Mobing in der Schule ........................

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Forum: Kids & Schule

Kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen? Schulschwierigkeiten oder anstrengender Streit ums Aufräumen: Lest und diskutiert mit. Und da die Vorbereitung der Einschulung ansteht: Hier begleitet urbia-TV Vater und Tochter beim Schulranzenkauf.

Beitrag von kupus 22.03.11 - 21:58 Uhr

Hallo

Mein Sohn (13) wird seit einigen tagen in der Schule gemobt.

Es hat so angefangen das ein Schüler anderen Schülern erzählt hat mein Sohn hätte dies und das gesagt.

Mein Sohn ist kein Engel - würde ich auch nie behaupten -

Mitlerweile ist es so das eine ganze Bande,
sogar Stufen übergreifend hinter meinem Sohn her sind.
Heißt auch das schon 5. Klässler scheinbar angestiftet werden dinge zu behaupten die mein Sohn gemacht haben soll.
So hat er gestern früh einen Verweis bekommen und musste nach sitzen.
Da ein Mädchen aus der 5.Klasse gesagt hat er hätte sie angespuckt.
Hier gibt es mehrere verschiedene Aussagen,
ein teil der Befragten sagt - ja er hat es gemacht der andere teil sagt nein hat er nicht gemacht.

Wie gesagt ich würde nie behaupten das mein Sohn ein Engel ist.
Ich bin aber der überzeugung das er das Mädchen nicht angespuckt hat.

- Morgen haben wir erst mal einen Termin in der Schule -

Letzte Woche kamen so dinge wie,

- nächsten Mittwoch knöpfen wir uns deine Schwester (7 ) vor (sie muss einmal die Woche für 2 Schulstunden in die Schule auf die mein Sohn geht da der Ev. Unterricht nur dort statt findet)
- du hast ein verhältniss mit deiner Schwester
- du Kinderf..........
- du Hackfr........

Am Freitag hat ihn ein Junge aus der Klasse ins Gesicht geschlagen.
- das ist fest gehalten worden und der Junge hat wohl einen Verweis bekommen und Sozialstunden -

Heute fielen noch Sprüche wie
- moob den mal ich mach nen Video -
- dein Vater geht ja an kleine Kinder -

(mein Sohn hat es heute mit seinem Handy aufgenommen)
Ich bin auch der Meinung gehört zu haben das dass Wort Jude gefallen ist.

Wir haben letzte Woche versucht ein Gespräch mit ener Mutter zu führen deren Sohn meinen Sohn hier durch den Ort verfolgt und vor unserem Haus steht und beschimpfungen über die Strasse ruft.
Dieser Junge macht noch nicht mal halt vor meinem Mann - null respekt -
und die Mutter des Jungen sagt nur lasst meinen Sohn aus dem Spiel und legt den Hörer auf.


Hier ist es immer so das immer nur einer der böse ist und die anderen Kinder die machen ja nie was - es gibt hier Mütter auch oben beschriebene die ihre Kinder als Engel hin stellen.


Was würdet ihr tun,
schon mal wegen der beschimpfungen und behauptungen?
Anzeigen ???
Geht das denn überhaupt?

Zeugen würde es geben,
aber ich befürchte das zum größten teil diese so aufgehetzt sind und nicht für meinen Sohn sprechen würden.


Hoffe das ihr eventuell ein paar Tips für mich habt.

LG dany

Beitrag von aylin80 23.03.11 - 06:56 Uhr

Geh in die Schule, rede mit den Lehrern, erkläre deine Sicht, dass sie zumindest darauf achten. Ansonsten kann ich dir als Lehrerin sagen, dass die Kinder wohl nie aufhören werden, v.a. nicht, solange die Eltern alles billigen und nicht Stellung beziehen.
Ebenfalls aus meiner Erfahrung sage ich dir aber auch, dass sich Kinder, die angeblich "gemobbt" (mobbing ist was anderes) werden, ständig und freiwillig in Situationen begeben, die dazu führen. Und meist auch kräftig dazu beitragen.

