Verhalten auf dem Spielplatz

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um Ihr Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von lea12 22.03.11 - 14:02 Uhr

Hallo

Mir fällt sein einigen Wochen auf, dass sich andere Kinder vor meinem kleinen Sohn (18 Monaten) fürchten.

Er ist ein süsser, kleiner Wirbelwind und hat für sein alter sehr viel Kraft.

Zum Beispiel war ich gestern mit ihm auf dem Spielplatz. Er freut sich sehr, dass noch andere Kinder dort sind. Freudig stürmt er auf die anderen Kinder zu, und möchte sie lieb anfassen. Vor allem die Mädchen schreien dann schon einmal, doch auch die Jungs in seinem alter verstecken sich hinter der Mama.

Dann "besorgt" er sich im Sandkasten einen Eimer oder holt sich seinen Eimer zurück, schliesslich kann er ja noch nicht bitte und danke sagen. Da er für sein alter stark ist, kommt er auch zu den Spielzeugen. Gestern hat er auch noch einer VIERJAEHRIGEN den Weg zur Rutschbahn versperrt! Warum lässt sie sich das den von einem EINJAEHRIGEN gefallen?!

Frage:

Wie soll ich mich verhalten?

Soll ich dem schüchternen Mädchen den Eimer immer sofort wieder zurück geben? Muss ich mich auch einmischen, wenn er mit Jungs oder älteren Kindern um einen Eimer streitet?

Wie kann ich meinem Sohn mehr Sozialkompetenz beibringen?

Ich kuschle sehr oft mit ihm und wir üben auch zusammen, jemanden lieb im Gesicht zu berühren oder eine Katze zu streicheln. Was könnte ich und mein Mann noch tun?

Ich war gestern nach dem Spielplatzbesuch sehr traurig, dass mein Sohn als "Spielplatz-Schreck" gefürchtet wird. Irgendwie werde ich da auch als Mama isoliert.

Prima geht mit Erstklässlern, dass findet er Klasse, wenn er mit grossen Jungs Blödsinn machen kann!



Beitrag von scura 22.03.11 - 14:07 Uhr

Ich gehe als Mutter immer erstmal mit und frage die Kinder, ob meine Tochter das haben darf oder mitspielen kann. Zumindest habe ich es immer so gemacht. Jetzt sage ich ihr sie soll erstmal bitte fragen. Ich schau dann was passiert.

Mich nervt dieses einfach wegnehmen gewaltig!

Beitrag von whiteangel1986 22.03.11 - 14:15 Uhr

hallo, ich weis nicht was du direkt ändern kannst. Ich versuche es immer so zu handhaben das ich dass den kindern unter einander regeln lasse. Vorrausgesetzt sie sind im gleichen alter! Also das mit der 4-jährigen solltest du schon einschreiten. Ich glaube nicht, das die kleine angst vor deinem sohn hatte, eher angst davor wie er reagiert wenn sie ihn z.b. auf der kutsche leicht anschubst. Fängt er an zu weinen? Schimpft evtl. die mama,....

Bei solchen situationen auf der rutsche gehe ich zu meinem sohn, sage ihm, "rutsch,...andere wollen auch noch". Wenn er es nicht macht, sage ich durchaus auch mal zu einem anderen kind ganz freundlich, was dahinter wartet. "schiebe ihn ein wenig an,..." ich fange meinen sohn dann unten auf.

im sandkasten zählt es bei uns. Jeder der sachen hat, schmeißt so ziehmlich alles in den kasten und jeder darf es benutzen. Manchmal wird gefragt, manchmal nicht. (kommt drauf an, ob man die mami´s kennt. aber bei uns ist das meistens so) Dann oberste priorität " NICHT WEGNEHMEN!" also wenn jetzt z.b. ein anderes kind unseren eimer hat, dann darf ihn mein sohn nicht aus der hand reisen (was er auch nicht tut) sondern er muss warten, bis das andere kind den eimer zur seite legt. (außer man geht heim). Andere kinder (egal ob gleichalt, oder nicht) handhaben es genauso, da es den kleinen im kindergarten so beigebracht wird. Im Sandkasten mische ich mich da auch selten ein. Brauche ich eigendlich auch nicht. Ich rede da auch zu meinem sohn"NICHT WEGNEHMEN" oder "lass den Jungen/mädchen doch damit spielen" , oder "das ist nicht deine, du darfst es nur nutzen,..."

