Finanzielle Not und Schwanger

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von darydar 22.03.11 - 20:44 Uhr

Hallo an alle zusammen, brauche eure Rat,

- wenn mann einen Antrag auf Mehrbedarf in der Schwangerschaft stellen möchte, braucht mann dafür eine Bescheinigung von FA oder reicht den Mutterpass völlig aus?

- wenn es zuhause tatsächlig nicht mal ein Cent gibt und sogar kein 5 euro für den Rezept von FA (ich muss Utrogest nehmen), kann mann irgendwo Geld auf die Hand bekommen? Müssen irgendwie bis zum ende des Monats überleben.

Mein Mann arbeitet vollzeitig, aber bekommt nur 800 euro Netto.
Ich arbeite nicht. Beide haben das Studium vor kurzem abgebrochen, weill es finanziell nicht mehr ging. Da wir beide ausländische Studenten waren, bekammen keine Hilfe von gar keinem (Stadt, Eltern, Omi, etc). Ich habe es trotzdem bis zu Vordiplom geschafft.

Wir freuen uns auf das Baby sehr, aber ich habe grad keine Ahnnung wie wir es weiter gehen soll. Bin in der 10 Woche#verliebt.

Habe heute mit Caritas telefoniert und mein Mann mit JobCenter, hoffe es wird uns irgendwie weiterhelfen.

Danke#klee

Beitrag von waffelroellchen 22.03.11 - 20:46 Uhr

Wünsche euch, dass ihr das alles schafft. Das ist gemein, dass dein Mann nur os wenig verdient!
Alles Gute für euch!!!

Beitrag von buzzfuzz 22.03.11 - 20:50 Uhr

wieso gemein? man weiss doch vor arbeitsannahme was man verdient.

Und sie haben doch die möglichkeit wohngeld oder ergänzendes ALGII zu beantragen....

Beitrag von waffelroellchen 22.03.11 - 20:52 Uhr

weil ich finde, dass Arbeit angemessen bezahlt werden muss...
Klar können die das auch alles beantragen, aber mein Mann war z.b. lange in einer Zeitarbeitsfirma, und hat auch sehr wenig bekommen, will jetzt keine Diskussion auslösen;-)
Vielleicht war das Baby auch nicht geplant?

Beitrag von buzzfuzz 22.03.11 - 20:58 Uhr

klar sollte arbeit angemessen bezahlt werden. aber was ist wenn der mann nur etwas macht,was nicht mehr raus holen könnte an bezahlung??Oder steht irgendwo was er arbeitet ,was deine aussage nun berechtigt zu sagen ,das es gemein ist?

nicht böse gemeint,aber entweder schaut man vorher was man verdient und ob es angemessen ist für dasd was man erbringt...oder man hat eben dann das nach sehen.

Beitrag von waffelroellchen 23.03.11 - 09:37 Uhr

Aber ich sage mir, befor ich Harzt 4 beantrage und man vielleicht auch nicht die Möglichkeit hat, sich verschiedene Stelle auszusuchen, dann gehe ich liebr arbeiten für 800 Euro, anstatt Hatz 4 ausßerdem wer weiß wie lange er da arbeitet!

Beitrag von buzzfuzz 23.03.11 - 09:50 Uhr

ja das meine ich doch...besser 800 euro als nix und ob dies nun gemein ist,kann niemand von uns beurteilen,da wir weder wissen wie lange er arbeitet noch als was er arbeitet.

Beitrag von waffelroellchen 24.03.11 - 14:20 Uhr

aber trotzdem sollte mal von der Arbeit leben können, schließlich ist es nen Vollzeitjob

Beitrag von darydar 22.03.11 - 21:11 Uhr

Mein Mann hat auch bei der Zeitfirma seit 3 Monaten angefangen, 800 Netto bekommt er weil den Rest seiener Arbeitsstunden nimmt Zeitfirma auf einen "Zeitkonto".

Beitrag von waffelroellchen 23.03.11 - 09:40 Uhr

Als was arbeitet dein Mann denn?

Beitrag von carrera 22.03.11 - 20:47 Uhr

Sorry, aber wenn eine finanzielle Grundlage (Absicherung) nicht gegeben ist, bin ich der Meinung, man sollte kein Kind in die Welt setzen.

Trotzdem Alles Gute.

Beitrag von silksbest 22.03.11 - 20:50 Uhr

mal wieder so ein oberlehrer posting.

sorry, aber das ist wohl das letzte was sie jetzt lesen möchte

Beitrag von carrera 22.03.11 - 20:54 Uhr

Ja, ist doch so!

Wenn ich finanziell nicht klar komm, dann tu ich doch alles dafür um nicht schwanger zu werden,oder?

:-p

Beitrag von tina051987 22.03.11 - 20:57 Uhr

Geld is nicht alles auf der welt un ein Kind kann einen die Welt verdammt verschönern!!!!

Wer hat heut zu tage noch genug geld übrig und wann gibt es die RICHTIGE zeit für ein Kind?????

So ein bekloppte Antwort!!!!

Beitrag von carrera 22.03.11 - 20:59 Uhr

Aber hast Du Lust diese Leute zu unterstützen?

Du gehst arbeiten und Andere liegen auf der Tasche?

No go!

Beitrag von jessi273 22.03.11 - 21:21 Uhr

es geht hier ja nicht darum, dass man seinem kind keinen tennis- oder reitunterricht ermöglichen kann, sondern darum, dass sie keine 5 euro für ein rezept hat...

bleib mal am teppich, denn die zeit in der man KEINEN cent hat, ist GANZ SICHER nicht die richtige zeit. egal wie schön man sich das redet...

