Ich fühle mich so schlecht - ich bin eine Rabenmutter ***LANG***

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von zicke-zacke 24.03.11 - 20:28 Uhr

Hallo,
ich muss euch mein Herz ausschütten.
ich bin eine wirklich schlecht Mama.

Meine zwei Racker (Mädel 3,5J. + Bub 10M.) halten mich sowas von auf Trapp. Nachts kann ich nicht richtig schlafen, weil der kleine seit Anfang an schlecht schläft und wenn er wach ist schreit er. Selten plappert er nur vor sich hin. Tagsüber ist es auch nicht anders.

Meine Große ist eigentlich meine Prinzessin. Sie bringt mich aber zur Weißglut. Sie ist trotzig hoch 10. Alles muss ich sehr oft sagen. Immer kommt dann ein "Warum?" Ich gebe ihr eine Antwort, aber das ist ihr egal. Sie ignoriert mich. Wenn ich sie dann "bestrafe", also ins Zimmer stelle oder ihr die Malstifte wegnehme (wenn sie z.B. die Möbel vollmalt), ist ein riesen Geschrei. Dazu noch das Geschrei meines kleinen Sohnes und die Müdigkeit von mir...#heul#heul#heul#heul#heul#heul

Im KiGa ist es auch nicht anders. Sie bockt total und ist ständig am zappeln. ´Der KiA meint,sie ist halt ein lebendiges Kind.

Ich liebe meine Kinder wirklich über alles. Aber es ist mir manchmal einfach zuviel.

Heute war auch so ein Tag. Die Nacht war schlimm und die Große hat ihre Grenzen ausgetestet wo´s nur ging: Vor dem Arztbesuch sagte ich zu ihr: "Komm, wir gehen noch mal Pipi machen, bevor wir gehen" Sie: "nein ich muss nicht!" Wenn ich sie trotzdem auf´s WC setze, schreit sie. #augen
Beim Arzt passierte es dann: Mama ich muss pipi. Und... die Unterhose und Strumpfhose waren nass. Richtig nass.
Ich hatte kein Wechselhöschen dabei (normalerweise hab ich immer was dabei). Wir mussten nach dem Termin anstatt auf den Spielplatz im Ort des Arztes, nach Hause um sie umzuziehen. Mein Sohn bekam Hunger und weinte... Zuhause dann: Drama, bis sie in die Wohnung mit reinkam.

Mein Sohn hatte Hunger und schrie!!! Ich bat sie, sich zu beeilen. Sie "Warum?"... weil er hunger hat...

Drinnen bat ich sie, sich die Schuhe auszuziehen (klett). "Warum? Aber ich kann es nicht alleine!" (Ganz was neues). Der kleine schrie weiter. Meine Nerven platzen.

Ich setzte sie hin, zog ihr die Schuhe aus und wollte sie ins Badezimmer schieben (sie hatte keine Hausschuhe an, nur Strumpfhose). Sie rutschte auf dem Laminat aus und flog auf´s Kinn. Sie fing an zu weinen. Und sie blutete...

Der Kleine weinte noch weiter, natürlich da die Schwester auch weinte und Hunger hatte er noch immer!

Ich versorgte sie und rief meinen Mann an, damit ihc mit ihr ins Krankenhaus fahren konnte.

Wie assig bin ich ????? Ich bin ein hoffnungsloser Fall!!!!!!!!

Sowas darf nicht passieren!!!!!!!!!!!!!

Ich will endlich Hilfe, wie ich besser mit den zwei Kindern zurecht komme. Ich will lockerer werden!!!

Wollte eine MuKi-Kur machen, Absage. Ich solle mich hier an Hilfe wenden. Ja wo denn??? Beim Jugendamt??

Wenn man sich ausheult, heißt es: "Da muss man durch!"
Man wird nicht verstanden. Und wenn man nicht sagt, alles ist supertoll, wird man belächelt.

Ich will nicht mit Steinen beworfen werden. Ich hasse es, den Kindern einen Klaps zu geben oder einen Datsch auf die Hand.

Ich bin eine totale Versagerin!!!!!!!!!:-(:-(:-(:-(:-(:-(:-(:-(:-(

Beitrag von justwoman 24.03.11 - 20:35 Uhr

Erstmal sei gedrueckt und du konntest nun wirklich nichts dafuer das sie so ausrutscht
und eine Versgerin bist du nicht.

Wenn dir alles zu viel wird,denke ich solltest du zum Jugendamt gehen bzw. Familienhilfe

liebe gruesse
Chris

Beitrag von acid-burnxx 24.03.11 - 20:38 Uhr

Das war halt eine Verkettung von vielen blöden Kleinigkeiten...grade dann müsste man ruhig bleiben,aber das klappt nun mal nicht immer.

