Frettchenhaltung

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Forum: Mein Tier & ich

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Beitrag von simone_2403 23.03.11 - 15:34 Uhr

Hallo Mädels #winke

Ich frage hier für eine Freundin mit der ich eben telefoniert habe,wie sich das mit Frettchen verhält.

Sie ist fasziniert von diesen Tieren,hat sich auch schon einige Bücher darüber gekauft und möchte nun so langsam in die Tat überschreiten. Wie es bei Büchern nun mal so ist..in dem einen wird angepriesen,was in dem anderen völlig nebensächlich ist #augen und ich kann ihr da beim besten Willen nicht weiter helfen,denn ich kenne mich mit diesen Tieren einfach zu wenig aus.

Thema Voiliäre (schreibt man das so #kratz )

Wie groß und was rein.

Thema Futter

Trockenfutter oder kann man diese Tiere auch barfen #kratz

Thema Haltung

Gehen da 2 Mädels oder wär es besser ein Päärchen (natürlich kastriert) ?

Fragen über Fragen.Wär toll wenn Frettchenhalter hierzu was schreiben könnten....

#danke#blume

Beitrag von victorias 23.03.11 - 15:56 Uhr

http://frettchen-zone.at/kaefig.htm

Hier ein Link mit Bildern von Käfigen die adäquat für Frettchenhaltung sind - diese Tiere sind eigentlich KEINE Käfigtiere und sollten meiner Meinung nach sich eher freu bewegen dürfen und nur evtl. zum Schlafen oder wenn niemand zur Aufsicht da ist eingesperrt werden....

LG Victoria

Beitrag von simone_2403 23.03.11 - 16:07 Uhr

#schock Das sieht ja aus wie ein Kleiderschrank #rofl

Sie hatte eigentlich daran gedacht die Voliäre über die gesamte breite der Wand zu ziehen (3.50 meter) und auf 2 Meter raus also 7 qm ca. Es ist das alte Kinderzimmer das sie dafür nutzen möchte.

Natürlich verbringen die Tiere dann nicht den ganzen Tag darin,es sollte als Rückzugsort dienen oder aber wenn sie nicht zu Hause sind(ohne Aufsicht quasi),denn Frettchen sind ja dafür bekannt das sie gerne an Kabel ö.Ä gehen #schein

Beitrag von -0815- 23.03.11 - 20:25 Uhr

Voliere ja, groß, viel Auslauf.

Haltung: Mädels eher nein, kastrierte Rüden ja, oder Pärchen.

Trockenfutter nein bis wenig, Nassfutter oder barfen.


LG :-)

Beitrag von -0815- 23.03.11 - 20:26 Uhr

Dazu sei noch gesagt dass Frettchen oft schei*en wo sie gerade laufen und kein KLO benutzen, dann beissen manche auch noch gerne, was doch sehr weh tut und tinken tun sie auch noch.

Beitrag von -0815- 23.03.11 - 20:26 Uhr

stinken

Beitrag von simone_2403 23.03.11 - 20:52 Uhr

Stinken? Hmmm naja..sie stammen ja aus der Familie der Iltise aber eventuell stinken sie nicht so wenn sie kastriert sind? #kratz

Das mit dem Kot überall absetzten kann man u.U mit einem Katzenklo trainieren....zumindest stand DAS mal übereinstimmend in den Büchern #rofl

Ok,Wenn man die Barfen kann,ist das schon mal ne feine Ansage ;-)

Beitrag von -0815- 23.03.11 - 20:55 Uhr

Stinken, ja. SIe haben einen wildgeruch der eigen ist und das geht trotz kastration nicht weg.

Da sie Fleischfresser sind stinkt der Kot ähnlich einer Katze/einem Hund und NEIN, nicht alle Frettchen gehen aufs Klo oder lassen es sich angewöhnen.

