5 jähriger klaut Geld aus der Börse und behauptet es gefunden zu haben

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von yamie 24.03.11 - 20:57 Uhr

nabend,


folgendes ist heute nachmittag meiner freundin passiert. da ich keine gute antwort weiß, frag ich euch mal.

der betreff sagt eigentlich schon alles aus.
besagtes kind war bisher immer zuverlässig und ehrlich.

heute fragte er, ob geld im portomonnaie wär und er da mal randürfte. da vertrauen da ist, wurde es ihm erlaubt. plötzlich kam er an und präsentierte einen 50ig € schein und anderes kleingeld... meinte, dies in der kita, im gebüsch, gefunden zu haben.

im ruhigen ton wurde er mehrmals gefragt woher er nun das geld hätte, er blieb standhaft bei seiner variante, das geld gefunden zu haben.

er wurde dann böse und sagt, er hasst seine mutter, sie würde ihm das geld nur wegnehmen wollen, gibt jetzt keine küsschen mehr... etc.

wie geht man jetzt damit um? ist sowas eine lapalie? soll man das thema morgen nochmal anschneiden?



danke schonmal,
lg
yamie



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dies ist KEINE signatur!

Beitrag von mamavonyannick 24.03.11 - 21:04 Uhr

Ich hoffe, ich hab das richtig verstanden, dass der Junge böse wurde, weil Mama ihm nicht geglaubt hat???

Wenn ja, dann meine Frage: Haben die Eltern geldprobleme? Klingt für mich, als wenn der Sohn seinen Eltern eine freude machen wollte und deshalb behauptet, der hätte es gefunden.

vg, m.

Beitrag von yamie 24.03.11 - 21:15 Uhr

ähm, joa, er wurde böse weil mama ihm nicht geglaubt hat und ihm das geld wieder wegnehmen wollte.
geldprobleme haben sie keine.

hmmm, schwierig.

Beitrag von sillysilly 24.03.11 - 21:27 Uhr

Hallo

probieren viele Kinder aus

Klar sagen, daß es nicht geht und auch warum
das die Eltern sich das Geld erarbeiten, daß es nicht einfach da ist
das es jemanden gehört und wenn man es weg nimmt klauen ist
das das Geld für Essen, Trinken, Wohnung, Spielsachen gebraucht wird
ect.

Meine Tochter hat auch schon Mal 2 Euro gefunden - die dann aus dem Geldbeutel der Schwester gezielt entwendet waren.
Hätte aber auch ein Schein sein können, wenn einer da gewesen wäre.

Natürlich ist es nicht in Ordnung, aber es ist ein dem Alter entsprechender Versuch.
Manche nehmen mal im Laden was mit, manche im Kindergarten .....

Wichtig ist, ein ehrlicher offener Umgang damit
Deutlich machen, daß das nicht geht und auch von den Eltern nicht toleriert wird.

Mit dem Kind sprechen, daß das Geld eben nicht ihm gehört

Die Sachen in Ruhe nochmals besprechen


grüße Silly

Beitrag von 1familie 25.03.11 - 09:18 Uhr

Hallo,

fehlte das Geld dann auch in der Börse???
Das kann ich hier leider nicht rauslesen.

Wenn es nicht fehlt, was spricht dagegen, das er es tatsächlich gefunden hat. Mein kleiner Sohn spielte auch einmal im (öffentlichen) Sandkasten mit einem 100€ Schein #schwitz

Wenn es fehlte, dann sollte sie mit ihm reden, ob ihm etwas fehlt oder dergleichen. Kinder klauen nciht einfach so Geld aus einer Börse.

Gruß

Beitrag von marion2 25.03.11 - 09:35 Uhr

Hallo,

wo steht dieser Sandkasten? Gibt es da noch mehr Spielzeug?

Gruß Marion

Beitrag von 1familie 25.03.11 - 12:23 Uhr

Hi,

neben der Kita *grins*

Ist bosher aber nur einmal passiert, da sich keiner gefunden hat für die 100€ haben wir für die gesamte Kita Eis gekauft :-)

LG

Beitrag von yamie 25.03.11 - 13:45 Uhr

hey,

ja, das geld war definitiv aus der börse. mittlerweile hatten mutter und sohn noch ein gespräch heute, mit dem ergebnis, daß der kleine irgendwan ankam und ihr das geld schenkte.

seltsam...