Ich denke wirklich nicht das die anderen kinder angst haben. Sie sind einfach im umgang mit deinem kleinen unsicher. Wann schreit er, wann sagt die mami was, ist das ok?...

LG WhiteAngel

Beitrag von fbl772 22.03.11 - 14:18 Uhr

Hallo,

ich stehe auf dem Standpunkt, dass die Kleinen das in dem Alter noch nicht unter sich regeln können und wir Erwachsenen da schon regulierend eingreifen müssen.

Wenn mein Kleiner also jemanden etwas wegnimmt und der andere will das nicht, dann sag ich das meinem Kleinen auch so und gebe den Eimer zurück mit der Frage ob er damit spielen darf (natürlich nur solange er noch nicht selbst fragen kann). Er muss das ja auch erst lernen. Natürlich führt das auch mal zu "Unmut", aber da ist es halt meine Aufgabe eine Alternative zu finden. Je früher man damit anfängt, desto mehr wird das irgendwann mal selbstverständlich für ihn. Das gilt auch dafür, wenn er andere "bestürmt" - es gibt halt offene und eher zurückhaltende Kinder und den Umgang muss er auch erst lernen.

Sozialkompetenz lernt er am besten in der altersgemischten Gruppe und natürlich auch ganz wichtig, von der Familie :-)

VG
B

Beitrag von maximama22 22.03.11 - 15:12 Uhr

Hallo,

ich bringe meinen Kindern schon früh bei dass sie anderen Kindern nicht das spielzeug wegnehmen dürfen!!! Das ist bei uns oberstes Gebot wenn wir im spielkreis, auf dem Spielplatz oder bei freunden sind. Wenn es allerdings das eigene Spielzeug ist, das dürfen sie sich wieder zurücknehmen. beim großen ists schon besser, der arrangiert sich mit seinen Freunden. bei der kleinen misch ich mich schon ein wenn ich seh dass sie einem anderen Kind etwas weggenommen hat. Auch wenn eines meiner Kinder die rutsche versperren würde spreche ich mit ihnen und erkläre ihnen dass man das nicht macht, die Rutsche ist für alle da.

Ich selbst denke mir von Mamas die nur still daneben sitzen und nicht eingreifen wenn ihr Kind die anderen Kinder ärgert ect. oft dass ich mit denen nichts zu tun haben möchte.

Wie soll dein kind rücksicht oder so lernen wenn du sowas nicht erklärst. Meine beiden kinder gehen solchen Kindern immer aus dem Weg. Bei uns kommt auch immer so einer auf den spielplatz. wenn der da ist wollen meine Kinder gleich wieder heim.

Liebe Grüße
Maximama

Beitrag von incredible-baby1979 22.03.11 - 17:23 Uhr

Hallo,

meine Freundinnen und ich handhaben das so, dass die Kinder das unter sich ausmachen sollen (sind aber alle so beinahe gleichaltrig), mit der Begründung, dass die Kinder lernen sollen sich zu verteidigen, sich selbst zu helfen. Glaube mir, die Kleinen bringen sich untereinander selber Sozialkompetenz bei. Nichtsdestotrotz muss diese auch in der Familie vorgelegt werden.
Wir Erwachsenen greifen erst ein, wenn die Situation eskaliert, d.h. wenn ein Kind mit einem Spielzeug haut.

Würde Julian allerdings am Spielplatz einem kleineren Kind etwas wegnehmen, würde ich das unterbinden und ihm erklären, warum er das nicht darf.

Ach ja, er ist heute noch so, dass er andere Kinder kuschelt und evtl. Küsschen gibt, aber nur, wenn er diese kennt und diese erwidern das auch #verliebt. Er freut sich regelrecht, wenn er seine Kumpels sieht #huepf.

Ganz ehrlich, ich mag solche Eltern nicht, die ständig in ein friedliches Spiel von Kleinen meinen, sich einmischen zu müssen (nein hier, nein da, nein hier).

Ach ja, grenzt dich aus, DAS redest du dir nur selber ein :-). Jedes Kind macht früher oder später so eine "Phase" durch.

LG,
incredible mit Julian (fast 2 Jahre alt) #verliebt