Totale Angst vor Frühgeburt. Wem gehts auch so?

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von derhimmelmusswarten 23.03.11 - 11:07 Uhr

Schon seit längerer Zeit habe ich panische Angst, eine Frühgeburt zu bekommen. Keine Ahnung, woran das liegt, da bei den Untersuchungen immer alles ok war und meine erste Tochter genau am ET geboren wurde. Sobald aber im Bauch was zieht oder zwackt, bekomme ich direkt Angst. Ich bin seit heute in der 33. Woche. Ab wann kann man denn aufatmen? Erst in 4-5 Wochen, oder? Vielleicht liegt es daran, dass meine erste Tochter nach der komplizierten Geburt 10 Tage auf der Intensivstation lag. Ich habe Angst, dass ich mein zweites Kind wieder nicht mit nach Hause nehmen kann. Wirklich schonen kann ich mich mit einem fast 2 Jahre älteren Kind natürlich auch nicht. Ich muss sie ja heben und der Haushalt ist auch noch zu machen. Aber andere schaffen das doch auch... Was meint ihr. Mache ich mich umsonst verrückt? Oder kann es sein, dass man urplötzlich eine Frühgeburt bekommt, obwohl vorher alles immer in Ordnung war?

Beitrag von haruka80 23.03.11 - 11:13 Uhr

Huhu,

ich kann deine Angst verstehen. Mein Sohn kam bei 37+2 und hatte Anpassungsprobleme, lag 60 Stunden auf der ITS. Ich glaube, es waren die schlimmsten 60 Std meines Lebens#heul
Ich hab so lange gebraucht um damit zurechtzukommen, dass er 3 Tage nicht bei mir war und hab mri anfangs solche Sorgen gemacht ob er dadurch keine Bindung aufbauen kann etc.
Mein Horror ist auch, dass das 2. Kind ähnliche Probleme haben könnte. Was mach ich dann mit meinem Großen? Wie soll ich mich mit 2 Kindern so intensiv aufs neue Baby kümmern?
Mal davon abgesehen, dass ich bei 37+3 noch meine Abschlussprüfung habe und mir daher vorgenommen habe, dass wir beide diesmal bis mindestens 39.SSW durchhalten!
Ich hatte damals im KH eine Zimmerpartnerin, die in der 24. Woche entbunden hat. Das kam bei der ganz plötzlich damals. War neben meinen eigenen Problemen immer etwas, woran ich denken mußte/muß.

Verrückt machen bringt nix, versuch euch zu vertrauen dass diesmal alles, alles gut geht. Du ist 33. Woche, da ist es in der Regel kein Problem mehr n Kind zu bekommen. Im 7. Monat haben Babys oft weniger Atemprobleme als kurz vor Ende sagte man mir damals.

Alles wird gut und der Glaube daran kann Berge versetzen#klee

Beitrag von fragaria 23.03.11 - 11:26 Uhr

Kann dich verstehen!
Mein erstes Kind war ein Frühchen und kam bei 33+3. Er lag 5 Tage auf der Intensiv und dann noch 2 Wochen auf der Säuglingsstation. War aber von Anfang an fit und kerngesund. Nur halt etwas klein.
Ich habe auch überhaupt keine Lust meinen Zwerg wieder nicht nach der Geburt bei mir zu haben. Angst habe ich aber nicht. Ich denke immer positiv. Wir haben uns ganz, ganz fest vorgenommen diesesmal die ganzen SS-Komplikationen gar nicht erst zu bekommen und das Kind frühstens zwei Wochen zu früh zu bekommen. Das klappt schon! Und wenn nicht, dann schaffen wir auch das, dann ist das so, hauptsache das Kind ist letztendlich gesund. Sollte ich psychisch probleme damit bekommen, dann mache ich halt mal ne Psychotherapie. Egal!
Plötzlich eine Frühegburt bekommen??? Klar ist das möglich. Mir ist bei 33+2 die Blase geplatzt. Kam auch plötzlich, aber nicht unerwartet, denn ich lag schon zwei Monate mit nem kurzen GMH. Mach dir nicht so viele Gedanken, es kommt wie es kommt. Und dein Kind ist auf jeden Fall schon überlebensfähig. Das ist es doch, was zählt!

Liebe Grüße
Fragaria

Beitrag von kati543 23.03.11 - 11:28 Uhr

Ja, das kann leider sein. Ich habe meine Jungs zwar zeitgemäß bekommen, aber beide waren eine Sturzgeburt und hatten Anpassungsschwierigkeiten. Beide waren für 24h auf der Überwachung. In den Stunden bin ich tausend Tode gestorben.
Es hört einfach nie auf. Auf wenn sie dann geboren sind, kann ja jederzeit wieder etwas sein.

Beitrag von marjatta 23.03.11 - 11:44 Uhr

Also, ich hab ein erhöhtes Frühgeburtsrisiko von 50% plus ein Gestose-Risiko und mein Sohn kamunerwartet bei 35+3. Ich habe zwar auch die Sorge, dass das Kind zu früh kommt,.... aber so richtig Angst würde ich das nicht nennen. Vielleicht bin ich da auch zu sachlich #kratz.

Allerdings hatten wir keine wirklichen Probleme.

Vermutlich liegt es an der Erfahrung mit Deiner Tochter. Kann schon sein.
Aber ich kann Dir aus meiner Erfahrung heraus sagen, dass mein Sohn keine Probleme hatte. Habe ihn spontan entbunden. Er kam auf Intensiv ins Wärmebettchen und ein erhielt eine Glukoseinfusion.... mehr nicht. Durfte ihn versorgen und hab ihn zum Glück auch recht schnell mit Muttermilch versorgen können. Nach 5 Tagen durfte er ins normale Bettchen wechseln und nach 8 Tagen Beobachtung durften wir nach Hause.

Ich glaube nicht, dass man urplötzlich eine Frühgeburt bekommt. Dafür gibt es immer Anzeichen. Bei mir war es die beginnende Gestose.... es hieß überwachen, aber mit vorzeitigem Blasensprung war das dann überflüssig. Hat mich überrascht, weil ich mit dem hohen Blutdruck und dem Wasser nicht wirklich damit gerechnet habe.

Diesmal mache ich eine Gestose-Prophylaxetherapie in der Hoffnung, dass es sich nicht wiederholt. Das Frühgeburtsrisiko bleibt trotzdem bestehen,.... was ich selbst über eine recht neue Studie herausgefunden habe. Ich leb damit und hab mir selbst zum Ziel gesetzt 36+0 und alles was drüber ist, ist ein Geschenk. Klingt vielleicht blöd, aber damit kann ich irgendwie umgehen. Werde auch wieder ins gleiche KH gehen, das gibt mir auch noch zusätzliche Sicherheit.

Gruß
marjatta
Ich fand die Zeit im KH recht entspannt, weil die Intensiv direkt an die Geburtsstation angegliedert war. Leider war die Intensiv so voll, dass ich nicht mit ihm im Zimmer liegen konnte :-( Aber so schlimm war es nicht. Er ist halt immer noch sehr anhänglich und es geht mir wie Dir mit dem Heben. Lediglich im Haushalt lasse ich mir helfen (habe eine Hilfe). Hätte ich nicht schon so eine gehabt, meine FÄ hätte sie mir wohl beim letzten Besuch verschrieben, um mir mehr Schonung zu geben.