Und mit dem Hinfallen....ja-war blöd,aber du hast sie ja nun nicht gestoßen,sie ist ausgerutscht...das war dann erstmal wieder der Moment der dich wieder richtig wach gemacht hat.

Hast du denn niemand,der dir die 2 oder wenigstens eins mal abnimmt?
Die Kleine z.B. nachmittags mal zu ner Kiga-Freundin?

*drückdich*

Beitrag von wismarli 24.03.11 - 20:44 Uhr

Guten Abend.

Du bist keine schlechte Mutter.#liebdrueck

Meine Große (im Juli 4) ist genau wie deine Große.

Ich wollte heute mit den Beiden spazieren.Jule wollte raus,dann wieder nicht und noch mehr unentschlossenheit auf der Treppe mit großen Geschreie.Der Kleine war auf meinen Arm und die Große musste ich die Treppe halb hochschleifen.Oben schickte ich sie ab ins Zimmer.Nach ner halben Stunde hatte Madame sich beruhigt.

Wir haben Beide lebhafte Kinder.Es gibt bei uns gute und schlechte Tage.
Ich liebe meine Tochter trotzdem ueberalles

Versuche Dir etwas Gutes zu tun.Freunde treffen,lesen usw


LG wismarli

Beitrag von cherry19.. 24.03.11 - 20:44 Uhr

Ach was... Kopf hoch ;-)

Jede Mutter, die Kinder in dem Altersabstand hat, die sagt, es ist alles supi und toll, die lügt mE.

Mein Sohn wird Ende April 4, meine Tochter wird Ende Juni 2... Ich komme mindestens jeden dritten Tag an meine Grenzen und hier rauchts. Ich fühle mich dann auch oft überfordert. Wir haben hier auch niemanden, der uns die zwei mal abniimmt. D.h. seit 4 Jahren echt nur Mama und Papa.. Nix mit mal alleine ausgehen oder abends mal Ruhe, denn irgendeiner von den beiden schreit immer!

Die NÄchte sind nach wie vor beschissen. Die Kleine macht ja ständig Zähne. Es gibt einfach KEINE Nacht, in der man durchschlafen kann. Ich wüsste seit 4 Jahren nicht eine einzige..
Am Schönsten ists dann immer noch, wenn einer der beiden krank ist.. Dann weiß ich manchmal echt nicht, wo mir der Kopp steht..

Meine Schwiegermutter, deren Söhne den gleichen Altersabstand hatten, meinte mal zu mir, dass sie damals auch niemanden hatte und bei ihr hat das alles geflutscht. Sie hat sich NIE überfordert gefühlt.. Sorry, aber das kann se sonstwem erzählen, aber nicht mir!!!

Pass das nächste Mal einfach auf, dass du Wechselsachen mitnimmst. Wenn sie sagt, sie muss nicht, setz sie nicht drauf. Helf ihr beim An- und Ausziehen. Auch wenn sie es normal kann. So spar ich mir bei meinem Großen auch viel Nerven. Ich zieh ihn dann einfach an, bevor ich nach 15 Minuten total ausflippe..
Malt sie Möbel voll, Stifte weg. Beachte sie einfach nicht, wenn sie dann rumbockt..

Ich weiß wie gesagt, dass es oft Tage gibt, die einfach nur beschissen sind. Aber dann kommen auch wieder mal zwei drei einfachere Tage ;-) Die genieß ich dann.. Obwohl - zur Zeit gibts hier auch fast täglich Stress, da der Große auch meint, er müsse Austesten.

Sofern du dich natürlich so dermaßen überfordert fühlst, dass du Hilfe brauchst, stell einen Antrag auf eine Familienhilfe. Ich hab da auch schon mehrfach drüber nachgedacht. Gerade, als Nayla noch kleiner war. Dein Kleinstes is ja auch erst 10 Monate.

Du bist ganz sicher keine Rabenmutter. Nur, weil das heute passiert ist. Du hast sie ja nicht mit dem Gedanken ins Bad geschoben, dass sie jetzt ja hinfällt und sich was tut.

VERSUCHE manche Dinge nicht so extrem zu sehen. Es sind Kinder. Lass sie bocken, lass sie einpullern. ;-) Nimm Wechselsachen mit. Sie wird das lernen. Und zieh sie an und aus. Das verliert sich von ganz alleine wieder.

