Sie schubst und schlägt ständig andere Kinder

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um Ihr Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von schneckchen2202 23.03.11 - 10:26 Uhr

Hallo,

ich habe folgendes Problem:

Meine Tochter ist 20 Monate alt und schubst oder schlägt schon geraume Zeit andere Kinder. Egal, ob diese älter sind als sie oder gleichalt.

Bin mit Ihr ein Mal wöchentlich in einer Pekip- bzw. Spielgruppe seit sie 4 Monate alt ist.

Nun ist es so, dass wir dieses Thema dort schon des öfteren "durchgekaut" haben und die Leiterin auch sehr nett und verständnisvoll ist, da sie meint, dass meine Tochter Kontakt zu den anderen Kindern aufnehmen möchte. Ich soll dieses Verhalten natürlich nicht durchgehen lassen, immer in die besagte Situation eingreifen und ihr klarmachen, dass sie nicht schlagen oder schubsen soll. Sie hat auch den anderen Müttern erklärt, dass das kein böswilliges Verhalten meiner Tochter sei, sondern eben Kontaktaufnahme.

Nun ist es aber schon ziemlich schlimm geworden, so dass ich nur noch angespannt und nervös in der Spielgruppe sitze. Sie ist auch immer ganz "geschockt", wenn ein Kind, das sie geschubst hat, anfängt zu weinen.

Mir ist das aber immer so unangenehm, so dass ich immer total gefrustet nach Hause gehe und durch die Anspannung total durch den Wind bin und erst einmal "runterkommen" muss.

Manche Mütter in der Gruppe fangen auch langsam an spitze Bemerkungen zu machen, wenn sie wieder geschubst hat. Eine Mutter ist auch schon etwas böse zu ihr geworden. Ich habe (leider) nichts zu dieser Mutter gesagt, da mir diese Situation ja total unangenehm ist. Aber wenn ich dann zu Hause bin und wieder etwas klarer denken kann, ärgere ich mich, dass ich nicht auch mal meinen Mund aufgemacht habe.

Kennt jemand diese Situationen? Wenn ja, wie geht Ihr damit um?

Ich bin jetzt schon zu dem Entschluss gekommen, dass ich die Spielgruppenleiterin anrufen will um ihr zu sagen, dass ich nicht mehr kommen werde. Ist das die richtige Reaktion?

Zur Zeit weiss ich leider nicht mehr, welche Reaktion richtig ist.

Ich hoffe auf Eure Ratschläge und Tips.

Vielen Dank im Voraus.

Andrea



Beitrag von lemmchen 23.03.11 - 10:51 Uhr

Ich finde du solltest weiterhin dorthin gehen.

Deine Kleine muss halt lernen anders Kontakt zu den anderen aufzunehmen.

Seid ihr viele in der Gruppe? In unserer Spielgruppe sind wir ca 8 Kinder + die Mamas oder Papas, wenn eins aus dem Ruder läuft wird auch von den anderen ermahnt, erklärt oder wenn es ganz hart war auch mal geschimpft.

Wenn ich sehe das die Mama oder der Papa das Kind immer wieder ermahnen, oder erklären wäre es für mich nicht schlimm, würdest du allerdings nur rumsitzen und nichts tun, würd ich auch komisch werden....

Du verstehst hoffentlich.

Kannst du mit den anderen Mamis nicht reden? Mensch die Kinder sind noch soooo klein, ist doch klar das auch hauen, schubsen treten usw ausprobiert werden muss....

Wir hatten leider einen ganz schwierigen Fall in unserer Gruppe, von 0 auf 100 hat die Kleine aufeinmal andere an den Haaren gezogen (es flogen sogar ausgerissene Haare durch die Gegend) oder hat gewürgt....#zitter jetzt ist die Kleine im Kindergarten und hat ihr Verhalten komplett geändert, weil da ja die Großen sowas nicht mit sich machen lassen. Wir hatten aber alle Verständnis und die Mama war auch immer dabei und ist bei Extremsituationen auch gegangen als Strafe.

Ich hoffe diese Phase hat sich bei euch bald erledigt und es wird bestimmt besser. Wünsche dir auch das die anderen mehr Verständnis zeigen und du nicht noch unter Strom nach Hause gehen musst.

LG
lemmchen



Beitrag von schneckchen2202 23.03.11 - 11:09 Uhr

Ich versuche, sie immer im Auge zu behalten. Natürlich bin auch ich mal einige Augenblicke unaufmerksam, so wie jeder Mal.

Was mich auch nur so ärgert, dass ausgerechnet die Mutter, die meine Tochter härter "angefahren" hat, oft auf ihr eigenes Kind nicht achtet. Der Junge tut zwar keinem was, aber die Situation ist so, dass die Spielgruppe in einem Sportraum, wo Fitnessgeräte stehen, stattfindet und wir am Anfang gebeten wurden, dass die Kinder nicht an die Geräte gehen, da diese sehr empfindlich sind. Aber ihr Sohn geht ständig an die Geräte und haut auch mit Kochlöffeln etc. darauf rum und sie achtet nicht groß drauf.

Beitrag von lemmchen 23.03.11 - 11:27 Uhr

Wenn es dich ärgert das sie deine Kleine "angefahren" hat, dann reagier beim nächsten Mal sofort, hinterher fällt einem immer ein was man alles hätte sagen können (passiert mir leider auch sehr oft, und dabei bin ich nicht die schüchternste und sage meine Meinung oft genug). Jetzt bringt es ja nichts mehr. Vielleicht kannst du ihrem Sohn dann beim nächsten mal auch nahelegen das er von den Geräten weg gehen soll....#kratz vielleicht kommt ihr dann so ins Gespräch?

Wie gesagt bei uns ist es normal das immer einer ein Auge hat und auch mal eingreift, wenn Mama oder Papa grad quatschen oder nen Kaffee trinken.

Beitrag von elamaria 23.03.11 - 15:18 Uhr

Hallo Andrea!

Ich kann dir zwar keinen Tipp geben, aber ich bin gerade in der gleichen Situation. Mein Sohn ist gerade zwei, aber groß wie ein Dreijähriger. Er schubst und schmeißt Sachen und vor allem eine Mama in unserer Gruppe kann nicht damit umgehen. Sie hat ihn letztes Mal richtig angeschrien. Ich war so perplex, dass ich gar nichts gesagt habe, denn sonst wäre es sicher zum Streit gekommen.
Nun habe ich auch schon überlegt, ob ich aufhören soll.
Jetzt habe ich mich aber entschlossen, weiter hin zu gehen. Mein Sohn macht nichts mit Absicht, ich greife immer sofort ein und erkläre, dass er nicht schubsen, werfen etc. darf. Ich nehme ihm auch Sachen ab, wenn er werfen will oder halte ihn kurz fest.
Aber er ist zwei. Sein Verhalten ist normal. Und es wird den anderen Müttern nicht gelingen, ihr Kind in Watte zu packen und jeden "Zusammenstoß" zu vermeiden. Genauso wird mein Sohn auch mal was abkriegen. Das ist das Leben.

Also lassen wir uns nicht unterkriegen. Die Zeit arbeitet für uns. Die Kinder werden größer, verständiger und vernünftiger. Bis dahin müssen wir durchhalten.

Liebe Grüße,
elamaria