Bin über mich selbst geschockt: Denke tatsächlich über WKS nach....

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von unser-wunschkind 23.03.11 - 14:07 Uhr

Hallo Mädels,

ich muss mich gerade mal bei euch ausheulen, Rat holen...

Mir ist gestern klar geworden, dass ich irgendwie doch nicht so ganz hinter der bisherigen Geburtsplanung stehe.... #schwitz.

Zu meiner Geschichte:

Nach 3 FG (jeweils <12SSW) habe ich im April 09 meinen Sohn gesund zur Welt gebracht. Die Geburt ging normal los, nur dass sich zunächst nix am MuMu tat... #aerger Irgendwann dann (ca. 14 Stunden mit mittleren Wehen, rumlaufen usw.) tat sich dann doch was - allerdings ein bischen ZU heftig, denn von da an hatte ich Wehen ohne Pause #schock. Es war schon super heftig, aber irgendwann hieß es dann der MuMu sei bei 9 cm #freu

Dann jedoch fielen die Herztöne unseres Babys immer wieder ab, so dass sich Hebamme und Ärztin entschlossen haben mir Wehenhemmer zu geben. Als dann der Oberarzt den MuMu nochmal untersuchte meinte er nur: "Wie kommen sie denn auf 9 cm??? Der ist gerade bei 4cm!!" #schock

Die Wehenhämmer haben also bewirkt, dass der MuMu wieder zu ging, bzw. wie wir hinterher wussten, war der Druck vom Köpfchen zu schwach um ihn offen zu halten.
Letztlich endete das ganze dann im KS und ich habe den auch wirklich als gar nicht schlimm empfunden. Beim KS wurde festgestellt, dass wir einen Nabelschnurvorfall hatten, deßhalb konnte das Köpfchen gar nicht weiter und der Kleine hat sich immer selbst die Versorgung abgedrückt #heul

Nun denn - ich habe auf die Geburt immer geschaut und gesagt "Er hat halt einfach den anderen Ausgang genommen ;-)" Für mich war es so völlig OK, nur die Situation mit den Herztönen und die Wehen ohne Pause haben sich natürlich als ziemliches Trauma in mein Gehirn gebrannt....
Auch mein Mann sagt, er war bei den abfallenden Herztönen fast am Durchdrehen und dachte immer wieder "Wir verlieren ihn!" #heul

Nun 2 jahre später war ich bislang super optimistisch und habe immer gesagt "Natürlich entbinde ich spontan!" Habe andere Gedanken auch nie zugelassen, denn bislang habe ich WKS zwar nie verurteilt, konnte die Entscheidungen aber auch nicht verstehen...

Und nun frage ich mich seit 4-5 tagen, was wäre eigentlich, falls die Kleine in BEL liegt (BEL würde ich nie spontan probieren!! Habe zuviele Horrorgeschichten von Behinderungen in Folge dessen gehört!)
Und es sitzt hier so ein kleiner :-[Teufel auf meiner Schulter und flüstert immer "Vielleicht wäre dir die BEL ja gar nicht so unlieb....!"
Dann wäre mir die Entscheidung abgenommen und es wäre wieder ein KS!

Ach Scheiße - bin echt am verzweifeln.... Warum nur diese ganzen Gedanken, Chaos und warum überhaupt die Idee ein WKS könnte eine Alternative sein #nanana.....

Was denkt ihr über mein Dilemma?????

LG
unser-wunschkind mit #babyJonte (22 Monate) an der Hand und #eiMaila (27.SSW) inside

Beitrag von didyou 23.03.11 - 14:15 Uhr

Huhu :-)

ich bin zum ersten Mal SS und kann deswegen von eigenen Erfahrungen nicht berichten.

Habe mir deinen Beitrag aber ganz genau durchgelesen und muss sagen das ich dich verstehen kann!
Rede am Besten mal mit deinem FA drüber oder mit den Ärzten im KH, also dort wo du dann entbinden willst. Ich denke bei deiner/eurer Vorgeschichte werden sie dich schon verstehen.
Außerdem denke ich das eine eben solche Vorgeschichte eine natürliche Geburt vielleicht auch irgendwie blockieren kann, also wenn es dann soweit ist. Man sagt ja auch, das Frauen die viele Horrorgeschichten im Kopf haben eine beschwerlichere Geburt haben und es dort dann eher im KS enden kann. Zumindest sagte das die Hebamme bei meiner Kreissaalbesichtigung.

Also ich an deiner Stelle würde auf den KS bestehen wenn ich mich so fühlen würde. So hast du dabei ein gutes Gefühl und das überträgt sich ja auch auf deine Kleine!

Wünsche dir in jedem Fall alles Gute!