Im Übrigen hoff ich für dich, dass deine beiden sich mal besser verstehen, wenn sie etwas größer sind, als meine. Die kannste nämlcih keine fünf Minuten alleine lassen. Einer heult dann immer.. SCHREI!!!! DAS kostet auch Nerven sag ich dir ;-)

#liebdrueck
Janine

Beitrag von zahnweh 24.03.11 - 20:50 Uhr

das kann ich mit meiner einen auch so unterschreiben #winke

Beitrag von cherry19.. 24.03.11 - 21:02 Uhr

Ja, auch Einzelkinder schützen nicht vor Nerven-am-Ende-Tagen ;-)
Gerade wenns Mädels sind, denk ich.

Ich muss ja dazu sagen, dass ich meine Tochter schon um einiges heftiger in den Reaktionen empfinde, als mein Sohn war. Daher hab ich jetzt schon Panik vor der Phase, die gerade mein Sohn durchlebt. Ich glaub da bin ich dann bei Nayla total am Ende ;-)

Beitrag von zahnweh 24.03.11 - 20:47 Uhr

Hallo,

nur kurz:

1. meine ist 3,5 Jahre und hatte kürzlich auch so eine Phase. Ich habe mit der Erzieherin gesprochen. Dort ist sie sonst ein Sonnenschein, aber in den zwei Wochen, so wie du deine beschreibst. Im Kindergarten (wobei die Erzieherinnen das von ihren eigenen Kindern kennen) und zu Hause auch.

Hab nur eine, bin aber selbst fast die Decke hoch gegangen. #zitter;-)

2. Mutter-Kind-Kuren werden im ersten Anlauf sehr oft abgelehnt. Grade mit dieser Begründung!!

wende dich an eine Beratungsstelle in deiner Nähe Z.B. Müttergenesungswerk oder eine andere. Lege Widerspruch ein!!!
Durch den Widerspruch merkt die KK, dass du es ernst meinst, dich nicht abwimmeln lässt und im zweiten Anlauf gehen mehr Kuren durch ;-)

Falls das Argument käme, unter 1 Jahr geht nicht. Es geht. Es gibt sogar eine Kleinkindkur wo Mütter mit Kinder von 0-5 Jahren hinfahren können. (Infos gerne auf Anfrage)

3. ja, beim Jugendamt kannst du auch Hilfe bekommen. Allerdings wer freiwillig Hilfe sucht, wird oft über Wochen oder Monate abgeschüttelt :-[

aber ja, dort kann man auch Hilfe bekommen. Das JA nimmt dein Profil auf, also wofür du genau Hilfe suchst, dann beauftragen sie die Diakonie und die stellen eine Familienhilfe. Je nach Bedarf kommt diese mehrmals pro Woche ins Haus, beobachtet und gibt Tipps. Je nachdem wer es ist, packt die Familienhilfe auch mit an.

4. das ist das schwierigste von allem:
überlege wie du selbst ruhiger werden kannst. z.B. eine Nacht und einen Tag nur du allein im Hotel oder einfach mal ausschlafen und dein Mann macht alles...

Einfach damit du selbst zu Kräften kommst.
Ich merke nämlich an meiner: wenn ich schon innerlich geladen bin, das überträgt sich sofort oder sogar schneller. Sie hat sowas wie einen eingebauten Stimmungs-Seismograph in sich, der all meine Stresswellen schon Tage vorher auffängt und sich in ihren Launen entlädt.

Je innerlich unruhiger ich bin, desto mehr stellt sie an, schreit sie, jammert sie...
Sobald ich selbst wieder ausgeglichen bin, ist sie es (überwiegend) auch.

5. falls du Zeit zum Lesen hast.
Dieses Buch hat mir schon einige Tipps gegeben
"die ersten fünf Jahre im Leben eines Kindes" (weltbild). Darin sind keine pauschelen Vorgaben, sondern Beschreibungen wie mein Kind denkt fühlt und handelt. Seit ich sie besser verstehe, kann ich dem ein oder anderen vorbeugen, BEVOR sie es macht, weil ich ihre Gedanken erahnen konnte durch das Buch.

Viel Kraft
ich kann dich verstehen #winke

Beitrag von germany 24.03.11 - 20:47 Uhr

Hallo,

also jetzt reiß dich mal zusammen!#liebdrueck Mein Sohn wird im Juli 7 Jahre alt, aber glaubst du, ich war immer geduldig und ruhig? Nach Nächten ohne Schlaf verzweifelt man einfach. jede Mutti kennt das!

Bei uns kommt jetzt erst Nr. 2, aber ich hatte oft genug über mehrere Tage die Söhne meiner Freundin oder meine Nichten und ich finde es furchtbar stressig, wenn Kinder einen so geringen Altersunterschied haben. Also ich hab mich immer gefragt wie andere Mütter das schaffen.

Fürs nächste mal:

Pack frühzeitig in eine Tasche Wechselsachen und was zu essen für die Kids, damit du nicht kurz bevor ihr los müsst, total gestresst bist und dann die hälfte vergisst.

