länger ausfalle.

Und sie der Meinung ist eine Aushilfe einstellen zu müssen. Meine Kollegin meint sie schafft das, aber das sieht sie halt nicht.

Und wenn sie dann für mich Lohnfortzahlung und die Aushilfe bezahlen muss, das wird ihr halt zu teuer.

Daher kam ihr die Idee mich für die Zeit der Krankheit "rauszuschmeissen".

Planen kann man viel. Aber das bringt nix.
Und Urlaub hat da keiner.

Wenn bei uns Urlaub geplant wird, dann ist meist die gesamte Praxis zu (Sommerurlaub 3 Wochen) oder man hat mal nur eine Woche zu überbrücken.

WIe gesagt wollte es eben deswegen auf die Zeit unseres Sommerurlaubs legen, aber das sind halt "nur" 3 Wochen und die restliche Zeit wäre dann offen.

Lg gluecksbaerchen

PS: Danke für deine Posts. Meine Chefin muss man kennen um zu wissen was da in ihr vorgeht #kratz

Beitrag von manavgat 22.03.11 - 17:49 Uhr

sag freundlich: nein danke.


und gut ist.

Der AG zahlt 6 Wochen, danach gibt es Krankengeld.


Gruß

Manavgat

Beitrag von gluecksbaerchen80 22.03.11 - 17:52 Uhr

Danke für eure zahlreichen Antworten.

Ich werd die Aufhebung auf keinen Fall unterschreiben.

Wenn er mich loshaben will dann nur mit der Kündigung von seiner Seite.

Und dann werd ich mir gleich was Neues suchen

LG gluecksbaerchen

Beitrag von kleine-mimi 22.03.11 - 23:03 Uhr

Hallo!


Ist dein Vetrag befriestet?

Prinzipiell ist eine krankheitsbedingte Kündigung nicht unmöglich oder unrechtlich, bei einer absehbaren Krankheit ist es allerdings nicht ganz so einfach, da würdest du wahrscheinlich vorm Arbeitsgericht Recht bekommen.

Beitrag von gluecksbaerchen80 23.03.11 - 10:11 Uhr

Mein Vertrag ist befristet zum 29.02.2012 ist mittlerweile die 3.Befristung und damit auch die Letzte.

Das meinte ich auch mit, das mein AG alles ausgeizt.

Und wie gesagt planbar ist das ganze ja doch. Daher auch der Termin im Juli.

LG gluecksbaerchen

Beitrag von kleine-mimi 29.05.12 - 21:57 Uhr

Hi! Sag mal, was hat das denn jetzt bei dir gegeben?? Konntet Ihr euch einigen? Arbeitest du noch dort?