Bereue die anonyme Sammelbestattung

Archiv des urbia-Forums Frühes Ende.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Frühes Ende

Manche Schwangerschaft geht leider vorzeitig zu Ende. Es kann helfen, sich hier mit anderen über das Erlebte auszutauschen; aber auch Fragen zu medizinischen Themen sind willkommen. Hilfreich können auch diese urbia-Artikel sein: Fehlgeburt und Sternenkinder.

Beitrag von cybergirl07 22.03.11 - 14:37 Uhr

Hallo an alle Sternenmamis,
Ich hatte am 01.05.2009 die 4 FG mit Zwillingen in der 13. woche!
Ich war damals völlig fertig und habe mich nicht genug informiert, geschwiege denn das Krankenhaus.
Ich dachte immer nur daran, dass meine Kinder unbedingt beerdigt werden sollen. Das bot mir die Klinik dann auch an. Was ich nicht wusste, war das ich meine Kinder auch selber bestatten konnte. Ich hätte ihnen so gerne ein eigenes Grab gemacht. Nicht das da wo sie jetzt liegen nicht schön ist. Im gegenteil. Aber eben anonym und es werden immer wieder neue beerdigungen gemacht an dieser Stelle und die alten sachen werden dann weg geräumt.
Ich stelle zwar immer wieder was hin, aber immer dasselbe....
Ich bin so traurig. Und enttäuscht von mir selber, dass ich mich damals nicht besser informiert hab....
Wie habt ihr eure Mäuse beigesetzt? In diesem alter der SS! Gehts jemand wie mir?
Traurige Grüße
Meli mit Lukas 3 und Leon 6 mon an der Hand und 4 #stern im Herzen

Beitrag von anja570 22.03.11 - 14:43 Uhr

Hallo,

es tut mir sehr leid, dass Du auch schon 4 #stern hast, ich habe 5.

Zum Thema Sammelbestattung, oder generell Bestattung in dem SS-Zeitraum kann ich leider nichts sagen, hier wird es nicht angeboten.

Nach meiner letzten FG habe ich einen Club gegründet, wir haben alle schon mehrere #stern, tauschen uns darüber aus und geben nicht auf:

http://www.urbia.de/club/Sternenmamis+mit+3+oder+mehr+Sternchen+durch+FG

LG
Anja

Beitrag von babygirlalicia 22.03.11 - 14:44 Uhr

ich lasse eine sammelbestattung machen. mein kleines kommt zu den regenbogen kinder, so ist es nicht alleine. schau mal leere-wiege.com.

Beitrag von schlingelchen 22.03.11 - 14:48 Uhr

Hallo Meli,
ehrlich gesagt wäre ich froh gewesen,wenn wenigstens diese Option bestanden hätte.Aber keines der KH hat es angeboten.
Gräme dich deswegen nicht,du kannst es ja jetzt nicht mehr ändern.
Eigentlich sind unsere Kinder in unserem Herzen. Vielleicht hilft es dir im Garten oder im Haus ein Plätzchen für die Beiden einzurichten?!

LG,Anja mit sieben Kindern und sieben #stern

Beitrag von singa07 22.03.11 - 14:50 Uhr

Liebe Meli,
#liebdrueck

mir steht es noch bevor - die Sammelbestattung ist nächsten Freitag.
Die AS ist dann genau acht Wochen her.
Ich war in der 10.SSW.

Ich kann nicht behaupten, dass ich nicht richtig informiert wurde. Bei uns im KH gab es eine Info-Broschüre und die Seelsorgerin, die sich um die Sammelbestattungen kümmert, hat sich persönlich um mich/ uns gekümmert. Ich hatte direkt vor und nach der AS Kontakt mit ihr und habe seitdem auch noch einige Male mit ihr telefoniert.

