Gibt es auch Kinder die nicht im Familienbett schlafen wollen??

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Forum: Schlafen

Bitte, Baby, schlaf jetzt ein: Manches Neugeborene macht die Nacht gern zum Tag. Hier könnt ihr Trost nach schlimmen Nächten finden und euch gegenseitig Tipps geben, wie ihr Baby zu einem guten Schläfer wird.

Beitrag von hopelove 24.03.11 - 14:47 Uhr

Hallo!

Ich glaube ich habe so ein Exemplar. Ich lese hier immer das die Kinder im Familienbett schlafen wollen. Mein Sohn (17 Monate) zählt nicht dazu. Er war in den letzten Monaten oft Krank und ich wollte ihn bei uns schlafen lassen. Mein Sohn schläft dann überhaupt nicht.
Gibt es noch mehr so Kinder oder ist mein Kind ein Sonderfall??

Lg hopelove (die es eigentlich schön fände Nachts mit der Maus zu kuscheln)

Beitrag von nele27 24.03.11 - 14:54 Uhr

Hi,

mein Anton war (leider) genauso #heul

Er schlief als Baby wunderbar im Familienbett. Ca. ab dem 1. Geburtstag änderte sich das, er wühlte nur rum, grunzte, schlief nicht mehr durch und nicht gut ein.

Wir brachten ihn probehalber mit seinem Bett in sein Zimmer. Ab der Nacht schlief er wieder wunderbar #schmoll

Ich halte nichts davon, die Kinder mit Gewalt ins eigene Bett zu prügeln und ich hatte mir Familienbett mit Kleinkind auch toll vorgestellt. Aber es kam nunmal anders und solange Anton gut schlafen konnte, ist doch alles gut. Mein Mann schlief im Übrigen auch besser.

Auch bei Krankheit wollte und will Anton nicht bei uns schlafen. Ich hatte ihn kürzlich mal probehalber mittags im FB zusammen mit mir und Baby, aber er wälzte sich nur rum und fands doof.
Also lasse ich es nun endgültig :-)

LG, Nele

Beitrag von marysa1705 24.03.11 - 15:16 Uhr

>>er wühlte nur rum, grunzte, schlief nicht mehr durch und nicht gut ein.<<

Und warum schliesst Du daraus, dass er nicht bei euch schlafen WILL? #kratz


Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Frauen besser schlafen, wenn sie alleine im Bett schlafen - ohne ihren Partner.
Trotzdem WOLLEN wohl sicher 95% aller Frauen bei ihrem Partner schlafen.

LG Sabrina

Beitrag von nele27 24.03.11 - 15:22 Uhr

***Und warum schliesst Du daraus, dass er nicht bei euch schlafen WILL?***

Weil er eben in seinem Zimmer nachts nicht aufwachte und weinte z.B.
Ich steh aufs FB und wollte es auch nicht glauben, aber es war so.

Wenn ich allein besser schlafen würde, als mit meinem Mann würde ich das übrigens auch tun... guter Schlaf ist wichtig. Ich schlafe allerdings so oder so wie ein Stein.

LG

Beitrag von marysa1705 24.03.11 - 15:44 Uhr

Das ist Fakt, dass Kinder, die allein in ihrem Zimmer schlafen, weniger häufig aufwachen und tiefer schlafen.
Es ist aber nicht das was sie brauchen...

Gemeinsam schlafen hat schon immer zu den Menschen gehört, besonders bei der Mutter-Kind-Beziehung. Gemeinsam schlafen bedeutet aber trotzdem häufigeres aufwachen, unruhigerer Schlaf, häufiges nächtliches Stillen des Kindes.
Normal ist, dass gestillte bei der Mutter schlafende Kinder mit etwa 3-4 Jahren durchschlafen.

>>Wenn ich allein besser schlafen würde, als mit meinem Mann würde ich das übrigens auch tun... guter Schlaf ist wichtig. Ich schlafe allerdings so oder so wie ein Stein.<<

;-) Es muss nicht mal sein, dass Du das merkst...
In einer Studie wurde deswegen extra das subjektive Schlafempfinden und die objektive Schlafqualität untersucht, weil beides nicht zwangsläufig übereinstimmen muss.

