Ich bin so durcheinander

Archiv des urbia-Forums Partnerschaft.

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von soberhead 23.03.11 - 19:18 Uhr

Ach, ich weiß auch nicht mehr wo mir der Kopf steht. Viele werden jetzt sagen, dass ich noch so jung bin und derartiges will ich erst gar nicht hören. Ich bin jetzt 1 Jahr mit meinem Freund zusammen und ja das ist für viele hier eine kurze Zeit. Für mich ist es meine bisher längste Beziehung.

Eigentlich müsste ich glücklich sein, er ist genau der Mann, den sich jede Frau eigentlich wünscht (oder auch nicht?). Er kümmert sich um mich, er schreibt mir jeden Tag in der Pause eine liebe Sms, er besucht mich sogut wie jeden Tag und schläft dann auch bei mir. Wir führen also eigentlich schon ein Zusammenleben, wie beim Zusammen "Wohnen". Jeden Tag hängen wir aufeinander und das seit einem Jahr. Es ist ja alles gut und schön, er sagt mir immer wie toll und schön er mich findet und wie sehr er mich liebt. Doch aus irgendeinem Grund bin ich seit längerem genervt. Ich hab vllt gedacht es ist die viel Zeit die wir miteinander verbringen, aber wenn er nicht da ist, vor allem dann abends vorm fernseher, fühle ich mich unvollkommen, alleine, er fehlt.
Ich bin wie im Zweispalt. Es ist gemein das zu sagen, aber dieses Betütteln geht mir iwie schon mächtig auf den Kecks. Wie kann man das sagen? Er klammert mir zu viel, aber ich will auch nicht ohne sein, sehr schwer zu erklärn... Zudem muss ich sagen, dass ich eine ziemlich schwere Zeit das letzte halbe Jahr hatte und von "Freunden" maßlos enttäuscht und sitzen gelassen worden bin, seit dem bin ich vorsichtiger mit neuen kontakten oder anderen bekannten, freunden. Ich möchte mit keinem eine engere Bindung eingehen, die man dann als sogenannte "beste Freundschaft" bezeichnen kann. Mein einziger bester Freund ist mein fester Freund. Komischerweise will ich auch seit längerer Zeit keinen Sex mehr... ich hab einfach keine lust...
Er fragt ca. alle 5 Minuten, ob ich sauer auf ihn wäre oder sonstiges. Wenn ich einen falschen Blick aufsetze, fühlt er sich gleich angegriffen.
Zudem kommt noch, dass ich merke, dass ich mich nach anderen Männern umschaue. Ich finde sie interessant und anziehend und bin zu guter Laune, wenn ich mich mit ihnen unterhalte. Bei meinem Freund ist das anders. Die Routine hat die überhand genommen.
Dennoch muss ich sagen, dass wenn er weg wäre und ich mich trennen würde, würde ich ihn sehr vermissen, da bin ich mir sicher. Ich glaube ich würde es bereuen.
Ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen #winke

Beitrag von asimbonanga 23.03.11 - 19:48 Uhr

<<<Viele werden jetzt sagen, dass ich noch so jung bin und derartiges will ich erst gar nicht hören.<<<
Tja ..........so ist es aber.Such dir einen Freundeskreis,
Mädels zum Ausgehen, dann nervt dich dein Freund vielleicht weniger.

Beitrag von anyca 23.03.11 - 19:53 Uhr

Du magst ihn und genießt es, eine Beziehung zu haben - aber er ist nicht die Liebe Deines Lebens.

Beitrag von xxtanja18xx 23.03.11 - 21:46 Uhr

Du brauchst abwechlung...Freunde zum Freiern...Eine Freundin zum reden...mal ein Bier oder ein Glas Wein unter Menschen...

Dieses Gefühl, was du hast, kenne ich sehr sehr gut.

Ich hatte dieses Gefühl damals bei meinem ersten Freund, nach 3Monaten...Ich konnte seine Nähe einfach nicht ertragen!! ABER ich wollte ihn dann doch bei mir haben....Aber wenn er dann da war, war es zum heulen....

Du solltest mit Ihm reden, das ist nur Fair!!
Ein wenig abstand.

Aber ganz Ehrlich, es wird glaube nicht mehr lange halten, irgendwann erträgst du es einfach nicht und willst Ihn einfach nur noch "los" werden...Egal ob er der beste Typ auf der Welt wäre....

Lg und alles Gute

Beitrag von Alles durchgemacht 24.03.11 - 07:31 Uhr

Kenn ich alles!

