An Alle die unglücklich über eine Trennung sind

Archiv des urbia-Forums Partnerschaft.

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von mimo 23.03.11 - 08:24 Uhr

Hallo an Alle,

ich weiss wie man sich fühlt wenn man in Trennung lebt und man denkt man würdeinnerlich sterben.

Ich liebe das Buch so auch den Film Eat pray love mit Julia Roberts. Sie hat ein paar Sätze geschrieben die mir immer wieder helfen:

Wir nehmen es hin unglücklich zu sein aus Angst vor Veränderung aus Angst alles könnte einstürzen.

Vielleicht ist unser Leben gar nicht so chaotisch vielleicht war es nur die Welt und die einzige wahre Falle ist sich an irgendetwas zu klammern.

Zerstörung ist ein Geschenk. Zerstörung ist der Weg zum Wandel.

Das erste physikalische Gesetz der Suche lautet so: Wer mutig genug ist alles Vertraute und Wohltuende hinter sich zu lassen egal was vom Haus bis zu alten Verletzungen und sich auf die suche nach der Wahrheit macht sei es nach Innen oder nach Aussen und wer wahrhaft gewillt ist alles was ihm auf dieser Reise passiert als Schlüssel zu betrachten und jedem der ihm unterwegs begegnet als Lehrer zu akzeptieren und vor allem wer dazu bereit ist sich unangenehmen Realitäten die einen selbst betreffen, zu stellen und diese zu verzeihen, dem wird sich die Wahrheit offenbaren.

Was habe ich aus meiner kaputten Beziehung gelernt fragte ich mich?

Ich für mich kann sagen daß ich wahrhaftig geliebt habe. Ich habe gelernt wie es sich anfühlt wenn der andere einen nicht mehr will (obwohl von mir die Scheidung ausging). Früher habe ich alte Beziheungen beendet und nie gelitten. Heute weiss ich wie es den damaligen Partnern ging. Ich habe gelernt wie es sich anfühlt betrogen zu werden. In anderen Beziehungen habe ich das getan ohne mit der Wimper zu zucken. Heute würde ich das nicht mehr machen.

Heute weiss ich, daß obwohl man sich liebt es doch nicht funktionieren muss.

Die größte Herausforderung besteht für mich noch im Verzeihen und in der Akzeptanz das etwas vorbei ist.

Ich denke daß das eine Lehre war. Für die nächste Beziehung, die dann besser werden kann. Weil man alte Fehler nicht mehr wiederholt. Wie in der Schule. jedes Jahr lernt man mehr.

Zerstörung ist ein Geschenk, Zerstörung ist der Weg zum Wandel.

Alles Liebe Mimo

Beitrag von ladolchevita 23.03.11 - 09:12 Uhr

Hallo,

ich habe den Film erst letzte Woche gesehen und wie du auch ganz viele Aha Effekte gehabt. Genau wie du , hab ich alles so durchlebt und es auch überlebt. Für jede Tür die zugestossen wird wird auch eine neue geöffnet. Jede Krise macht dich stärker viell. auch härter.

Wünsch dir viel Glück bei der Bewältigung des Lebens ;-)

Beitrag von binsotraurig 23.03.11 - 09:55 Uhr

Hallo Mimo!

Danke für dieses Post. Ich bin die TE von weiter unten, der du vorhin geantwortet hast. Danke, dass du mich an diesen film erinnerst. Als ich ihn vor ein paar Monaten gesehen habe (da was ich noch mit IHM zusammen) fühlte ich mich bei jedem dieser Sätze "ertappt", weil ich sie insgeheim schon so gefühlt habe.
Jetzt, nach der Trennung, sind diese Sätze balsam auf meiner geschundenen Seele. Werde mir den Film sicher wieder ansehen und auch das Buch möchte ich gerne lesen.
Danke

Beitrag von sam.lowry 23.03.11 - 10:40 Uhr

Danke, aber ich bleibe dann doch lieber beim Alkohol.

Und Du glaubst doch nicht wirklich, dass man alte Fehler nicht wiederholt, oder?

