die Mirena und ich

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Forum: Verhütung

Pille, Kondom oder doch Spirale? Im Laufe der Jahre probieren die meisten Frauen verschiedene Methoden der Verhütung aus. Da tauchen eine Menge Fragen auf, für die hier der Raum ist. Übrigens: Medikamente und Verhütungsmittel dürfen bei uns nicht weitergegeben werden.

Beitrag von userinmv 23.03.11 - 22:22 Uhr

Hallo,

ich möchte hier meine persönliche Mirena Erfahrung teilen.

Kurz zu mir: Ich bin 32 Jahre alt, verheiratet und habe 2 Kinder (1,5 u. 3,5) per KS wegen BEL bekommen. Für uns ist hiermit die Familienplanung abgeschlossen, aber eine Sterilisation kommt noch nicht in Frage.
Bin voll berufstätig (Selbständig mit Reisebüro), nicht chronisch krank und
hatte immer ein starkes stabiles Imunsystem.

Letztes Jahr in April habe ich abgestillt und nach einige Gespräche mit Freundinnen, Hebamme und FÄ hab ich mir dazu entschlossen die Mirena einlegen zu lassen. (gelegt am 17.06.2010) Es hat sich alles sehr gut angehört´.

2 Wochen nachdem die Mirena gelegt wurde, fing alles an:
ich bekam ich Schnupfen und Atemnot, ich kürzeste Zeit verschleimte ich total. Mein Hausarzt, der den Verdacht auf ein allergisches Asthma hatte, verwies mich zum Pulmologen. Ich bekam ein Asthma Notfallspray, was aber nach kurze Zeit nicht mehr angeschlagen hat.
Sämtliche Röntchenbilder und CT´s schliessen eine Nasennebenhöhlenentzündung aus auch die Lungen waren i.O. Allergietests waren negativ. Meine Beschwerden wurden immer schlimmer.
Letztentlicher Befund vom Pulmologen: leichtes nicht allergisches Asthma.

Ich wurde eingestelllt mit Cortison Spray und die Athmadisc als Dauertherapie, für akute Atemnot bekam ich ein Notfallspray.

Trotzdem wurde ich noch weiter verwiesen zum HNO und von dort zum Kieferrchirurg. Es kam heraus das ich eine Dentale Zyste am Oberkieferknochen hatte.

Am Abend vom 27.01 bekam ich solche Atemnot,... das mein Mann Angst um mich gehabt hat. Nach eine halbe Stunde und einige Hubs Notfallspray bekam ich das in den Griff. Am nächsten Tag wies mein Hausarzt mich ins KH ein (wegen Fieber, Leistungsabfall, Asthma nicht unter Kontrolle). Ins KH wurde bei eine Bronchoscopie ganz viel eitriger zäher Schleim abgesaugt. Durch ein Antibioticum und ACC was ich da über ein Tropf bekommen habe, wurde ich wieder aufgepeppelt in 10 Tage wieder. Entlassungsbefund: chronische Bronchitis, KEIN Asthma.

Die Zyste konnte erst am 03.02.2011 entfernt werden. Davor war ich zu Die Pathogische Untersuchung dazu ergab: chronische Sinusitis.

Danach bekam ich wieder Schnupfen und bronchiale Beschwerden. Ich nam über mehrere Wochen ACC und Sinupret, ohne das und Nasenspray ging (wieder) gar nichts.

Ich began zu forschen ins Internet, weil ich schon länger ein schlechtes Gefühl bei der Mirena hatte. Nicht viel, aber einiges habe ich gefunden, über Frauen die ähnliches durchgemacht haben wie ich.
Gestern hätte ich eine normale Routineuntersuchung beim FÄ gehabt. Nachdem ich ihr mein Leid geklagt habe, haben wir entschlossen die Mirena zu entfernen. Jetzt ist sie also weg, und es fiel eine große Last von mir ab. Die FÄ hat zwar gesagt sie kann es nicht glauben die ganze beschwerden davon kamen, aber meinte es hat auch schon in seltene Fälle, aber nicht in ihre Praxis, Entzündungen im Gehirn gegeben. Sofort dacht ich, wenn schon ins Gehirn, warum dann nicht in die Nase, Atemwege etc....

Heute habe ich z.B. kein Nasenspray gebraucht, und auch das ACC habe ich weggelassen. Ich hab einfach kein Gefühl gehabt alsob ich das gebraucht hätte. Ich hoffe sehr, Morgen und die nächste Tage bleibt das so!!!

Ich kann es nicht erklären, bin kein Mediziner, kein Arzt hat gesagt oder ein vermuten gehabt das alles das von der Mirena kam.
Ich war wirklich am Ende. Mein Mann war traurig, ich hatte nicht mehr die Kraft mit den Kinder zu spielen, habe in den Monate übermäßig viel geschlafen aber das schlimmste war die ständige Atemnot und der Husten, das alles kann ich nicht beschreiben.

Wer möchte kann mich gern fragen, annstonsten möchte ich hiermit nur mitgeben das was ich in der Zeit mit der Mirena, durchgemacht habe.

l.G.
Bieke

Beitrag von olivia76 24.03.11 - 09:49 Uhr

Hallo!

Also den Zusammenhang kann ja auch echt keiner vermuten... ich hab seit einem guten halben Jahr ständiges Engegefühl in den Bronchien, ständig trockenen Husten. Das hatte ich früher nie. Du hast da wirklich einen Zusammenhang recherchiert?

Das Gefühl, komplett ausgepowert zu sein, nichts mehr zu schaffen, das kenn ich auch sehr gut (plus einige andere Beschwerden, die ich auch auf die Mirena schiebe). Ich in schon längere Zeit am Hadern, ob ich sie mir wieder ziehen lasse (hab sie jetzt knappe 1 1/2 Jahre). Im Mai hab ich einen Termin und da kommt sie dann, denke ich, raus.

Schöner Scheiß ist das mit dem Teil.

Das Vertrauen zu meinem FA ist seitdem eigentlich auch hin, weil ich einfach nicht glauben kann, dass der mir die so bedenkenlos empfohlen hat...

Ich wünsche Dir, dass Du Deine Beschwerden nun wirklich los bist!

LG,
Olivia