Deine Tochter ist jetzt in einer wirklich nervigen Phase und ich hab sie auch durchmachen müssen, genau wie unsere Eltern und Großeltern.

Beantworte einfach ihre Fragen so gut es geht, es wird aufhören, glaub mir! Sie möchte dich nicht ärgern, diese "Warum" Phase macht eigentlich jedes Kind durch. Auch das mit dem alleine nicht mehr anziehen können usw. Die sind in dme Alter halt so zwischen groß werden wollen und noch Baby/Kleinkind bleiben.

Hilf ihr wenn sie Hilfe möchte, auch das wird vorbei gehen.

Mach deiner Tochter nicht so viele Regeln, überleg ob du das wirklich so wichtig findest, das sie jetzt grad ruhig ist oder was auch immer. Versuch einfach lockerer zu sein. Ich weiß das ist echt schwer, aber manchmal regt man sich wegen etwas auf, was eigentlich unwichtig ist.

Hilfe bekommst du wirklich beim Jugendamt. Die haben da eine Erziehungsberatung, an die du dich wenden kannst. Du kannst da einfahc hingehen, ohne deinen Namen und deine Adresse ect. nennen zu müssen.


Vielleicht wäre ja auch eine Familienhilfe etwas für dich? Meine Freundin hatte eine und die hat ihr wirklich geholfen.

Und wenn nix mehr geht dann bete das herunter: Es ist nur eine Phase, Es ist nur eine Phase...

Das kann man beliebig oft sagen und es hilft. Es geht alles vorbei, auch wenn man erstmal denkt das man alles falsch gemacht hat. Lies dich mal über google ein bisschen zu dem Thema ein, dann wirst du merken, dass alles ganz normal ist und das du keine Rabenmutter bist und auch nix falsch machst.


Du bist Mensch und nicht nur Mutter und Menschen haben Gefühle und manchmal kann man nicht ruhig bleiben und es gibt keine Mutter die perfekt ist und immer geduldig und ruhig, das ist einfach schwachsinn! Die Werbespot Familie, wo die Familie bereits morgens überglücklich am Esstisch sitzt, gibt es nicht und wenn, dann ist das verdammt selten!




lG germany

Beitrag von ungeheuerlich 24.03.11 - 20:53 Uhr

Mein Gott, nun mach Dich doch wegen nichts so fertig.
Was machst Du wenn wirklich mal was Ernstes ist? Dich selbst anzeigen?

War ne blöde Situation und davon werden noch mehr kommen. Das ist halt so wenn man mehr wie nur ein Kind hat.

Deine Tochter macht eine nervtötende Phase durch (ich gehe mal von einer Phase aus) und Dein Kleiner ist jetzt schon anstrengend.
Heute wars halt mal einer dieser Tage die richtig schlimm sind, und morgen ist es wieder anders.
Versuche lockerer zu werden und halte Dir vor Augen, daß Du NICHT perfekt sein mußt. Das ist nämlich niemand und die rennen nicht gleich zum JA weil die Kinder mal am Rad gedreht haben.
Also hör auf dich selbst fertig zu machen.

LG

Kerstin

Beitrag von jenny133 24.03.11 - 20:55 Uhr

Hallo

was du erzählst finde ich (sorry) ganz normal! Mein Sohn ist auch 3,5 Jahre alt und er bringt mich auch manchmal ganz heftig zur Weißglut!
Du hast sie nicht geschlagen und nicht zu heftig angeschrien, denn das hab ich dem Text nicht so entnommen. Das sie hingefallen ist war echt blöd, aber das du so reagiert hast kann ich verstehen wenn der kleine im Hintergrund schreit.

Wir haben noch kein zweites. Bin gerade schwanger und da sind meine Nerven auch nicht immer die besten :-( Auch ich schlage ihn nicht oder bin zu aggressiv, aber manchmal merkt er schon, das ich nicht so locker bin wie an anderen Tagen!

Hoffentlich können dir andere hier schreiben, wo du die nötige Hilfe finden kannst, denn egal ob es normal ist oder nicht, wenn du meinst das du Hilfe brauchst soll sie dir auch gegeben werden! Wenn so eine stressige Situation mit Nico zu eskalieren droht bleib ich stehen und atme einmal tief durch. Mir hilfts - nur - wie geschrieben ich hab den Druck vom zweiten noch nicht hintendran...

Eine Rabenmutter bist du sicher nicht!

Alles gute für euch!

LG
Melanie mit Nico (3,5 Jahre) und Bauchzwerg (26+4)

Beitrag von cooky2007 24.03.11 - 21:01 Uhr

Als ich nur ein Kind hatte, bewunderte ich ständig meine unendliche Geduld mit meinem - wie viele sagen - pflegeleichtem Sohn.
Vieles lief prima. Trotzphase? Hatte er nicht.
Ab und an ein paar Reibereien, aber grundsätzlich lief alles prima.