Die Gründe für das "schlechtere" Schlafen von Frauen beruhen wiederum auf der Evolution. Das Alleineschlafen ist ja erst eine neue Entwicklung. Davor hat man immer im Gruppen geschlafen. Frauen sind beim Schlafen viel sensibler, weil sie darauf ausgerichtet sind, dass sie eben sofort wach werden, wenn ihr Kind aufwacht.

Beitrag von nele27 25.03.11 - 09:00 Uhr

Na, wenn wir die Nachteile am Alleinschlafen nicht merken, weil wir nicht aufwachen um sie zu merken ist doch zumindest in meiner Welt alles in Ordnung :-)

Bei uns lief es eh alles etwas anders. Ich war sofort wieder Vollzeit berufstätig und mein Mann zu Hause. Er war bei jedem Mucks wach. Ich dagegen schlief wie ein Stein, er musste mich zum Stillen wecken... ich bin so schwer hochgekommen wie Blei, obwohl Anton nur 1-2x die Nacht wach wurde. Mit 7 Monaten schlief er durch - im Familienbett trotz Stillen.

Nun beim zweiten Kind bin ich zu Hause und nun wache ich bei jedem Mucks auf und stille eher im Halbschlaf.

Wer wach wird scheint nicht am Geschlecht oder am Stillen zu liegen, sondern daran, wer Hauptbezugsperson ist...

Beitrag von marysa1705 25.03.11 - 09:20 Uhr

>>Na, wenn wir die Nachteile am Alleinschlafen nicht merken, weil wir nicht aufwachen um sie zu merken ist doch zumindest in meiner Welt alles in Ordnung.<<

Naja...bei einem Baby ist das etwas anders.
Für ein Baby stellt das Alleineschlafen ja sogar eine Erhöhung des SIDS-Risikos dar. Deshalb sollte ja ein Baby mindestens im ersten Lebensjahr überhaupt nicht alleine in einem Zimmer schlafen.

Das zweite Problem bei Kindern, das dann oft etwas später, also im Kleinkindalter, auftaucht, ist ja dann, dass das Alleineschlafen plötzlich NICHT mehr so gut klappt.
Da kommt dann die typische Phase mit den Ängsten (vor Monstern unterm Bett, hinterm Schrank, etc.) und das abendliche Einschlafen beginnt sich oft hinzuziehen, weil die Kinder nochmals Durst haben, nochmals aufs WC müssen, nochmals gute Nacht sagen müssen, etc. ;-)


>>Wer wach wird scheint nicht am Geschlecht oder am Stillen zu liegen, sondern daran, wer Hauptbezugsperson ist... <<

Ich denke schon, dass da grundsätzlich was dran ist, dass Frauen insgesamt anders - für unsere Begriffe "schlechter" schlafen. Aber ich kann mir gut vorstellen, dass sich beide - Mann und Frau - da gut je nach Situation drauf einstellen können.
Bei uns war es z.B. so, dass ich jeweils für das jüngste (Still-)Kind zuständig war und mein Mann sich nachts jeweils um die Grossen gekümmert hat, wenn da mal einer aufgewacht ist und gerufen hat.
Durch diese Abmachung konnten wir uns beide ganz auf unseren Teil konzentrieren und ich habe dann z.B. ganz selten nur gemerkt, wenn einer der Grossen gerufen hat. Einfach weil ich wusste, mein Mann übernimmt das. :-)

#winke

Beitrag von nele27 25.03.11 - 09:55 Uhr

***Das zweite Problem bei Kindern, das dann oft etwas später, also im Kleinkindalter, auftaucht, ist ja dann, dass das Alleineschlafen plötzlich NICHT mehr so gut klappt.
***

Unser Großer ist 3,5 und geht freiwillig ins Bett #freu Glaubt uns immer keiner, aber er sagt selbst, wenn er müde ist. Wir achten schon drauf, dass er im Regelfall gegen 20 Uhr verschwunden ist, aber Kämpfe ums Einschlafen gabs nie.
Ich bilde mir ja ein, dass es daran liegt, dass wir nie ein riesen Bremborium ums Einschlafen gemacht haben. Zähne putzen, beten, Gute Nacht und raus - das reicht. Da gibts natürlich unterschiedliche Meinungen zu, aber für uns ists bisher gut.

