Diagnose: Schwangerschaftsdiabetes :-(

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von jenny133 23.03.11 - 10:56 Uhr

Hallo

laut meinem Arzt ist nur der dritte Wert zu hoch, könnt ihr mal bitte schauen: Nüchtern 63, nach einer Stunde 153 nach zwei Stunden 176. Er hat mich zur Diabetologin geschickt und die behandelt mich nun als hätte ich normale SS-Diabetes :-(
Am schlimmsten ist für mich, das ich meine Essensgewohnheiten so umstellen muss. Denn ich esse seit der SS sooo viel Zwischendurch. Noch nicht mal süßes sondern halt mal ein Leberkäsweck beim einkaufen und Obst zuhause... Tja das ist nun vorbei.

Als sie aber dann meinte, ich soll in der oder der Klinik entbinden hab ich abgeschaltet. Ich hab gemeint, das ich in die Klinik gehe, in der mein erster schon entbunden wurde - weil von uns aus näher. Nico kam ziemlich schnell, zwei Stunden nachdem wir in der Klinik ankamen und ich hab keine Lust Panik zu kriegen, das das Kind im Auto kommt wenn die Eröffnungsphase wieder so schnell abläuft...
Zum Glück kann ich doch dorthin. Anscheinend könnten die Ärzte dort das Baby nach der Geburt auch überwachen, damit es nicht unterzuckert wird *puhh*

Hier haben doch bestimmt mehr diese Diagnose? Wie gehts euch mit den "Essensregeln?" Muss dazu schreiben, das bei Nico der zweite Wert zu hoch war. Dieser FA hat aber nur gemeint Kohlehydrate meiden und da hab ich mich selbst unter Diät gestellt. Ich hab normal gegessen (nur eben keine zuckerhaltigen Sachen mehr) und nach den Mahlzeiten kontrolliert. Wenn es mal nicht gepasst hab hab ich dieses Essen dann weg gelassen, ansonsten fand ich es einfacher. Und gesund und munter und mit 3300g auch nicht zu schwer war Nico dann auch!

LG
Melanie (26+3)

Beitrag von pyttiplatsch 23.03.11 - 11:00 Uhr

Bei mir waren in der letzten SS der erste und zweite Wert zu hoch. In dieser wird erst garkein Test gemacht, ich messe jetzt seid 3 Wochen so meinen BZ und halte "Diät".

Mir fällt es ziemlich schwer, denn ich bin eine richtige Naschkatze. Aber ich halte mich so gut es geht an meine BEs, denn es ist die einzigste Möglichkeit um um das Insulin rumzukommen.

Mein Jüngster hat dann übriegens 3320g auf die Waage gebracht und war auch sonst kerngesund. Nur den ersten Tag musste ich zufüttern, weil er den BZ nicht halten konnte.

Beitrag von jenny133 23.03.11 - 11:14 Uhr

Im Hinblick darauf was du schreibst hat mich mein erster FA ja ganz schön falsch beraten. In der Geburtsklinik hat keiner gefragt und so hab ich auch nichts gesagt, das es Probleme mit dem Zuckerwert gab. Mein Sohn wurde daraufhin auch gar nicht kontrolliert. Wäre es aufgefallen, wenn es extreme Probleme gegeben hätte? Mein Milcheinschuss kam erst am zweiten Tag und Nico hat am ersten Abend nach der Geburt etwa 5 ml pre bekommen, damit er mich wenigstens mal zwei Stunden schlafen lässt. Das hat aber nichts mit dem Zuckerwert zu tun oder?

LG
Melanie

Beitrag von marjatta 23.03.11 - 11:30 Uhr

Kann schon sein, dass er einen Zuckerabfall hatte.

Ich hatte bei der Geburt meines Sohnes (Frühchen) einen anderen Jungen mit im Zimmer, dessen Mutter unter SS-Diabetes litt, der hatte massive Anpassungsschwierigkeiten und total schwankende Zuckerwerte. Also spaßig ist sowas bestimmt nicht.

Insofern finde ich es besser, direkt beim Diabetologen vorbei zu gehen, sich genau untersuchen und einstellen zu lassen, als es nur bei der Ernährungsumstellung zu belassen. Hätte auch schief gehen können, zumal Dein Nico u.U. dann ein erhöhtes Risiko hat an Diabetes Typ 1 zu erkranken.

