Muß das Kind zum Vater? Dringend!!

Archiv des urbia-Forums Trennung.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Trennung

Sorgerecht, Umgangsrecht, Unterhaltszahlung ... ? Wenn sich ein Paar zu einer Trennung entschließt, ergeben sich für jedes Elternteil ganz neue Fragen an die eigene Lebensplanung.

Beitrag von eisbaerle 24.03.11 - 09:56 Uhr

Hallo,
ich hab ein Problem. Ich bin seit Januar von meinem Mann getrennt. Nun wäre dieses Wochenende seins. Nun hat meine Tochter 6 J. gesagt sie möchte diesesmal nicht hin. Ich möchte sie dazu eigentlich nicht zwingen, es sollte ihre freie entscheidung sein. Nun ist men Ex total ausgeflippt ich würde das dem Kind einreden und er hätte das Recht sie zu sehen. Weiß ich auch. Ich hab ihr gar nichts eingeredet , ich hab sie gefragt, mehr nicht.Er würde vor Gericht ziehen usw. er hat sich 3 Wochen nicht einmal bei dem Kind gemeldet!!
Er hat mich aufs übelste beschimpft. Nun weiß ich überhaupt nicht was ich machen soll. Soll ich versuchen sie zu überreden und sie mehr oder weniger dazu zwingen?
Bei meinen 2 großen Töchtern ist das damals total nach hinten los gegangen als ich sie mehr oder weniger dazu gezwungen habe. Sie gehen nur noch alle 3- 4 Wochen einen Sonntag mit, mehr wollen sie nicht und der Vater wohl auch nicht. Wobei das gerade nicht mein Problem ist.

Was mach ich jetzt mit meiner kleinen, wer weiß Rat?

Danke

Beitrag von ppg 24.03.11 - 10:49 Uhr

Natürlich geht das Kind zum Vater!

Wenn sonst nichts vorgefallen ist und es dem Kind beim Vater gutgeht, why not?

Ich denke nicht das eine 6Jährige ein Mitspracherecht hat, wenn es bei Dir um eine strafbare Handlung geht ( Kindeshinterziehung) die über Geldstrafe ( recht schnell ) bis zum Sorgerechtsentzug führen kann.

Diese Hintergründe kann ein Kind gar nicht bedenken.

Am Sonntag ist Papa Tag und Punkt. Wenn er vor Gericht geht, kannst Du nur verlieren!

Ute

Beitrag von nadineriemer 24.03.11 - 11:18 Uhr

ein 6 Jähriges Kind hat ein Mitspracherecht.Bei uns am Gericht hat vor 2 Tagen einen 4 Jährigen gefragt.Also bitte!

Und so schnell wird einem das Sorgerecht nicht entzogen und auch keine Geldsrafe verhängt.Es gibt mehrere Gesetztexte dazu.

Nadine

Beitrag von nadineriemer 24.03.11 - 11:32 Uhr

Also bei uns am Gericht ist ein 4Jahre alter Junge befragt worden,da Kinder sehr wohl schon etwas dazu sagen dürfen.Die Herausnahme eines Kindes von der Mutter ist unzulässig,da die Bindungen des Kindes vorrangig vor dem Elternrecht des Vater ist.
Aufgrund dessen wird ein Kind nicht so schnell raus genommen.Es gibt Ausnahmen aber extrem selten und oft ziehen sich hier die Frauen auf das geschrieben im Internet hoch,was aber wenig mit der Realität zu tuen hat und auch Lebensfremd ist.Wenn deine Tochter nicht will würde ich fragen warum und zur Not erst mal einen Termin in einer Beratungstelle machen.Ich würde es auch sofort deinem Anwalt mitteilen und ihm sagen,das du versuchst zu klären warum das gerade so ist.Dann kann dir erst mal keiner was.Weil ein Kind mit Gewalt zum Vater zu bringen,dient nicht dem Kindeswohl.Ja jetzt kommen hier gleich wieder irgendwelche links die andere hier rein setzen,aber danach brauchst du hier nicht gehen.Kläre es mit deinem Anwalt und der Beratungstelle.