Wir haben uns für die Sammelbestattung und gegen die Einzelbestattung entschieden. Ich hatte ein Windei, d.h. es war kein embryonales Gewebe (mehr) erkennbar. Der Pathologe hat uns das bestätigt. Es wird also "nur" plazentales/ maternales Gewebe sein, das mit den anderen Sternchen die letzte Reise antritt.
Ich weiß noch nicht, ob ich zur Trauerfeier gehen werde. Das kommt darauf an, wie es mir am Freitag geht.
Wenn die SS weiter gewesen wäre und wenn da mehr embryonales Gewebe gewesen wäre, dann hätten wir eine Einzelbestattung, aber im Friedwald gemacht. Ich bin kein Friedhof-Fan. Und dann wissen nur wir, wo das Käferchen liegt...

Ich kann verstehen, dass du einen Ort brauchst, der nur deinen Kindern gehört. Und der nicht immer wieder abgeräumt wird. Bei unserem ersten Kind hat der Opa einen Baum gepflanzt. Und als wir das zweite jetzt verloren, hat er angeboten, auch diesem Kind einen Baum zu pflanzen - denn es gehört selbstverständlich zu uns dazu. Wenn es jetzt Frühling wird, dann werden wir ein Bäumchen aussuchen und unter ihm wohl immer ein kleines Andenken etc. haben. Die Seele unseres Kindes bleibt in uns, um uns. Sein kleiner Körper... der war nicht stark genug.

Wie wäre es, wenn du dir einen Ort schaffst, der nur deinen vier Sternen gehört - sie werden nicht körperlich da sein, ja. Aber der Körper vergeht. Was bleibt ist die Seele und sie lebt durch Liebe - durch deine Liebe leben auch deine Kinder weiter.

GLG
Singa mit Clemens fest an der Hand und #stern Käferchen tief im Herzen.

Beitrag von alagdolwen 22.03.11 - 15:47 Uhr

Ich hab meinen Wurm in der 16. SSW verloren. Wir hatten auch die Sammelbestattung gewählt. Wir fanden den Gedanken schön, dass das Kleine zusammen mit anderen Sternchen beerdigt wird und nicht allein, es war doch noch soo klein. Wir hatten auch noch keinen Namen und wußten nicht, was es geworden wäre.
Für mich ist das Kleine im Herzen und hat eine eigene Stelle im Familienbuch bekommen, zwar nur als Brief und mit Bild aber uns reicht das als Abschied.
Es ist jetzt 1 Jahr her und ich habe es so nicht bereut. Ich war froh, dass wir die Möglichkeit eines solchen Abschieds hatten.

Ärgere Dich nicht. Die Kleinen sind zusammen mit den anderen Sternchen. Du hast die Möglichkeit was aufs Grab zu legen. Das ist doch ein tröstender Gedanke.

Eine #kerze für Deine #stern

Beitrag von dia111 22.03.11 - 15:54 Uhr

Hallole,

wir werden unsere Mia Isabella (stille Geburt in der 22SSW) auch anonym Bestatten.
Als wir im KH waren (mit Wehen) hielten sie uns ein Zettel hin,das wir unterschreiben sollten.
Mein Mann hatte dann kurz Zeit, sich auf den Weg zu einem Bestatter zu machen.
Er erzählte ihm das er für das Grab 5000-7000€ möchte.
Das war echt viel, und wir unterschrieben erstmal für die Sammelbestattung.

Haben dann nach der Stillen Geburt, zwei Bestatter aufgesucht die uns das selbe sagten, es koste eben so viel.

Dann hat mir meine Hebi ne Tel. gegeben, eine Bestatterin mit der sie auch gerade im Gespäch ist (gerade wegen Familien mit STiller Geburt).

Aber für mein Mann war das jetzt abeschlossen, und er wollte sich nicht nochmal was anhören.

JEtzt mußte ich mich leider auch dazu entschliessen,sie Sammelbestatten zu lassen..leider.