Dann kam unsere Nr. 2 - von Anfang an ein sehr einnehmendes, aufgewecktes Wesen - zu Anfang ein Schreikind, jetzt ein baby, das kaum vom Arm runter will.
Nun begann die Geduld zu schmelzen, denn der große Bruder wurde natürlich einfersüchtig (klarer Fall von Fall vom Thron).

Da wir immer noch Nächte haben, in denen ich kaum zum Schlafen komme, ich seit über 9 Monaten kaum mal mehr als 3 Stunden Schlaf am Stück hatte, mein Mann beruflich viel unterwegs ist, wir ein großes Haus mit Garten haben und ich noch eine ehrenamtliche Tätigkeit zusätzlich zu meienr rheumatischen Erkrankung sage ich - ich laufe praktisch zu 90% an meinem Limit.
Lockerer werden - ja, das geht so laaaaangsam, wenn die Kids schön spielen. Oder wenn ich das Gefühl habe, am Vormittag viel erledigt zu haben. ich bin ein 1000% Mensch, will vieles gleichzeitig machen und alles genau und superordentlich.
Und dann läuft irgendetwas aus der Spur - dann bin ich fertig und raste auch aus. Ja, ich habe nachts auch schon meine Tochter angebrüllt (Schlafentzug ist etwas Schreckliches) und bei meinem Sohn weiß ich oft nicht mehr weiter, aber es wird besser. Es ist schon besser als noch vor einiger Zeit, aber natürlich nicht gut.
Ein weiteres Kind - nie und nimmer - nicht für mich!

Das schaffst du schon! Siehst du das Licht am Ende des Tunnels?
Alles Gute.



Beitrag von ma-lu 24.03.11 - 21:03 Uhr

Hallo,

ich kann dich gut verstehen.
Meine beiden sind fast zwei und fast vier, und auch ich stoße immer wieder an meine Grenzen, und das, obwohl ich "vom Fach" bin und jahrelang in Kitas mit Kindern dieses Alters gearbeitet habe. Aber mit den eigenen ist das was ganz anders.
Bei uns passieren auch täglich kleinere oder größere Katastrophen, hier nur ein kurzer Abriss eines Nachmittags letzte Woche: die Große ist seit über einem Jahr trocken, jetzt findet sie es plötzlich lustig, mit ihrem Freund gemeinsam Pipi in die Hose zu machen. Die verabreden sich richtig dazu, und lachen sich schlapp, wenn sie sich dann beide umziehen müssen. Während ich also der Großen Hilfestellung beim Umziehen auf dem Spielplatz leiste, sieht der Kleine einen Hund außerhalb des Spielplatzes und rennt davon. Ich lasse die Große halb angezogen stehen, renne dem Kleinen hinterher. Die Große fängt an zu heulen, weil sie ihre Socken alleine nicht ganz hochgezogen bekommt und rennt mir hinterher. Ich schnappe den Kleinen, der kreischt los, weil er zum "Wauwau" will, die Große fuchtelt mir mit der Socke unterm Kinn rum, ich lasse den Schreihals auf den Boden, nehme die Socke, der Kleine rennt wieder Richtung Hund, die Große hat endlich ihre Socken an, der Kleine steht außerhalb des Spielplatzes und guckt seine Schuhe an, sagt" Bäh!" und da sehe ich schon die Hundekacke daran.
Auf dem Nachhauseweg kreischt der Kleine im Kinderwagen, weil er noch nicht nach Hause will, und die Große ist so müde, dass sie mit ihrem Laufrad umkippt und sich eine Schürfwunde am Knie zuzieht. Natürlich will sie SOFORT ein Pflaster, ich habe natürlich keins dabei, sie brüllt, bis wir zu Hause sind. Dort angekommen, nehme ich zwei Kindergartenrucksäcke samt meiner Tasche plus der Tageseinkäufe aus dem Kinderwagen, die Tüte mit den verpinkelten Klamotten und frage mich, wie ich das alles plus die beiden Kinder in den vierten Stock (ohne Aufzug) bringe. Der Kleine weigert sich, die Treppen zu laufen, die Große heult immer noch, der Kleine fängt auch wieder an, weil ich ihn nicht auf den Arm nehme und er alleine hochlaufen soll (das kann er!). Endlich oben angekommen, stürze ich in die Küche und suche die Pflaster, finde sie und NATÜRLICH gibt es Tränen, weil wir keine DM-Bärchenpflaster mehr haben sondern nur die Maus-Pflaster. Vor lauter Zorn packt sie die Pflasterpackung und schmeißt die ganzen Pflaster auf den Boden. Der Kleine sieht inzwischen seine Kuscheltiere im Gitterbett und weint, weil ich ihm nicht schnell genug sein "Mäh" bringe.
Und so weiter und so fort............ und die Nacht wird natürlich auch wieder zum Abgewöhnen. Durchgeschlafen hat der Kleine noch nie, wenn er mal 3 Stunden am Stück schafft, sind wir schon gut bedient. Und am nächsten morgen stehe ich gerädert auf, mache beide Kinder fertig, damit die um halb acht in der Kita und ich 20 Minuten später vor meiner Schulklasse stehe.

