Welche Untersuchungen in Hinsicht auf Behinderungen sind nötig?

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von lilach0203 23.03.11 - 15:37 Uhr

Also wir sind ja noch ganz am Anfang aber mein Freund hat große Angst davor, dass sein Baby Behinderungen haben könnte. Er kann mit sowas überhaupt nicht umgehen und ist da immer sehr distanziert weil er überhaupt nicht weiss was er z.b. tun soll wenn er mit Behinderten Kontakt hat. Für ihn ist also klar dass er kein behindertes Kind aufziehen könnte.
Ich bin da eher Anders, ich kann mich gut auf Menschen und ihre Probleme/ihr Leben einlassen und habe da keine Scheu, hab auch schon mit Behinderten zusammengearbeitet. Wie es wäre ein behindertes Kind aufzuziehen weiss ich natürlich nicht, da habe ich schon riesigen Respekt vor und weiss nicht, ob ich das bestmöglich schaffen würde.
Wir haben bis auf ein fehlende Hüftpfanne bei seinem Opa (seit seiner Geburt) keinerlei Behinderungen in der Familie, keiner von uns raucht oder trinkt, wir sind beide sehr jung und gesund. Ich seh das also alles viiiel entspannter als er. Er will unbedingt dass ich alle möglichen Untersuchungen mache die Risiken ausschließen, mögliche Behinderungen aufzeigen usw.
Wie steht ihr dazu, was habt ihr machen lassen? Was gibt es um was rauszufinden usw.

Beitrag von cappucinocream8 23.03.11 - 15:43 Uhr

Hallo,

erstmal Herzlichen Glückwunsch.

Ich war bin manchmal auch noch unsicher. Habe mich aber dazu entschlossen, keinerlei große Untersuchungen machen zu lassen. Denn sollte dein FA irgendwelche Veränderungen erkennen, muss er sowoeso handeln. Die Nackenfaltenmessung ist eine Wahrscheinlichkeitsaussage für Trisomie (u.a. Down-Syndrom). Und die könnte mit dem Triple Test bestätigt werden. Wenn du jung und gesund bist. kannst du dir das Geld aber auch gern sparen, denn es steckt eh nur dein FA ein und die Pharmaindustrie. Wenn es eine Indikation gibt, wirst du schon aufgeklärt und weiteren Untersuchungen unterzogen werden. Genieße also lieber deien Schwangerschaft und spar das Geld für deinen Krümel. Davon kannst du schöne Sachen kaufen :D

Ist meine Meinung. Im Endeffekt musst du das aber für dich selbst entscheiden.

Eine glückliche Schwangerschaft wünsche ich dir

LG Cappu#winke

Beitrag von eisblume84 23.03.11 - 15:45 Uhr

WOW #schock

Aber eine hundert prozentige Sicherheit werdet Ihr nie wirklich bekommen. Vieles passiert auch bei der Geburt wegen Sauerstoffmangel.

Eine Behinderung muss nicht immer Geistig sein. Wir bekommen ein Kind mit einer Fehlbildung, aber für uns ist es deswegen nicht behindert. Ich konnte es mir auch nicht vorstellen. Ich wollte immer ein perfektes Kind, welches in mein perfektes Leben passt #klatsch
Dafür könnte ich mich Ohrfeigen.

Es ist unser Kind, unser Wunschkind und wir lieben es inzwischen noch viel mehr als zuvor #verliebt

Rede nochmal mit deinem Mann. Stelle dir mal vor ihr lasst ein gesundes Kind abtreiben und am Ende wäre es doch Gesund gewesen.
Diese Fälle gibt es nicht und die sind auch nicht selten

LG Julia

Beitrag von lilach0203 23.03.11 - 15:51 Uhr

Danke schon mal für eure Antworten :)
Ich bin mir sehr sicher, dass ich das Kind nicht abtreiben würde wenn eine Behinderung bemerkt würde einfach weils unser Baby is und auch durch die zwei FGs weiss ich, wie dankbar ich für dieses Wesen sein kann..

Mein Freund ist da sturr, man kann ihm die Sorgen auch nicht ausreden, er ist was das Thema angeht einfach riegelroß wobei ich auch nicht glaube dass er, wenn es so wäre, für eine Abtreibung wäre sondern dass er bis dahin auch so weit an dem Baby hängt dass er es nimmt wie es ist.

Ich muss da nächste Woche mal mit dem FA drüber redenlassen. Wenn man Untersuchungen machen kann, die keine Gefahren mich sich bringen, würde ich die schon machen lassen und wenns nur dazu dient, dass es meinen Freund beruhigt.

Habt ihr es von euerm Baby durch eine solche Untersuchung erfahren ?