Ich hoffe aber das es trotzdem was schönes wird... ist erst im Oktober und Entbunden habe ich im Dez

Lg
Diana mit CM+AS an der Hand und 3#stern fest im #herzlich

Beitrag von wertvoll 22.03.11 - 20:27 Uhr

Ich wollte nur anmerken, das wir für die Beerdigung unseres kleinen Kämpfers (27. SSW.) keine 5000 € bezahlt haben.

Dazu muss man sagen, dass wir ein Grab auf einem kleinen Dorf gekauft haben. Da kostete das Grab 350 € und man bezahlt eine Jahresgebühr (circa 30€ pro Jahr). Auf den größten und beliebtesten Friedhof in der naheliegenden Großstadt hätte die Grabstätte 1500€ gekostet.
Zu den 350€ kamen noch die Kosten für das Bestattungsinstitut. Das waren für einen einfachen Sarg, die Überfahrt von über 300 km und was sonst noch so sein muss 1000€ (das Bestattungsinstitut hat aber nur das aller nötigstes gemacht, unser Sohn war ja z.b. schon begleitet, die Babydecke durften wir bringen). Dann kamen noch die Gebühren für die Nutzung der Friedhofskapelle, das Leuten, die Blumen.... Das waren auch nochmal 600€.
Kurz gesagt, wir haben für die Bestattung, die sehr sehr schön war circa 2000€ bezahlt.

wertvoll

Beitrag von dia111 24.03.11 - 17:41 Uhr

das sagen mir sehr viele, aber wir haben 3Bestatter besucht,die sagen alle das selbe und auch meine Hebi kennt hier die Preise...

Ich verstehe das auch nicht, für meinen Opa haben wir nicht so viel zahlen müssen, wie die hier verlangen für unsere Mia Isabella.
Echt zum kotzen sowas....

Beitrag von hannahhannah2011 22.03.11 - 15:55 Uhr

So komisch das vielleicht anmuten mag,aber ich hab mir angewöhnt,richtig große & schöne Terracotta-Töpfe zu kaufen,eine Christrose oder ähnlich-wie jetzt auch Frühlingsblumen(Schneeglöckchen z.B) zu pflanzen ...dort hinein setz ich dann den Krümel und oben drauf die Blumen...dabei hab ich eine große Laterne stehen und einen kleinen Engel und Herzen aus Stein ...abends zünd ich immer Kerzen an und so weiß ich,ich hab sie bei mir...vielleicht eigenartig,aber ich würd nie eine Sammelbestattung o.ä. machen lassen.
So hab ich für mich ne Möglichkeit gefunden...kann Blumen pflanzen und extra dazustellen und keiner räumt was weg oder stellt was um.#herzlich

Beitrag von dia111 22.03.11 - 16:06 Uhr

Uns hat man gesagt,das wir unsere Kleine nicht mitbekommen werden, und wir sie nicht irgendwo begraben dürfen.
Entweder Sammelbestattung oder eigenes Grab.

Ich mußte sogar Unterschreiben,das ich sie nicht so bestatten darf, als ich sie in das KH hier in unserer Nähe brachten (weil sie einfach bei uns in der Nähe bestattet werden soll)

Aber wir hatten auch keine Zeit um uns so richtig zu informieren, und wir haben dann auch nur durch die Hebi erfahren das es bei uns auch ein Sammelgrab gibt... und wir sie auch hier statt dort beerdigen können.

Habe aber gelesen das manche sie mitbekommen, das macht mich traurig,das es bei uns nicht ging.

22SSW still entbunden.