SDag das mal meiner Freundin, der hab ich es auch gepredigt dass eben nicht alle Frettchen aufs Klo gehen... tja, sie wollte es nicht glauben. Ihre scheißen sogar in die Kuscheldecken etc

Beitrag von simone_2403 23.03.11 - 21:09 Uhr

Janu...ich glaub damit muss sie dann Leben #rofl Vieleicht hat sie Glück und erwischt 2 die aufs Klo gehn #schein

Der "Wildgeruch" macht ihr nicht viel aus,sie geht ja schon zu verschiedenen Züchtern und hat demzufolge auch den Geruch schon in der Nase gehabt.Ich glaub wenn sie das stören würde hätte sich ihr Wunsch nicht so manifestiert ;-)

Beitrag von manyatta 23.03.11 - 22:18 Uhr

Hallo!

Ich habe eine Zeit lang in einer Frettchenzucht gearbeitet, daher schreib ich dir mal.

Frettchen sind wirklich faszinierende Tiere, aber eben auch ziemlich anstrengend. Es sind Raubtiere, das sollte dem Halter bewusst sein.
Nur mit Trockenfutter ist es da nicht getan, zumindest ist das nicht ausreichend. Unsere Frettchen bekamen immer einen Futterbrei aus eingeweichtem Trocken-Katzenfutter und Hunde-Nassfutter. Alles wurde ziemlich wässig angerührt, denn die Frettchen liebten das!! Sie schlabberten mit großer Vorliebe immer erst die Brühe weg. Die Kombi aus Katzen- und hundefutter ist optimal. Dabei sollte beachtet werden, dass in dem Futter auch Getreide und Gemüse vorhanden ist.
Einmal die Woche gab es bei uns immer Mäuse, das finde ich gehört auch dazu denn es ist deren Natur.

Zu dem Thema "Raubtier" ist noch zu sagen, dass Frettchen durchaus auch wie Raubtiere riechen können. Bei reiner Weibchen-Haltung ist das natürlich nicht so, aber sie haben schon einen Eigengeruch.

Empfehlenswert für eine lange Freundschaft/Patnerschaft ist immer ein kastrierter Rüde und eine Fähe (Weibchen). Oder aber zwei kastrierte Rüden.
Rüden sind auch wesentlich ruhier und gemütlicher als die Weibchen.

Frettchen sind sehr agil und brauchen viel Bewegung! Sie sind durchaus erziehbar und nutzen von selbst eine Klo-Ecke bzw. lassen sich dazu erziehen eines zu nutzen. Der Geruch ist aber nicht ohne, sollte also stets und ständig gesäubert werden ;o)
Sie sind wahre Ausbruchskünstler! Ein einfacher Riegel am Stall reicht nicht aus, die haben sehr schnell den Kniff raus wie man es auf bekommt!
Keine Öffnung, keine Höhle ist vor Frettchen sicher! Sie kriechen wirklich überall hinein. Bei uns Pflegern waren es sogar immer die Hosenbeine und wir mussten immer Gummistiefel tragen ;-)
Dazu sind sie wirklich flink und wie gesagt, sehr agil. Sie brauchen wirklich Beschäftigung, Aufmerksamkeit und vor allem Spielzeug (Rähren, Tücher zum Reinlegen, Papiertüten (darin schlafen sie gern) oder andere Höhlen, ...
Auch wenn ein Frettchen zahm ist, beißt es doch gern mal zu.

LG

Beitrag von simone_2403 23.03.11 - 22:43 Uhr

Super,danke dir.

Das mit dem Mäuse füttern seh ich jetzt nicht als ein Problem an aber wär das auch noch notwendig wenn sie eh vor hat zu barfen? Getreide und Gemüse...würden die Frettchen das auch so fressen oder aber wär es dann bessern in Katzennassfuttergemisch?

lg

Beitrag von manyatta 24.03.11 - 06:43 Uhr

Hi!

Nee, so wäre es für die Frettchen nicht sonderlich interessant. Es sind halt Raubtiere.

Frettchen haben einen Bedarf von einem Drittel pflanzlicher Nahrung und 2 Drittel Fleisch. Der Pflanzenanteil stammt aus dem Darminhalt der Beutetiere.

Ansonsten fressen sie durchaus auch mal Möhren, Eier oder eingeweichtes Weißbrot (Eier und Brot nur in Maßen).