Nadine

Beitrag von ppg 24.03.11 - 11:47 Uhr

Spinnst Du völlig?? Wer redet davon ein Kind mit Gewalt zum Vater zu bringen????

Ein 6 jähriges Kind wird nunmal einfach nicht gefragt" Möchtest Du zum Papa" sondern ihn wird gesagt" Am Sonntag kommt Dich der Papa abholen"

Und wenn man als Mutter hinter einer solchen Ansage steht, gibt es auch keinen Stress mit dem Kind.

Es ist ganz normal, wie das Kind regiert. Das heißt nicht, das dieses Kind beim Vater unglücklich ist. Es befindet sich nur in einem Lojalitätskonflikt, weil es spührt, das die Mutter in Wirklichkeit nicht möchte, das es seinen Vater besucht.

Ute


Beitrag von ppg 24.03.11 - 11:41 Uhr

Liebe Nadiene, keine (!!!!!) 4 jahrige wird zum Umgangsrecht vor Gericht befragt. Mein Gott, ein so kleines Kind kann sich doch kaum artikulieren. Außerdem verwechselst Du Umgangs - mit dem Sorgerecht. In dem Fall kann es in sehr seltenen und extremen Ausnahmefällen zur Anhörung des Kindes kommen. Aber ausschlagegebnd ist das nicht.

Kinder haben ein Mitsprachrecht ab 14 Jahren.

http://www.familienrecht-heute.de/scheidung/alleiniges-sorgerecht.html



Und eine Geldstrafe ( Ordnungsgeld in diesem Falle ) kann ab dem 2. nicht eingehaltet Umgangstermin erhoben werden. Der Vater muß das vergehen nur zur Anzeige bringen.


http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/haftstrafe-fuer-eltern/

Da Du Dir aber so sicher bist, möchte ich Dich bitten die betreffenden Links zu posten. Aber glaub mir: Auch an Deinem Wohnort müssen sich die Richter an geltendes Recht halten

Ute

Beitrag von nadineriemer 24.03.11 - 11:53 Uhr

Weißt du unsere Richter halten sich an die Gesetze und trotz vieler Neuerungen sind Richter nicht daran gebunden und dürfen sehr wohl genau prüfen und demnach entscheiden.Diese ganzen links aus dem Internet haben mit dem realen Leben nicht wirklich viel zu tuen,da die wenigsten Richter nach einer 2 Umgangsverweigerung nicht gleich Geldstrafen verhängen,weil es wenig zum Erfolg führt und viele Richter ganz klar sagen,das die Mütter eh wenig Geld haben und viele keinen Unterhalt von den Vätern bekommen.Es wird angedroht,aber kaum umgesetzt.Das ist die Realität.Wenn man einen guten Anwalt hat und ich habe eine und habe viel mir ihr gesprochen, ist es so das Familienrecht sich in sehr vielem widerspricht.Was hier im Internet nach zu lesen ist,da sagen selbst die Jugendämter sollte man nie was drauf geben,da es einfach oft sehr lebensfremd ist.Wer sich damit sehr intensiev damit beschäftigt,wir es selber feßt stellen.Zu jedem Link der jetzt hier rein gesetzt wird,gibt es auch ein gegen Link der das wieder aufhebt.Das sind Fakten.Und ja es ist ein 4 Jahre alter Junge befragt worden,ob das gut ist sei dahin gestellt,aber das ist traurige Realität.


Nadine

Beitrag von ppg 24.03.11 - 11:58 Uhr

Du, ich hab es im engesten Freundeskreis erlebt: Nach einem nichtstattgefunden Umgang war 3 (!!!!) Tage später die Unterlassungsaufforderung in der Post mit der Androhung eines Zwangsgeldes in höhe von 500 €.

Es mag sein, das der Ex meiner Freundin villeicht nur einen guten Anwalt hatte, aber es gibt diese Fälle. Und im Gegenzug zu Deinen Behauptugen haben sie eine juristische Grundlage , die absolut belegbar ist.

