PKV+Risikozuschlag Neurodermitis

Archiv des urbia-Forums Finanzen & Beruf.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Finanzen & Beruf

Dieses Forum bietet Platz für alle Fragen und Antworten rund ums liebe Geld und die Absicherung der Familie - egal ob ALGII, Haushaltsgeld, Baufinanzierung oder Altersvorsorge. Auch Themen wie ElterngeldKindergeld sowie der Wiedereinstieg in den Beruf sind hier richtig.

Beitrag von kleinehexe74 25.03.11 - 09:40 Uhr

Hallo,

mein Partner hätte aktuell die Möglichkeit in die PKV zu wechseln.
Er hat Neurodermitis, eine Behandlung ist aber seit längerem nicht mehr erforderlich.
Wir haben gehört, dass manche PKVs bei Neurodermits eine Aufnahme ablehnen oder Risikozuschläge verlangen.

Hat jemand von euch damit Erfahrung und kann evt eine Versicherung empfehlen?

Danke schon vorab!

VG

Beitrag von demy 25.03.11 - 10:05 Uhr

"mein Partner hätte aktuell die Möglichkeit in die PKV zu wechseln."

Hallo,
dein Partner sollte sich GRUNDSÄTZLICH überlegen, ob bei einer Familiengründung, oder dem Wunsch danach, diese wesentliche Entscheidung wirklich sinnvoll ist.

Die meisten, nein eigentlich alle die ich persönlich kenne, bereuen es zutiefst in die PKV gewechselt zu sein.
Manche konnten noch zurück in die GKV, manche halt nicht.

Es gibt Nachteile der PKV die nicht zu unterschätzen sind.
Bei einem Beitrag unter die ist es auch schon zur Sprache gekommen.

Gruß
Demy

Beitrag von kleinehexe74 25.03.11 - 10:50 Uhr

Hallo Demy,

danke für deinen Hinweis. Ich werde mir das durchlesen.
Da ich aber ohenhin als Beamtin auch im Falle einer Elternzeit privat versichert bleibe und nicht kostenfrei bei ihm in der GKV mitversichert werden kann und wir außerdem wohl nur ein Kind haben werden. würde es sich in unserem Fall grundsätzlich schon rechnen, sofern die Risikozuschläge wegen der Neurodermitis nicht zu hoch sind.

VG
Bianca

Beitrag von demy 25.03.11 - 12:09 Uhr

Hallo,
bei Beamten sehe ich das etwas anders, da lohnt sich die private meist, da es sich nur um eine private TEILversicherung handelt und nicht um eine private Vollversicherung.
Als Beamter hat man ja je nach Anteil der Beihilfe nur 30% oder maximal 50% privat zu versichern.
Das ist vom Preis der Versicherung schon eine ganz andere Hausnummer.

Ich ging von einer privaten Vollversicherung aus.

Gruß
Demy

Beitrag von cooky2007 25.03.11 - 11:30 Uhr

Hallo,

ich bin auch Beamtin und mein Mann ist vor etwa 7 Jahren in die PKV gewechselt, als wir noch keine Kinder hatten.
Ich bin in der DKV und habe mit dieser eher unangenehme Erfahrungen gemacht.
Mein Mann und die Kinder sind bei der Barmenia, die wesentlich angenehmer ist, wenn es um Erstattungen geht.

Was bei uns jetzt wichtig ist - ich MUSS wieder arbeiten gehen, wenn meine Tochter 3 Jahre alt ist. Ansonsten müssen die Kids als auch ich zu 100% privat versichert werden (im Moment noch 70% bzw. 80% Beihilfe, den Rest privat).
Überlege dir das gut, du MUSST als Beamtin arbeiten, auch wenn es dann nicht mehr passen sollte, sonst müssen alle Familienmitglieder privat zu 100% versichert werden. Bei uns wären das rund € 1600 für alle im Monat!!!
Da das auch bei gutem Einkommen nicht möglich ist, habe ich keine andere Wahl. da ist eben auch für 1-2 Jahre der 400€ Job - oder eine andere Teilzeit - nicht drin.


Beitrag von kleinehexe74 25.03.11 - 12:00 Uhr

Hallo Cooky,

danke für deine Antwort.