Beitrag von erbse2011 22.03.11 - 20:51 Uhr

wennst du aber nicht so finaziel gut ausgestattet bist und dann ungewollt schwanger wirst, würdest du dann abtreiben ?

also ich nicht, und man findet immer ne lösung irgentwie mit ach und krach das überstehen zu können,

weil bei uns schauts auch nicht gerade sooo rosig aus, obwohl mein mann un dich arbeiten (also mann vollzeit und ich hab auch teilzeit gearbeitet, jetzt bin ich im BV)

Beitrag von cocy222 22.03.11 - 20:52 Uhr

Dann gäbe es in ganz Dtl keine Kinder mehr!...

Beitrag von taechst 22.03.11 - 21:03 Uhr

aufgrund der Tatsache, dass in Deutschland wohl viele Vertreter Deiner Meinung umhergeistern, geht die Tendenz in Richtung ein-kind-ehe.
Als ob an Geld arme Kinder nicht reich in der Seele sein können, weil sie einfach fürsorgliche, herzliche Eltern haben und die Grundlage von Glück wird ja wohl nicht auf Gold gebaut.
Sorry, aber das ist ein unreifer, ja infantiler, wenn auch offensichtlich gesellschaftlich (leider, wie traurig!!!!) anerkannter Komentar.

Beitrag von jessi273 22.03.11 - 21:10 Uhr

sorry, aber dein "reich in der seele"-gelubber ist ja lachhaft...

was bitte ist daran infantil:

http://www.tagesschau.de/inland/kinderarmut50.html

mach mal die augen auf und denk du mal ein bißchen reif...da frage ich mich nämlich echt, was an deinen gedanken reif sein sollte...

Beitrag von taechst 22.03.11 - 21:19 Uhr

Natürlich ist Armut schlimm, vor allem, wenn die Hartz4-Eltern qualmend und trinkend auf´m Sofa sitzen und denen egal ist, ob die kinder was für die Schule tun, einen Sport betreiben und gar nie schauen, wo denn die Talente stecken. Wenn man aber arm ist, und in Deutschland ist Niemand wirklich arm, weil Essen gibt´s zur Not bei den Tafeln, und sich trotzdem um die Kinder kümmert, und das geht auch ohne, dass die Tochter ins Ballett gezwungen wird, wie bei Freundinnen meiner Tochter gesehen, dann können auch relativ Mittellose für eine glückliche Kindheit sorgen. Dass ausgerechnet Du auf die Medien abfährst, die täglich eine neue Sau durch´s Dorf jagen, ist schon verständlich.

Mensch, denk mal ei bissel weiter.

Beitrag von jessi273 22.03.11 - 21:32 Uhr

"relativ mittellose"

ich kringel mich...was ist an "keinem cent" und "keine 5 euro" denn bitte "relativ"

"in deutschland ist niemand wirklich arm"

sorry, aber allein diese aussage lässt mich von einer weiteren diskussion absehen. dir fehlt einfach die information. lies dich mal durch das thema und dann reden wir weiter. komisch, dass du dir das scheinbar so garnicht vorstellen kannst und es dir so furchtbar einfach machst...

augen zu und gut, wir leben ja im goldenen westen und der staat fängt ja ALLE auf...#rofl

aber den vogel schießt du wirklich mit der aussage ab, dass ja die "tagesschau" die sau durch´s dorf jagt...da bekomme ich ja direkt schwitzflecken unter den armen vor lauter fremdschämen#gruebel#hicks die kennst du garnicht, stimmt´s?!

Beitrag von taechst 22.03.11 - 21:33 Uhr

Ach, Liebe, ein bisschen Demut stünde Dir gut zu Gesicht.

Beitrag von jessi273 22.03.11 - 21:54 Uhr

demut? nee mäuschen, echt nicht.
hast du dich schonmal um ein 4-jähriges mädchen aus armen verhältnissen und deren mutter bemüht, nur um wenige wochen später mitzuerleben, wie dieses doch in ein heim muß und aus der kita gerissen wird?! ich habe meinem sohn in etwa gepredigt, dass sie genau so ist wie alle anderen kinder...es war nichst zu machen. ALLE kinder in der kita haben dieses mädchen gemieden und gemobbt, da konnte man reden was man wollte. und so grausam sind kinder. da kannst du dir deine demut sonst wo hinstecken...

Beitrag von taechst 23.03.11 - 15:36 Uhr

Das wäre die Aufgabe der Erzieherinnen und der Eltern der mobbenden Kinder gewesen, ihnen genau das nahezulegen, was Du, selbst Du, sagst, nämlich, dass ausnahmslos alle Lebewesen dieser Erde gleichberechtigt liebenswert sind, arm oder nicht. Daran sieht man doch, wie abgrundtief blöd, wie primitiv die Gesellschaft ist, die Kinder genauso zu erziehen, das ist arm, wirklich arm ist das und es blutet mir das Herz, so etwas zu hören. Wir sollten aber nicht, nur weil alle das tun, in diesen verdummten Kanon einstimmen, sondern dagegen angehen. Das beste, was passieren kann, wäre, dass sich langsam aber sicher das Bewusstsein der Menschen entwickelt, was aber nicht möglich ist, wenn sich die eben Wenigen mit Bewusstsein sich den Anderen anpassen.

Ich kümmer mich um arme, vor allem alte Menschen und mache zum Glück oft die Erfahrung, dass sich Andere dadurch animiert fühlen, eher mal hin- als wegzuschauen. Und Demut, denke ich, ist eine ganz wichtige Eigenschaft auf dem Weg zu einer besserern Gesellschaft, neben Phantasie und der Fähigkeit zu lieben und Mitgefühl (die freilich wir nicht mehr erleben werden, vielleicht aber unsere Kinder).