Ich würde es schon wichtig finden, auch Mäuse oder Ratten zu füttern. Wenn du einmal gesehen hast, wie die Frettchen sich darauf stürzen und wie schnell die weg sind, wirst du es verstehen ;o) Das kommt ihrer natürlichen Ernährung am nähesten und deckt alles ab (tierische und pflanzliche Bestandteile, Eiweiß, Proteine, ....)
Wenn das für deine Freundin kein Problem wäre, ist ja super.

Wie gesagt, der Mix aus Hunde- und Katzenfutter ist gut und kommt deren Bedürfnissen recht nahe.

LG

Beitrag von blueskorpi 24.03.11 - 08:15 Uhr

Morgen

Muß jetzt auch mal was dazu schreiben. Hab nicht alle Antworten ganz gelesen aber das was ich teilweise gelesen habe lässt mir die Haare hoch stehen!

Ich hatte 12 Jahre selber Frettchen und habe in dieser Zeit 6 Jahre ein Frettchenhilfe mit geleitet da wir die gegründet haben.

Man kann problemlos 2 Mädels, 2 Jungs oder auch ein kastriertes Pärchen halten. Alles kein Problem da man in den meißten Fällen eh Wurfgeschwister hat. Ich hatte in der ersten Gruppe 7 Tiere, 4 Mädels und 3 Jungs, völlig problemlos.

Ich hatte ein Zimmer Frettchensicher gemacht in dem sie immer freu waren und in dem stand ein umgebauter Anebodaschrank von Ikea als Rückzugsmöglichkeit und für Futter und Wasser. Der war nachts dann zu da Fretts leider wirklich die blöde angewohnheit haben nicht 100% Stubenrein zu werden. Manche von meinen waren immer sauber, manche fast nie #augen Sinnvoll ist es da immer im Frettizimmer Linolium zu verlegen damit das Laminat oder der Parket nicht quillt. Auslauf in der ganzen Wohnung gab es natürlich täglich immer wenn ich daheim war.

Zum Futter. Sie können Problemlos mit hochwertigem Katzenwelpenfutter gefüttert werden, hoher Fleischanteil, wenig Getreide und viel Protein und Fett. Frettchen haben nen ziemlich hohen Stoffwechsel. Sie sollten KEINE Milch oder Brötchen oder Grünzeug bekommen. Fretts sind Fleischfresser, und auch wenn sie Beutetiere fressen ist in denen prozentual kaum Grünzeug drin und das was drin ist ist schon vorverdaut. Frettchen neigen zu Bauchspeicheldrüsenproblemen und da sollte man auf alles was in Zucker umgewandelt wird strickt verzicht!!! Meine haben eh nur Eintagsküken gefressen, Mäuse wollten sie nie haben.

Vom Verhalten kann man alles bekommen. Vom Megaschmuser bis zum Monsterfrett. Ich hatte alles schon ;-) Frettchenwelpen sind sehr anstrengend, ich fand sie schlimmer als die Welpenzeit bei meinen Hunden #schein Sie testen aus was geht und das auch mal mit zwicken und soclhen netten Dingen. Man muß konsequent sein und dann klappt das meißtens ganz gut.

Ich würde Deiner freundin raten mal in ne Frettchenhilfe zu gehen, sich die Tiere anzuschauen (auch wegen dem doch eigenen Geruch) und sich dann zu entscheiden was sie Will. Evtl findet sie da ja schon ihre traumtiere. Welpenzeit fängt im Mai/Juni rum an. Alles was arg viel früher kommt würde ich nicht nehmen.

Kannst Dich bei Fragen gerne bei mir melden wenn Du magst.

LG
Inka

Beitrag von simone_2403 24.03.11 - 10:06 Uhr

Klasse Inka,vielen Dank

Das mit dem Zimmer hat sie auch so vor.Sie möchte das alte Kinderzimmer dafür hernehmen.Der Boden wär kein Problem,es sind Fliesen .

Wenn ich mir das Futter so anseh,wär also auch Barfen eine Ideallösung,so wie sie es vor hat.Eintagsküken kann sie über mich mitbestellen,genauso wie das Frostfleisch. Wie sieht es da denn dann mit Innereien aus?

