Frage zum Thema "Eingewöhnungszeit"

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von festus14 22.03.11 - 19:54 Uhr

Hallo Mädels,

Max ist nun ein Jahr alt und leider, leider muss ich bald wieder arbeiten gehen. Nach langem Suchen haben wir eine TM gefunden, bei der ich ein gutes Gefühl habe. Nur das Thema "Eingewöhnungszeit", da hakt es bei mir noch.

Ich hatte die Vorstellung 2 bis 3 Tage zusammen mit meinem Kind da sein zu können, damit er erstmal die TM, die anderen Kinder und die Umgebung kennen lernen kann und Vertrauen in die TM fassen kann.

Sie meint nun aber, dass einmal besuchen reicht. Wenn wir das nächste Mal kommen, dann soll ich nach einer kurzen Zeiit gehen, Max bleibt dann, wenn er nicht weint, für ca. eine Stunde, dann ruft sie mich an. Und das wird dann in den Folgetagen ausgeweitet.

Mir geht das ehrlich gesagt etwas zu schnell. Liege ich da nun völlig falsch? Wie war die Eingewöhnung bei euch? Bitte gebt mir mal ein paar Erfahrungen.

Vielen Dank!
Alina mit Max#verliebt

Beitrag von sailing08 22.03.11 - 20:03 Uhr

Hallo Alina,

ich kann mir vorstellen, dass es Dir schwer fällt.
Meine Kleine ging mit 18 Monaten in die Kita. Daher kann ich Dir nur aus meiner Erfahrung mit der Kita berichten, die sehr, sehr positiv war!
Am 1. Tag war ich zu einem Gespräch mit ihrer Bezugsbetreuerin und der Gruppenleiterin da. Danach gingen wir wieder heim. Am 2. Tag war ich mit ihr 1 Stunde da, dann gingen wir wieder heim. Erster Trennungsversuch war am 4. Tag, allerdings war sie da nicht so happy. Tags drauf ging das besser und so blieb sie 15-20 Minuten alleine und ich saß in der Küche. Es ging darum, ob sie sich trösten lies. Und ab da wurde es von Tag zu Tag erweitert. Ne Stunde, 2 Stunden, bis Mittag, inkl. Schlaf jeden Tag mehr. Ich war übrigens noch bis 1 1/2 Wochen dabei, dann eben in der Küche, für den Fall der Fälle :-). Insgesamt dauerte die Eingewöhnung 3 Wochen und die wollte ich auch investieren. Ich wollte, dass meine Tochter sich wohl fühlt und nicht an ein paar Tagen sparen. Sie geht nun ein halbes Jahr in die Kita (bisher 2 volle, ab demnächst 3 volle Tage hin) und fühlt sich super wohl.


Wenn Du Dich nicht gut fühlst bei den Plänen, dann besprech das mit der TM. Dein Max merkt, wenn Du nicht hinter der Entscheidnug stehst.

Good luck!


sailing08

Beitrag von widowwadman 22.03.11 - 20:25 Uhr

Bei uns war's schnell 1. Tag 1 Stunde, 2. Tag 4 Stunden und am 3. Tag dann schon der ganze Tag ohne mich.

Hat gut geklappt - Mama die ganze Zeit dabei hocken zu haben stoert doch nur den Ablauf.

Beitrag von widowwadman 22.03.11 - 20:26 Uhr

Meine Tochter war da uebrigens 9 Monate alt

Beitrag von emeri 22.03.11 - 20:56 Uhr

hey,

war bei uns auch ähnlich. allerdings bleibt meiner nur einmal die woche vormittags bei der TM. aber ich hätte nicht gewusst, wozu ich da tagelang stundenweise dabei sitzen bleiben soll. da hätte er sich doch erst recht nicht "eingewöhnen" können, sondern wäre nur an mir geklebt... und er geht echt gern zur TM.

er war übrigens 19 monate, als er begann. ich denke manchmal, dass sich vor allem die eltern mit der trennung schwer tun und eigentlich nicht die kinder. ;-)

lg

Beitrag von widowwadman 22.03.11 - 21:31 Uhr

Genau dass sagen die Betreuer in der KiTa auch - die Eingewoehnungszeit ist mehr fuer die Eltern als fuer die Kinder.

Beitrag von fabricehanni 22.03.11 - 20:49 Uhr

Ich musste meine kleine auch mit genau einem Jahr, zwei Tage nach ihrem geburtstag fing die Krippe an, in die Krippe schicken, am ersten Tag sind wir hin und ich musste gleich wieder gehen..und hab sie nach 1 Stunde wieder abgeholt...das haben wir 6 Wochen so gemacht, halt von Woch ezu Woche 1 Stunde mehr....und ich bin der Meinung das ist die beste Variante...ich fand es auch erst hart, aber Lia hat sich soooo schnell eingewöhnt...wenn Mama dabei sitzt spielen die KInder eh wie zu Hause und alles ist toll...aber sobald Mama weg istverstehen sie die Welt nicht mehr...Mama sass doch die ganze Zeit da und auf einmal ist sie weg...dann lieber abgeben und daqnn schnell wieder abholen...ist meine Meinung..

Lass sie einfach ein wenig Los..der kleine macht das schon...