Ute

Beitrag von ppg 24.03.11 - 12:00 Uhr

Villeicht sollte ich erwähenen , das von dem Tag an alle Umgänge reibungslos stattgefunden haben, eben weil meine Freundin es sich nicht leisten konnte 500 € Zwangsgeld zu berappen. Das war der Sinn der Übung.

Ute

Beitrag von nadineriemer 24.03.11 - 12:05 Uhr

Ja und die andere Seite ist ebenfalls belegbar und hat eine rechtliche Grundlage.


Nadine

Beitrag von ppg 24.03.11 - 12:10 Uhr

Ja, bitte bitte stell doch einen Link ein!

Ich würde ihn gerne meiner Freundin weiterreichen - damit diese dann auch ihren Anwalt weitergehend aufklären kann.

Denn sie kam NICHT aus der Nummer wieder raus.

Bitte gib mir irgendwas - Da Du ja über Erfahrung verfügst, hast Du doch bestimmt zumindest einen Paragraphen in Deinen Unterlagen:

Ute

Beitrag von nadineriemer 25.03.11 - 22:53 Uhr

Du machst dich zum Affen!Unterlagen habe ich zu genüge und warum ich sie hier ins Internet rein stellen?Wenn das was du von deiner Freundin erzählt hast stimmt,dann hätte sie Möglichkeiten!!!!!!!!!!!!!!!!!

Ich denke es gab keinen Grund für die Umgansverweigerung.

Ich habe Atteste vom Arzt wegen Gewalt mir gegen über,ich Habe die Sim Karte meines Handys bei meiner Anwältin wo er drohte die Hütte,so schrieb er es ab zu fackeln.Auch waren Beschimpfungen gegen über seiner eigenen Tochter drauf.Beim ersten Termin wollte der Familienrichter ihn raus schmeißen,wenn er nicht aufhört mich als Alte zu beschimpfen u.s.w.

Betreuten Umgang lehnt er ab,ein Papa der sein Kind sehen will lehnt es nicht ab.Nein er kommt einfach so nicht mehr an mich ran und lehnt es ab.

Das sind nur ein paar Beispiele,also erzähl mir nichts

Beitrag von thea21 25.03.11 - 13:41 Uhr

Du hast deine bescheiden dumme Meinung hier ja schon öfter kundgetan!

Klüger wird sie aber dadurch nicht!

Beitrag von a11ure 25.03.11 - 21:58 Uhr

Na, da hast Du ja gleich die ganz schweren Geschütze aufgefahren. Kanonen und Spatzen.

Wie wäre es mit einem (ggfs moderierten) Gespräch mit dem KV, dass u.a. zum Inhalt haben könnte, dass ein Kind keine Skiausrüstung ist, die man für ein paar Wochen in die Ecke stellen kann? Dass zu einer guten Bindung mehr Interesse/Anteilnahme gehört?

Und vielleicht doch eine Meinung des Kindes in Erwägung ziehen und erfragen, warum es nicht will? Ganz zufällig könnten sich daraus Aspekte ergeben, wie KV und KM die Umgänge / Bindung fördern könnten?

Hier wird wieder davon ausgegangen, dass die KM Spannungen auf das Kind überträgt, aber wenn der KV sie beschimpft, könnte ein vermeintlicher Loyalitätskonflikt ja auch aus der anderen Richtung kommen?

Würde nicht zumindest der Versuch eine konstruktiven Ansatzes eher dem Kindeswohl entsprechen als die harten Bandagen?

Beitrag von ppg 25.03.11 - 22:38 Uhr

Na, da hast Du ja gleich die ganz schweren Geschütze aufgefahren. Kanonen und Spatzen.


Wer ich ? Wo?

Ute

Beitrag von a11ure 26.03.11 - 08:12 Uhr

Die TE wollte erst mal nur wissen, wie sie akut mit dem Unwillen der Tochter umgehen solll.

Deine Antwort:

"wenn es bei Dir um eine strafbare Handlung geht ( Kindeshinterziehung) die über Geldstrafe ( recht schnell ) bis zum Sorgerechtsentzug führen kann."

wie gesagt, Kanonen und Spatzen...

