Was passiert mit "unbeschulbaren" Kindern ?

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Beitrag von dore1977 24.03.11 - 18:17 Uhr

Hallo,

in die Klasse meiner Tochter (2te Klasse) geht ein Kind das als "unbeschulbar" gilt. Das Kind wurde schon von mehreren Schulen geworfen bis es bei uns gelandet ist.
Auch bei uns gab Ärger ohne Ende und nun verlässt er auch wieder unsre Schule.
Ich hatte die Klassenlehrerin beim Elterngespräch auf den Jungen angesprochen da unsre Tochter doch doll unter ihm leiden musste. Die Lehrerin hat gesagt das der Junge eine ärztliche Diagnose hat und man ihm nicht helfen kann und daher als "unbeschulbar" gilt. Das Wort ist also nicht von mir.

Welche Diagnose er hat weis ich nicht und das geht mich genau genommen auch nicht s an. Die Eltern haben auch nie etwas dazu gesagt zu den andren Eltern.
Ich muss zugeben das hat Ihnen bei uns andren Eltern doch viele Sympatie Punkte gekostet.

Auch wen ich sehr erleichtert bin das der Junge nun auch unsere Schule verlässt so frage ich mich was passiert mit dem Jungen jetzt ? In Deutschland gibt es doch die Schulpflicht.

"Unsre" Klassenlehrerin hat wohl die Förderschule bei den Elten angesprochen die haben die aber total abgelehnt.
Können die Eltern gezwungen werden ihr Kind auf eine Schule zu geben die sie ablehnen ?

LG dore

Beitrag von ungeheuerlich 24.03.11 - 18:26 Uhr

Hallo Dore,

unser Sohn war in der 1ten Klasse auch unbeschulbar.
Daraufhin haben wir uns dann Hilfe gesucht. Mein Sohn bekam auch 2 Diagnosen.
Interessant wäre es, was das Kind hat. Je nach dem, kann man ihm ja schon durchaus helfen.
Naja, irgendwann schaltet sich ja auch das JA mit ein wenn die Eltern anscheinend unkooperativ sind.
Ich finde es nur sehr schade, daß das Kind von einer Schule zur nächstes getrieben wird. Ist ja auch jedes mal eine negative Erfahrung: ich kann nichts, ich darf hier nicht bleiben, habe keine Freunde und und und.

LG

Kerstin

Beitrag von dore1977 24.03.11 - 18:46 Uhr

Hallo,

für den Jungen tut es mir total leid. Der Junge muss sich ja nur noch abgeschoben fühlen.
Fakt ist aber auch das er auf einer "normalen" Schule mit ihm auch nicht geht.
Wieso die Eltern so zumachen versteh ich nicht.
Eine Diagnose hat er wohl aber die wissen wir nicht und die Lehrerin darf sie uns natürlich auch nicht sagen.

Grade "unsre" Klasse beweist bei einem andren sehr schwierigen Kind unglaubliches Durchhaltevermögen.
Die Kinder mögen dieses Kind sehr und helfen ihm so gut sie können und wissen mit seinen Wutausbrüchen umzugehen. Dadurch das die Eltern sich für ihr Kind den Hintern aufreißen hat man nie das Gefühl das es nur bergab geht.
Bei diesem Kind wäre meine Tochter unglaublich traurig sollte es je die Schule verlassen.
Sprich es hätte niemand etwas dagegen wen dieser Junge (ich meine den der geht) bleibt wen man den das Gefühl hätte das es zumindest etwas besser werden würde im laufe der Zeit.

Wie gesagt der Junge tut mir Leid und ich wüste gern was jetzt mit ihm passiert.

LG dore

Beitrag von krokolady 24.03.11 - 18:39 Uhr

Hätte mein Sohn damals nicht noch die Kurve bekommen hätte er aufs "E-Werk" gemusst.
Das ist eine staatlich anerkannte Förderschule für emotionale und soziale Entwicklung.
Also extrem Verhaltensauffällige Kinder.
Das geht da von recht jung bis hin zum Ende der Schulzeit.
Die Kinder erhalten neben normalem Unterricht gezielte Therapien etc um die Reintigration in eine Regelschule zu schaffen......was nicht bei jedem Kind klappt.
Die Kinder können aber auf diesen Schulen ihren ganz normalen Abschluss machen.
Es ist zwar eine Förderschule, hat aber nichts mit dem IQ oder so zu tun!

Beitrag von dore1977 24.03.11 - 18:50 Uhr

Danke #winke

Wie geht s Euch ? Wollen wir nächste Woche mal frühstücken ? LG dore

Beitrag von krokolady 24.03.11 - 19:29 Uhr

Alles fit hier zum Glück.
Jetzt wo das Wetter besser wird muss ich mich langsam an den Garten ranmachen......ätzend.

Frühstücken geht, klar.
Bei dir diesmal, oder wie?
Montag kann ich aber nicht, da ist Besprechung in der GB-Schule, und Donnerstag ist Ergo

Beitrag von zanadu01 25.03.11 - 08:16 Uhr

Hallo, das kommt darauf an was der Junge hat?
Es gib Kinder die auf ein Internat gehen. Kinder die Teilstationär in der Kinderphachatrie gehen. Es gib Hauslehrer usw..
Es gib auch Projekte für Hochproblemmatische Familien . Wichtig ist das sich jemand zuständig Fühl , und dem Kind und der Famlien hilft.

Beitrag von manavgat 25.03.11 - 10:22 Uhr

Möglich ist eine kinderpsychiatrische Einrichtung mit angeschlossener Schule. Das ist die beste Variante um überhaupt einen Zugang zu finden, da offensichtlich die Eltern komplett überfordert sind.

Im Anschluss sucht man dann ein Internat oder eine Kinder- und Jugendeinrichtung die auf solche Kinder spezialisiert sind.

Gruß

Manavgat

Beitrag von meringue 25.03.11 - 10:46 Uhr

Dann freu dich auf die I n k l u s i o n, nach der alle Härtefälle möglichst an Regelschulen unterrichtet werden sollen. Ich sehe schon wahre Völkerwanderungen "unauffälliger" Schüler von Schule zu Schule ziehen, um ein bisschen Lernstoff zu ergattern.

(Dies sagte mir eine Förderschullehrerin, die selbst ein geistig behindertes Kind hat und Inklusion unter hiesigen (=schlecht finanzierten) Umständen für idiotisch hält.

Das darf sie aber nicht laut sagen, wir müssen halt EU-Richtlinien umsetzen.#cool

Beitrag von erstes-huhn 25.03.11 - 11:34 Uhr

Natürlich können, die Eltern die Förderschule ablehen, solange es noch andere Schulen gibt, die ihr Kind nehmen.

Unterm Strich ist auch das eine Frage des Geldes.

Beitrag von dore1977 25.03.11 - 11:47 Uhr


Wieso ist es eine Frage des Geldes ?

LG

Beitrag von erstes-huhn 27.03.11 - 15:36 Uhr

Weil private Schulen Geld kosten ...

Beitrag von dore1977 27.03.11 - 17:43 Uhr


Ja und ? Ich spreche hier von einer Privat Schule die der Junge verlässt.

Beitrag von erstes-huhn 27.03.11 - 18:32 Uhr

Na, das ist ja nicht die einzige Schule.

Es gibt ja etliche private Schule und je elitärer, umso teurer...