Liebe Grüße Saskia mit Lia (*11.09.2009)#verliebt die super gerne in die Kita geht und sich unter dem Tisch versteckt wenn ich sie abholen will, weil sie noch da bleiben will#rofl

Beitrag von karpia75 22.03.11 - 20:59 Uhr

hallo Alina,

nimms mir nicht übel, aber man merkt, dass du eigentlich nicht wirklich gern wieder arbeiten magst, sondern eher bei deinem kleinen Schatz bleiben magst, gell #schein

ich denke, dass du der Tagesmutter da eher vertrauen solltest, sie kennt sich mit diesen Situationen aus (sollte sie zumindest)
Wenn du ein gutes Gefühl bei ihr hast, dann versuch es auf ihre Weise - habe meine Tochter selbst auch mit einem Jahr einmal pro Woche für einen ganzen Tag zur TM gegeben - die Eingewöhnung lief auch sehr schnell...
wenn die TM gut ist, dann schafft sie es, ihm seine Ängste und Bedenken zu zerstreuen und ihn mit interessanten Spielsachen abzulenken, so dass er Mama gar nicht vermisst:-p

ich glaube, es ist einfacher für deinen Sohn, wenn er schnell merkt, dass bei der TM normalerweise keine Mama dabei ist - und die TM kann auch eine ganz andere Bindung aufbauen, wenn sie allein mit ihm ist#liebdrueck

er wird sich bestimmt nicht von ihr trösten lassen, solange du dabei bist - und das ist ja bekanntlich der entscheidene Punkt bei Fremdbetreuung

klingt vielleicht krass und fällt bestimmt auch schwer, aber meist tun sich die Eltern bei Einjährigen schwerer beim "Abgeben" als die Kinder;-)

(und wenn er wider erwarten gar nicht alleine da bleiben mag, ist es sowieso egal, nach wieviel Tagen Eingewöhnungszeit du verschwindest - nur dass er sich nach vier Tagen dann auch nicht mehr mit Spielsachen ablenken lässt - denn die kennt er dann ja alle schon#schrei)

lg Karpia

Beitrag von alexa81 22.03.11 - 20:59 Uhr

Hallo Alina,

nein, Du liegst absolut richtig - so eine schnelle (bzw. nicht vorhandene...) Eingewöhnung ist absolut nicht im Sinne des Kindes und Du solltest Dich auf keinen Fall darauf einlassen. Es mag Kinder geben, die das so hinnehmen - bei anderen ist von Beginn an ein arger Knacks im Vertrauensverhältnis zur Tagesmutter und schlimmstenfalls auch zu Dir.

Ich hätte so etwas nie und nimmer gemacht. Auch im Tagesmutterkurs wurde uns mehrfach ans Herz gelegt, auf eine angemessene Eingewöhnungszeit zu bestehen - egal, was die Eltern wollen! Angemessen ist das, was das Kind braucht. Dem einen reicht eine Woche, das andere braucht vier Wochen.

Viele Grüße, Alex

Beitrag von bonsche 23.03.11 - 07:25 Uhr

hallo alina,

ich bin seit februar auch wieder arbeiten. finn ist am 24.01. ein jahr alt geworden #verliebt

bei uns lief es ganz anders ab. ich hatte im letzten jahr die zusage für die kita bekommen. sie haben mir von anfang an ans herz gelegt, die eingewöhnung mind. 6 wochen zu machen, da er noch sehr klein ist. also haben wir im dezember damit angefangen und ich muss sagen, ich würde es immer wieder so tun. 2-3 tage? der kleine ist doch noch so klein und ich wäre niemals damit einverstanden gewesen, dies innerhalb von 2-3 tagen zu machen. am anfang waren wir erst 1-2 std. da. da war ich aber die ganze zeit dabei. er musste sich ja auch erstmal an die neue umgebung und die neuen menschen gewöhnen. nach und nach bin ich dann mal für eine halbe stunde draussen geblieben usw. im januar haben wir dann damit angefangen, dass er mal für 2-3 std. alleine dort bleibt. eine woche bevor ich wieder arbeiten gegangen bin, war er dann schon den ganzen tag alleine dort. erst dann hatte ich wirklich ein gutes gefühl und konnte beruhigt wieder arbeiten gehen. ich denke, die kita sollte da schon unterschiede machen, ob man ein 1-jähriges oder ein 3-jähriges kind hinbringt. sprich doch nochmal mit der kita. denn wenn du jetzt schon ein ungutes gefühl dabei hast bzw. es dir dabei nicht gut geht, dann sind dies keine guten voraussetzungen. er wird es auch spüren und dann geht die ganze sache nach hinten los.

ich drück euch die daumen #klee

liebe grüsse, ivi & finn #herzlich

Beitrag von singa07 23.03.11 - 08:54 Uhr

Hallo!

ich kann deine Bedenken sehr gut verstehen.
Zunächst mal: es kommt auf das Kind drauf an. Wenn er sehr auf dich bezogen ist, dann kann es länger dauern.

Bei uns war es so (Krippe mit vielen Kindern): die Eingewöhnung lief meiner Meinung nach völlig schief (war auch so - erster Tag war ich dabei, ab dem zweiten Tag 10 Min weg, dann 30, dann eine Stunde). Leider hat mein Kleiner sich nicht trösten lassen und die Erzieherinnen haben es mir nicht gesagt!
Er ist jetzt sieben Monate in der Krippe und wir haben jetzt die Entscheidung getroffen, ihn herauszunehmen und zu einer Tagesmutter zu geben. Dass wir ihn herausnehmen liegt aber nicht an der schlechten Anfangszeit (wobei die mMn immer noch eine Rolle spielt).

Ich würde nochmal mit der TM sprechen und variablere Lösungen vorschlagen.

GLG
Singa