Wünsch Dir mit dem Bauchzwerg alles Gute

Beitrag von jenny133 23.03.11 - 11:32 Uhr

Erkenne ich, wenn er Probleme mit Diabetes 1 hat? Er isst grade auch leider wahnsinnig viel süßes :-(

LG
Melanie

Beitrag von pyttiplatsch 23.03.11 - 12:19 Uhr

Es kann sein, dass das was mit dem Zuckerwert zu tun hat.

Ich hab meinen Test garnicht beim Gyn gemacht, sondern zu Hause mit meiner Hebi. Ich hatte einfach vermehrt Durst, was ich von mir so nicht kannte. Als dann die ersten zwei Werte zu hoch waren, bin ich zum Diabetologen, der hat mein Langzeitblutzucker bestimmt. Dort bekam ich auch eine Ernährungsberatung, also wann ich wie viel BEs essen darf, wie viel Kohlenhydrate überhaupt ein BE sind. Was ich wie kombinieren kann und hab einen kleinen Tagesplan mit Beispiel Mahlzeiten für mich bekommen. Ich bin dann trotz der Ernährungsumstellung immer knapp am Insulin vorbeigeschrammt, weil ich unbedingt eine Hausgeburt wollte. Mit Insulin hätte meine Hebi es nicht gemacht.

Leider ist es doch eine KH Geburt geworden und dort haben die halt direkt nach der Geburt den BZ vom Kleinen geschaut und da ich schon unterzuckert in die Geburt rein bin, war er dementsprechend auch unterzuckert. Wir hatten dann 30 Min. Zeit um ihm 70ml Pre-Milch zuzufüttern, sonst wäre er auf Kinderstation gekommen mit Infusion. Dann musste ich vor jedem Anlegen im Kinderzimmer den BZ von ihm kontrollieren lassen. Nach etwa 12 Std. hatte er keine Abfälle mehr und nach ca. 36 Std. musste nicht mehr gemessen werden. An das Zufüttern hat er sich aber leider gewöhnt, somit war dann die Umstellung auf nur Stillen relativ anstrengend mit Dauerstillen. Aber zum Glück hatte ich einen Hammer Milcheinschuss mit mehr als zu viel Milch und das am 3. Tag.

Also an deiner Stelle würd ich beim Diabetologen einen Termin machen. Dort bekommst du auch die Teststreifen auf Rezept, genau so wie die Stech-Lanzetten. Mit welchem Gerät misst du denn?

Beitrag von jenny133 23.03.11 - 19:58 Uhr

Hallo

hatte ja gestern den Termin und ja die Lanzetten und Teststreifen hab ich mir heute auf Rezept bei der Apo geholt. Hab jetzt das Contor von Bayer. Bei Nico hab ich mich selbst "therapiert" da hatte ich noch den Accu-check compact, aber die Diabetologin sagt, das man da keine Teststreifen mehr bekommen würde...

LG
Melanie

Beitrag von pyttiplatsch 23.03.11 - 20:15 Uhr

Ja, dass Accu-Check Compact ist schon etwas älter. Ich hab den Accu-Check Aviva Nano.

Welche Werte hast du denn jetzt als Grenze bekommen?
Ich muss nüchtern auf unter 90 bleiben und 1,5Std. nach dem Essen auf unter 130.

Hast du auch eine Ernährungsberatung bekommen? Also weißt du, wie du deinen Blutzucker niedrig halten kannst und trotzdem satt wirst?

Beitrag von miau2 23.03.11 - 11:04 Uhr

Hi,
meine Vorschläge für Zwischendurch-Nascher: Kirschtomaten, Gemüsesticks, Käse (ich liebe diese Babybels...)...da die keine (anzurechnenden) KE enthalten kann man da durchaus mal zwischendurch zugreifen.

Statt dem Leberkäseweck holst du dir den LK so und ein (kleines) Vollkornbrötchen - fertig ist die Zwischenmahlzeit. Und Obst als Zwischenmahlzeit geht natürlich, man muss halt bei der Sorte aufpassen.

Dein zweiter wert wäre hier übrigens fast schon grenzwertig, hier gilt als Grenze 160. Dich lieber zu streng zu behandeln ist zumindest nicht falsch, denn mit "zu streng" kann man dich höchstens ärgern, aber nichts falsch machen.

Erlaubt waren mit 6 Mahlzeiten am Tag (halt mit Ausrechnen der KE), da war nicht mehr wirklich viel Platz im Magen für weitere "Zwischenmahlzeiten"...

