Ich weiß mit meiner Mutter nicht mehr weiter :-( (lang)

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von v_welt 25.03.11 - 09:38 Uhr

Hallo Ihr Lieben,

ach je ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll???
Es geht um folgendes: Ich bin 23 Jahre alt und habe ne 3Jährige Tochter.
Vor 2 Jahren haben mein Mann und ich ein 2 FamilienHaus gekauft. Meine Eltern wohnen also unten drunter.
Ich muss dazu sagen, eigentlich war es ein Fehler.

Ich habe immer alles versucht um es richtig zu machen, da ich in meiner Kindheit viele Fehler gemacht habe, wurde mit 11 Jahren vergewaltigt und dann war es eine schwierige Zeit für meine eltern mit mir, da sie es erst als ich 15 war rausbekommen haben. Bin dann auch in eine "Klinik" für 6 Monate.
Ich war trotz allem immer für meine Eltern da, doch zum schluss habe ich immer die Ar***karte gezogen, ich wurde ständig für mein Handeln bestraft. Mir wurde es jahre lang (bis heute) aufs Butterbrot geschmiert, da ich ja soooooo schwierig war.
Doch heute weiß ich, schwierig war ich nie für meine Eltern, da ich mein Ding gemacht habe. Habe mich zurück gezogen, mehr aber auch nicht, und wenn man das als schwierig empfindet weiß ich auch nicht?!!!

Naja vor 8 Wochen hatte meine Mutter totale Probleme wurde Psychisch krank und kam in eine Klinik für 3 wochen. Die 6 wochen davor waren die Hölle, meine Mutter nahm Tabletten (wo sie aber gleich wieder rausgebrochen hat), hatte versucht sich was anzutun (aber eigentlich mehr weil sie aufmerksamkeit wollte), sie warf mir vor, ich sei an all dem schuld, weil ich ja so schwierig war (ich dachte mir dann einfach nur, mein Gott ich habe mir meine Kindheit auch nicht ausgesucht, wäre auch lieber glücklich gewesen).
Na gut ich habe wie über alles wieder darüber weg geschaut. Ich muss sagen, ich lasse eigentlich viel mit mir machen aber irgendwann ist schluss. Naja das sage ich aber schon seit ich denken kann. egal was sie brauchte ich habe versucht alles möglich zu machen, sei es finanziell oder auch wenn ich mal wieder vermitteln sollte zwischen mutter und vater. wenn sie irgendwas gebraucht hat, war ich da! Mein Mann war manchmal echt stinkig auf mich. Als sie dann in der Klinik war merkte ich, wieviel ich 23 Jahre gegeben habe, und wieviel ich zurück bekommen haben! Naja das war dann echt bitter das zu erkennen. Doch leider hatte meine Mutter ne ganz andere Meinung davon. sie denkt immer was sie alles für mich tut. Nüx!!!!!

Ich weiß eigentlich das mich nicht so viel schuld trifft das sie so ist, aber viel schlimmer find ich das alle Leute das denken und ich steh da wie der Buhmann. den ich habe das best mögliche getan um das wieder gut zu machen. nur leider wird es mir eh nicht gelingen.
Schlimm find ich halt das sie lästert, macht und tut, und ich steh so sch*** da. Ich kann das nicht mehr und es frisst mich auf. Mir geht es wieder so gut, und ich frag mich immer ob sie das nicht ertragen kann, dass ich glücklich bin und eine tolle familie habe????

Jezt wo sie wieder zu hause ist, fühl ich mich echt schlecht, weil ich das gefühl habe sie ignoriert mich wieder, als ich so 16 war hat sie das auch dauernd gemacht, weil sie wusste sie straft mich damit. Ich habe gedacht als sie in der klinik war, sie nimmt das angebot an und wir machen ne familien therapie, aber sie weigerte sich. Ich denke sie hat angst mich auch noch zu verlieren und will meine meinung deswegen nicht wissen. sie stellt mich so da als wäre ich dumm.

Ich weiß nicht mehr genau was ich tun soll???? ich will doch einfach nur glücklich sein.

danke fürs lesen, vielleicht bekomm ich 1-2 antworten :-)

Beitrag von scrollan01 25.03.11 - 09:49 Uhr

Weisst Du was ich dir sagen werde?

Ich denke schon!

