Wer konnte beim 2. Kind spontan entbinden obwohl 1. KS war ?

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Forum: Geburt & Wochenbett

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Beitrag von mamiskleinermann 24.03.11 - 14:40 Uhr

Hallo,

kurz zu meiner Geschichte:
Ich hatte 10 Tage vor ET einen Blasensprung. Bekam dann auch gleich schön Wehen. Alles sah gut aus. Aber mein Muttermund öffnete sich nicht. Obwohl ich wehen hatte. Nach 29 Stunden wurde ne Einleitung gemacht in der Hoffnung der Muttermund würde sich öffnen aber wieder nichts. Nach 37 Stunden die 2. Einleitung wieder ohne Erfolg. Nach 54 Stunden bekam ich ne PDA ( ich war total am Ende und hatte keinerlei Kraft mehr #heul ) und es wurde zusätzlich noch ein Wehentropf angehängt um die Wehen noch mehr zu verstärken. Dann öffnete sich innerhalb 4 Stunden der Muttermund auf stolze 2 cm #aerger . Plötzlich gab es aber Komplikationen da der Herzschlag meines Sohnes sehr schwach wurde. Als wurde alles sofort abgebrochen und 5 Minuten später lag ich schon auf dem OP Tisch. Mein Sohn wurde dann per Kaiserschnitt geholt.
Nun frage ich mich wie das wohl beim 2. Kind wird #kratz Muss ich da mit den gleichen Problemen rechnen wie beim ersten ? Mein FA rät mir gleich nen KS machen zu lassen.... Aber ich hätte schon lieber normal entbunden.
Ging es jemandem ähnlich ? Wie wars bei euch dann beim 2. Kind ?

LG

Beitrag von qrupa 24.03.11 - 17:09 Uhr

Hallo

bei meienr Tochter öfnnete sicher der Mumu in knapp 12 Stunden um stolze 2 cm und letztendlich wurde es dann nach wehentropf, Blasensprengung,... auch ein KS.
Anfang Januar hab ich dann unsere zweite Tochter bekommen. Spontan zu hause im Geburtspool. es ging wieder sehr sehr schlepend und langsam voran, aber meine hebammen hatten die Ruhe für uns gepachtet und mir und meinem Baby ging es durchweg gut, so dass nach 34 Stunden der mumu kopmplett geöffnet war und nach 36 Stunden ich unsere zweite Tochter in die Arme schließen konnte.
der große Unerschied: niemand der drängelte, niemand der fand "es muß jetzt endlich mal vorangehen", niemand der mir mit Tropf, Blasensprengung, PDA und KS drohte,... lang und anstrengend ja, aber in keiner Minute unaushaltbar und ich habe nicht eine Wehe lang die Entscheidung bereut.

Wenn du es spontan versuchen willst dann tu es. Einen KS kann man immernoch jederzeit machen wenn du nicht mehr willst oder kannst oder aber es tatsächlich notwendig wird. bei einem geplanten KS mußt du dich dann aber hinterher nie fragen ob es dieses mal anders gelaufen wäre

Beitrag von widowwadman 24.03.11 - 19:31 Uhr

War das ganz ohne CTG-Ueberwachung? Ohne die duerfte ich das hier nicht versuchen, halt wegen des Ruptur-Risikos. Deshalb wuerde ich hier auch keine HG hier bekommen und das Geburtshaus nimmt einen auch nicht mit vorherigem KS.

Beitrag von lil77 24.03.11 - 20:49 Uhr

Ein CTG mindert kein Rupturisiko. Hyperfrequente Wehen kann man auch ohne CTG simpelst diagnostizieren. Ich weiß von vielen Hebammen, die HG nach Kaiserschnitten betreuen. Da wo du wohnst nicht? Schade.

Beitrag von qrupa 25.03.11 - 08:05 Uhr

Ja, ganz ohne CTG. Wozu auch. Eine Wehe kann man fühlen und in den meisten Fällen auch hören. Und die Zahl auf dem CTG sagt auch nahezu nichts aus. Dazu ist das CTG das Gerät in der Geburtshilfe mit der Größten Fehlerquote. Und die Herztöne gehen auch ohne CTG. Alle halbe Stunde mal für eine Minute per Dopton. Wobei es auch viele HG hebammen gibt die ein tragbares CTG dabei haben.

Beitrag von escada87 25.03.11 - 15:17 Uhr

bei mir zeigte das CTG nicht mal Wehen an #gaehn obwohl ich unglaubliche Schmerzen hatte

Beitrag von lieke 24.03.11 - 19:31 Uhr

Hallo,

gleich nen KS??? Es kann gut sein, dass die Probleme bei der ersten Entbindung durch Stress, Angst und letztlich Übermüdung kamen.

Ich hatte beim ersten Mal einen Blasensprung in der35.SSW, mit 5 cm Eröffnung ins KH. Dann ging es nicht weiter, auch nicht mit Tropf. Stundenlang habe ich mich mit sehr schmerzhaften, schnellen Wehen gequält, aber bei 9 cm ging es nicht weiter. KS.

OK, die folgenden Geburten waren auch nicht Standard (einmal eingeleitet wegen Totgeburt, einmal aus psychischen Gründen) aber alleine die Tatsache, dass ich VOR DER GEBURT AN SICH keine Angst hatte hat meiner Meinung nach alles verändert. Beide Male verliefen ganz anders und der MuMu ging innerhalb weniger Stunden vollständig auf.

