könnte nur noch heulen

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von moonlight-shadow89 23.03.11 - 11:04 Uhr

Mädels,bitte macht mir Mut..bin echt verzweifelt #heul Meine Mutter hat vor 4 Jahren die Diagnose unheilbaren Lungenkrebs bekommen,nach dutzenden Chemos und tausenden Medikamenten die "nur" lebensverlängerd sind,hat sie jetzt laut Arzt "den Kampf verloren" sie hat noch ein paar Monate Lebenserwartung gekriegt.. Das ist so hart es macht mich fertig,war immer für sie da und war immer optimistisch..nun sehe ich täglich wie es Ihr schlechter geht,und sie sagte :" ich möchte einfach noch Oma werden". #heul Bin total überfordert mit dieser Situation,hab mich ja vor 2 Monaten von meinem Verlobten getrennt,weil er nur noch gesoffen hat..ich fühl mich so einsam und weiß nicht wie es ohne meine Mama weiter gehen soll.. :-(

Beitrag von mike-marie 23.03.11 - 11:09 Uhr

Es tut mir sehr leid für deine Mama und auch für dich #liebdrueck

Was ich dir nur raten kann such dir jetzt hilfe, du bist ja auch noch sehr jung (ich bin nicht viel älter :-p ) geh zu einer Beratungsstelle damit du nach der Geburt mit dem ganzen Kummer nicht alleine da stehst und mit deinem Baby. Es liegt ein verdammt harter weg vor dir, da brauchst du jemanden an deiner Seite wie z.B. eine Familienhebamme.

Lg

Beitrag von julie1108 23.03.11 - 11:10 Uhr

Hi,

lass dich erstmal drücken. Bin in der gleichen Situation wie du. Meine Mutter hat auch Lungenkrebs und Darmkrebs noch dazu. Ich kann sie auch nicht leiden sehen. Das tut so weh. Du, versuch einfach so viel Zeit wie möglich mit ihr zu verbringen. Mehr kannst du im Moment sowieso nicht machen, das ist echt eine scheiß Situation. Sei für sie da und munter sie auf. Geh mit ihr an die frische Luft, das tut gut. Bei meiner Mutter merke ich immer wie sie dann aufblüht.

Ich weiß wie hart das ist, es ist so scheiße und man kann nichts dagegen tun.

Ich drücke dich ganz doll.

Lieben Gruß

Beitrag von moonlight-shadow89 23.03.11 - 11:21 Uhr

Vielen Dank und natürlich auch für deine Mama alles Gute. Ja ich war mit Ihr auch schon oft draußen und waren auch Babysachen shoppen,weil sie sich einfach so sehr darüber freut.. Nur ist es einfach schwer für mich,weil ich,je mehr Zeit ich mit Ihr verbringe,umso mehr sehe wie schlecht es Ihr geht.. Und das mit Unterstützung,ich war schon bei einer Psychologin,doch die wußte nichts beßeres zu sagen als: "Das ist der Lauf des Lebens,jemand wird geboren und jemand geht von uns." Na toll,das hieß für mich,sobald mein Baby da ist,ist meine Mama weg! #kratz

Beitrag von lillystrange 23.03.11 - 11:13 Uhr

Mensch, das ist echt viel auf einmal!:(
Hast du jemanden der dich auffaengt oder Freunde und verwandte die euch beistehen?
Wenn nicht bitte schau dich um nach Organisationen die euch helfen und dir etwas beistehen!
Das muesst ihr nicht alleine durchstehen.
Ich wünsche dir unendlich viel Kraft und staerke für euch!
Alles liebe lilly

Beitrag von silksbest 23.03.11 - 11:14 Uhr

Ich kann dich verstehen, das ist schlimm. Mein Papa hat sich auch immer gewünscht Opa zu werden. Er ist letzten Dezember gestorben und ich bin im Februar schwanger geworden. Das hat mich total umgehauen und ich hatte sogar meinem Papa gegenüber ein schlechtes Gewissen. Sei für weiterhin für deine Mama da, aber gönne auch dir Momente der Schwäche, du musst nicht immer stark sein. Auch wenn es grausam ist die Eltern zu verlieren, schafft man es irgendwie damit umzugehen. Man sagt ja, wenn jemand stirbt, singt er mit den Engeln. Mir halft es, als mein Papa im Sterben lag, daran zu denken, dass er zu den Engeln geht.

Ich wünsche dir Kraft für diesen schweren Weg. Jetzt weine ich erstmal ne Runde (doofe Hormone!)
Hast du noch Geschwister? Oder andere Verwandte mit denen du diesen Weg der Trauer gemeinsam gehen kannst?
Versuche nicht daran zu denken, wie es ist, wenn sie nicht mehr da ist, sondern genieße das hier und jetzt.

Ganz lieben Gruß
Silke

Beitrag von zaubermaus211 23.03.11 - 11:20 Uhr

Oh man, ich weiß wie du dich fühlst. Meine Mutter ist auch an Krebs gestorben als ich 20 war!Sie ist auch nie Oma geworden, dabei war es immer mein Wunsch sie bei meiner ersten geburt dabei zu haben. Da sie das Wunder der Geburt nie miterleben durfte (sie war meine Pflegemum) So hart es ist, du kannst nichts tun. Versuche wie schon erwähnt soviel Zeit wie möglich mit ihr zu verbringen!
Und du solltest dich bei deinen Freunden anvertrauen, damit du das alles nit allein verarbeiten musst!!