LG
Diana

Beitrag von hannahhannah2011 22.03.11 - 17:29 Uhr

Also....ich hab ja die Mehrheit meiner Krümel zu Haus verloren...22 ssw ist natürlich schon eine ganz andere Hausnummer...aber,egal wie weit-ich würde immer ausdrücklich darauf bestehen...notfalls ankündigen,das alles an die Presse zu bringen,Anwalt-hauptsache Dampf machen und nachdrücklich sein.Natürlich gibt es Vorschriften-wie bei so vielen Dingen in Deutschland...aber letztenendes ist es ja Dein Kind,was Du geboren hast.Allerdings-wenn man es schon nicht ausgehändigt bekommt,dann würd ich -egal,was es kostet-ein eigenes Grab organisieren.Sammelgrab käme bei mir einfach nicht in Frage.Nicht,weil ich mein Kind nicht mit den anderen Krümeln zusammensetzen würde(ganz im Gegenteil).sondern einfach nur,weil ich die beschriebene ständige Unruhe an der Grabstätte und vor allem das ungefragte Beseitigen meiner Blumen etc nicht akzeptieren könnte....das wär für mich ein andauerndes Überschreiten meines höchstpersönlichen Bereichs...totales No Go.
In meinen *Gartentopfgräbern*liegt Ssw 7-10...eben all die kleinen Leben,die mir zu Haus verloren gingen... :-(...

Beitrag von lieke 22.03.11 - 17:30 Uhr

Hallo,

ich denke, dass es da sehr grosse Unterschiede gibt, bzgl der SSW. Ein Kind aus der 22.SSW selber zu bestatten ist ja was anderes, als eine FG in einem Blumentopf einzugraben. Kann mir vorstellen, dass manche KH "inoffiziel" FGen mitgeben, weiß ich aber nicht.

Wo hättest du dein Kind denn beerdigen wollen? Wir haben auch eine zeitlang mit dem Gedanken gespielt, da unser Kind einige Zeit krank war, dann hatte er aber ein Alter erreicht, wo es nur noch die Option eigenes Grab gab. Trotzdem haben wir und mit dem Thema selber bestatten auseinandergesetzt. Aber einen Ort zu finden, der dann auch immer ein besonderer Ort bleibt, ist ja auch nicht leicht. (ausser auf einem Friedhof).

Meine FGen habe ich auch nicht mitbekommen.

LG

Beitrag von hannahhannah2011 22.03.11 - 18:25 Uhr

...all meine Fehlgeburten hab ich auch nicht-3 fehlen,da Curretage...aber die anderen 5 zu Haus sind mir geblieben.Es ist-das hatte ich ja zuvor bereits eingeräumt-sicherlich eine ganz andere Ausgangsposition,ein bereits wirklich ganz und gar vollständiges Lebewesen von 22 Wochen ausgehändigt zu bekommen..aber von der Herausgabe sozusagen *unter der Hand* habe ich auch schon in mehreren KH gehört.Also-möglich ist es...nur die Frage,wie die jeweilig diensthabenden Personen in diesem Moment entscheiden.
@lieke....hattest denn gefragt,ob Du Deine Krümel mitnehmen darfst?Ich glaub,im KHBetrib ist das alles ein ziemlich nüchternes Abwickeln eines alltäglichen Programm's.Da gibt es auch keine sich entwickelndes Leben,was es nicht geschafft hat.sondern nur Abortmaterial...man ist eine Frau von unendlich vielen..finde das recht bedenklich...traurig...passt aber zu der mittlerweile ziemlich verrohten Welt,in der wir leben...leider.
Wenn ich hier im Form lese,rollen mir so oft die Tränen... #kerze:-(#herzlich

Beitrag von hannahhannah2011 22.03.11 - 18:27 Uhr

...sorry,weil so reichlich vertippt #schwitz

Beitrag von lieke 22.03.11 - 20:43 Uhr

Eine Freundin hatte im selben KH kurz vorher eine AS und hatte gefragt. Es wurde gesagt, dass das zwar möglich ist, aber nicht üblich, da ja "nach einer AS nichts übrig ist".
Meine 2.FG hatte ich zu Hause und bin mit nem Töpfchen ins KH, ich hätte sie wieder mitnehmen dürfen, wollte aber gerne, dass sie untersucht wird. Es war klar, dass ich dann nichts zurück bekommen würde. In dem Moment war mir aber das Warum? wichtiger als die Überreste des Kindes. Es war kein kleiner Körper sondern irgendwie nur noch Gewebe, auch wenn es für mich der Traum von einem Kind war. Ich denke, die Grenze wäre für mich, wenn es tatsächlich Gestalt hätte, das war aber nicht so.