Wenn du es spontan versuchen willst, lass dich nicht beirren und sprich lieber Mal dort, wo du enbinden möchtest über deine Ängste und Erfahrungen. Das wichtigste ist, dass du dich wohlfühlst mit der Entscheidung und es dir selber zutraust.

LG

Beitrag von tanjamami2006 24.03.11 - 21:14 Uhr

Hallo,

nur kurz:

1 Geburt: KS nach 24 st nztzlosen when nach blasensprung, Geburststillstand und KS,

2 Geburt: 15 stunden effektive Wehen, spnntangeburt, leider bläde verletztung hoher blutverlust.

3 Geburt nach einleitung: ein leichter spaziergang im vergleich zu den anderen sachen!! keine probleme nichts, 3 std wehnen die ich nicht schlimm fand,
für die geburt nur kurz hingelegt und data!

also nur mut, erstmal probiieren ks kann man dann immer noch im geburtsverlauf machen.

gruss tanja mit samira, 4 monate alt.
sorry für schreibfehler.

Beitrag von madmat 26.03.11 - 08:58 Uhr

Hallo,

meinen ersten Sohn brachte ich wegen Hellp in der 37.SSW per Kaiserschnitt zur Welt!
Meinen zweiten Sohn bekam ich in der 40+5 SSW per Saugglocke. Er war 4550 gr schwer und hatte einen KU von 40 cm (aua). Hätte man seine Maße verher so geschätzt, wäre auch er mit KS zur Welt gekommen.
Mein 3. Sohn kam in der 38.SSW per Einleitung zur Welt, und meine Tochter in der 32.SSSW per KS wegen Plazentaablösung und schlechter Versorgung.

Alle sind gesund und munter!

LG und alles Gute!

Beitrag von miau2 26.03.11 - 17:06 Uhr

Hi,
ich bin kein Arzt und kann dir nicht sagen, ob es irgendeine Wahrscheinlichkeit gibt, dass die gleichen Probleme erneut auftreten.

Bei mir war es so, dass ich beim ersten Kind beim Wehenbelastungstest einen Blasensprung hatte, mit grünem Fruchtwasser. Eigene Wehen hatte ich gar nicht, sobald der Tropf reduziert wurde wurden sie deutlich weniger. Mit viel Wehentropf war nach 9 Stunden mein MuMu bei immerhin 8 cm, aber mein inzwischen Großer immer noch nicht im Becken, und er hat auch keine Anstalten gemacht, sich dahin zu bewegen. Statt dessen wurden die Herztöne immer schlechter, so dass auf KS entschieden wurde (Geburtsstillstand, pathologisches CTG).

Meine normale Frauenärztin meinte auch, dass ich mich nach der Erfahrung wohl gleich zu einem KS entschließen würde beim zweiten Kind. Und ihre Vertretung (ein Arzt, der mich kein zweites Mal mehr sehen wird) und der dummerweise auch noch derjenige war, der die (korrekte) Diagnose "sinugläre Nabelschnurarterie" gestellt hat meinte auch, dass ich mich doch schon mal direkt auf einen erneuten KS einstellen sollte.

Bei der Vorbesprechung in der Ambulanz für Risikoschwangerschaften (ich war auf Grund einer Vorerkrankung als hochrisiko-schwanger eingeschätzt) in meiner Entbindungsklinik habe ich dann gefragt, ob das wirklich sein muss.

Denn ich wollte aus verschiedenen Gründen gerne spontan entbinden, wenn es keinen wirklichen Grund dagegen gibt. Logisch, Gesundheit geht vor, aber einen wirklichen Grund warum ein erneuter KS sein muss hatte mir meine normale FÄ halt nicht gegeben.

Die Ärzte in der Klinik sahen auch keinen pauschalen Grund gegen eine Spontangeburt. Dass ich dauerüberwacht werden würde war eh klar, und man hätte auch beim zweiten Kind nicht so lange gewartet mit einem KS - aber es gab keinen Grund, nicht wenigstens den versuch zu starten.

Meine innere Narbe wurde vermessen und war dick genug verheilt.

Und dann hatte ich wieder einen Blasensprung (bzw. diesmal einen kleinen, hohen Riss) beim Wehenbelastungstest 2 Wochen vor ET. Nur sollte dieses Mal - Baby gings gut, nur minimaler Fruchtwasserverlust, und es war auch nicht grün - bis zum nächsten Morgen mit der Einleitung gewartet werden.

War nicht nötig, ich habe von alleine Wehen bekommen, und am nächsten Mittag kam mein Kleiner spontan und praktisch ohne Probleme auf die Welt.

ich habe es nie bereut (ok, wenn du mich während der heftigsten Wehen gefragt hättest :-p) und würde auch beim nächsten Kind - ohne neue Gründe, die dagegen sprechen - wieder so entscheiden.

Mein Glück war eine Entbindungsklinik, die zwar spezialisiert auf Risikoschwangerschaften ist, aber dabei nicht kaiserschnittfreundlich - die Spontangeburt wird wenn es keinen pauschalen Grund dagegen gibt vorgezogen. Und damit fand mein Wunsch halt besonders offene Ohren...woanders wäre ich vielleicht anders "beraten" worden.

Viele Grüße
Miau2