Fühl dich gedrückt und alles alles liebe für deine Mama!!

Traurige Grüße
Zaubermaus

Beitrag von moonlight-shadow89 23.03.11 - 11:32 Uhr

Danke für eure Worte,das ist echt traurig,dass so viele von euch diese Erfahrung schon machen mußten.. Ich hab mein Papa noch,der wohnt aber nicht in der Nähe,ein Bruder (18J.) und eine Schwester (23J.) bei meinen Geschwister ist es so,sie verdrängen das alles irgendwie und ich hab noch NIE mit ihnen über die Situation gesprochen und da beide 100% arbeiten,bin ich halt einfach die,die alles mitkriegt. Klar,gute Freunde hab ich auch,jedoch können die ja auch nix machen.. :-(

Beitrag von siem 23.03.11 - 11:26 Uhr

hallo

fühldich mal gedrückt!
viele tröstende worte kann wohl keiner finden, auch wenn es jeder gerne versuchen würde.

wir hatten in unserem kiga damals einen 3-jährigen. im spätsommer/herbst viel unserem ergotherapeuten auf, dass er die eine körperhälte nicht mehr so richtig mitbenutzt und schickte die eltern mit ihm zum arzt. diagnose:tumor im stammhirn. chemo kann nicht angewendet werden und op nicht möglich, da sie nicht imtammhirn rumbohren können.innerhalb von wochen bauchte er ab, verbrachte nur noch seine zeit im krankenhaus.
ich weiß noch ganz genau, als er uns nochmal besuchen durfte im erzieherbüro (nicht die kinder) und das ist schon 10 jahre her.
sein vate trug ihn rein, aufgequollen von medis, kopf kahlrasiert mit narben, schielend,konnte nicht mehr selber laufen...aber hat noch einen witz gemacht. als sie wieder weg waren standen wir alle heulend in der küche.
da die ärzte keinerlei hoffnung mehr sahen bekam er vom kh seinen letzten wunsch erfühlt: einen hubschrauberrundflug *mir kommen immernoch tränen, wenn ich davo erzähle*.
weihnachten hatte die familie schon vorgefeiert.sie hatten auch noch eine einjährige tochter.
2 tage vor heiligabend. ist er dann kollabiert und die atmung setzte us.
die ärzte sagten zu en eltern, sie könnten versuchen zu operieren und rauszunehmen was geht-dann überlebt er noch weihnachten, oder er stirbt sofort.
in ihrer not ließen die eltern ihn operieren.
wie gesagt, es ist nun ca 10 jahre her.
heute geht er aufs gymnasium und keiner hätte daran geglaubt.
die ärzte konnten viel besser operieren als sie geglaubt hatten.
er konnte soschnell wieder laufen und trettrecker fahren, wie er vorher abgebaut hatte. er mußte noch alle drei monate in die röhre zur ontrolle, konnte aber im sommer schon wieder in den kiga gehen.
seitdem glaube ich an wunder. auch wenn mir klar ist, dass man nicht immer ein wunder erwarten kann.

die krankheit deiner mutter ist schlimm und sicherlich ist die chance auf ein wunder minimal.diesen fall hatten wir leider auch gerade im kiga. da ist eine junge mutter verstorben (mitte dreißig) die zwei jahre zuvor ei der geburt ihres 4 kindes die diagnose unheilbarer krebs bekam. hinterlassen hat sie vier kinder von vier verschiedenen vätern, die danach alle auf väter oder paten aufgeteilt werden mußten-eine sehr traurige gschichte. versucht die zeit so gut wie es geht gemeinsam zu nutzen und euch die tage schön zu machen.
zur beerdigung miner schwiegermutter hatten wir einen schönen spruch gefunden:
wenn der weg zu weit,
der berg zu steil und
das atmen zu schwer wird,
ruft gott sie heim.

ich finde den spruch sehr schön, denn wenns nicht mehr weitergehtist abschied für die leidenen auch oft eine erlösung. und das darf man dann als trauernde nicht vergessen.
aber noch habt ihr ja zeit und vielleicht gibt es ja doch noch möglichkeiten oder wunder....

ganz liebe grüße
siem

Beitrag von moonlight-shadow89 23.03.11 - 11:43 Uhr

#herzlich Das ist echt toll verlaufen bei dem Jungen,Wunder gibts... Jedoch muß ich mich wohl oder übel mit dem "Ende" konfrontieren und auseinandersetzen,kann nicht nur auf Wunder hoffen... Dachte auch immer noch,daß es vielleicht bis dahin wieder was ganz Neues in der Medizin gibt,das sie heilen kann.. Aber irgendwann sind auch die Hoffnungen irgendwie futsch.#schmoll

Beitrag von katrin1989nms 23.03.11 - 11:33 Uhr

Oh nein es tut mir so leid was du in Moment durchmachen musst.
mir fehlen die Worte ich wünsche euch alle Kraft der Welt für euch!!!!!