LG Didyou mit Ben inside, 34. SSW #verliebt

Beitrag von repumuck 23.03.11 - 14:17 Uhr

Also ich hatte in der letzten SS so ne Angst vor der Geburt, wegen Horror Geschichten wie Dammriss, Wehen über Tage, Frauen die nach der Geburt verblutet sind, weil das Augenmerk auf dem Babs lag.... etc.

Naja ich hab mir oft über KS Gedanken gemacht, aber dann 4 Wochen vor ET war das komplett weg, ich hatte null, Angst.

Auch weil im GVK viel über Geburt gesprochen wurde und alle Horrorgeschichten gemildert wurden. :D

Ich würde sagen, mach dir da mal keine Gedanken ^^, das wird schon alles so wie es soll.
Und wenn nicht rede mit Hebamme und Arzt mal über die letzte Geburt, lass dir da etwas Ansgt nehmen ^^

Und Außerdem ist es wie im Tierreich, die 1. Geburt ist normalerweiese die Komplizierteste, nicht umsonst werden Tiere im Zoo bei der 1. Geburt nonstop überwacht, alles was danach kommt ist eig. immer kein Problemm und entspannter ^^

Beitrag von sarahjane 23.03.11 - 14:24 Uhr

Kurzum: Ein WKS ist nichts Schlimmes und mit Deinem Hintergrund würde der KS wohl auch kaum als WKS gelten.

Beitrag von ladymacbeth82 23.03.11 - 14:27 Uhr

ich kann absolut verstehen, was in dir vorgeht!
die geburt meiner großen tochter war der reinste horror: geburt drei mal eingeleitet, keine eigenen wehen entwickelt, als es dann endlich losging hatten die mir vorher ne valium gegeben, weil ich mich für den nächsten tag ausschlafen sollte...! 37 h wehen gehabt, pda hat nicht gewirkt, herztöne nicht in ordnung, mitten in den presswehen dann wehenhemmer bekommen, dann kaiserschnitt unter vollnarkose! :-[

lange jahre konnte ich mir gar nicht vorstellen, dass ich nochmal ein kind haben möchte, tja, dann tickte doch auf einmal meine uhr :-)
meine große wird jetzt neun jahre und ich bin in der 23.ssw, als mein arzt vor zwei wochen in den mutterpass BEL eintrug habe ich mich gefreut und dann erschreckt festgestellt, dass ich mich wirklich freuen würde, wenn das so bliebe und ich nen kaiserschnitt hätte...
bin genau wie du völlig entsetzt über meinen gedanken, aber eins weiß ich: so eine geburt werde ich nicht mehr mitmachen!

kann dich also total verstehen, auch wenn dich das nicht wirklich weiterbringen wird...

lg ladymacbeth82 #klee

Beitrag von anchesen 23.03.11 - 14:28 Uhr

Ich bin auch kein Fan vom WKS aber ich kann deine Ängste total verstehen. Ich habe mich für eine Geburtshausgeburt angemeldet und jetzt wo es langsam ernst wird, bekomme ich doch ganz schöne angst ob das die richtige Entscheidung war. Es bringt dir und der Kleinen doch überhaupt nichts, wenn du jetzt die nächsten Wochen mit schrecklichen Ängsten durch die Gegend rennst. Die die das nicht verstehen können, können dir egal sein! Du willst den WKS doch dann nicht, weil du persönlich dich vor der Geburt oder den Schmerzen drücken willst, sondern weil du dir sorgen um das Leben deines Kindes machst und angst hast das was schief geht! Rede mit deinem Arzt! Liebe Grüße!#liebdrueck Nadine ET-12

Beitrag von lelou83 23.03.11 - 14:29 Uhr

bei meinem großen hatte ich einen ks...medizinisch bedingt.

glaub mir,auch ein ks ist nicht angenehm.da hast du genauso schmerzen!
ich hätte mich damals gefreut wenn ich normal entbinden hätte können.

jetzt bei der 2.ss hieß es bis vor ca.2 wochen das es wieder ein ks werden würde....man war ich geknickt.

da mein befund aber so gut ist darf ich spontan entbinden.
und soll ich dir was sagen?
ich freu mich tierisch.

so wird der kleine wenigstens nicht aus dem becken "gerissen"und hat zeit sich von selbst auf den weg zu machen.
so werden keine anpassungsschwierigkeiten provoziert.

versuch dich zu entspannen und der geburt gelassen entgegen zu gehen.
auch ich habe einige horrorgeschichten gehört.

na und das waren aber alles geburten anderer.wer sagt das ich es genauso empfinde?

viele ärtze lehnen ohne medizinische indikation einen sogenannten wks ab,und ganz ehrlich?ich finde das absolut gut.

gruß

Beitrag von ladymacbeth82 23.03.11 - 14:36 Uhr

aber sie weiß doch, was ein kaiserschnitt bedeutet, sie hat doch die geschichte selbst erlebt und nicht von irgendwem gehört, oder hab ich jetzt alles falsch verstanden? #kratz

Beitrag von lelou83 23.03.11 - 14:44 Uhr

ich meinte horrorgeschichten über spontane entbindungen.

gruß

Beitrag von zweiunddreissig-32 23.03.11 - 14:42 Uhr

Kann dich durchaus verstehen! Mein Kleiner war ein Sterngucker, dazu noch zu groß für mein Becken. Nach einer erfolgloser Einleitung nach 2 Tagen KS. Die Oberärztin hat dann gesagt, dass ohne großen Verletzungen für mich und mein Baby spontan gar nicht klappen würde.

