Fruktoseintoleranz oder allergie??? Wer hat Erfahrung???

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von kitty2807 25.03.11 - 08:22 Uhr

hallo, meine kleine ist 3,5 jahre alt. demnächst steht uns ein termin zum atemtest wegen fruktoseintoleranz bevor. da bei ihr die schwere form vermutet wird müssen wir das ganze stationär machen.

sie leidet schon länger unter neurodermitis, hatte als baby heftige koliken und ist absolut keine rohkost mehr. zuletzt hatte sie immerwieder mit krämpfen, blähungen und verstopfung zu tun. auch gummibären und süßes mit fruchtgeschmack verweigert sie. ich bin mir aber nicht sicher ob sie eventuell eine unerkannte allergie hat, denn eigenartiger weise trinkt sie saftschorlen ohne mit baucschmerzen zu reagieren. wer hat eventuell erfahrungen mit solchen erkrankungen??? der arzt sagte, eine lebensmittelallergie rauszufinden ist extrem schwierig, da die symptome manchmal auch erst nach 48 stunden auftreten. bin ratlos und weiß nicht mehr was ich ihr noch geben darf. bei einigen obst und gemüsesorten (auch bei bio) bekommt sie außerdem ausschlag und bläßchen im mund.

danke und lg

Beitrag von sabbel1983 25.03.11 - 09:37 Uhr

Guten Morgen,

ja eine Lebensmittelallergie zu diagnostizieren ist wirklich schwer. Bei uns hat es gut 4 Monate gedauert bis sie die tatsächliche Ursache gefunden haben.

Sollte dein Zwerg wirklich eine Fructoseintolleranz haben, ist es logisch das sie auf Obst reagiert. Es kann aber auch alles irgendwie im Zusammenhang stehen. Das es etwas anderes ist und durch die "schädigung" jetzt das alles hinzu kommt.

Isst sie denn sonst normal? Wie ist ihr verhalten am Tage? Ist sie wie immer oder eher ruhiger?


lg und alles gute
Sabbel1983

Beitrag von kitty2807 25.03.11 - 10:43 Uhr

sonst isst sie normal. sie mag herzhaftes und verlangt kaum nach süßem. ihr verhalten ist auch normal, also lebhaft :-D. vor allem im moment, haben gerade eine karenzphase und vermeiden fruchtzucker schon mal, auch wenn der test noch aussteht. ich habe das gefühl, dass ihr das erstmal gut tut. ich würde halt gern gewissheit haben...

Beitrag von krissy2000 25.03.11 - 09:44 Uhr

Also Ausschlag und Blaeschen hoert sich nach einer Allergie an, waehrend Blaehungen etc. fuer eine Intoleranz sprechen. Ich selbst habe eine Fruktoseintoleranz und kann kaum Obst essen (nur fruktosearme Sorten). Saefte kann ich ueberhaupt nicht trinken. Dinge fuer Diabetiker bzw wo kein richtiger Zucker drin ist, sind auch tabu. Gummibaerenzeug kann ich auch immer nur 3-4 essen. Wenn du noch weitere Fragen bezueglich der Intoleranz hast, kannst du mich gerne anschreiben.

lg Krissy

Beitrag von kitty2807 25.03.11 - 10:51 Uhr

hallo, ja, ich hab ne menge fragen :-D
zum beispiel zu diesem atemtest. der arzt meinte, sie bekommt vorher nen zugang über die vene gelegt, weil es sein kann, dass ihr blutzucker extrem absinkt, deshalb muss das ganze auch stationär gemacht werden...hast du davon schon mal gehört??? ist das häufiger der fall?

ich frage mich auch wie ich sicherstellen kann, dass sie ausreichend vitamine erhält??

ach ja...und dann wurde mir vom arzt gesagt, dass oft die fructosemalabsorbtion und die echte intoleranz verwechselt werden. und, dass bei der intoleranz leber und nieren dauerhaft schaden nehmen können #zitter das macht mir schon angst. davon abgesehen, dass ich nicht weiß, wie ich dass dauerhaft in der kita regeln soll. wegen fruktose im essen... seufz

naja, und wenn es ne allergie ist, müssen wir wohl einfach hoffen diese auch rauszufinden. sie reagiert heftig bei apfel, birne, tomate und nektarine. während beerenobst und gekochtes gemüse, wie möhren usw ganz gut vertragen werden.