Ging mir mit dem Kindsvater irgendwann so, mit seinem Benehmen gab er der Beziehung den Rest.

Wir waren insgesamt 7 1/2 Jahre zusammen, ich war damals 13 und er 17

Irgendwann, neben den ganzen Negativen Sachen, wenn die positiven mal wieder zum vorschein kamen, fehlte er mir auch wenn er nicht da war, und doch brauchte er nichts direkt mit mir machen. Mir reichte seine Anwesenheit.


Ich befüchte ja, das irgendwann mal aus Liebe einfach eine verbundene Freundschaft wurde, vielleicht bei dir auch?

Ich machte Schluss, wir lebten noch eine Weile zusammen. Ich lernte (ohne Absicht, ich suchte nicht) meinen neuen Freund erst kennen und dann lieben.

Mein Ex zog aus, und macht mir seitdem das Leben zur Hölle.

Und trotz allem genieß ich die Zeit mit meinem "neuen" Schatz nun mehr auch schon seit einem Jahr.


Wie gesagt, so wie du schreibst, scheint es einfach nur noch eine Freundschaft zu sein, mit etwas Abhängigkeit gepaart, da du ja ansonsten keine anderen sozialen Kontakte hast.

Jetzt ist die Frage, was ist dir wichtiger, weiter so zu leben und die "Sicherheit" zu haben, da ist jemand.
Oder sagst ihm wie es ist, und du lernst irgendwann(vielleicht ja schon ganz bald) deinen Neuen kennen.

Wenn du dich weiter drüber unterhalten magst, antwort mir hier drauf, ich schreib dich dann privat an :-)


#liebdrueck

Beitrag von soberhead 24.03.11 - 15:32 Uhr

Also, natürlich habe ich soziale Kontakte und Freunde. Aber ich selbst suche sie nicht, weil ich einfach angst habe enttäuscht zu werden, das meinte ich damit.
Ich liebe meinen Freund über alles, das sollte hier auf keinen Fall falsch rüberkommen. Er ist der einzige Mensch, dem ich wirklich vertrauen kann. (Meine familie ist da auch nich so der reißer...)
Ich weiß einfach, dass er zu mir steht egal was kommt, und sowas gibts heutzutage einfach extrem selten.
Ich mag soviel an ihm, aber er nervt iwie zz einfach. Ich mein, früher war das ja auch nicht so. Vielleicht hat er sich auch einfach geändert, ich weiß es nicht. Zumindest sagen das einige seiner guten Freunde. Er macht sachen, die er früher nie gemacht hätte. Bei mir zwar nicht, aber ich sehs an seinen freunden. Er erfindet lügen, um nicht zu seinen Freunden zu kommen, weil ihm was dazwischen gekommen ist, anstatt das einfach mal zu sagen. Sowas törnt mich halt auch ab, auch wenn ers nicht direkt mit mir macht, denk ich mir, was wenn er das auch iwann so mit mir durchzieht? Es ist generell immer das Problem, dass er nie nachdenkt, bevor er etwas tut. Ich hingegen bin ziemlich vernünftig und überlege bevor ich was anfange. Vielleicht ist es auch seine weinerliche Art zur Zeit. Was heißt weinerlich, dieses jammerhafte eben. Ich habe es ihm auch schon gesagt, dass er mir zz mit seiner Art total aufn Kecks geht, dass er sich gleich angegriffen fühlt und alle 5 minuten fragt ob ich sauer bin. Er sagt zwar, ja bald ist er wieder der alte, aber ob das genauso passiert ist fraglich. Er weiß selbst nicht was los ist, hat er gemeint. Er hat früher NIE NIE NIE vor mir geweint, außer einmal, als wirklich was schlimmes war. Und jetzt laufen ihm die Tränen schneller, er ist generell emotionaler, egal in welcher hinsicht. Nicht nur das und das schnelle angegriffene, auch wenn ich was sag, ist er gleich beleidigt und böse (was sich aber schnell wieder legt). Man könnte fast meinen er wäre schwanger...

Beitrag von knuddel-maus24 24.03.11 - 23:39 Uhr

hallo,
sorry, ich will dich nicht verunsichern, aber was du schreibst, klingt orginal nach meinem ex.
ich war damals auch total überfragt, als er sich so nach und nach, teilweise schleichend veränderte.
3,5 jahre später hab ich den grund dafür erfahren. er ist mir fremdgegangen und hat versucht sein schlechtes gewissen zu verbergen und zu beruhigen.

ich will jetzt nicht den teufel an die wand malen! aber hast du denn sowas mal in erwägung gezogen?

lg ani