hat jemand erfahrung mit mifegyne und prostaglandin?( etwas länger)

Archiv des urbia-Forums Ungeplant schwanger.

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Forum: Ungeplant schwanger

Was ist, wenn eine Schwangerschaft überraschend und ungeplant kommt? Hier kannst du fragen, wie andere diese Situation bewältigt haben. Grundsatz-Diskussionen um das Thema Schwangerschafts-Abbruch sind allerdings besser im Forum "Allgemeines" aufgehoben.

Beitrag von kajana1 24.03.11 - 06:40 Uhr

hallo ihr lieben...

meine cousine ist 17 jahre alt und geht in die 11. klasse der oberstufe. Sie ist eine gute, manchmal etwas zu ergeizige schülerin, wünscht sich, jura zu studieren und lernt viel. aber auch solche mädels haben ab und an mal spaß...leider ist dieser spaß ohne verhütung gewesen und nicht ohne folgen geblieben. nun ist sie schwanger und total verzweifelt. sie will das kind unter keinen umständen bekommen, was ich verstehen kann, da sie noch sehr jung ist und der vater des kindes ja auch nicht ihr freund ist... jetzt war sie gestern bei pro familia und die haben ihr gesagt, dass es mehrere möglichkeiten gibt, einen abbruch vorzunehmen. sie haben ihr empfohlen mit tabletten abzutreiben, weil sie noch so jung ist und das wohl insgesamt schonender ist als ein instrumenteller abbruch. jetzt weiß sie nicht, für welche art der abtreibung sie sich entscheiden soll, worauf ich ihr versprochen habe, mich hier einmal umzuhören, wer vielleicht erfahrung damit hat und uns erzählen kann, wie die abtreibung mit den tabletten war...
ich wär euch sehr dankbar für antworten...#blume

lg

Beitrag von goldengirl2009 24.03.11 - 07:37 Uhr

Guten Morgen,

auch wenn es sicher nicht gerade verantwortungsvoll war ohne Schutz mit jemandem Sex zu haben finde ich ihre Entscheidung doch richtig.
Manchmal ist es besser,wenn ein Kind nicht zur Welt kommt.

Richte Dich aber schon einmal darauf ein,dass hier noch Antworten von den Menschen kommen werden,die meinen ein Kind wird nur von Luft & Liebe satt und es würde ja so tolle Hilfen geben.
Und man könnte ja alles schaffen ect.

Sollte sie trotz allem Hilfe nach dem Abbruch brauchen wende Dich mit ihr an Nachabtreibung.de

Alles Gute !

Gruß

Beitrag von kajana1 24.03.11 - 08:18 Uhr

vielen dank schonmal für deine antwort/vorwarnung...:-p
das ist ein guter tipp mit nachabtreibung.de
#danke

Beitrag von marjatta 24.03.11 - 11:39 Uhr

Naja, ungeschützten Sex von einem Mädel mit soviel Grips..... ich wunder mich nur, wie wenig die jungen Mädels heutzutage ihren Körper kennen.

Aber gut... ich hatte die Pille danach, wäre wohl am ehesten zu empfehlen gewesen.

Ich habe viel darüber gelesen, weil ich mit Nr.2 defacto ungeplant schwanger wurde.... Die Abtreibung mit Tabletten dauert halt u.U. länger, dadurch auch das warten darauf, dass der Embryo mit allem Drum und Dran abgeht. Geht der Embryo trotz Tabletten nicht von alleine ab, muss sie trotzdem zur AS.

Ich werde die Situation und die Entscheidung nicht bewerten, das finde ich überflüssig, denn es muss jeder selbst wissen, ob er/sie damit wird umgehen können.

Gruß
marjatta

Beitrag von *** 24.03.11 - 13:18 Uhr

Hallo,

ich hatte einen Abbruch mit den Tabletten. Es war in Ordnung. Ich bekam Freitags bei der Ärztin nach einer Untersuchung drei Tabletten Mifegyne, die ich in ihrer Anwesenheit nehmen musste und für Sonntag zuhause bekam ich zwei Tabletten Cytotec, das dann den eigentlichen Abbruch auslöste.