bin einfach verunsichert:-(

Beitrag von krissy2000 25.03.11 - 12:26 Uhr

Also fuer mich hoert sich das immer mehr nach einer Intoleranz an. bei mir ist es auch so, dass Apfel, Birne und Tomate ganz schlimm sind, waehrend Beerenobst recht gut vertragen wird. Es gibt eine hereditaere Fruktoseintoleranz, also verrerbbare Form, und eine Malabsorption, die nicht erblich ist. Ich habe die zweite Variante. Gibt es denn einen bei euch in der Familie, der eine Intoleranz hat?
Die hereditaere Intoleranz kommt wesentlich seltener vor als die Malabsorption.
Bezueglich des Atemtest habe ich noch nie gehoert, dass ein Zugang gelegt wird. Allerdings kann das bei Kindern anders sein. Ich habe normal in der Arztpraxis den Atemtest gemacht und es gab keine Probleme. Vitamine kannst du ganz gut abdecken, indem du ihr mehr Gemuese gibst und ihr die Obstsorten anbietest, die gut vertraeglich sind. Wenn sie wirklich eine Intoleranz hat, musst du den kIga informieren und alles weitere mit ihnen besprechen. Sie wird dann sicher etwas anderes Essen bekommen. zb. wenn es Obst als Nachtisch gibt, wird es weggelassen oder sie bekommt einen alternativen Nachtisch.

lg Krissy

Beitrag von snoopster 25.03.11 - 10:53 Uhr

Hallo,

ich habe selber auch eine FI und ich weiß, dass man bei solchen Dingen eigentlich nach einer Stunde, spätestens zwei reagiert.
Daher musst Du den Atemtest auch zwei Stunden lang machen, glaub ich, oder warens drei??

Naja, es gibt ja auf alle Fälle eine gewisse Toleranzgrenze, d.h. dass Du schon eine gewisse Menge an Fructose verträgst,a ber wenns zuviel wird, dann reagierst Du halt. Ein normaler Mensch isst ca. 50g Fruchtzucker am Tag, und einer mit FI verträgt vielleicht 15, aber das variiert. Vielleicht ist das bei den Säften so. Wenn die Säfte Zucker dabei haben, dann wird das eh besser vertragen, weil um Zucker Traubenzucker mti drin ist, und damit kann man das alles ein bisschen besser vertragen. DAher kann ich auch ab und an mal ein Stück Apfelkuchen essen :-)

Aber ansonsten ist es wirklich richtig doof, ne FI zu haben, weil das ist echt eigentlich überall drin... Und im Gegensatz zu Glucose und Lactose wirds nicht ausgezeichnet, weil das noch nicht so ne arge "volkskrankheit" ist... Daher gibts fructosefreie Sachen auch nur im Internet, nciht im Laden...

Alles Gute und LG Karin

Beitrag von mondfluesterin 25.03.11 - 13:42 Uhr

Hallo,

bei meinem Sohn wurde der Test gemacht als er ein Jahr alt war - auch im KH, aber nur, weil wir sowieso schon da waren. Es hat mehrere Stunden gedauert - aber ich verstehe nicht, warum ihr dafür stationär dableiben sollt. Und einen Zugang hatten wir dafür auch nicht. Das klingt alles sehr komisch. Aber im Moment höre ich nur solche Geschichten: Kinder, die mit eher kleineren Sachen stationär aufgenommen werden...

Mein Sohn hat die sekundäre Form (also nicht angeboren), die im Laufe der Jahre wieder verschwinden kann. Wie eine Vorrednerin schon sagte: Er gibt eine Toleranzgrenze und auch Tabellen, in denen das Obst nach einem bestimmten Verhältnis des Fruchzuckeres zu etwas anderem aufgelistet ist. Mittlerweile weiß ich gut, was er verträgt und was nicht. Aber wenn er mal über die Strenge schlägt, reagiert er mit starken Blähungen und Durchfall. Bläschen am Mund hatten wir nie, das klingt eher nach einer Unverträglichkeit / Allergie.