Beitrag von alpenbaby711 26.03.11 - 13:56 Uhr

Dem Bengel hätte ich ( natürlich nur wenns sicher ist) gesagt das du weißt das er lügt und er das Geld geklaut hat und nicht gefunden. ER hätte mit sofortiger Wirkung das Geld rauszurücken und würden ganz sicher nicht auch noch für eine Lüge gelobt werden.
Ela

Beitrag von tauchmaus01 25.03.11 - 15:35 Uhr

Huhu,

ich hab auch mal eine Menge Geld im Sandkasten gefunden als Kind. Das waren lauter 5 Mark Stück, vielleicht so 5 oder 6 und noch ein bisl. weiteres Kleingeld. Ich war am Abend auf dem Spielplatz, da war sonst keiner mehr und ich kam mir reich vor ohne Ende.

Meine Tochter hat mal 10 € auf der Erde gefunden!

Mona

Beitrag von kawatina 25.03.11 - 15:45 Uhr

Hallo,

ich habe auch zu DM Zeiten vor meiner Haustüre massig 1 und 2 Markstücke gefunden. Waren 42 DM! Allerdings wohne ich an der Bahn und so mancher verliert hier in vollem Galopp mal ne Münze oder Handy - wobei die oft zu Bruch gehen.

Wochen später erfuhr ich das die Spielhölle ums Eck überfallen worden war und die Täter reichlich Kleingeld auf der Flucht verloren hatten

Beitrag von kawatina 25.03.11 - 14:07 Uhr

Hallo,

haben die Eltern keinen Überblick wieviel 50ger in der Börse stecken?
Denn es ist nicht ersichtlich ob der Jung das Geld nun raus genommen hat oder nicht #kratz...ich weiß jedenfalls immer, wieviel Geld ich in der Geldbörse habe - zumindest in Scheinen und den Euromünzen - das kleine Geschrabbel fliegt ja meist raus und landet in der Milchkanne.

Wenn nein, kann es durchaus gefunden sein.
Aber auch aufmerksam sein, ob nicht jemand , wie Kitapersonal Geld vermißt. Möglich ist alles...ich glaube jedes Kind klaut irgendwann in seinem Leben etwas (egal ob einen Euro oder ein kleines Spielzeug)- manche unentdeckt und andere fliegen auf oder verplappern sich.

Ist es aus der Börse der Mutter würde ich mal ein paar ernste Worte mit dem Jung sprechen. Wobei es ihm ja erlaubt wurde, was ich auch etwas merkwürdig an der Geschichte finde.
Auch wenn Vertrauen vorhanden ist, würde ich mich ja fragen, was ein Kind mit meinem Portomonnaie anstellen möchte, bzw. dort zu finden glaubt.
Kinder, besonders Kleine müssen meiner Meinung nach nicht in allen Bereichen ihrer Eltern die Nase dran haben. Dazu gehören Dokumente und halt die Geldbörse inkl. Papiere und Karten.

Das er sauer ist und er befürchtet das ihm das Geld weg genommen werden könnte, zeigt, das er wohl das Bedürfnis auf eigenes Geld hat.
Sollte die Quelle seines unverhofften Rechtum aus Familienbeständen kommen, würde ich ihn aber nicht mit Taschengeld direkt belohnen. Denn dann merkt er nur, das er sich nehmen kann was er braucht und statt Bestrafung nur seinen Willen durch gesetzt hat.


Auch würde ich ihm erklären, das er gefundenes Geld nicht einfach behalten kann, sondern beim Fundbüro abgeben muss. Meldet sich keiner, bekommt man das Geld zurück, ansonsten Finderlohn.

Eventuell auch ernst machen und mit dem Kind zum Fundbüro oder Polizeiwache gehen und das Geld abgeben lassen und bloß nicht vergessen Ansprüche auf Finderlohn anzumelden.

Dem Kind erklären, das jemand sein Geld bestimmt schon vermißt und der ja auch einkaufen und essen muss und er das Geld auf gar keinen Fall einfach so behalten darf. Ihm kindgerecht erklären was eine Fundunterschlagung ist und das die Polizei das nicht lustig findet.

Mag sein, das dann eine Reaktion erfolgt, wenn das sonst ein ehrliches Kind ist.


...und natürlich das ganze Programm oder #bla über Vertrauen und Ehrlichkeit.

LG
tina