Du musst so schnell wie möglich da raus!
DU hast schlimmes erlebt und dass DU danach nicht die selb sein konntest ist doch klar! DU hast keine Hilfe oder nur spät bekommen, DU hast kein Verständnis oder Hilfe durch deine Mutter bekommen, DU hast alleine geschafft wo du heute mit 23 stehst!

DU hast es geschafft!

Sie ist ein armes Licht - sie schiebt dir all ihr Unglück in die Schuhe - sowas ist KEINE Mutter!

SIE will im Mittelpunkt stehen - als ob eine Vergewaltigung etwas ist mit dem man sich in den MP stellen würde ...
Dass sie dir alles in die Schuhe schiebt zeigt nur: sie sucht für IHR Unglück einen anderen Schuldigen als sich selber!

Bitte schaffe auch den letzten Schritt: geht weg von ihr! Egal wie - es gibt Hilfen und auch mit dem Haus kann es möglich sein - vermietet eure Wohnung halt!

Nur schau zu, dass du sie nicht längr um dich hast!
Es wird nicht mehr lange dauern und du bist wieder da wo du mit 16 warst! Das ist SIE nicht wert!

Du schaffst das, auch wenn man sich immer eine liebevolle Mutter wünscht! Du has sie nicht und damit muss du dich auseinander setzen und die og Schritte sind dann letzte Absprung!

Tu es!

Für dich!

#herzlich

Beitrag von v_welt 25.03.11 - 10:07 Uhr

vielen dank für deine tolle antwort, mein Mann sagt das auch ich soll mich lösen, weil seine angst ist halt auch das ich irgendwann wieder in die klinik geh :-(
aber so weit wird es nicht kommen, denn dann würde ich mir anhören: "hast jetzt wieder im Mittelpunkt stehen wollen, weil ich ja so krank bin".
und den satz gebe ich mir nie mehr von ihr, das ist ganz klar!
Nur ich habe meine vergangenheit echt ganz gut überwunden, und ich habe es leid das sie immer wieder dieses thema hoch holt. nur um mich runter zu ziehen.

Beitrag von 1972-mamalein 26.03.11 - 18:49 Uhr

genau

schnell abstand und weg da !!!!!

es geht auch ohne solche familienverknüpfungen

meine mutter ist nur am schikanieren--- jetzt gebe ich keine angriffsfläche mehr

wir sehen uns nur ostern und weihnachten

das ist für mich das beste

sie sucht auch nur schuld bei anderen und mischt alle auf !!!!


schnell abnabeln und du bist für dein leben allein verantwortlich
tu es damit es dir gut geht!!!!!

Beitrag von xxtanja18xx 25.03.11 - 10:09 Uhr

Gehört das Haus nur dir und deinem Mann??

Wenn es nur EUCH gehört, würde ich sie bitten zu gehen und sich was anderes suchen lassen....

Du gibst die in allem die Schuld...das geht doch nicht...Suche dir Hilfe das alles zu verarbeiten!!!

Du musst dein Leben alleine Leben OHNE das deine Mutter immer anwesend ist!!

Lg

Beitrag von v_welt 25.03.11 - 10:11 Uhr

danke für deine antwort,
ja das haus gehört uns, und ich hoffe das es eh bald so kommt, da meine eltern noch zusammen wohnen aber getrennt leben.

ja ich bin schon dabei mir wieder mal hilfe zu suchen :-(, weil anders geht es nicht mehr.

lg
sabse

Beitrag von alpenbaby711 25.03.11 - 20:05 Uhr

Du solltest nicht hoffen das es so kommt sondern dafür handeln das es so sein wird. Du kannst ihr sagen das sie gehen muß! Denn Fakt ist egal was du dir anhören mußt du weißt doch das es Mist ist was sie von sich gibt. Mach dich doch nicht noch mehr kaputt. glaub mir, ich weiß auch wovon ich rede. ich hab mir Jahrelang viele Dinge anhören müssen und noch mal mehr als ich mich gelöst habe. Jetzt hab ich zwar keinen Kontakt mehr aber endlich meine Ruhe gefunden. Denn die Vergangenheit hat meine Zukunft geprägt ganz klar da haben sie ordentlich reingefunkt die "lieben" Eltern aber den Rest der Zukunft und das was ich daraus machen kann hab ich selbst in der Hand. Und das hast du auch. Du warst damals stark genug sei es jetzt auch!
Ela

Beitrag von eisbaer.baby 25.03.11 - 10:35 Uhr

hallo!

ich finde, du hast den komplett falschen standpunkt.

nicht nur deine mutter gibt dir an allem die schuld, auch du selbst tust es!

