Schadet Trauer dem Baby?

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von seepferdchen83 23.03.11 - 06:16 Uhr

Meine Oma wird warscheinlich sterben sie hat Krebs. Ich war gestern bei ihr sie sieht aus wie der Tot persoenlich. Mir wurde heiss und kalt und schlecht. Es war Totenstimmung. Das alles macht mir sehr zu schaffen bin auch nur noch am Heulen. Schadet es meinem Baby? Bin 13 ssw. Hab gegoogelt da stand erhoehtes Risiko ein behindertes Kind zu bekommen und dass das Baby alles mitbekommt

Beitrag von julesan 23.03.11 - 06:36 Uhr

Hallo,

ich kann dir nur die Erfahrungen von meiner Oma weitergeben.
Als diese mit meinem Onkel schwanger war, starb ihr Vater.
Sie hat jeden Abend geweint.
Als mein Onkel auf die Welt kam, hat er sich total verkratzt, so dass sie die Händchen einbinden wussten.
Sie führt dies auf ihre Trauer zurück.

Ansonsten hat mein Onkel keinerlei Auffälligkeiten, er ist allerdings im Gegensatz zu meinem Vater (sein Bruder) ein sehr negativer Mensch, ob das auf die Sorgen während der Schwangerschaft zurückzuführen ist, weiß ich nicht. Aber das ist mir schon aufgefallen, bevor mir die Oma diese Geschichte erzählt hat.

Bzgl. Behinderungen bedenke, du bist schon 13. SSW, da hat sich alles wichtige schon gebildet.

Ich kann dir leider keinen Rat geben, Trauer ist wichtig, wenn jemand stirbt. Wenn es zu schlimm wird mit Weinen, versuch dich irgendwie abzulenken (schau was lustiges im Fernsehen).

Ansonsten tut es mir sehr leid, dass ausgerechnet während deiner Schwangerschaft du sowas mitmachen musst.

Beitrag von susi321 23.03.11 - 06:36 Uhr

Hallo!!!

Erstmal tut es mir sehr leid für deine Oma, und natürlich auch für dich, was ihr für eine schwere Zeit durchleben müsst!!#schmoll#liebdrueck:-(

Nun zu deinen Sorgen:

Das Baby bekommt natürlich mit, wenns der Mami nicht gut geht oder wenn Kummer da ist!

Aber in keinster Weise so, dass es zu einer Behinderung führen könnte!! Keine Angst!!#liebdrueck
Ich hab bei meiner ersten SS sooo viel Kummer erlebt von vielen Seiten und ich war von Grund auf seehr leicht am Weinen!

Die einzige Gefahr in der Früh SS besteht in extremer Aufregung, was zu Kontraktionen der Gebärmutter und demnach zu einer FG führen kann.. was bei dir ja nicht zur Debatte steht!!!

Trauere ruhig, es ist natürlich!! Und du brauchst es um zu verarbeiten!!!#liebdrueck#liebdrueck#liebdrueck

Gerade dein Bauchbewohner kann dir in dieser schweren Zeit viel Kraft geben!#liebdrueck

Ich wünsch dir alles Liebe und Gute, und viel Kraft für die kommende Zeit!#klee#liebdrueck#herzlich

lg Sarah mit Lara#verliebt, Isabell#verliebt und Purzelchen(11+6)#verliebt

Beitrag von ciara_78 23.03.11 - 06:37 Uhr

Hallo

Ich denke Trauer in einem gewissen Mass schadet nicht. Viel eher schadet es wohl, wenn du die Trauer versuchst runterzuschlucken. Lass sie zu, weine, aber freu dich zwischendurch auch ruhig, wenn du etwas schönes erlebst, ohne schlechtes Gewissen.

So zart beseitet sind die Kleinen Geschöpfe nun auch nicht. Sprich sonst mal mit deinem FA darüber. Dann machst du dir vielleicht weniger Sorgen. Leben und Tod stehen manchmal sehr nah beieinander und es gibt bestimmt viele, die einen Todesfall oder einen Fall wie den euren in der Familie haben, während sie gerade schwanger sind. Diese Kinder müssten ja dann fast alle behindert auf die Welt kommen und das tun sie nicht.