Beitrag von eisblume84 23.03.11 - 15:57 Uhr

Wir waren bei der Feindiagnostik wegen mütterlicher Sorge.
Ich wollte gucken lassen ob es einen Herzfehler oder so was hat, dann hätte ich in der nähe von einer Kinderklinik entbunden. Vorgeschichten oder so gabe es bei uns in der Familie nicht.

Also die Feindiagnostik rate ich auch jedem, denn wenn wirklich ein Organfehler oder eine Fehlbildung vorliegt kann man schon vor der Geburt alles entsprechende in die Wege leiten.

LG



Beitrag von cappucinocream8 23.03.11 - 16:00 Uhr

bei mir hat sie heute im US kontrolliert, ob der Bauch und der Rücken geschlossen sind. Und inwieweit die Wirbelsäule sich entwickelt ha. Das geing alles ohne zusätzlich Untersuchungen. Und wenn sie dann was sieht, handelt sie auch. Vielleicht solltest du deinen Freund einfach mal mitnehmen zum FA. Bei mir hätten die NFM 175€ und der Triple-Test 35€ gekostet. Zur Feindiagnostik überwesit sie mich in der 21. SSW und da brauch ich nix für zahlen. Habe auch bisher jedesmal ein schönes Bild bekommen, ohne Zusatzkosten. Ich weiß aber, dass das bei jedem Arzt unterschiedlich sein kann, weil die Krankenkasse ja nur drei US übernimmt.

Hoffe es hilft dir ein wenig.

Gruß Cappu

Beitrag von l.jacqueline 23.03.11 - 16:17 Uhr

also die behinderung die dein junge hat eisblume84 ist in meine augen auch keine wirkliche behinderung...
schon ab 2 monaten oft sogar früher kann man das operativ richten und dein schatz wird keine probleme für seine zukunft haben


hast du keine fohlsäure und so weiter zu dir genommen?

Beitrag von leenchen82 23.03.11 - 16:40 Uhr

Also Folsäure und Co. ist keine Garantie für ein gesundes Kind!!#augen Und wenn sie, oder welche Frau auch immer, keine genommen hat und ihr Kind krank ist, dann ist das mit Sicherheit nicht ihre Schuld!!!#nanana

Beitrag von greeneyes 23.03.11 - 18:13 Uhr

Behinderung ist relativ! Die Freundin meiner Tochter hat auch eine Spalte und diese wurde mit einem Jahr operativ geschlossen, trotzdem hat sie noch immer Probleme mit dem Trinken. Sie ist quasi in dieser Hinsicht eingeschränkt (Behindert)
Ich selbst bin gehörlos und höre trotz Hörgeräte eingeschränkt, also bin ich auch mit dem Ohren behindert zu hören!
Man kann Behinderung nicht pauschalisieren! Definitionen von Behinderung ist für mich, das man daran gehindert ist etwas 100% zu hören, fühlen, zu sehen...

LG

Beitrag von julesan 23.03.11 - 15:48 Uhr

Hallo,

solch eine Fragestellung würde ich als erstes mit meinem FA durchgehen (oder bin ich mit meinem FA durchgegangen).

Der hat sich Zeit genommen und mir alle Möglichkeiten genau erklärt, so dass wir uns für die Nackenfaltenmessung entschieden haben.

Mein Mann denkt da eher wie deiner, da er eine zeitlang sehr eng mit behinderten Menschen zu tun hatte, ist er sehr abgeschreckt.

Bei uns hat das ganze 200 Euro gekostet und es hat wirklich sehr zu seiner Beruhigung beigetragen. Da wir beide berufstätig sind, mussten wir dafür auch nicht sparen, deshalb war der Kostengrund kein Thema für uns. Das ganze wird in der 13. SSW gemacht, aber genaueres soll dir dein FA doch erklären.

Grüße

Beitrag von supersand 23.03.11 - 15:53 Uhr

Stimmt, mein FA hat gemeint, daß durch eine Fruchtwasseruntersuchung (Interpunktion) ca. 10x mehr gesunde Kinder sterben als kranke/behinderte identifiziert werden.

Das Risiko ist sehr hoch.

Ich werde nächsten Monat 35 und wir lassen gar nichts untersuchen. Unsere Tochter, die ich mit 33 geboren habe ist kerngesund. Es kann immer was sein, oder auch später noch (durch Unfälle) passieren.

Aber das muss wirklich jeder selbst entscheiden. Es gibt einfach auch Menschen, die starke Berührungsängste mit Behinderten haben. Daher muss man auch den Wunsch Deines Partners respektieren. Ich frage mich nur, wie er damit umgeht, wenn ein Arzt sagt: Die Wahrscheinlichkeit für eine Trisomie liegt bei 1:1000. Ist das für ihn dann ok? Oder zu niedrig?

