Angst, den Eltern von der Schwangerschaft zu erzählen

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von nadimaus88 25.03.11 - 00:02 Uhr

Hallo ihr Lieben,

habe vor einer Woche positiv getestet und habe mich zunächst auch gefreut. Es war nicht geplant, jedoch auch nicht unerwünscht. Hab meinem Verlobten davon erzählt und er hat sich sehr gefreut. Er wird demnächst 30, hat eine feste Arbeit und wir sind seit bald 4 Jahren ein Paar. Ich bin im Moment mitten im Studium, das bis jetzt super lief.

Nun zu meinem Problem. Ich habe riesige Angst, es meinem Vater und meiner Mutter zu sagen. Vorallem habe ich Angst, dass sie mit Enttäuschung über mich reagieren. Das Verhältnis zwischen meinen Eltern und meinem Partner ist in Ordnung, jedoch sind meine Eltern der Meinung, er sei nicht der Richtige für mich.

Je mehr ich daran denke, es meinen Eltern zu sagen, desto unglücklicher werde ich über die Schwangerschaft... Wem ging es genauso? Bräuchte etwas Zuspruch...

Beitrag von florinda82 25.03.11 - 00:29 Uhr

hey,

es wäre sehr schade, wenn deine eltern mit entäuschung reagieren, weil das eine völlig unangemessene reaktion wäre. du hast ja nicht "versagt" oder so ein quatsch, du bekommst ein kind!

wenn du das kind bekommen möchtest, dann ist es deine entscheidung mutter zu werden und wenn sie sich um dich sorgen (und so klingt es, sonst wär ihnen ja egal, mit wem du zusammen bist), dann werden sie dich nach einem kurzen schock-moment (den du ihnen auch zugestehen solltest) bestimmt unterstützen.

das leben läuft nicht immer geradeaus, das ist auch gut so und macht es spannend. und letzlich ist ihre tochter schwanger und bekommt ein kind, da muss der partner nun nicht der "richtige" in den augen der eltern sein.

überleg also in ruhe für dich, ob du das kind bekommen und mutter werden möchtest, ohne dabei die vermeintlichen vorbehalte deiner eltern zu berücksichtigen. und wenn du dich für das kind entscheidest, weil du es gerne möchtest, dann geh und sag es deinen eltern und sie werden sich freuen, großeltern zu werden!

kopf hoch und alles gute!
flo

Beitrag von sophie-julie 25.03.11 - 01:17 Uhr

Hey du Liebe!

Also, wie es verstanden habe, freut ihr beide euch auf das Kind :-)! Herzlichen Glückwunsch erstmal. Das mit deinen Eltern ist eine blöde
Situation, aber wenn dein Freund hinter dir steht, ist es doch erstmal die Hauptsache. Meine Schwester hatte auch mal einen Freund, den fanden meine Eltern auch nicht "optimal", aber je länger sie zusammen waren, umso mehr war er okay für meine Eltern. Sie haben sich eigentlich ganz gut verstanden :-). Naja, und wenn deine Eltern erst sehen, dass er so
zu dir und eurem Kind steht, da sieht die Welt vielleicht ganz anders aus. Du kennst deine Eltern ja besser....oder meinst du, sie werden sagen:
"Du weißt was wir von ihm halten. Wie kannst du da jetzt schwanger werden?" ?? Du bist und bleibst ihre Tochte :-p - und das wird ihr Enkel.

Liebe Grüße

Beitrag von sarahwong 25.03.11 - 02:44 Uhr

Hey du,
Ich kenne deine Eltern zwar nicht, aber sie sind deine Eltern und LIEBEN dich sicher ueber alles. Wenn du ihnen erzaehlst, dass du ss bist, werden sie vielleicht erstmal ueberrascht reagieren (was bei Eltern oft als abweisend rueberkommen kann ^^), aber eigentlich freuen sie sich BESTIMMT! Welche Eltern wuerde sich nicht freuen, wenn ein Enkelchen auf dem Weg waere..? Vielleicht ist dadurch auch der Zugang zu deinem Verlobten geschafft.

Mein Bruder ist mit seiner Freundin seit 6 Jahren zusammen. Anfangs waren alle Beteiligten nur skeptisch, meine ELtern wollten ihm die Beziehung zu ihr sogar ausreden. Jetzt sind sie aber schon soo lange zusammen und irgendwie hat man sich aneinander gewoehnt. Es ist keine Liebe, aber Symphatie ist zumindest da und keine Ablehnung mehr. Es braucht einfach manchmal mehr Zeit!

LG und du schaffst das schon!
Herzlichen Glueckwunsch zur Schwangerschaft!

Beitrag von nadimaus88 25.03.11 - 06:09 Uhr

Guten Morgen,

vielen lieben Dank für eure ermutigenden Worte. Habe mich sehr gefreut.
Natürlich lieben mich meine Eltern, aber wie schon gesagt ist die Angst groß, es ihnen zu sagen. Zumal ich sie ja auch sehr selten sehe, weil ich so weit wegwohne.

An Flo, wir sind uns einig das Kind zu bekommen, an eine andere Möglichkeit haben wir keine Sekunde lang gedacht.

