Ich ärgere mich heute noch über einen Onlineversandhandel

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Forum: Internet & Einkaufen

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Beitrag von myimmortal1977 24.03.11 - 01:39 Uhr

Hallöchen :-)

Mich ärgert seit letztem Dezember eine bestimmte Sache. Jetzt bekam ich eine Zeitschrift in die Hand. wo aktuelle Gerichtsurteile abgedruckt sind, aber dazu später...

Es gibt einen sehr bekannten Fachmarkt für Elektronikartikel. Ist online aber auch mit direkten Filialen in Deutschland vertreten. Dieser wirbt ab 150 € versdandkostenfreie Lieferung.

Hatte meinem Mann dort einen ferngesteuerten Hubschrauber bestellt. Warenwert weit über 150 €.

Die haben ihre Lieferkosten in ganz ulkige Unterpositionen aufgeteilt. Man berechnet einmal direkt für Verpackung und Versand und dann einmal eine prozentual anteilige Transportpauschale.

Verpackung und Versand fiel dann tatsächlich bei Warenwert weg. Aber die Transportpauschale schlug mit über 7 € zu Buche.

Aber jetzt kommt noch der Knaller! Als das Ding damals ankam, kam es im normalen Verkaufskarton, OHNE Umverpackung! Dort war dann einfach nur der Lieferschein drauf laminiert. Und das wars.

JETZT las ich in einer Zeitschrift, das ein höheres Gericht entschieden hat, wenn jemand mit versandkostenfreier Lieferung wirbt, es keinerlei versteckte Kosten berechnen darf, die die Lieferung betreffen würden.

Das Jahr davor, also Weihnachten 2009 hatte ich schon mal einen höherpreisigen elektronischen Artikel dort bestellt. Selbiges Spiel. Nur bei Anlieferung war wenigstens noch ein Umkarton drum herum.

Jetzt bin ich ja echt am Überlegen, dem Unternehmen mal eins auf die Finger zu hauen.

Hatte mich im Dezember schon mit webmiles in den Haaren gehabt, da Webmiles mit diesem Partner zusammenarbeitet und dort auch fleißig wirbt, mit 150 € versandkostenfreie Lieferung. Hatte denen sogar die Rechnungskopie geschickt, wo die Transportkostenpauschale ausgewiesen war und war da auch der Meinung, dass Transportkosten und Lieferkosten wohl irgendwie das selbe sind.

Webmiles meinte damals nein, sind 2 verschiedene Paar Schuhe.

:-[

Ich kann mich über Dinge aufregen ;-)

Aber ich finde das ist echter Beschiss am Kunden.

Hatte das zwar auch schon bei der Bestellbestätigung gelesen und dachte, o.k..... Aber je mehr Tage vergingen, umso mehr begann ich nachzudenken, dass das doch zu den Lieferkosten gehören sollte und demnach nicht berechnet werden darf, wenn für versandkostenfrei geworben wird....

Wie würdet ihr das sehen????

#danke

Janette



Beitrag von hailie 24.03.11 - 01:47 Uhr

Wenn damit geworben wird, muss auch wirklich versandkostenfrei verschickt werden.
Das ist sicher nicht rechtens.

>> Zu den Versandkosten zählen alle Kosten, die im Zusammenhang mit dem Versand anfallen. <<
http://de.wikipedia.org/wiki/Versandkosten

Ich hätte wohl sofort reagiert, im Nachhinein wird es komplizierter.

An deiner Stelle würde ich den Verkäufer höflich anschreiben und das Gerichtsurteil erwähnen. Vielleicht werden euch die Kosten ja erstattet?

LG

Beitrag von myimmortal1977 24.03.11 - 02:12 Uhr

#danke für Deine umfassende Antwort.

Ja, ich denke auch, dass es im Nachhinein schwierig wird.

Hatte gerade bei denen auf die aktuellen AGB geschaut. Jetzt haben die den Spieß umgedreht. Jetzt bezahlt man prozentual für Verpackung und Versand. Und werben aktuell mit zeitlich begrenztem Wegfall der Transportpauschale....

Ich bräuchte rein theoretisch die AGB vom Dezember, wo ich bestellt hatte. Nur das wird schwierig bis unmöglich.

Hätte gleich reagieren müssen, so wie Du es schon sagtest...