Da ich ja bereits ein Kindergrab auf dem Friedhof hatte, hatte ich es leicht, mir dort ein anders Abschiedsritual/symbol auszudenken. So sind sie jetzt beide dort begraben und ich glaube, es wäre kein Unterschied, wenn sie wirklich dort liegen würden. Ich weiß auch nicht, ob ich noch hingehen würde, wenn mein Sohn dort nicht läge.

LG

Beitrag von singa07 23.03.11 - 08:27 Uhr

Liebe Hannah,

da muss ich dir widersprechen: nicht in jeder Klinik gilt man nur als "Patientennummer" und wird nach der AS von Abortmaterial gesprochen.
NIE, NIE, NIE wurde mein Kind (und das bei einem Windei!) so genannt. Es wurde immer von "Ihrem Kind", "kindliches Gewebe" gesprochen. Als einmal eine Schwester von "Resten der Fehlgeburt" sprach, fiel die Hebamme gleich ein und fuhr ihr über den Mund.

Ich denke, es kommt sehr darauf an, wie das Personal eingestellt ist und wie insgesamt die Haltung der Klinik ist. Wie bereits geschrieben, ich hatte eine den Umständen entsprechende tolle Trauerbegleitung.

Es tut mir auch immer weh, wenn ich lese, wie FAs/ Kliniken mit den verwaisten Eltern hier umgehen... und ich bin so dankbar, dass es auch andere Beispiele gibt.

LG
Singa mit Clemens fest an der Hand und *Käferchen tief im Herzen

Beitrag von hannahhannah2011 23.03.11 - 09:27 Uhr

Hallo Singa...na,Gott sei Dank gibt es diese Ausnahmen...glaube,sonst würde niemand mehr mit einem guten Gefühl freiwillig in eine Klinik gehen wollen.Ich stell es eben nur fest,da auch mein Mann bestätigt(Mediziner),wie der allgemeine Umgang in Kliniken im Laufe der Jahre an Niveau abgenommen hat...viele GUTE Ärzte wandern leider ab,da ständiges Hierarchiegrangel & zu niedrige Bezahlung vorherrscht und allgemein ein ziemlicher Leistungsdruck auf dem Rücken des medizinischen Personal lastet.Glaube,daher sind manche Ärzte auch teilweise etwas nüchtern unterwegs...zu hoche Belastung-physisch wie psychisch-und die täglich Routine schleifen einfach das Feingefühl für jeden einzelnen Patienten zu sehr ab.Es sind auch nur Menschen-aber manche mutieren in den Jahren auch zu ziemlich verrohten ......!!!! Ich hatte z.B. bei meinen Fehlgeburten keine Hebamme zur Seite...natürlich ist dies noch eine zusätzlich tolle Unterstützung in solch einer Situation...
Ich hoffe einfach für uns alle hier,dass uns solche oder ähnliche Situationen zukünftig erspart bleiben und wir-wenn doch-in einfühlsamen Händen landen,die uns dann entsprechend durch die traurige Zeit geleiten.