Jetzt beim Planen für das zweite überkommt mich wieder die Angst, dass das nächste Baby auch zu groß werden könnte (hatte SS-Diabetes+Gestose) und ich mich wieder einige Tage mit Wehenmittel rumplagen muss oder das Kind stecken bleibt. Ich wünsche mir ein KS. Klar, waren es Schmerzen danach. Aber ich hab mehr Angst vor Komplikationen bei spontaner Geburt als von KS.

Besprich das mit denem FA. Die finden schon irgendeine Lösung für Dich.#winke Psyche spielt auch eine große Rolle und ein GVK, Hebamme, Hypnose oder was auch immer können da nicht immer helfen.

Beitrag von marjatta 23.03.11 - 14:42 Uhr

Ich verstehe, dass Dich im Moment Ängste und Zweifel plagen. Wenn es beim ersten Kind nicht so gut läuft, ist die Angst beim zweiten sicherlich immer ein Begleiter.

Davon kann ich diesmal auch ein Lied singen. Obwohl Hebamme als auch FÄ mir versucht haben, die Sorgen zu nehmen, bin ich im Moment alles andere als wirklich entspannt. Ständig beobachte ich meinen Körper auf Anzeichen einer möglicherweise wieder eintretenden Gestose.... Ich mach zwar die Prophylaxe... aber das läuft nicht so wirklich gut, weil wie will frau 12-18g#schock Kochsalz pro Tag in sich reinzwingen??? Die Kochsalztabletten sind da auch keine wirklich große Hilfe... da müßte ich am Tag fast eine ganze Dose essen #schock, 100g Eiweiß sind auch nicht wirklich simpel... bin derzeit schon irgendwie ein bisschen am verzweifeln, weil ich es nicht so auf die Reihe bringe.

Und ein zweites Frühchen wegen Gestose wollte ich auch nicht wirklich bekommen. Hab mir zwar 36+0 als Ziel gesetzt, aber wer kann schon sagen, wie's dann läuft :-(

Was die Geburt angeht, ich hatte sehr regelmäßige Wehen, die ich auch gut verarbeiten konnte - man glaubt gar nicht, wie erleichternd Bauchtanzübungen sein können/Hüftkreisen ;-) , aber Wehen ohne wirkliche Pause dazwischen kenne ich auch. Bekam dann sofort Pressdrang und deshalb eine PDA verpaßt... Wehenhemmer wäre ja Blödsinn #kratz ... die PDA reduziert nämlich auch die Wehenhäufigkeit. Naja.... so kam mein Sohn bie 35+3 spontan... topfit, eben nur klein und leicht,.... waren dann 8 Tage im KH.

Ich habe keine Angst vor der Geburt, ich habe nur Angst, dass Nr.2 früher kommen könnte als der "Große":-( und insofern ist das sicherlich ähnlich. #zitter

Einen KS könnte ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, das ist für mich die allerletzte Lösung wenn gar nix mehr geht.....

Vielleicht ändert sich das ja bei Dir noch. Wünsch Dir auf jeden Fall, dass es dann so läuft, wie Du es Dir wünschst.

Gruß
marjatta

Beitrag von tiger2221 23.03.11 - 14:54 Uhr

Bei mir war die erste Geburt fast genau wie bei dir und endete im KS. Nach 20 Stunden Wehentropf. Ich war fix und fertig und froh, als der KS endlich gemacht wurde. Dann bekam ich Vollnarkose und war auch die nächsten Stunden kaum ansprechbar.

Zwischendurch konnte ich mir vorstellen, wieder spontan zu entbinden, aber jetzt, wo ich schon mehr drüber nachgedacht habe, bin ich mir sicher, dass ich einen KS möchte. Einen bei Bewusstsein. Ich denke, dass das für mich besser ist.

Das ist auch gar kein Problem. Da ich vorher schon einen KS hatte, konnte ich es mir quasi aussuchen. Derzeit sieht es aber sowieso nach Placenta praevia aus, womit eine normale Geburt ohnehin ausgeschlossen wäre.

Viel Glück!#winke

tiger 24.SSW