Ich bin im Moment auch fertig. Vor allem, da wir in den letzten Monaten auch alle ständig krank waren und ich eigentlich nie, nie, nie seit 4 Jahren ausschlafen konnte. So früh wieder zu arbeiten, war wohl ein Fehler. Jedenfalls kann ich mich auch oft nicht zurückhalten und werde laut und ab und zu auch ungerecht zu den Kindern. Ich hoffe, dass der Sommer eine Veränderung bringt und das viele Draußensein einiges an Spannungen und Reibungspunkten wegnimmt.

In diesem Sinne
Kopf hoch, Du bist nicht alleine und sicherlich keine Rabenmutter!!!

LG
Ma-Lu




Beitrag von zicke-zacke 24.03.11 - 21:28 Uhr

Danke für eueren tröstenden Worte!

Ich fühle mich zwar noch immer total schlecht, aber ich weiss, dass ich an mir arbeiten muss.

Vielen lieben Dank euch allen! #liebdrueck

Beitrag von courtney13 24.03.11 - 21:40 Uhr

#liebdrueck Oh wie ich dich verstehe!!!

Hab eine Tochter mit 4 Jahren und einen Sohn mit 11 Monaten. Ja bei uns brennt auch täglich die Hütte!!! Mit der großen ecke ich täglich an. Mein Mann hat überhaupt keinen Einfluss mehr auf sie.

Der kleine ist ein richtiger Sonnenschein, solage besuch das ist oder wir außer Haus sind. ABER wehe wir sind zuhause. Da ist alles falsch. Im Stuhl ist nix, auf dem Boden ist nix. Was ich auch mache er heult.
Und zu meiner großen Freude hat er mir heute auch noch 2x gebrochen. Warum weiß ich nicht. kein Fieber oder anzeichen einer Krankheit??? Die große hat das am Dienstag gehabt und nun ist alles wieder ok!

Manchmal könnte man da einfach nur die Koffer packen und gehen. Man liebt seine Kinder so sehr, das man einfach alles richtig machen will und wenn dann das nicht so läuft wie man es sich wünscht ist man einfach am Ende. ICH KENNE DAS!!!

Als einzigen Tipp den ich dir geben kann ist, nehm dir ab und zu mal zeit für dich. Beleg nen Kurs der dir gut tut. Ich hab jetzt gerade einen für Aquafitnes hinter mir, tat mir sehr gut und die Stunde hat mir alleine gehört. Ansonsten nehm ich Johanniskraut in der Hoffnung wieder etwas runter zu kommen wenn ich mal wieder auf 180 bin.

Also Kopf hoch!

LG Courtney

Beitrag von a79 24.03.11 - 22:52 Uhr

Hallo,

ich glaube nicht daran, dass Eltern Versager sein können, denn -wie Du schon schreibst- Du liebst Deine Kinder und versuchst alles menschenmögliche, ihnen das auch zu zeigen! Aber -ebenso wie bei allen Eltern- haben auch Deine Möglichkeiten irgendwann ihre Grenzen erreicht. Es gibt keinen Grund, sich dafür zu schämen - eher finde ich es bewundernswert, dass Du selbst die Notbremse ziehst und Dir Hilfe holen willst. Zu erkennen, dass etwas nicht so läuft, wie es soll, ist ein Zeichen dafür, dass Du sehr genau analysierst, was bei Euch zu Hause passiert und das ist gut so!

Als ich an diesem Punkt angekommen war, an dem -wie ich vermute- Du jetzt bist, waren meine Jungs 4,5 Jahre und 1,5 Jahre alt - ich fühlte mich furchtbar und je mehr ich versuchte, redete und kämpfte, desto schlimmer wurde es und desto weniger konnte ich verändern.
Ich habe mich schließlich an die Erziehungsberatung der Caritas gewendet und dort endlich die Hilfe bekommen, die ich brauchte: jemanden, der mich nicht verurteilt sondern mir zuhört, meine Standpunkte objektiv zusammenfasst und Probleme auf den Punkt bringt. Dieses Zuhören hat mir unheimlich geholfen. Ich konnte plötzlich alles klarer sehen und so auch besser reagieren. Die für mich zuständige Sozialpädagogin fragte mich nach meinen Problemen und vor allem nach meinen Wünschen, wie es für mich aussähe, wenn es gut liefe. Welche Ziele ich erreichen wolle im Umgang mit den Kindern und welche Vorstellungen ich selbst hätte, wie diese Ziele zu erreichen seien und was ich alles schon ausprobiert hätte.
Bei all diesen Gesprächen fühlte ich mich immer sehr verstanden und nie bloßgestellt. Zudem kosten sie nichts.