DU kannst NIX dafür, dass du vergewaltigt wurdest!
DU kannst NIX dafür, dass du das nicht verarbeiten konntest!
(mit 11 Jahren ALLEIN wohlgemerkt)
DU kannst NIX dafür, dass du dich verschlossen hast!
DU kannst NIX dafür, dass deine eltern dich als "schwierig" empfunden haben!

Sie hat dich, nachdem sie von der vergewaltigung wusste, noch mit missachtung gestraft? tut mir leid, aber das ist nicht ganz dicht! wenn ich nach vier jahren erfahren würde, dass meinem kind so was schlimmes widerfahren ist, ich würde mich wahrscheinlich selbst ohrfeigen und die schlimmsten vorwürfe machen, dass ich es die ganzen jahre nicht gemerkt habe und dass sie nicht das vertrauen zu mir hatte, zu mir zu kommen! du warst noch ein KIND!!!! nicht deine mutter ist das kind!

ich weiß nciht, ob es der richtige weg ist, wenn du dich komplett von ihr trennst und dich von ihr lossagst! wenn deine mutter psychische probleme hat und in therapie war, hast du keinen psychologen als ansprechpartner, der eine familientherapie "anordnen" kann?

ich zweifel halt daran, dass man ohne einen halbwegs vernünftigen kontakt zu seinen eltern wirklich glücklich sein kann! aber die derzeitige situation muss sich ändern! zu deinem wohl! und wenn sie nicht bereit ist, daran etwas zu ändern, dann musst du dich wohl von ihr trennen! vielleicht kommt ja die "große einsicht" auch erst im nächsten schritt und die räumliche trennung tut euch und eurer beziehung zueinander gut!

ich wünsch dir alles liebe!
bianca

Beitrag von v_welt 25.03.11 - 10:54 Uhr

danke für die antwort bianca.

du hast einfach nur recht, im prinzip weiß ich das ich keine schuld habe, aber 12 Jahre lang zu hören das ich schuld habe, ist gar nicht so leicht aus dem Kopf zu bekommen.
Ich habe einfach zu sehr darauf gehört was meine Mutter zu mir gesagt hat, nur das schlimme war halt, ich konnte nicht ohne sie bzw. wollte ich ihr zeigen das sie stolz auf mich sein kann. Nur das hat nicht funktioniert und deswegen muss ich jetzt den weg finden ohne sie weiter zu machen, aber dann schiesst wieder in meinen Kopf, was ist wenn sie sich was antut. trotzdem denk ich immer "okay sie ist meine Mutter", aber so geht es defenitiv nicht weiter.

Und du hast recht, zu der vergewaltigung konnte ich nix, dass weiß ich heute.
Nur für mich ist es schlimm, dass meine Mutter zu allen Leuten sagt, sie wäre immer für mich da gewesen (klar war sie da, und hat mich besucht), aber ihr größeres leid war schon immer, sie sei so arm weil ihre tochter so was schlimmes passiert ist. Sie hat nicht mich in den Mittelpunkt gestellt (das wollte ich eh nicht), sondern sich!!!! Ich habe es auch gehasst das auf einmal die ganze weltgeschichte von meinen Problemen wußte nur um das sie aufmerksamkeit bekommt.

Beitrag von mareliru 25.03.11 - 10:37 Uhr

Ihr tut Euch nicht gut und das weisst Du.

Ziehe Konsequenzen, vielleicht geht es Deiner Mutter dann auch besser! Je schneller desto besser. Nicht hoffen, dass sie auf den Trichter kommen, tun.

Beitrag von karna.dalilah 25.03.11 - 10:55 Uhr

Mein Tipp :

Befreie dich von dem Gedanken, dass du auch nur ein Stück Schuld an dem Gefühlsleben deiner Mutter trägst.
Du trägst keine Schuld daran, dasssie dich alsschwierig empfand und empfindet.
Das hat deine Mutter ganz allen entschieden.
Stärke dein Selbstwertempfinden!
Versuchst du es immer allen Recht zu machen?
Wenn ja dann steckst du ja in einem Dauerdilemma
Entweder wird man um seiner Selbst willen geliebt und geachtet oder man kann auf den Menschen verzichten.
Lass dich nicht weiter unter Druck setzen und beziehe Stellung vor deiner Mutter.
Stelle ihr frei auszuziehen, dann wird sie nicht dauernd mit dem Produkt ihrer Unfähigkeit konfrontiert ;-)
Lass dir ggf professionell helfen.
Klingt ja immer alles einfacher als es getan ist.

