Gehaltserhöhung...

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von angelanrw27 23.03.11 - 16:16 Uhr

Hallo!!
Gestern hat mein Chef mir die Info gegeben, dass ich ab April eine Gehaltserhöhung von 2,5% bekomme (nach 5 Jahren die erste Mal wieder). Habe mich natürlich darüber gefreut, zumal ich ab Juni in Mutterschutz gehe, und dies meiner Berechnung auch noch zugute kommt.
Jetzt haben einige meiner Kollegen und ich heute mal kurz darüber gesprochen, und dabei ist rausgekommen, dass wir alle unterschiedliche Erhöhung bekommen haben. Der eine 5,5%, der andere 3,9% und dann nochmal 4%.
Da war ich natürlich dann doch ziemlich enttäuscht darüber, weil ich ich den letzten Jahren genauso hart gearbeitet habe (Ü-Stunden usw) wie die anderen. Und eigentlich hätte mein Chef doch auch für sich denken können, die ist eh nicht mehr lange da, dann können wir ihr auch etwas mehr geben. Bin seit fast 8 Jahren da.
Wie seht ihr das, würdet ihr ihn drauf ansprechen? Habe momentan auch ein eingeschränktes Arbeitsverbot vom FA, bin drauf und dran, mir ein komplettes Arbeitesverbot geben zu lassen. Mein Chef hat mir auch meinen Resturlaub nicht gewährt (wird ausgezahlt), wegen Einarbeitung der neuen Kollegin. Da habe ích nun echt keine Lust mehr drauf. Wie soll man denn da noch motiviert sein....

Beitrag von attuj-airam 23.03.11 - 16:21 Uhr

kannst Du denn, wenn du es objektiv betrachtest, ein Muster erkennen woran er die unterschiedlichen Erhöhungen eventuell festgelegt hat? Alter, Betriebszugehörigkeit o. ä.? Motivationstechnisch kann ich nur den Denkanstoss geben: Er hätte Dich auch ganz raus lassen können, wo du doch eh bald weg bist!
Habt Ihr keine Tarifverträge? Kopf hoch, freu Dich über die Erhöhung, die es gegeben hat, geh mit bestem Gewissen und mach die Arbeit u. die Übergabe an die "Neue" ordentlich zu Ende, dann freuen die sich auch, wenn du nach der Elternzeit wiederkommst.

Beitrag von angelanrw27 23.03.11 - 16:25 Uhr

Nee, der eine mit den 4% ist sogar erst seit 2 Jahren im Betrieb. Nach Elternzeit komme ich wahrscheinlich nicht zurück, da dies ein holländischer Betrieb ist, und da gilt das nicht mit dem zurückkommen. Ich könnte höchstens 6,5 Monate zuhause bleiben, und dann auch nur wieder für 40 Stunden zurückkommen.
Tarifvertrag gibt es dort nicht.

Beitrag von peanutbutter 23.03.11 - 16:43 Uhr

#kratz

Und eigentlich hätte mein Chef doch auch für sich denken können, die ist eh nicht mehr lange da, dann können wir ihr auch etwas mehr geben.

Was ist denn das für ein Argument??? Wenn jemand so Entscheidung treffen würde, dann wäre es sicherlich nicht lange "Chef"?

I.d.R. investieren Chefs nur in Dinge, die sich lohnen, also Mitarbeiter die bleiben. Zu verschenken hat dein Chef sicherlich auch nichts.

Wenns dich ärgert, dann frag nach anhand welcher Kriterien die Erhöhungen festgelegt wurden.

Jetzt aus nur Bock komplett zu Hause zu bleiben ist kindisch. Es scheint ja nicht aus gesundheitlichen Gründen zu sein?! Daß dein Chef dich bittet noch die neue Kollegin einarbeitet ist doch aus firmeninterner Sicht total verständlich....

Beitrag von fuxx 23.03.11 - 16:49 Uhr

wenns ein holländisches Unternehmen ist, tickt es u. U. genau wie ein amerikanisches: da wird der Prozentsatz der Gehaltserhöhung anhand einer Leistungsbeurteilung festgemacht .
War in meinem alten Konzern der Fall, ich als Vorgesetzte habe den %-Satz meiner Mitarbeiter selbst festgesetzt (wobei es natürlich gewisse Richtlinien gab).