Beitrag von binsotraurig 23.03.11 - 11:14 Uhr

Hallo Sam!

Das mit dem Alkohol ist schade, aber deine Entscheidung. Wenn er dich glücklich macht....

Und was die Fehler angeht: Das entscheidet auch jeder für sich selbst! Es gibt aber auch so etwas wie persönliche Weiterentwicklung / Wachstum.
Jeder Mensch hat immer die Wahl!

Alle Gute dir!

Beitrag von sam.lowry 23.03.11 - 11:28 Uhr

Nun, den Alkohol habe/hatte ich nur in entsprechenden Lebensabschnitten.

Dazwischen ist auch immer noch etwas Zeit für meine persönliche Weiterentwicklung.

Und natürlich hat jeder Mensch immer die Wahl, fragt sich nur, welche Wahlmöglichkeiten er hat.

Beitrag von armyofme 23.03.11 - 11:42 Uhr

Wenn man sich der Fehler bewusst ist, kann man sie auch vermeiden. Das ist oftmals schwer, aber es geht sicherlich.

Beitrag von sam.lowry 23.03.11 - 13:05 Uhr

Ja, man kann sie vermeiden.

Mancher stürzt sich aber auch absichtlich, bewusst und voller Elan immer wieder in die gleichen Fehler.

Nein, ich natürlich nicht. Das war jetzt nur ein wohlwollender und sinnvoller Beitrag. Oder wie das hier heißt.

Beitrag von armyofme 23.03.11 - 14:01 Uhr

Sam. Manche Fehler muss man wohl auch öfter machen, bevor man sie erkennt.

Beitrag von sam.lowry 23.03.11 - 14:46 Uhr

Vielleicht sind die Fehler erst mal gar nicht als solche zu erkennen. Oder es sind gar keine Fehler.

Erst in einem gewissen Kontext. Mit der Erfahrung, die man macht.

Beitrag von armyofme 23.03.11 - 15:10 Uhr

Es ist immer schwer, auf so einer Metaebene zu philosophieren, sam. Beziehungsweise über Probleme zu reden.
Ich denk kurz mal drüber nach, ja.

Moment.

:-)

So. Fehler.

Ja, in einer Situation kannst du eine Sache auf diese eine Art und Weise richtig machen.
Dasselbe Handling kann in einer anderen Situation ein Fehler sein.
Oder eben, wenn du andere Dinge neu erfahren hast.
Klar. Das ist der Lauf der Dinge, das ist Entwicklung und Veränderung.
Bei Weitem nicht immer schön und gut, nein.
Aber unvermeidbar.
Alles andere wäre Stillstand, oder?
Natürlich kann Stillstand Sicherheit bedeuten. Aber Stagnation kann auch zu Verkümmerung führen, sam. Man muss dann "nur" versuchen, gemeinsam fort zu schreiten. Lass den anderen nicht zurück, nimm ihn mit. Festhalten und mitnehmen. Ja, da rede ich grad von Beziehungen.

Alles Gute dir

die Armee

Beitrag von sam.lowry 23.03.11 - 16:11 Uhr

Du wirst mich wieder als notorischen Negierer sehen, aber für mich schreibst Du aus der Perspektive des Erfolgreichen. Ich meine den, der so eine Phase erfolgreich hinter sich gebracht hat. Für den ist Stagnation Verkümmerung, weil ihm die Veränderung einen Gewinn gebracht hat.

Den anderen mitzunehmen in seinen Fortschritten, das kann aber auch in die Hose gehen. Wenn derjenige nicht mitgehen kann. Und wenn man ihn dann nicht verlieren möchte, muss man wieder zurückrudern.

Da wäre dann die Stagnation keine Verkümmerung, sondern ein über die Sicherheit hinausgehender Gewinn.

Und nein, ich bin nicht der Meinung, dass man dieses Risiko immer eingehen sollte.

Beim Konsum der Forenbeiträge hier mag der Eindruck entstehen dass manche durch Reden und Ausprobieren unglaubliche Fortschritte in ihrem Sexleben und ihren Beziehungen machen.
Aber wer würde schon zugeben, dass seine Bemühungen im Sande verlaufen sind. Oder zu einem Rückschritt führten.