Beitrag von ppg 26.03.11 - 09:42 Uhr

Nein, ich habe lediglich gesagt, das eine Mutter keine 6 jährige fragt ob sie eine Straftat begehen kann.

Denn das die KM nicht wußte, das ihr Vorhaben strafbar ist, davon gehe ich aus. Andererseits weiß dies mit Sicherheit der KV.

Bei akuten Unwillen wird gar nicht erst mit dem Kind diskutiert, auch das habe ich geschrieben.

Ute

Beitrag von a11ure 26.03.11 - 09:50 Uhr

es geht um KINDER - nicht nur um Paragraphen - hast Du das noch im Blick?

Beitrag von ppg 26.03.11 - 10:20 Uhr

Ja, es geht um Kinder! Richtig!

Und um das Kindeswohl, weil Kinder nunmal ein Recht auf Vater und Mutter haben. Auch wenn sie Mittwochs mal keinen Bock haben auf Papa am Sonntag.

Ute

Beitrag von a11ure 26.03.11 - 12:59 Uhr

Sollte es Eltern nicht interessieren, was ihre Kinder denken und wollen?

Ist nicht auch der KV in der Pflicht, eine positive Bindung zu fördern?

Was ist an dem konstruktiven Ansatz falsch?

Niemand will dem Kind seine Rechte verwehren.

Aber stumpf Papatag durchziehen unter diesen Umständen ohne miteinander und dem Kind zu sprechen ist nicht im Sinne des Kindes.

Was hat Dich so hart anderen gegenüber gemacht?

Beitrag von nadineriemer 26.03.11 - 13:30 Uhr

Also ich würde meine Tochter nicht zwingen und versuchen die Situation zu klären warum sie nicht will.Ich trampel doch nicht auf den Gefühlen meines Kindes herum und ignoriere das was sie äußert.Ich würde mich auch damit nicht strafbar mit machen,da ich für das Kindeswohl die Situation klären würde.So trastische Maßnahmen wie hier geschildert,werden bei uns am Gericht nicht durch gezogen,weil erst mal genau geschaut wird und zwar nach den Kindern.

Nadine

Beitrag von ppg 26.03.11 - 19:51 Uhr

Da der Vater noch bis vor kurzem mit der Familie zusammengelebt hat, die TE sich selbst in der VK noch als glücklich verheiratet bezeichnet, kann man getrost davon ausgehen, das der Umgang mit dem Vater dem Kindeswohl nicht schadet.

Ich wiederhole mich nur ungern , aber:
http://www.familienrecht-heute.de/scheidung/umgangsrecht.html

Schönen Sonntag

Ute

Beitrag von nadineriemer 28.03.11 - 21:27 Uhr

So schnell schießt hier keiner!Die Realität sieht doch oft sehr anders aus wie das was du ständig aus dem Internet ziehst.Ganz klare Frage an dich da du ja so gut bescheid weißt,Dank Hilfe des Internets,wie oft wurden Müttern das Sorgerecht entzogen?

Nadine

Beitrag von ciocia 24.03.11 - 12:20 Uhr

Hallo

meine Tochter will jeden Morgen nicht in den Kiga, soll ich sie auch nicht hinbringen? Wenn sie dort ist, ist es auf einmal ok und sie will nicht mehr nach Hause.

Wenn der Vater ihr Gewalt antut ist es was anderes. Aber ich denke, dass es nur eine Phase ist in der sie solche "Manöver" probiert und schaut wie weit sie gehen kann.


Gruß

Beitrag von bruchetta 24.03.11 - 13:24 Uhr

Stell Dir mal vor, Dein Kind ist bei seiner Tante und will nicht mehr zurück zu Dir nach Hause. Kann man sie da zwingen???

Natürlich geht das Kind zum Vater.
Ich habe auch eine 6-jährige Tochter, die mal nicht in den Kiga will, dann nicht zum Sport, dann nicht zu ihrer Freundin und was weiß ich.

  • 1
  • 2