Da Du eh gehst, würde ich jetzt kein Fass mehr aufmachen. Freu Dich einfach und gut ist.

Beitrag von joy1975 23.03.11 - 16:55 Uhr

sorry, aber was ist das denn für eine Art, wo Mitarbeiter einfach über ihre Gehaltserhöhung "informiert" werden?
Wenn Du meinst, Du machst einen guten Job, warum hast Du nicht die letzten Jahre selber mal eine Gehaltserhöhung ausgehandelt?
Verstehe nicht, warum Leute da immer so zurückhaltend sind, schließlich geht es um DEIN Geld und nicht das Geld von jemand anderem. Die ersten 1-2 Jahre im Berufsleben habe ich auch noch an den Weihnachtsmann geglaubt und dass meine gute Leistung auch ohne Nachfragen honoriert wird.
Ist nicht so!
Seitdem stehe ich jedes Jahr auf der Matte und hole alles zwischen 1-10% mehr raus.
Dein Ex-Chef hat Dir so wenig gegeben, weil Du sowieso nicht wiederkommst. Warum soll er sich noch Mühe geben, DICH zu halten? Das Geld hätte ich auch lieber in Mitarbeiter investiert, die dem Unternehmen voraussichtlich noch länger zur Verfügung stehen werden.

Beitrag von angelanrw27 23.03.11 - 17:12 Uhr

In unserem Unternehmen (mit englischer Mutterfirma) ist das leider so die Art. Ich bin oft genug hingegangen und habe nach einer Gehaltserhöhung gefragt. Und wenn man dann so sieht, dass ein Kollege, der erst seit 2 Jahren da ist für 40 Stunden, aber eigentlich sich nur "die Eier hin- und herschaukelt", Fehler macht (auch schon mehrere Gespräche bis hin zur Abmahnung mit Cehf hatte), und dieser dann 4% bekommt, echt motivierend!. Und da soll ich mich noch hinsetzen, und die Neue einarbeiten... Und glaubt mir, ich habe die letzten Jahre auch genug gearbeitet und Einsatz gezeigt.
Und noch was: Mein eigneschränktes Arbeitsverbot hängt nicht damit zusammen, dass ich nciht arbeiten möchte, sondern nicht konnte aufgrund der Aufregung und dem Streß auf der Arbeit. Meine Ärztin wollte mir ein komplettes Verbot geben, da ich bereits eine Fehlgeburt hatte und auch aufgrund der künstlichen BEfruchtung nochmal ein erhöhtes Risiko habe!!!! Ich habe im Januar gesagt, dass ich nicht komplett zuhause bleiben möchte, sondern noch ein paar Stunden arbeiten möchte. Also das ist für mich auch sowas wie Einsatz zeigen.

Beitrag von fred_kotelett 23.03.11 - 17:22 Uhr

Ich denke du musst in Betracht ziehen wie es zu solch einer Verteilung kommt.

Oft wird in solchen Gehaltssystemen eine sogenannte Merit-Matrix eingesetzt.
Diese bestimmt dann wer bei welcher Leistung und relativer Lage zu einem Orientierungswert seiner Gehaltsstufe wieviel bekommt.

Ich geb dir mal ein Beispiel wie so etwas bei uns läuft.

2 Mitarbeiter mit überdurschnittlicher Leistung und gleicher Gehaltsstufe.

100% Orientierungswert der Gehaltsstufe 80.000€ Jahresgehalt.

Mitarbeiter 1 liegt bei 76.000€
Mitarbeiter 2 liegt bei 85.000€

Nun würde die Merit-Matrix in unserem Unternehmen vorsehen, das Mitarbeiter 1 auf Grund seiner Leistung und seiner relativen lage unter 100% eine deutliche Gehaltserhöhung bekommt.
Mitarbeiter 2 würde trotz vergleichbarer Leistung nur eine moderate Erhöhung bekommen.

VG


Beitrag von waschbaerbauch77 23.03.11 - 20:23 Uhr

Du kannst nur mit Sicherheit sagen, dass es "ungerecht" ist, wenn du die exakten Gehälter der anderen kennst. Denn 5% können bei dem einen 10,- EUR sein, aber bei dem anderen 15,- EUR.