#danke nochmal :-)

Janette

Beitrag von grubenlicht 24.03.11 - 09:51 Uhr

Das ist der Grund warum ich da noch nie bestellt habe (ich habs mir immer von irgendjemanden mitbringen lassen, der eine Filiale in der Nähe hat). Ich gehe doch davon aus, wir reden von Conrad... ;-)

Ich finde es eine absolute Frechheit, dass man dort eigentlich vorher nie so richtig weiß, was für zusätzliche Kosten auf einen zukommen (es sei denn man will nach deren willkürlichen Formeln erstmal alles durchrechnen). Und was ich auch ganz schlimm finde ist, dass sie sich die Kosten für den Geldtransfer bezahlen lassen (man bezahlt z.B. mehr wenn man per Kreditkarte zahlt als wenn man eine Sofortüberweisung tätigt).

Unmöglich der Verein! #contra

Beitrag von myimmortal1977 24.03.11 - 10:31 Uhr

#pro richtig geraten :-p

Mit der zusätzlichen Bestrafung bei Kreditkartenzahlung hat aber nicht nur Conrad drauf.

Bei Pixmania ist das ebenfalls so. Die holen sich die Gebühren vom Kunden wieder, die sie an das Kreditkarteninstitut abdrücken müssen.

Bei Pixmania ist obendrauf noch ärgerlicher, dass man möglichen Kreditkartenbetrug als Begründung vorschiebt, man bei Kreditkartenzahlung erstmal eine extra Mail bekommt, wo man bei einer Hotline anrufen soll und die Bestelldaten alle noch mal mündlich bestätigen muss. Damit wollen sie angeblich prüfen, ob man auch derjenige ist, der die Bestellung eingegeben hat.

Pixmania hat in einigen Fällen sehr günstige Angebote. Wollte mir dort im Februar eine SLR Kamera bestellen. Hatte per Kreditkarte bezahlt, wollte dort bei der Hotline anrufen, kam aber nie durch.

Ich wäre fast explodiert.

Das Ende vom Lied war, dass ich meine Bestellung storniert habe und anderweitig bestellt habe. Deren Pech.

Die haben auch ganz gefährliche AGB. Sind auch bei der Verbraucherzentrale "gern" gesehen.

Nun, hatte dort schon mal einen Flat-TV 300 € günstiger geschossen. Lief auch reibungslos ab. Hatte allerdings auch damals nicht per Kredit bezahlt.

Aber so, nicht nochmal.

LG Janette

Beitrag von moeriee 25.03.11 - 17:29 Uhr

"Ich gehe doch davon aus, wir reden von Conrad..."

An diesen Verein dachte ich auch direkt! Habe mal ein Notebook dort gekauft. Nach einem Monat war's kaputt. Ich hab's zur Reparatur geschickt und habe dann ein halbes Jahr nix mehr von dem Teil gehört. Jedes Mal wenn ich angerufen oder einen Brief geschickt habe, kam eine neue Aussage, wo mein Notebook sei. Die Aussagen wurden immer widersprüchlicher. Ich hab' dann irgendwann einen bitterbösen Brief geschrieben und mit dem Anwalt gedroht. Da hieß es dann plötzlich, die Post habe das Paket verschlampt. ;-) Na aber sicher doch! Ich hab' dann mein Geld zurückbekommen. Im Übrigen hab' ich mich direkt auch aus der Kundenkartei löschen lassen, weil ich KEINERLEI Werbung mehr im Briefkasten vorfinden will. Dieser Laden hat mir fast tägl. mind. einen Flyer zugeschickt. #augen

Beitrag von kathi.net 24.03.11 - 10:47 Uhr

Das ist natürlich äußerst ärgerlich. Aber warum bestellt man dann da? Ich meine, der Laden zählt mit Sicherheit nicht zu den günstigsten und die Kosten werden ja VOR der Bestellung ausgewiesen. #kratz

Solche Shops meide ich in der Regel. Auch bzw. besonders schaue ich mir IMMER die Zahlungsbedingungen an. Wenn da einer von mir Geld fürs "Geldbekommen" verlangt, hat er eigentlich auch schon fast verloren.

Gibt ja genügend Auswahl. ;-)

LG Kathi

Beitrag von vwpassat 24.03.11 - 16:24 Uhr

Sehe ich fast auch so.

Mit der Ausnahme, dass bestimmte Zahlungsarten halt für den VK auch Kosten mit sich bringen. Da kauf ich dann auch mal per Vorkasse, da gibts u.U. noch 2-3 % Skonto bei manchem Anbieter.

Beitrag von vwpassat 24.03.11 - 16:23 Uhr

Es wird doch keiner gezwungen, da zu kaufen.

Beitrag von oo-marcus-oo 24.03.11 - 17:09 Uhr

Es ist schon erschreckend, wie sich die Leute in Deutschland über Versandkosten aufregen können #ole

Ich könnte mich kringeln vor lachen !