Hunde und andere Hunde...

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Forum: Mein Tier & ich

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Beitrag von rehlein79 24.03.11 - 12:29 Uhr

Hallo zusammen!

Mir fiel keine bessere Überschrift ein. ;-)

Zu unserer Situation: Wir haben einen 13 Monate alten Aussie-Rüden.
Er ist total verspielt, liebt eigentlich jeden anderen Hund (seit geraumer Zeit vor allem Weibchen #verliebt) und ist anderen (fremden Hunden) gegenüber total aufgeschlossen. Wenn er einen Hund sieht, schaut er sehr interessiert in dessen Richtung und legt sich meist ins Platz und wartet bis der Hund da ist.
Dann freut er sich, schnüffelt und geht zufrieden weiter. Dabei spielt Geschlecht, Rasse oder Alter des anderen Hundes keine Rolle.

Jedoch gibt es einen Hund. Einen älteren Boxer-Rüden, der von seinem Besitzer (Ü70) immer gezogen wird. Sobald Merlin diesen Hund sieht, flippt er aus. Er fängt an zu kläffen und läßt sich durch nichts ablenken. Wir haben es mit Spielzeug, Stöcken, Leckerli, usw. probiert, aber es funktioniert nicht. Er ist dann völlig außer sich. Heute hatten wir die Situation dass wir aus dem Park gekommen sind und sich die beiden Hunde mit wenigen Metern Abstand begegnet sind und Merlin sofort wieder losgelegt hat. Der Besitzer beschimpfte mich direkt, dass unser Hund unerzogen wäre, aggressiv, ich in die Hundeschule soll... Dazu muß ich sagen, wir gehen in die Hundeschule, er ist für seine Pupertätsphase gut erzogen und er bellt nur aggressiv, wenn dieser Hund da ist.

Nun bin ich ziemlich ratlos, wie wir da weiter vorgehen sollten. Leider begegnet man sich immer mal wieder. Mein Mann ist der Meinung, dass Merlin schnuppern möchte und danach Ruhe gibt. Aber der Besitzer des anderen Hundes hat kein Interesse und zieht seinen Hund (wie bei allen anderen Hunden auch) einfach weiter.

Wer kann mir da einen Tipp geben???

LG
Rehlein

Beitrag von simone_2403 24.03.11 - 12:43 Uhr

Hallo

Es ist beim Hund wie bei so manchem Menschen auch...es gibt eben welche die kann man nicht "riechen" #schein

Mach weiter mit den Ablenkungsversuchen,denn ich denke ehr weniger das aus den beiden mal Kumpels werden #schein

Ihr könntet es natürlich auf den Versuch ankommen lassen und beide Hunde,leinenlos,näher zu bringen.Das kommt aber auch darauf an wie der andere Hund reagiert.Ist er gelassen oder lässt er sich durch das Verhalten von Merlin "anstecken" und "stänkert" dagegen?Da kann das kleinste Fehlverhalten zur Beisserei führen.

lg

Beitrag von schnuffelschnute 24.03.11 - 12:57 Uhr

Hallo!

Nero mag jeden Hund. Jeden, bis auf Bobby, der bei uns in der Straße wohnt.
Bei dem wird mein Hund zum rasenden Wildschwein. Er rennt zu ihm, verbellt ihn auf das Extremste und rastet schier aus.
Bobby verhält sich gegenüber Nero genauso.
Bisher ist bis auf bellen nichts vorgefallen, aber bei den beiden lege ich die Hand nicht dafür ins Feuer, dass nicht dochmal was passiert.

Ich denke, das ist wie bei uns Menschen: Manche können wir gut leiden, andere überhaupt nicht

LG

Beitrag von germany 24.03.11 - 13:44 Uhr

Hallo,

ich hab zwei Bordeauxdogge-Boxer Mischlinge und bei uns in der Straße wohnt so ein schwarzer Hund. Keine ahnung was das für einer sein soll.

Jedenfalls brauchen die sich nur sehen und es geht los. Die bellen und reißen an den Leinen wie irre. Wenn die sich mal näher kommen würden, würde ich für nichts garantieren! Die hassen sich wie die pest seit dem ersten Tag.

Die sind sich nie nahe gekommen, haben sich niemals irgendwie gezofft o.ä. aber wenn die sich sehen, ist es vorbei. Ich hab keine ahnung wieso.

Manchmal ist das eben so. Nicht jeder Hund mag alle anderen Hunde. Manchmal ist es ein bestimmter Hund, den sie auf dne Tod nicht ausstehen können.

Beitrag von coolmum 24.03.11 - 14:04 Uhr

hallo,

also ich hab ja vier aussies und alle sind super verträglich. klar, nicht jeder hund ist der beste freund, aber sie wissen wie sie sich aufzuführen haben.

allerdings gibt es bei uns im verein eine boxerhündin, die wenn sie sehen flippen sie aus.

ich kenne viele hunde die mit boxern ein problem haben. vielleicht ist es die kopfform, die falten? ein boxer (oder auch pekinese, mops ect.) kann bestimmt nicht so viel mimik anwenden wie ein anderer hund.

lg

Beitrag von nurmal-ich 24.03.11 - 16:05 Uhr

Stimmt, meine Dalmatinerin hat andere Hund immer ihr Ding machen lassen, interessierte sich nicht groß dafür im höheren Alter.