"Kohlenhydrate meiden" und "nichts zuckerhaltiges" ist halt nicht das gleiche. Auch das typsiche Weizenbrötchen zum Leberkäse ist zwar sicher keine Süßspeise, aber nicht gut, wenn man auf Kohlenhydrate achten muss. Das gleiche mit einem Vollkornbrötchen macht zwar auch dick :-p (fett bleibts halt), aber für den Blutzucker ist es besser.

ich fand die Diät weder schlimm noch musste ich hungern...und auch mein Diabetologe vertritt die Ansicht, dass man lieber zu streng behandelt als abwarten, bis das Kind erst drunter leidet (und das macht man wenn man so lange nicht so streng ist bis das Baby vielleicht doch zu groß ist o.ä.).

Wenn noch nicht erfolgt, versuch, eine vernünftige ernährungsberatung zu bekommen. Wie gesagt, schlimm war es für mich definitiv nicht, ich wurde aber auch sehr umfangreich beraten und betreut.

Viele Grüße
miau2

Beitrag von jenny133 23.03.11 - 11:10 Uhr

Hallo

also bei Nico hab ich eben selbst kontrolliert und es scheint ja geklappt zu haben. Es heisst ja, das es wahrscheinlich ist in der nächsten SS wieder Diabetes zu bekommen und nun denke ich mal, das ich diesmal wohl stärker betroffen bin.
Ich tu es ja auch fürs Baby ganz klar! Eine Umstellung ist es erstmal trotzdem :-)

Das schlimmste - das ich eine andere Geburtsklinik hätte suchen müssen - hat sich ja erledigt. Alles andere ist ok, aber da hätte ich doch heftig geschluckt!

LG
Melanie

Beitrag von marjatta 23.03.11 - 11:27 Uhr

Also SS-Diabetes ist wirklich kein Spaß. Hab meinen Test jetzt in der zweiten SS nächste Woche. Hoffentlich ist alles in Ordnung. Allerdings habe ich wegen der Gestose-Prophylaxe sozusagen auch die Anweisung, sehr viel Eiweiß zu essen... defacto könnte ich also Atkins nehmen und nur gelegentlich mal etwas Kohlenhydrate dazu. Damit wäre ich schon bei der Ernährungsumstellung für SS-Diabetes in gleicher Weise.

Mir hat sehr geholfen, dass ich auf Dinkelvollkornmehl umgestiegen bin, weil ich davon auch weniger Sodbrennen bekomme. Aber ich kann Dich schon verstehen.

Dennoch - wenn's um das Wohl meines Bauchzwerges geht - dann steht seine Gesundheit bei mir an erster Stelle. Ich würd dann auch eher Insulin spritzen, wenn die Werte es erfordern. So mit Ernährungsumstellung ist immer schwierig.

Gruß
marjatta

Beitrag von jenny133 23.03.11 - 11:33 Uhr

Hallo

na klar! Fürs Bauchzwergi tut man das ja :-)
Trotzdem kann einem ja die Umstellung schwierig vorkommen ;-)

LG
Melanie

Beitrag von motorradtinchen 23.03.11 - 11:27 Uhr

Hallo Melanie,

natürlich ist das nicht schön, aber es lässt sich damit leben.
Ich hatte ähnliche Werte beim OGTT und jetzt fast 2 Monate später muss ich 4 mal täglich Insulin spritzen und habe trotz strengster Diät meine Werte nicht immer im Griff. Die paar Wochen auf gewisse Dinge zu verzichten ist doch wirklich nicht so schlimm- und ich bin wirklich eine Naschkatze.
Auch ich bin enttäuscht, dass ich (meine 1. Geburt dauerte von der 1. Wehe nur 4 Stunden) nicht in "mein" KKH gehen kann, aber die Gefahr, dass meine Maus in die Kinderklinik verlegt werden muss ist mir einfach zu hoch- daher gehe ich da freiwillig hin. Davon abgesehen würde mich meine Klinik mit Insulinpflicht gar nicht nehmen!

Also- Kopf hoch, die paar Wochen schaffen wir schon! Tina

Beitrag von jenny133 23.03.11 - 11:36 Uhr

Hallo Tina

ich hab schon bei Nico eine Klinik mit Anbindung an Kinderklinik gehabt. Weil es bei meiner Schwägerin zwei Jahre zuvor zu Komplikationen kam und sie dann 10 Tage wegen Notkaiserschnitt in der einen Klinik lag (durfte ihren Sohn einmal am Tag besuchen) und er fast dreissig Kilometer weit in der Kinderklinik war :-(
Vielleicht ist das der Grund, das meine Klinik nun doch ok ist. Die Diabetologin hat das zuerst nicht gewusst und wie geschrieben, als sie sich erkundigt hatte meinte sie, das wäre ok!

LG
Melanie