Kontakt zu solchen Beratungen bekommt man über die Caritas oder auch Familienzentren und ähnliche Einrichtungen. Man kann einfach anrufen und ganz unverbindlich einen Termin ausmachen. Vielleicht wäre das was für Dich?

Ich bin immer noch keine Supermama -werde auch nie eine sein, aber ich bin ehrlicher mit mir selbst und mit den Kindern geworden und gestehe ihnen gegenüber auch meine Schwächen und Fehler ein. Oft wird das sogar verstanden und durch diese Kommunikation wirkt Mama plötzlich näher als vorher. Mir kommt es immer so vor, als seien meine Jungs ganz froh, dass ich auch nicht perfekt bin und sie das auch wissen lasse, ohne dabei andauernd irgendwelche Fehler entschuldigen zu wollen.

Ab und an nehme ich immer noch mal ein Gespräch in der Beratunsstelle in Anspruch, wenn es mal wieder Phasen gibt, wo wir viel aneinandergeraten oder Dinge nicht so gut laufen. Dadurch bekomme ich viele Ideen und Handlungsmöglichkeiten an die Hand...und kann mir zwischendurch mal wieder alles von der Seele reden, was belastend ist.
Das tut gut!

Ich weiß nicht, ob ich Dir damit jetzt sehr weiterhelfen konnte aber ich bin mir sicher, dass Du es meistern wirst, auch ohne "einfach da durch zu müssen"...
Ich wünsche Dir viel Kraft und Vertrauen in Dich, Deine Kinder und Eure Liebe zueinander!

LG

Andrea mit ihren beiden Jungs

Beitrag von gioia0107 24.03.11 - 23:19 Uhr

Hört sich an, als würdetst Du mit meinen Kindern wohnen. Ich hasse solche Nachmittage auch! Man ist in Schweiss gebadet, den Tränen nahe, schreit nur noch rum und alle sind frustriert. DIe Kinder sind genervt weil man so laut ist und so ungeduldig! EIn Teufelskreis!

Ich kenn das nur zu gut ich bin auch im Moment schnell dabei, dass ich ausraste.

Mir hat es geholfen, dass meine Mama gesagt hat, ich soll was "zur Beruhigung" nehmen, damit ich einfach mehr in mir ruhe.

Ich nehm seit ca 2 Wochen Sedacur forte, mit Baldrian und Melisse und so. SUPER! Ich bin einfach etwas entspannter.

Deine Situation von heute war eine Verkettung unglücklicher DInge! Das hat nichts mit Rabenmutter zu tun.
Ich hab mal drüber nachgedacht und überlegt, wie ich reagiert hätte....
Ich hätte die Grosse sitzen lassen! Oder mit Schuhen reingeholt. Dann hat sie Pech und sitzt eben noch was in Schuhen und der nassen Hose in der DIele. Beginne den Zwerg zu füttern und sag ihr ganz klar, dass sie jetzt warten muss, weil sie nicht hört.
Weil grade wenn man so sauer ist, passieren solchen Sachen und wenn dann im Hintergrund noch jemand brüllt, dann kann man ja nicht klar denken!

WIr haben vom Kiga einen Sozial-Psychologischen Dienst, da können wir hin. Das ist ein Psychologe, der hier in einer Einrichtug arbeitet, wo Kinder wohnen, die nicht mehr zu Hause wohnen können. An den können wir uns wenden und das hab ich auch schon getan! Vielleicht gibt es sowas bei Euch auch!

Viel Erfolg!

LG Verena mit Lukas 5 und Lucy 19 Monate

Beitrag von mausmadam 25.03.11 - 00:26 Uhr

Fühl Dich gedrückt - ich kenne das...
Hatte auch eine trotzige 3-jährige, ein Schreikind und ein Spuckkind ...
Ich lese aus Deinen Post keine wirklichen Konsequenzen. Gibts das bei Dir nicht? Stifte wegnehmen ist das einzige. UNd kündigst Du das vorher an?
Wenn meine zB sich nicht die Schuhe anziehen will, gehts in Socken nach draussen. Wenn sie nicht aussteigen will aus dem Auto, bleibt sie sitzen und ich schliesse sie ein (sehe sie ja). Wenn sie rumtrödelt, bin ich schon einmal gegangen und habe die Türer abgeschlossen. Sie dachte, ich fahre ohne sie und seitdem wird nicht mehr getrödelt. etc Bin also auch eine Rabenmutter.....
Alles Gute!