Ich wünsche dir für die kommenden Monate viel Kraft und alles Gute!!

LG, Ciara

Beitrag von fameone87 23.03.11 - 07:14 Uhr

hi, meine oma liegt auch im sterben ich laufe tagtäglich in dem hospitz ein und aus und merke auch das ich schwer daran zu knabbern habe. ich versuche mich oft abzulenken und denke der tod gehört nunmal zum leben dazu freud und leid liegen sehr nah beieinander.
Ich gehe abends trotzdem manchmal schwimmen oder ins kino usw. meine oma würde gar nicht wollen das ich nur noch am heulen bin. ich sage mir dann "ein bischen mehr stärke, du wirst bald mama!"
ich wünsch dir alles gute und lass dich nicht in so ne depri phase fallen schließlich hast du jetzt eine andere verantwortung.

lg

Beitrag von huschel17 23.03.11 - 09:34 Uhr

Hallo,

bei mir ist im Februar unser geliebter Opa gestorben. Ich habe auch viel geweint und lange überlegt, ob ich überhaupt mit zur Beerdugung gehe, da ich schon Vorwehen hatte. Ich kann nur sagen ich bin mitgegangen, es war zwar unheimlich traurig, aber ich konnte danach damit erstmal besser abschließen. Wir wussten, das es für unseren Opa das Beste war, zu gehen. Ich habe ihm ins Grab einen kleinen Zettel getan, wo der Name vom Baby draufsteht. Somit habe ich das Gefühl, das er wenigstens noch Anteil daran genommen hat Urgroßvater zu werden. Er hatte sich nämlich sehr gefreut.

Ich wünsche Dir viel Kraft, Anna + Bub 29.SSW

Beitrag von michback 23.03.11 - 09:44 Uhr

Hallo,

ich habe vor 5 Wochen meinen Vater und meine Oma verloren. Mein Papa starb unerwartet und plötzlich im Urlaub und meinen Oma hat den Tod ihres Sohnes nicht verkraftet und ist mit ihm gegangen. Bei mir kam vor der Trauer erst mal der Schock weil es absolut unverhofft kam. Danach eine quälende Ungewissheit wie lange es dauert bis meine Mama wieder in Deutschland ist bzw. dann endlich mein Papa überführt wird. Meiner Oma ging es von Tag zu Tag schlechter. Sie hat seit dem Tod ihres Sohnes jegliche Nahrung und Flüssigkeit verweigert, nicht mehr gesprochen und war total abwesend. Dies mit an zu sehen war extrem hart.

Ich habe ständig nach dem Kind schauen lassen und es wurde regelmäßig alle paar Tage ctg geschrieben. Ich muss sagen, die Kleine war die ganze Zeit komplett ruhig und ausgeglichen. Klar, bekommen die Mäuse mit wenn es der Mama nicht gut geht aber ich denke nicht, dass sie einen Schaden davon trägt. Warum sollte dein Kind eine Behinderung auf Grund deiner psychischen Verfassung haben? Das ist biologisch nicht erklärbar. Was ich mir vorstellen kann, dass die Kleinen unruhiger sind und eventuell nervöser wenn sie auf die Welt kommen. Aber in deinem Fall hast du ja noch ne Menge Zeit bis zur Geburt und bis dahin ist die Lage wieder ruhiger und auch dein Kleines wird sich beruhigen.

LG
Michaela

Beitrag von grit102 23.03.11 - 11:01 Uhr

Hallo, also ich hatte das im Dezember durch mit meinem Opa.
Hatte auch Schmierblutungen zu der Zeit, aber nach der Beerdigung ging es dann wieder weg und mit mir auch bergauf.
Es ist eine scheiß Situation und irgendwie musste du da durch. Magnesium und Melisentee hat mir die Hebamme empfohlen.
Schaden tut es deinem Kind nicht!
Ich hab das auch immer gedacht.

Wünsche Dir ganz viel Kraft für die nächste Zeit!!!!