Beitrag von madmat 23.03.11 - 07:15 Uhr

Hallo,


auch mein Sohn wird gemobbt.

Und zwar jetzt seit mind. einem halben Jahr.

Wir dokumentieren alles. Wann, wo, wer war beteiligt, an wen gemeldet, Strafe!

Allerdings gehen die Kinder der Klasse nicht nur verbal gegen ihn vor, sondern auch körperlich, ebenso klassenübergreifend.

Die Telefonate mit der Lehrerin bringen nicht viel ("Was soll ich denn machen?").
Als nächstes besuchen wir die Rektorin.

Verletzungen die er nach Hause bringt, lassen wir seit gestern beim Arzt dokumentieren und als Schulunfall aufnehmen!

Die Antwort, daß sich Gemobbte immer selbst in die Gefahr bringen, kann ich nicht teilen! Sollen sich Gemobbte nun verstecken? Ihre Pausen auf dem Klo verbringen?

Teile Deinem Sohn mit, daß Du hinter ihm stehst! Sage es nicht nur, sondern tue etwas gegen das Mobbing!

Sprich mit der Lehrerin, und wenn es täglich sein muss, bringt das nichts, dann eben eine Instanz höher, usw.

Wende Dich vielleicht auch an einen Beratungslehrer oder den schulpsychologischen Dienst!

Liebe Grüße und viel Kraft!

Beitrag von madmat 23.03.11 - 07:18 Uhr

Habe etwas vergessen:

In allen Fällen, in denen sich die Eltern des Opfers an die Eltern der Täter direkt wandten, hatte das zu einer Verschlimmerung geführt - mehr Schikanen und mehr Leid für das Opfer. Es ist zu vermuten, dass die Neigung zu mobben auch ein Teil der familiären Sozialisation ist, denn aggressives Verhalten wird gelernt und es muss in der Erziehung kompetent damit umgegangen werden durch konsequente Grenzziehung.

Bitte wendet Euch als Eltern nicht an die Eltern der Täter!!!!!!!!!!!


Beitrag von sunny42 23.03.11 - 08:25 Uhr

Guten Morgen Madmat!

"Es ist zu vermuten, dass die Neigung zu mobben auch ein Teil der familiären Sozialisation ist."

Da gebe ich dir völlig recht!
Aber genauso trifft oftmals der Umkehrschluss zu:

...

Es ist zu vermuten, dass die Neigung zum "Opfer" auch ein Teil der familiären Sozialisation ist.

...

Nur wollen die "Opferfamilien" genausowenig in den Spiegel schauen wie die "Täterfamilien".
Und das meine ich absolut nicht böse!

Liebe Grüße
Sunny

Beitrag von manavgat 23.03.11 - 09:21 Uhr

Strafanzeige bei der Polizei mit Strafantrag wegen übler Nachrede und Stalking. Am besten macht ihr das mit einer Anwältin.

Leider kommen solche Sachen auch oft über die jeweiligen Elternhäuser. Wenn ihr jetzt nicht eingreift, dann wird sich das steigern.

Alles Gute

Manavgat

Beitrag von butler 23.03.11 - 10:51 Uhr

Da wir aktuell auch wieder verstärkt mit Mobbing zu tun haben.
Wir werden ab sofort( Schule wurde informiert) jeden Schüler der mobbt anzeigen. Da die Schüler ja schon strafmündig sind und in einigen Elternhäusern darüber nur gelacht wird wenn ein Eintrag/ Maßnahme der Schule kommt ist es die einzige Möglichkeit sich zu wehren.
Mit jeder Anzeige werden die lehrer aufgefordert sich zu äußern bzw. nach Zeugen zu suchen und Lügen bei der Polizei dürfte wenigstens einige abschrecken.
LG