Beitrag von amory 25.03.11 - 08:31 Uhr

Hallo,

du fährst wegen einem aufgeschlagegen knie ins krankenhaus?
ich glaube ich bin ne rabenmutter...das würde ich nicht machen.

nein im ernst: ich hab zwar nur eine, aber manchmal wird mir selbst die zu viel. 3,5 ist ein schwieriges und anstregendes alter.
ich finde ncihts ovn dem shclimm, was du geschrieben hast.
das ist der ganz normale wahnsinn;)

grüße, amory

Beitrag von arienne41 25.03.11 - 08:56 Uhr

Hallo

Ich will nicht mit Steinen beworfen werden. Ich hasse es, den Kindern einen Klaps zu geben oder einen Datsch auf die Hand.

Komisch das dich alle bemittleiden.

Du haust deine Kinder erst ist es der Klaps und dann kommt irgendwann der Hinternvoll.

Du scheinst nicht organisiert zu sein.Hört sich jedenfalls für mich so an.

1. Am Wochenende hat dein Mann mal die Kinder Nachts zu versorgen damit du schlafen kannst. Wenn du bei euch nicht schlafen kannst eben bei ner Freundin oder so.

2. Du hattest für die Große keine Sachen mit also dein Fehler.
Habe deine Wickeltasche immer fertig gepackt mit Sachen für beide und ein paar Kekse und ein Trinkpäckchen.

3. Dein Kleiner hatte Hunger na da holft zur überbrückung ein Keks oder eine Reiswaffel und schon ist ruhe.

4. Dein Kind geht in den Kiga Wie lange? Wenn sie nur bis mittag geht kannst du ja die Stunden erhöhen.

5.Hast du beide Kinder am Nachmittag geh mit ihnen auf den Spielplatz.

Organiesiere möglichst alles wichtige morgens da hast du nur ein Kind und Nachmittags Zeit für den Spielplatz, Zoo oder sonst was.




Beitrag von alexma1978 25.03.11 - 09:22 Uhr

Hallo,

ich finde es total super von Dir, dass Du Dir Hilfe holen willst. Das zeigt schon das Du keine schlechte Mutter bist. Ich würde mich an Deiner Stelle ans Jugendamt wenden. Oder sprich doch mal mit dem KInderarzt bzw. Deinem Hausarzt (bzl. einer Kur).

Gibt doch auch Beratungsstellen (Pro Familia, Caritas, KIrche etc.)

Hilfe brauchst Du auf jeden Fall. Gut, das war jetzt ein Unfall. Daran trifft Dich keine Schuld.

Aber es ist schlimm, dass Du Deine Tochter in ihr Zimmer zum Bestrafen stellst. Finde auch diese Toilettengeschichte schrecklich. Wenn mein Sohn sagt, dass er nicht muss, dann setze ich ihn nicht auf die Toilette. Man sollte Kinder und deren Bedürfnisse auch respektieren. Genauso gehört diese Warum-Phase dazu.

Kopf hoch!

LG,

Alexandra

Beitrag von hotandspicy1975 25.03.11 - 12:30 Uhr

Hallo, also 1. bist du natürlich keine schlechte Mutter. was sollst du denn machen? Dir ewig auf der Nase rumtanzen lassen. Sorry, aber ich hab nur 1 Sohn der 3,5 ist und ich flipp manchmal schon wegen weniger aus. Ich kann es nicht leiden über alles zu diskutieren, bei uns gibt es dann eben Konsequenzen. "Zieh die Schuhe an!" - "Warum?" - "Darum, sonst gehen wir nicht auf den Spielplatz!")

Was ich aber nicht verstehe ist wieso dein Mann dich anscheinend nicht unterstützt. ich kenn viele Paare und bei uns war es auch so, dass unter der Woche der Mann der arbeitet schlafen darf. Am Wochenende aber hat er aufzustehen und seine Frau mal schlafen zu lassen. Bei uns ist es so, dass mein Mann am Wochenende die Zeit nachholt, die er unter der Woche nicht mit dem Kleinen hat. Und wenn die auf den Spielplatz gehen, kann ich mal ein Bad nehmen oder wenn ich total müde bin auch mal ne Runde schlafen. Viele Frauen spannen aus falscher Rücksichtnahme den mann nicht ein, aber wenn meiner so wäre, würde ich definitiv über kein 2. Kind mehr mit ihm nachdenken.