Aber hier wohnte ein SharPai, vor dem hatte sie richtig schiss, der tat ihr aber gar nix, wollte net Hallo sagen, wenn sie den gesehen hat ging sie laufen. Guuut, die Viehcre sehen auch scheußlich aus....... #schein

Beitrag von germany 24.03.11 - 16:19 Uhr

Ooooh doch, Boxer haben ein unglaubliches Minenspiel. Die können gucken wie kein anderer Hund, dass ist echt wahnsinn!

Mit meinen Beiden hat kein Hund Probleme, außer dieses mistvieh das hier wohnt.

Ich finde das reinrassige Boxer aber von der Körperhaltung echt "drohend" wirken können auf andere Hunde. Meine sind ja Mischlinge, da ist es nicht ganz so ausgeprägt, aber die wirken meist so, als wenn sie drohen wollen.

Unsicher sind meine Zwei bei Hunden ohne Rute. Sie sind da nicht aggressiv, aber die können die einfach nicht einschätzen und passen da erstmal ganz doll auf und sind zurückhaltend.

Beitrag von ciara_78 24.03.11 - 16:47 Uhr

Hallo

Es ist gut möglich, dass euer Hund den Boxer nicht 'riechen' kann.

Fakt ist aber, dass ihr das nicht wollt und das bedeutet, dass ihr dieses Bellen und Pöbeln an der Leine unterbinden müsst. Was auch immer euer Hund möchte spielt keine Rolle. Es geht hierbei um Führung.

Ich habe gute Erfahrungen damit gemacht, den Hund an der Leine zu mir zu holen/ziehen, ihn an der Backe zu packen, ihn direkt anzuschauen, 'lass es' oder 'nein' zu sagen und ihn anschliessend absitzen zu lassen. Evtl. rast er ein zweites Mal los, dann muss man es wiederholen, aber irgendwann gibt er auf.

'Lass es' und 'Nein' sind zwei Begriffe die sinnvoll sind den Hunden beizubringen. Sobald der Boxer später in eurem Blickfeld auftaucht und euer Hund ihn vielleicht schon fixiert (Jagdverhalten) musst du sofort sagen 'lass es', oder ihn irgendwie rausreissen durch z.B. ein Abbruchsignal, weil wenn du ihn zu lange fixieren lässt, bekommst du ihn nicht mehr und das Gepöbel geht los...

Irgendwann wird das nicht mehr nötig sein, weil euer Hund weiss, dass er es nicht darf. Ihr müsst die Führung in diesen Situationen übernehmen, damit euer Hund lernt souverän damit umzugehen. Irgendwann wollt ihr vielleicht BH-Prüfungen machen und da will man nicht, dass die Hunde an der Leine zusammen kommen. D.H. euer Hund muss lernen evtl. mit Frust umzugehen, weil er eben nicht mehr zu anderen Hunden darf, wenn er angeleint ist.

Ablenken hilft bei manchen Hunden gar nicht. Wir haben hier auch so ein Kaliber, einen dreibeinigen Rottweiler auf den irgendwie alle Hunde aggressiv reagieren, die gar nicht aggressiv sind. Vielleicht ist der Rotti nicht sauber, ich weiss es nicht. Ich kenne ihn und vor allem die Halter nicht. Hier gibt es aber generell viele Hundehalter, die gar nicht bemerken was für Stinker ihre Hunde sind und die rein gar nichts dagegen tun. Ich denk da nur an die vielen kleinen Hunde, die feinstes Drohverhalten an den Tag legen und wir mit einem Mali, der das so nicht auf sich sitzen lassen will, wurden angepöbelt, weil unser Hund so aggressiv ist und pöbelt. #kratz
Mittlerweile geht es aber, weil unser Hund weiss, dass er es nicht darf.

Der Boxerhalter ist nicht verpflichtet jeden Hund an seinem schuppern zu lassen. Jeder Hundehalter ist nur für das Verhalten des eigenen Hundes verantwortlich.

Von demher: Übernehmt die Führung und bald habt ihr Ruhe.

LG, Ciara

Beitrag von maryalex 24.03.11 - 21:12 Uhr

Hallo!
Dein Hund agiert nicht, er reagiert bloß;-) Der andere sieht für deinen Hund durch die Zieherei an der Leine so aus, als pöbelt er gleich los. Der Hund wird sehr aufrecht und angespannt laufen und das mißversteht deiner. Er wehrt sich also gegen die aggressive Körperhaltung des Boxer.
Dass er das nicht soll ist klar, also musst du ihn davon abbringen. Zum Beispiel in dem du den Boxer vor ihm siehst und schon bei der kleinsten Veränderung deines Hundes in der Körperhaltung ein Abbruchsignal gibst. Wenn er schon losgelegt hat mit der Bellerei kommst du eh nicht an ihn ran. Aber bevor dein Hund loslegt, hast du eigentlich noch genug Zeit für Ablenkung, wenn du ihn genau genug beobachtest:-) Ist schwer, ich weiß, aber mit der Zeit bekommst du das sicher hin! Und mach bitte nicht den Fehler, stehen zu bleiben, wenn deiner das Keifen anfängt, damit zeigst du ihm nur, dass sein Verhalten scheinbar sinnvoll ist, wenn Frauchen das so spannend findet, dass sie sogar stehen bleibt, damit er den Boxer verbellen kann ;-)
LG Mary