Der Abbruch war bei mir ein bisschen schmerzhaft, stärker als Regelschmerzen und weniger stark als "echte" Wehen (habe schon ein Kind). Nach ca. 2 Stunden dieser Schmerzen kam dann die "Frucht" raus, der Embryo. Es war ungefähr so groß wie eine Murmel und transparent-gelartig. Es war nichts babyartiges erkennbar, aber ich hab die Gewebekugel jetzt auch nicht genauer untersucht - es war ja die Fruchthöhle und innen drin sitzt das "Würmchen", der Embryo.

Ca. eine Stunde später kam dann nochmal eine große Handvoll Gewebe mit Blut vermischt nach und die "normalen" Blutungen hielten dann noch länger als eine Woche an und wurde dann mit der Zeit schwächer.

Die Tage danach waren emotional einfach nur besch******, was ich aber auch mit der Hormonumstellung erklären würde. Nach ca. 10 Tagen ging es mir dann besser und ich bin immer noch der Meinung, dass die Entscheidung richtig war.

Es ist jetzt ein paar Monate her und ich denke noch oft daran wie es war, aber ich habe kein schlechtes Gewissen, denn ich denke es wäre verantwortungslos gewesen, das Baby zu bekommen, mir gegenüber, meinem älteren Kind gegenüber und dem Baby gegenüber. Nur manchmal bin ich noch traurig und diese Trauer und Traurigkeit DARF auch sein, das sollte man auch zulassen denke ich.

Ich war Anfang der 6. Woche, 25 Tage nach der Zeugung und habe mir auch vorher schon viele Informationen eingeholt und mir auch Bilder angeschaut, wie weit der Embryo genau ist.

Wenn man später darüber sprechen mag, kann man auch Folgetermine bei ProFamilia vereinbaren, die dann weiterhelfen. Die Seite nachabtreibung.de ist wirklich sehr gut, weil dort fast ausschließlich Betroffene sind, die sich untereinander austauschen ohne sich Vorwürfe zu machen.

Ich glaube ca. 93 Prozent der Frauen, die einen Abbruch mit den Tabletten vorgenommen haben, fanden es in Ordnung und waren damit "zufrieden". Diese Zahl wurde mir bei Pro Familia und auch bei der Ärztin genannt.

viele liebe Grüße
& alles Gute für deine Cousine!

Beitrag von salida-del-sol 24.03.11 - 16:39 Uhr

Hallo, liebe Kajana1,
vielen Dank, dass Du Dich jetzt um Deine Cousine kümmerst, wo sie Dich so nötig braucht.
ich persönlich kann Dir die Abtreibung mit Mifegyne und Prostalangin nicht empfehlen. Denn es kann zu vielen Nebenwirkungen kommen. Wie z.B. Erbrechen, Schwindel, heftige Bauchkrämpfe, Störungen im Magen-Darum-Trakt, unkontrollierbarer Blutverlust...
Für viele Frauen ist es im Nachhinein belastend das Ganze über einen so langen Zeitraum bei vollen Bewußtsein mitbekommen zu haben.
Sei ganz lieb gegrüßt von salida-del-sol

Beitrag von ... ... .... 24.03.11 - 21:04 Uhr

Richtig, genauso wie auch andere Medikamente zu Erbrechen usw. führen können. KÖNNEN!

Für viele Frauen ist eine Absaugung noch belastender, dass ein Abbruch kein Spaziergang ist - egal wie er gemacht wird - ist auch klar.

Welche Art des Abbruchs würdest du denn in diesem speziellen Fall empfehlen?

Der Vollständigkeit halber möchte ich an dieser Stelle noch folgendes erwähnen: Die Risiken und Nebenwirkungen bei einer Geburt sind für die Mutter deutlich höher als die eines medikamentösen Abbruchs.