Es ist eh geplant, dass ich nach dem 1 Jahr in dem man Elterngeld bekommt wieder mit mind 50 % wieder anfange zu arbeiten.
Wir sind dabei ein Haus oder eine Wohung zu kaufen und mein Freund hat noch ein Kind aus früherer Beziehung, für das er Unterhalt zahlt, von daher ist längerfristig 1 Gehalt eh nicht drin.

Was das Kind angeht - entweder es ist mit mir versichert, dann zu 45% privat und zu 55 % Beihilfe (in Hessen gibt es das mit den 80% leider nicht) oder über ihn- wobei - so wie uns gesagt wurde, der Arbeitgeber auch von der PKV des Kindes 50% tragen würde, genauso wie von meinem Partner - zumindest bis der Betrag erreicht ist, den der AG auch bei der GKV zuzahlen müsste.

Das einzige wodurch es evt. unrentabel werden könnte, wäre eben der Neurodermitiszuschlag....

Beitrag von sechisi 25.03.11 - 13:03 Uhr

Hallo,

wir 5 (2 Erwachsene u. 3 Kinder, mit Beihilfeanspruch und ohne) sind alle in der PKV.
Wir sind alle bei der AXA/DBV versichert, die Erfahrungen sind durchwachsen!
Bei mir und den Kindern läuft alles reibungslos, bei meinem Mann (ohne Beihilfe) haben sie jetzt bei der Abrechnung verlangt, dass mein Mann zwei Ärzte als auch die vorherige GKV von der Schweigepflicht entbindet um die Krankenvorgeschichte zu überprüfen. Dazu muß man sagen, dass es um 2 Rechnungen ging -keine komplizierten Sachen ohne Folgebehandlung- die zusammen keine 200 Euro machen!! und mein Mann das ganze Jahr über nur ca. 5 Mal beim Arzt war!!)
Außerdem ist die Bearbeitungszeit bei der Abrechnung unverschämt lang, unseren Erfahrungen nach bei 4 Wochen und länger!
Wenn man die Zahlungsfristen von den Arztrechnungen bedenkt müssen wir also regelmäßig in Vorkasse treten, was bei 5 Personen ganz schön ins Geld geht!

Das mit dem Risikozuschlag kann ich mir durchaus vorstellen, das halte ich sogar für sehr wahrscheinlich, am besten direkt bei verschiedenen Versicherungen nachfragen und Angebote einholen!

LG, sechisi #winke

Beitrag von kati543 25.03.11 - 16:49 Uhr

Ich kann dir auch nur raten, diesen Schritt nochmal gründlichst zu überdenken. PKV hat unglaublich viele Nachteile, die man leider erst richtig mitbekommt, wenn es zu spät ist. Man kann viele Fehler im Leben machen, aber der Wechsel in die PKV ist praktisch nicht mehr rückgängig zu machen.
Ansonsten zu deiner Frage. Es kommt darauf an. Ich wurde in der PKV aufgenommen trotz Epilepsie. Und ich wage mal zu behaupten, dass Epi wesentlich kostenintensiver ist, als Neurodermitis. Ich hatte damals 150€ Risikozuschlag monatlich gezahlt. Allerdings ist der Risikozuschlag mit jeder Erhöhung der Beträge auch gestiegen. Allerdings stand bei mir auch immer fest, dass ich jederzeit wieder aus der PKV austreten kann...was ich mittlerweile auch wieder bin.

Beitrag von mikeangel 12.05.11 - 10:49 Uhr

Es stimmt schon was weiter oben gesagt wurde, das Beamte und PKV wohl die einzigste Kombination ist bei der man auch noch ganz normal ne Familie gründen kann. Durch die Beihilfen entfällt ja sogar die Problematik der privaten Krankenversicherung beim Mutterschutz (normalerweise entsteht hier eine beachtliche Doppelbelastung: in den Wochen in denen keine Beschäftigung möglich ist, müssen nicht nur die Beiträge selbst gezahlt werden, sondern auch der Arbeitgeberzuschuss entfällt während dieser Zeit, mehr Infos zum Thema unter: http://www.private-krankenversicherung.net/leistungen/krankenvollversicherung/mutterschutz/) Also bei Beamten ist die private wohl durchaus eine Überlegung wert, alle anderen sollten jedoch in der GKV bleiben...