Beitrag von singa07 23.03.11 - 10:29 Uhr

Liebe Hannah,

ich weiß, wir hatten wirklich Glück, eine so gute Betreuung zu haben. Ist eine kleine Frauenklinik, bei der mein FA Belegarzt ist.
Als mittwochs klar war, dass es eine AS geben wird, hat er nachmittags noch alle Hebel in Bewegung gesetzt, dass ich meinen Termin bekommen habe - er hat persönlich die Anästhesistin angerufen und die Operateurin. Das Vorgespräch mit der Anästhesistin habe ich donnerstags am Telefon gemacht... und freitags waren außer den beiden Ärztinnen eben noch die Hebamme und die Seelsorgerin da (eine Nonne, die früher die Kreißsaalleitung hatte und sich jetzt auf Sterneneltern spezialisiert hat). Ich habe fürchterlich geweint und alle, alle haben sich wirklich um mich bemüht und versucht, mir beizustehen...

Es geht also auch so. Gott sei Dank. ich weiß, in der Uniklinik ist das eine Massenabfertigung.

LG
Singa

Beitrag von hannahhannah2011 23.03.11 - 13:36 Uhr

Und genau so,wie Du es beschreibst,sollte es immer laufen.Das bildet dann auch die optimale Grundlage,um den anschließend oftmals gravierenden seelischen Absturz zu mildern und die BEINAHE-Mütter werden nicht noch durch den klinischen Ablaufsalat zusätzlich emotional aufgemischt...behutsamer Umgang,vermitteln von Sicherheit,Kompetenz und dem Wissen um die seelische Verletzbarkeit der Patientin...es wäre einfach nur TOP.In kleineren Kliniken merkt man den Unterschied-da hast Du recht und mir fällt ein Stein vom Herzen,wenn ich lese,wie aufgehoben Du in diesem-Deinem-doch so einsamen Moment warst..#herzlich...
Meine letzte Curretage Februar 2010 in der 13ten Woche war auch in einem KH,in das ich nie wieder gehen werde-wenn ich nicht muß.Glücklicherweise hatte ich dort den Gyn,der damals bei Amelie die Nackenfaltentransparenzmessung machte...wäre er nicht dort gewesen und ich nicht privatversichert,dann hätt ich das gesamte Hilfskommando an mir dran gehabt:-(...nichts gegen Ärzte,die ihre Laufbahn beginnen,aber solche Leute dürften bitte nicht an Frauen dran,bei denen es kurz vor 12 ist...hätte es noch länger gedauert,wär ich verblutet.Das war echt ziemlich knapp.
Ich hoffe,es wird uns nie etwas passieren und wir landen auch zukünftig immer wieder gesund auf unseren Füßen.#pro:-)

Beitrag von muhle 22.03.11 - 19:38 Uhr

hallo,erstmal tut es mir sehr leid,das du schon so viele fg`n erleiden musstest#liebdrueck

wollte dir nur sagen,das ich deine meinung voll und ganz teile#pro
ich hätte auch keines meiner kinder in ein sammelgrab gegeben#nanana


traurige grüsse steffi,mit 6en fest an der hand#verliebtmick und miley tief im #herzlich

Beitrag von wertvoll 22.03.11 - 21:05 Uhr

Ich wünsche Dir weiter Kraft und Trost und dass Du einen guten Weg für Dich findest.
Wir haben ein eigenes Grab, aber da wir zur Zeit der Ausbildung wegen (nur erstmal für zwei Jahre) 300 km von unserer alten Heimat entfernt sind, aber noch nicht wissen, ob wir hier bleiben, haben wir uns für eine Bestattung in der alten Heimat entschieden. Ich bin froh, dass sich meine Mama ganz lieb um das Grab kümmert und ich immer wieder mal etwas nettes hinbringen kann.
Dadurch habe ich mir aber überlegt, dass ich auch zu Hause gern einen Ort hätte, den ich gestalten kann. Wir haben auf unserem Wohnzimmertisch ein Foto, ein paar frische Blumen (habe gerade ein paar Tulpen eingepflanzt), ein schönes Holzspielzeug, Andenken aus dem Krankenhaus....
Vielleicht kannst Du Dir einen schönen Ort schaffen (in der Wohnung, im Garten, oder an einem anderem schönen Ort)

wertvoll