Nur kurz vor und nach der Geburt seiner Schwester hatte er eine Phase, wo er immer seinen Papa gerufen hat, damit der ihm was zu trinken holt (was neben seinem Bett steht #augen). Morgens beim Aufwachen hat er geheult statt aufzustehen. Aber das war zum Glück nur ne Phase und ich schiebe es aufs Baby... nach 1000x Erklären, dass es ja viiiiiiiel schöner ist, wenn man schon soooooo groß ist, dass man allein aufstehen kann, hat er es eingesehen.

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Es wird ja allgemein immer propagiert Babys brauchen die Mutter... da kann ich sagen, dem ist nicht so. Ich halte das für ne faule Ausrede. Außer Stillen kann der Vater auch alles machen. Viele wollen nur nicht.
Sicherlich war mein Großer dann auch ein Papakind, damit musste ich leben. Aber nun bin ich ja zu Hause #huepf

Beitrag von marysa1705 25.03.11 - 10:26 Uhr

Unser Kleiner ist gerade auch in einer totalen Papa-Phase.... #schwitz

Wenn Papa morgens zur Arbeit geht, ist er erstmal unendlich traurig.
Und wenn Papa da ist, muss Papa auch alles machen! :-p
So eine starke Papa-Phase hatten wir bisher noch bei keinem unserer Kinder. ;-)

Beitrag von marysa1705 24.03.11 - 15:11 Uhr

Hallo,

nein, die gibt es nicht. Genauso wie es keine Kinder gibt, die grundsätzlich einfach nicht stillen wollen oder die grundsätzlich nicht getragen werden wollen.

Es gibt aber sehr wohl Kinder, die es einfach nicht gewöhnt sind, weil sie z.B. anfangs immer alleine in ein Bett gelegt wurden. Das ist auch bei den meisten Erwachsenen so, wenn sie z.B. das erste Mal mit ihrem Partner im gemeinsamen Bett liegen. Viele liegen dann erstmal Nächte lang wach.

Man kann also auch nicht von einem Baby oder Kleinkind erwarten, dass es dann z.B. bei Krankheit oder wenn es immer häufiger Probleme beim Schlafen gibt, plötzlich super bei den Eltern schläft.

LG Sabrina

Beitrag von nele27 24.03.11 - 15:13 Uhr

***nein, die gibt es nicht***

Doch, meiner (s.o.) :-)

ICH wollte ihn gern im Familienbett weiter haben, aber er schlief allein besser. Warum sollte ich ihn dann nicht in sein Zimmer legen??

Beitrag von marysa1705 24.03.11 - 15:17 Uhr

s.o. ;-)

Beitrag von incredible-baby1979 24.03.11 - 19:33 Uhr

Doch, meiner :-P (siehe Beitrag unter deinem)

Beitrag von marysa1705 24.03.11 - 19:52 Uhr

Naja, er ist es eben nicht gewöhnt! Ihr habt euren Sohn ja schon mit wenigen Wochen allein in seinem Zimmer schlafen lassen.

Ich sagte ja nicht, dass so was einfach nicht vorkommt.

Beitrag von incredible-baby1979 24.03.11 - 19:58 Uhr

Naja, wie geschrieben, wenn er krank ist/zahnt etc., dann macht er es super gerne, aber dann #kratz.

Und er hat seine ersten 3 Lebensmonate tagsüber quasi auf mir gewohnt, nur nachts schlief er anfangs bei uns im Schlafzimmer in seiner Wiege und danach in seinem Zimmer (ist ja erstaunlich, was du alles weißt ;-), kennst etwa jede User-Geschichte :-))?;-)

Beitrag von marysa1705 24.03.11 - 20:15 Uhr

:-p

Beitrag von canadia.und.baby. 27.03.11 - 16:09 Uhr

Was das stillen angeht , da stimme ich dir zu!

Aber meine Tochter hat beim Tragen nur gebrüllt, sie mochte es einfach nicht ! Hätte ich sie zwingen sollen?!

Im Familienbett , bzw bei uns im Schlafzimmer konnte sie nie ruhig schlafen, hätte ich sie zwingen sollen?!


Beitrag von marysa1705 27.03.11 - 16:27 Uhr

Zwingen soll niemand sein Kind.