Wünsche euch einen schönen Tag :-D

Beitrag von sephora 25.03.11 - 07:47 Uhr

Hey
ich kann mich sehr gut in deine Lage versetzen..So ging es mir damals ( und dann auch wieder letztens) auch!
Ich konnte mir schon denken, wenn ich Ihnen erzähle, dass ich schwanger bin, dass sie nicht gerade vor Freude ausrasten werden.
Irgendwann habe ich mich dann durchgerungen und es meiner Mutter am Telefon erzählt ( das verhältnis zu ihr ist immernoch besser als das zu meinem Vater- er ist auch der Ansicht dass Kinder etwas lästiges sind was nur Geld kostet-GANZ SCHLIMM)
Jedenfalls kam von ihr als Antwort nur ein: ahja!
Toll, oder? Sonst hat sie nx drauf gesagt und dann dachte ich mir eben: Pech gehabt.
natürlich hat sie sich dann doch gefreut ...und je näher der ET kam, umso mehr kam die Freude. Mein Vater allerdings, ja, mit dem hab ich sowieso nicht viel zu tun.

Beim 2. Baby wieder das gleiche. ich bin auch noch im Studium und die beiden kinder war auch so geplant. Mein Mann arbeitet auch.
Konnte mir schon denken was sie sagen wird. Sie war dann eine Woche zu Besuch ( wir wohnen weit weg) und ich hab mich nicht getraut es ihr zu sagen, aus Angst vor blödem Verhalten. So sprüche wie: Was is mit deinem Studium etc etc..oh mann, was willst du mit 2 so kleinen Kindern)

Habe es ihr dann nicht gesagt und noch ein wenig gewartet. Am Telefon hab ich es gesagt und siehe da, sie hat garnicht so schlimm reagiert. Ich bin mir nicht sicher ob mein Vater überhaupt davon weiß, er hat mich bis jetzt nicht mal angerufen und was gesagt. Wie immer halt.

Jetzt sage ich Mir: Es ist doch mein Leben und meine Entscheidungen. ich bin erwachsen und wenn sie sich nicht freuen können, dann ist es deren Problem. Es war aber leider schon immer so, dass meine Eltern die Entscheidungen anderen nicht akzeptieren können.

Sag es ihnen einfach frei raus! Und wenn sie einfach komisch reagieren, kann es natürlich auch sein, dass sie erstmal baff sind. Die Freude kommt dann bestimmt noch..

lg

Beitrag von tani-89 25.03.11 - 07:51 Uhr

Sag es einfach ich war fast in der gleichen situation mein Mann und ich waren 6 Jahre zusammen und meine Eltern waren auch nicht so der meinung das er zu mir passt.
Ich war auch in einem Studium habe aber abbrechen müssen weil die SS nicht so lief wie es sein sollte.
als ich in der 9 Woche war hat meine Mutter gefragt ob ich schwanger sei, ich hab natürlich ja gesagt und sie meinte seit wann ich es weiß.
Ich wusste es ja selber erst eine Woche.
Aber meine Eltern haben sich über ihr enkelkind gefreut und ihnen war alles andere egal.

Beitrag von serafinabeja 25.03.11 - 08:10 Uhr

Wenn deine Eltern meinen, dass du dein Leben damit verbaust: Mach dir einen Plan und stelle ihn deinen Eltern mit vor. Man kann auch studieren mit Kind. Es gibt an den meisten Unis mittlerweile Möglichkeiten, sein Kind betreuen zu lassen.

Lass dir Zeit, informier dich, dann merken sie, dass du "erwachsen" genug bist, für das Kind. Mach nicht den Fehler und lass dir die Freude von diesen Ängsten versauen.

Herzlichen Glückwunsch.

Beitrag von siem 25.03.11 - 08:26 Uhr

hallo

bring es hinter dich.
vielleicht reagieren sie ja ganz anders.

bei uns waren alles drei wunschkinder, mit fg und künstlichen befruchtungen. daher wußten und freuten sich bei uns eigentlich alle-wobei nr 3 nicht mehr ganz soviel euphorie im umfeld auslöst-aber trotzdem erwartet wird ;-)

als wir nach einer fg und der zweiten künstlichen befruchtung mit tochter 1 schwanger waren und es der mutter meines mannes erzählt haben auf ihrem geburtstag (ok, sie fand mich wohl auch nicht so toll, weil ich ihr den letzten sohn weg nahm,alle anderen waren ausgezogen und vater tot,außerdem verstand ich ihr plattdeutch nie ;-)) war ihre reaktion:"kann ich noch ein stück kuchen haben?" zu ihrer tochter gewanndt.thema beendet.
ok, ich hatte zumindest ein herzlichen glückwunsch erwartet. waren ja auch schon 3 jahre verheiratet (bei der hochzeit war sie nicht weil sie sich krank fühlte).
aber als unsere tochter dann da war,hat sie sie wirklich geliebt und sich immer riesig gefreut wenn wir zu besuchen kamen. bei der zweiten genauso.unser verhältnis war dann viel besser. selbst zur ersten taufe ist sie gekommen obwohl sie da schon echt krank im rollstuhl saß.zur zweiten wollte sie auch kommen, ist aber am abend davor mit lungenentzündung ins krankenhaus eingeliefert worden. ein jahr später ist sie verstorben.
ich bin froh, dass sie ihre enkel kennen gelehrnt hat und auch unsere mädels haben oma zwar nicht so lange für sich gehabt aber trotzdem in guter erinnerung die nun im himmel ist, ihnen schnee im winter schickt und der sie gerne blumen,kerzen und geschenke auf den friedhof bringen.

erzähle es ihnen. vermutlich rechnen sie eh damit, dass ihr irgendwann zusammen ein baby bekommt, zeige dass du dich freust auch wenns nicht geplant war und dann genieße die ss.

alles liebe
siem14 ssw