Viel Glück und Kraft
Karna

Beitrag von v_welt 25.03.11 - 10:58 Uhr

"Stelle ihr frei auszuziehen, dann wird sie nicht dauernd mit dem Produkt ihrer Unfähigkeit konfrontiert"

wo du recht hast du recht :-), ne im ernst genau so werde ich ihr das sagen.
damit würde ich sie schocken #schock

Beitrag von docmartin 25.03.11 - 10:56 Uhr

Das Haus gehört dir und deinem Mann!? Herzlichen Glückwunsch denn dann bist du frei.
Sag das mal laut vor dich hin! FREI! Du hast keinerlei Verpflichtung deinen Eltern gegenüber weder materiell noch emotional.
Du hast dir deine Kindheit nicht ausgesucht und wenn hie eine Fürorgepflicht besteht bzw. bestanden hat, dann die deiner Eltern dir gegenüber und nicht umgekehrt.
aber deine Mutter macht sich zum Opfer (egal ob bewusst oder unbewusst) und damit unangreifbar für Kritik ihrem Verhalten gegenüber. Das ist untergründig ein sehr aggressives Verhalten und ich bin sicher es täte dir nur gut, dich aus dieser doch recht engen Beziehung zu lösen (was nciht zwangsläufig einen kompletten Beziehungsabbruch bedeutet).
Wenn deine Mutter dein Selbstbewusstsein spührt wird sich ihr Verhalten mit Sicherheit ändern denn sie will deine Aufmerksamkeit. Also sie will etwas von dir und damit bist du in der stärkeren Position denn in einer Beziehung ist immer derjenige unterlegen, der vom anderen mehr will.
Gruß dm

Beitrag von v_welt 25.03.11 - 11:00 Uhr

danke für deinen Beitrag

verstehe ich dein Beitrag richtig, da ich emontional die schwächste bin, deswegen hackt sie auf mir rum? und wenn ich stärker werden würde, das sie merkt sie kann es mit mir machen???

so hab ich das ja noch nie gesehen, aber danke für diesen tollen tipp.

lg sabse

Beitrag von v_welt 25.03.11 - 11:02 Uhr

im vorletzten satz habe ich das NICHT vergessen. MIST :-)

Beitrag von docmartin 25.03.11 - 11:54 Uhr

Ja so in etwa. Ist natürlich sehr knapp gerade gehalten udn sicher auch ein wenig vielschichtiger. Aber kurz gesagt: es verliert der, der mehr will. Deine Mutter will deine Aufmerksamkeit. Sie hat selber (nehme ich an) nicht gelernt, sich über positive Verstärkung Anerkennung zu holen und daher über diese negative Schiene.
Sobald du zeigst (und sie merkt), dass du unabhängig bist und ohne die Beziehung zu ihr gut klar kommst wird sie ihr Verhalten ändern (müssen).
Es ist natürlich schwierig das ganze mehr zu durchdringen, weil es ja nur wneige Angaben von dir gibt, die Beziehung zu deinem Vater spielt eine Rolle, die Beziehung zwischen deinem MAnn udn deinen Eltern und vieles mehr.
ABER: wichtig ist, dass du erkennst dass du in diesem Fall die Stärkere sein kannst und damit die Geschehnisse lenken kannst. Du kannst ohne sie aber sie will/kann nicht ohne dich. Und dass bedeutet dass sie dir in ihrem Verhalten "folgen" wird.
Viele Grüße dm

Beitrag von babygirljanuar 26.03.11 - 11:47 Uhr

haben wir die selbe mutter? zumindest von der art und weise..... meine will auch alle aufmerksamkeit aus sich ziehen. sie fand immer ein grund zu saufen. sie hat immer was gefunden wo sie sich aufregen muss, wo wir sagen, reg dich ab, gibt schlimmeres..... sie macht immer aus einer mücke einen elefanten....

lass dich nicht unterkriegen. ich habs mir abgewöhnt. hatten mehrmals kein kontakt, seitdem ist es viiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiel besser geworden, weil sie gemerkt hat, dass ich da nicht mehr mitmache, sondern MEIN DIND mit meiner tochter durchziehe. sie hat sich auch abgewöhnt sich überall rein zu hängen. zumindest was mich betrifft :-p