Tragen: Wenn man von sein Kind von Anfang an, sprich kurz nach der Geburt, regelmässig korrekt im Tuch gebunden trägt, dann schreit es nicht einfach.
Ausnahme ist z.B. dass es dabei Schmerzen hat, z.B. auf Grund einer Hüft-Fehlstellung o.ä.
Ansonsten gibt es für ein Baby keinen Grund beim Tragen "nur zu brüllen", denn menschliche Babys sind Traglinge.

Allerdings tragen eben viele ihr Baby nicht von Anfang an oder nicht sehr häufig. Da kann es natürlich sein, dass das Baby das Tragen nicht gewöhnt ist und dann weint.


Schlafen: Dazu habe ich bereits in einer anderen Antwort geschrieben, dass für ein Baby GUTER Schlaf nicht gleichbedeutend mit RUHIGER Schlaf ist.
Babys schlafen anders als wir Erwachsenen und wir dürfen nicht von dem, was wir als "gut schlafen" empfinden auf den Schlaf eines Babys schliessen.
Für ein Baby ist es wichtig, dass es ständig von aussen stimuliert wird, damit es in oberflächlichen Schlaftiefen verbleibt. Dadurch wacht es häufiger auf und schläft auch unruhiger. Gerade DAS ist aber für ein Baby eben (überlebens-)wichtig und wäre demnach auch kein Grund, es nicht bei sich schlafen zu lassen.
Gerade das eigene Zimmer erhöht nämlich im ersten Lebensjahr das SIDS-Risiko für so ein kleines Baby.

LG Sabrina

Beitrag von incredible-baby1979 24.03.11 - 19:32 Uhr

Hallo,

hier, wir haben so ein Exemplar #winke.
Ausnahme, wenn er krank ist, da schläft er sehr gerne zwischen uns und genießt die körperliche Nähe.
Sobald er wieder einigermaßen fit ist, lehnt er es rigoros ab, bleibt nicht mehr liegen, läuft sogar zu seinem Bett und steigt hinein.

Meine Mama sagte, dass ich als Kind genauso gewesen wäre. Bei Krankheit FB, ansonsten hatte ich da keine Lust darauf. Man stelle sich vor - in den späten 70er-Jahren FB :-p.

Meine Schwester genoss allerdings das FB.

LG,
incredible mit Julian (fast 2 Jahre) im Schlummerland

Beitrag von bimmelbahn 24.03.11 - 20:10 Uhr

Meine Maus schläft auch nicht im Familienbett.

Noch nicht einmal wenn sie krank ist. Ich habe mir das mit dem Familienbett so schön vorgestellt #schmoll

Vielleicht beim nächsten Baby ;-)

Liebe Grüße

Beitrag von crumblemonster 25.03.11 - 13:56 Uhr

Hallo,

meine Kleine wird garantiert eine Familienbettschläfer. Der Große würde auch, wenn man ihn ließe, die ganze Nacht im Bett bei mir bleiben.

Der Kleine war/ist anders. Da wechselt es immer. Als Baby wollte er ganz klar bei mir bleiben. Mit ca. 2 Jahren bis vor ca. 6 Monaten wollte er gern in mein Bett, hat aber dann irgendwann das Bett verlassen und ist in sein Bett gegangen. Wenn wir in seinem Bett gekuschelt hatten, dann hat er mich irgendwann 'rausgeschmissen'. Seit die Kleine da ist, will er natürlich auch die ganze Nacht in meinem Bett schlafen. Aber ich denke, wenn wir uns an die neue Situation gewöhnt haben und die Kleine irgendwann im eigenen Bett schläft, wir er auch wieder sein eigenes Bett bevorzugen.

LG

Beitrag von honigkruemel 26.03.11 - 15:20 Uhr

Meine Tochter von anfang an nicht #schmoll Im Kh schon nicht nach der Entbinung un zuhause nach dem Nächtlichem stillen schlief sie auch nur in ihrer Wiege weiter. Als sie älter war so ab 1 1/2 kam sie ab und an Nachts. Meine Söhne Lieben bzw. haben es geliebt sie brauchte wohl die Ruhe zum schlafen (meine Söhne brauchen/brauchten die Ruhe dafür beim stillen)