Sie hat sich schon "umgeschnuppert" ;-) aber gut das du erwähnst das man erst die Kleinen ab Mai/Juni nehmen soll.Gibts bei der AUswahl noch was zu beachten?Fellfarbe o.Ä?

lg

Beitrag von blueskorpi 24.03.11 - 13:03 Uhr

Hi

Klar kann man barfen. Ich habs ehrlich gesagt nicht gemacht weil Fretts ne sehr kurze Darmpassage haben und demnach ständig Futter zur verfügung haben sollten. Das ist mit Nassfutter und Fleisch, vorallem im Sommer, echt ne Schweinerei #schwitz Ich hatte immer hochwertiges Trockenfutter den ganzen Tag stehen und Abends gabs dann Fleisch oder Nassfutter. Ich schick Dir per PN mal Trocken und Nassfuttersorten die gut sind.

Ich würde natürlich keine Sonderfarben hemen weil man da oft mit genetischen Krankheiten zu tun hat. Frettchen werden leider eh immer schneller krank. Als ich angefangen hab hatte die noch ne Lebenserwartung von 10-12 Jahre heute kann man froh sein wenn sie 6-7 Jahre alt werden. Echt schade und alles nur weil jeder "Depp" , tschuldigung, Welpen auf den Markt schmeißt in immer ausgefalleneren Farben.
Ich würde iltis, albinio, Zimt oder Iltisharlekin nehmen. Panda, BlackEyedWhite und wie sie sonst noch alle heißen sind meiner Meinung nach Qualzuchten nur für den Menschen, ohne aufs Tier und dessen Gesundheit zu schauen.

Ich schau mal wo Du her kommst, vielleicht find ich ne Liste mit guten Züchtern oder Frettchenhilfen.

LG
Inka

Beitrag von gewitterhexe79 14.06.11 - 17:33 Uhr

Hallo,

ich hab auch zwei Frettchen-Mädels bei mir zu Hause.

Frettchen haben einen Wildgeruch, den ich persönlich gerne mag. Da hilft es bei einer Frettchenhilfe vorbei zu schauen und mal zu schnüffeln. Man muss ich bewusst sein, dass Frettchen untereinander ziemlich wild spielen und gerade junge Frettchen müssen erst lernen, dass die menschliche Haut spitze Frettchenzähne nicht so gut verträgt. Für Anfänger würde ich auf jeden Fall ältere Frettchen empfehlen, die das schon gelernt haben. Wenn man da etwas falsch macht, hat man am Schluss ein beissendes Frettchen, das niemand mehr anfassen mag. Frettchen sind auch keine guten Schmusetiere für Kinder!

Meine Beiden gehen brav auf die drei Katzentoiletten, die ich ihnen verteilt anbiete (Treppenhaus, Käfig und ein tragbares für den Auslauf im Wohnzimmer) - nur wenn ich mit dem Saubermachen hintendran bin, werd ich fies daran erinnert, mich gefälligst um die Katzentoiletten zu kümmern.

Tagsüber leben die beiden in Flur, Treppenhaus und einem umgebauten Schrank - abends und nachts haben sie die ganze Wohnung zur Verfügung und wollen auch bespaßt werden. In Kabel haben meine Nasen bisher noch nicht gebissen, aber meine Wohnung ist auch recht frettchensicher. Zur frettchensicheren Wohnung gibt es im Internet einige Anleitung - also keine Nischen und Elektrogeräte, keine ungesicherten Pflanzen (die werden sonst ausgegraben), keine Blumenvasen in der Nähe von Frettchen, und vieles mehr...

Meine Frettchen fressen Katzenfutter (Trocken- und Nass). Inzwischen gibt es auch spezielles Frettchenfutter, aber meiner Meinung nach reicht das Katzenfutter aus. Barfen wäre mir zu anstrengend...

Frettchen sind übrigens keine Wildtiere, sie stammen zwar vom Iltis ab, sind aber in freier Wildbahn weder anzutreffen noch überlebensfähig. Berichte von frei lebenden Frettchen beziehen sich meist auf Hybride durch Paarung mit Iltissen. Sie sind Haustiere, die zur Kaninchenjagd eingesetzt wurden (und werden). Der Jäger setzt dazu ein Frettchen mit Maulkorb in den Eingang des Kaninchenbaus, das Frettchen jagt dann durch den Bau und der Jäger muss nicht lange warten und die Kaninchen fliehen ins Freie.