Bipolare Störung? Was tun?

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Beitrag von lunachan 24.03.11 - 21:34 Uhr

Hallo,

ich bin leider nicht so medizinisch begabt und wollte euch mal nach eurer Meinung fragen.
Also eine Freundin von mir ist schon ne ganze Weile "depressiv".
Sie ist seit ein paar Jahren launisch und ihre Stimmung wechselt von einer Sekunde auf die andere vom Lachen zum (beinahe) Weinen.

Nun hab ich mal etwas recherchiert und bin über die bipolare Störung gestoßen. Die Kriterien für eine majore depressive Episode (Wikipedia) würden bei ihr am ehesten zutreffen.
Ich mach mir schon ein wenig Sorgen.
Bald stehen ihr eventuell größere Veränderungen im Leben bevor.
Daher glaube ich kaum, dass sie sich zu einem stationären Aufenthalt bereit erklären würde.

Habt ihr vielleit einen Rat, was ich tun könnte, um ihr zu helfen?

Vielen Dank schonmal im Voraus #danke

Beitrag von haruka80 24.03.11 - 22:24 Uhr

Huhu,

wichtig bei sowas ist, dass deine Freundin Hilfe möchte. Sowas wird aber niemals in einer manischen Phase klappen-wenn es denn eine bipolare Störung ist und nicht etwas anderes (kann ja auch ne Persönlichkeitsstörung o.ä. sein).
Du könntest mit ihr reden, ob sie mal zum Hausarzt geht und sich durchchecken lässt und zum Therapeuten überweisen.
Fpr mich hört sich deine BEschreibung jetzt nicht ganz typisch nach ner bipolaren Störung an, aber dafür hab ich auch zu wenig Informationen,sowas muß auch ein Therapeut erfragen in Gesprächen.

Sie muß Hilfe wollen und du kannst sie dabei versuchen an die Hand zu nehmen. Wenn sie nicht möchte, kannst du nix tun, dann könnte man nur was bei einer Selbstgefährdung tun.

L.G.

Haruka

Beitrag von lunachan 24.03.11 - 22:39 Uhr

Sie war wohl schon ein paar Mal bei einem Psychotherapeuten. Aber ich glaub sie hatte sich eine Wunderheilung erhofft, die ja nicht mit nem Schnipsen eintritt.
Nur jetzt hat sie, wie sie mir erzählt hat, keine Hoffnung, dass ihr ein Arzt wirklich helfen kann. Was sollen diese ewigen Gespräche denn bringen und so... Sie wills alleine schaffen. Aber ich merke, dass sie dazu keine Kraft hat.

Beitrag von haruka80 25.03.11 - 09:10 Uhr

Vielleicht schlägst du ihr eine Selbsthilfegruppe vor?
Zum Arzt wird sie aber müssen, oft stecken körperliche Erkrankungen hinter der Psyche (ich wurde z.B. lange ZEit-auch mit Medis- auf Depressionen behandelt bis irgendwann herauskam, dass mein Doc doch bei beiden Blutabnahmen nie die Schilddrüse testen ließ-an der lags nachher).

Es ist schrecklich, wenn man sieht, wie jemand leidet und nicht helfen kann, aber glaub mir, du kannst nichts tun, solange sie nicht möchte... manchmal muß man so weit unten sein und es geht gar nichts mehr, damit man merkt, dass man Hilfe benötigt und diese auch gut ist.

L.G.