Mein FA meinte zu mir, daß ich allein durch mein Alter schon eine Trisomiewahrscheinichkeit von 1:300 habe. Aber er meinte, daß man auch bei einer Wahrscheinlichkeit von 1:10.000 eben genau die zehntausendste sein kann. Ich glaube, es verunsichert nur.

Würde Dein Partner denn das Kind abtreiben lassen wollen im Falle einer Behinderung bzw. Euch dann verlassen?!

LG,
Sandra

Beitrag von gruene-hexe 23.03.11 - 15:55 Uhr

Leider kann selbst unter der Geburt noch so viel schief gehen, dass ein zuvor Kern Gesundes Kind durch die Geburt Behindert zur Welt kommen kann. Wirst du nun einen Kaiserschnitt machen lassen um dieses Risiko zu vermindern?

Da wir alle keine Glaskugel haben um in die Zukunft zu blicken, haben wir keinerlei Tests machen lassen. Es kütt wie es kütt, wie man in Köln so schön sagt.

Alles gute für die ss und alle Untersuchungen die du machen lässt

Beitrag von lilach0203 23.03.11 - 16:28 Uhr

ne, ich werde keinen kaiserschnitt machen lassen wenns nich nötig ist. ich seh es ja auch eher so wenn sowas passiert, passiert es.

mir gehts dabei ja eher um meinen freund der is sich wirklich zu 0% vorstellen kann (momentan) mit einem behinderten kind zu leben.

verlassen oder mich zu einer abtreibung "zwingen" würde er denke ich nie, ich vermute ja auch dass er, sollte es so sein, sich bis dahin so an sein baby gewöhnt hat dass er es nimmt wie es ist.

ich bin ja nächste woche erst zum 1. mal beim FA wegen der SS jetzt und dann werde ich mal mit ihm sprechen. Mein Freund kommt sowieso mit :)

Beitrag von l.jacqueline 23.03.11 - 16:34 Uhr

also ich habe diese untersuchungen gemacht, weil ich ganz sicher kein behindertes kind haben wollte.

mein partner und ich waren uns beide einig, dass wir es abtreiben hätten lassen wenn unsere maus behindert gewesen wäre aus dem grund, das kind hat kein richiges leben und unser leben wäre auch nicht mehr so einfach.

habe selber eine cousin der behindert ist und selbst er sagt er wäre lieber wie alle anderen und leidet sehr darunter.

ich mein, wenn sie bei der geburt eine geistige behinderung davon tragen sollte kann man auch nichts machen aber das kommt eh schon sehr selten vor, da sehr schnell kaiserschnitt gemacht wird bevor was passiert.

Beitrag von nisivogel2604 23.03.11 - 16:38 Uhr

Die Frage ist, ob DU das Kind abtreiben könntest in einem Stadium, in dem du es schon treten spürst in dir.

Wenn du das mit JA beantworten kannst, dann kannst du die Nackenfaltenmessung, den Triple Test, die Feindiagnostik und die Fruchtwasseruntersuchung machen lassen,

Keiner dieser Tests wird dir jedoch sagen, wie schwer eine Behinderung ausgeprägt ist

Ich habe nach eine Feindiagnostik 3 mal falsche Diagnosen bekommen (jeweils bei anderen angeblich so toll spezialisierten Ärzten mit den allerneuesten geräten)

Bei Kind 1 übersah man den Herzfehler

Bei Kind 2 sagte man mir, mein Kind hätte eine LippenKieferGaumenspalte

bei Kind 3 sagte man mir, mein Kind wäre ab Hüfte abwärst gelähmt

Beide Kinder mit angeblichen Behinderungen kamen kerngesund zur Welt!

lg

Beitrag von lilach0203 23.03.11 - 17:23 Uhr

ich weiss es nicht ob ichs könnte #schwitz
aber ich denke dass ich harmlose untersuchungen machen lassen werde allein schon um meinen freund zu beruhigen..

ist ja unglaublich dass bei dir so viel unterschiedliches rauskam #contra

Beitrag von ichbines1980 23.03.11 - 17:26 Uhr

Hey!

Ich hab mit 22Jahren eine Schwerbehinderte Tochter zur Welt gebracht!
Sie ist jetzt 4 und sitzt gerade neben mir und "liest" mir ein buch vor. Sie ist mit einem offenen Rücken geboren, wir haben es erfahren da war ich im 7. Monat. Für uns war allerdings klar, dass wir dieses Kind bekommen werden. Sie ist ein absoluter Sonnenschein und ein total offener Mensch. Sie will auch normal behandelt werden von ihren mitmenschen!
Bin jetzt in der 5ten Woche ss und auch wenn diese Kind ein besonderes werden wird, werden wir es bekommen. Sie geben einem soviel!!!

Ach ja, ich war bei einer Pränataldiagnostikerin, die dann den offenen rücken gesehen hat, meine FA hat damals nur einen zu kleinen kopf gesehen!

Alles gute!

GLG