Da ist es doch angenehmer für das Ego, wenn man sich selbst produziert und in einem besseren Licht darstellt.

Beitrag von armyofme 23.03.11 - 16:35 Uhr

Ja, es ist klar, dass nicht alles bei jedem gleich funktioniert. Und es ist immer die Entscheidung eines Einzelnen, ob er innehält und auf den anderen wartet, oder ob er weiterzieht, dann allein.
Du gibst sicher zu, dass so ein Forum nur einen Denkanstoss bieten kann, aber niemals die Bibel der Paarbeziehungen darstellt.
Ich denke, das Ego sollte besser aussen vor gelassen werden. Was nützen Ratschläge, wenn sie nur aus heisser Luft bestehen und dazu dienen, den Ratgeber in einem guten Licht dastehen zu lassen? Gar nichts.

Ich für meinen Teil versuche, realistische und umsetzbare Tipps zu geben. Aber dabei gehe ich natürlich immer von mir selbst aus. Denn ich stecke nicht in den anderen hier.

Beitrag von sam.lowry 23.03.11 - 16:15 Uhr

Aber glaub mir, ich würde Dir gerne uneingeschränkt zustimmen können.

Beitrag von armyofme 23.03.11 - 16:36 Uhr

Ich bin mir sicher, du findest einen Weg. Deinen Weg.

Beitrag von sam.lowry 23.03.11 - 16:46 Uhr

Nein, so ist das nicht. Der Weg ist immer da. Die Frage ist (Vorsicht Pathos) wo er hinführt. Und wer mitkommt. Und wie.

Mit finden hat das nicht immer was zu tun.

Beitrag von armyofme 23.03.11 - 16:50 Uhr

Zustimmung, er ist immer da, der Weg.

Noch eine Frage ist, gehst du ihn auch? Oder stehst du am Wegesrand?

"Du" im Sinne von "man", aber du kannst das natürlich auch dich selbst fragen. Gehst du deinen Weg? Und wenn ja, nimmst du jemanden mit auf deinem Weg? Teilst du deinen Weg? Ja, oder?

Beitrag von sam.lowry 23.03.11 - 16:55 Uhr

Nein, meinen Weg gehe ich gerade nicht. Weil der andere nicht mitkommen kann.

Ich musste ein ganzes Stück zurücklaufen und den anderen wieder abholen.

Beitrag von armyofme 23.03.11 - 16:58 Uhr

Ja. Aber du holst ihn ab. Dann geh langsamer. Mach ein paar Umwege. Und der unsagbar ausgelutschte Spruch "Der Weg ist das Ziel" passt da schon gut.

Ihr geht gemeinsam, findet ein gemeinsames Tempo. Versucht das. Ich denke, da sollten beide Beteiligten einen Schritt aufeinander zugehen. Wenn das möglich ist?

Hey, du hast sie abgeholt. Das ist gut, sam. Ehrlichwahr.

Beitrag von sam.lowry 23.03.11 - 17:03 Uhr

Ja, es ist gut. Für sie. Ob auch für mich, da bin ich mir nicht immer so sicher.

Beitrag von armyofme 23.03.11 - 17:08 Uhr

Ja, das ist manchmal so. Dass man nicht weiss, ob das nun der richtige Weg, das richtige Tempo, der richtige Partner ist.
Dabei kann ich dir nicht helfen, das alles kannst du nur allein erkennen, denke ich. Oder mit deinem Partner eben.

Beitrag von henry_s 23.03.11 - 17:48 Uhr

Ja, da hast Du recht.

"Das größte Hindernis des Lebens ist die Erwartung, die vom Morgen abhängt."

Sagte mal Seneca.

Beitrag von josili0208 23.03.11 - 12:59 Uhr

:)
Der Film kam gerade raus, als wir uns letztes Jahr getrennt hatten. Ich ging alleine ins Kino und habe geheult wie ein Schlosshund... #schein Und hinterher hätte ich Bäume ausreissen können!
lg jo