Zurück in den alten Beruf ..

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von lavy 25.03.11 - 10:54 Uhr

.. trotz "Berufsunfähigkeit"?

Huhu zusammen,

habe mal so ein bis zwei Fragen bezüglich meines alten Berufes und daraus entstandene Folgen.
Vorab, ich habe 1999 eine Ausbildung zur Examinierten Altenpflegerin angestrebt, welche ich 2001 aufgrund eines "blöden" Arbeitsunfalles ca. nen 3/4 Jahr vor Abschluß abgebrochen habe - abbrechen mußte.
Durch eine falsche Reaktion von mir, habe ich mir einen zweifachen Bandscheibenvorfall zugezogen.
Mußte mich dann diversen Untersuchungen (CTG usw.) hingeben und mit den ganzen Diagnosen und Unterlagen zum Amtsarzt. Dieser untersuchte mich nach dem ganzen durchsehen dann nochmal und stellte fest, das ich durch den Bandscheibenvorfall keine Reflexe mehr im rechten Bein habe.
Für ihn stand danach sofort fest, das ich diesen Beruf nicht weiter ausüben darf.
Aufgrunddessen bat ich beim AA dann um eine Umschulung die mir dann auch bewilligt wurde. Allerdings schleußte sich meine Tochter still und heimlich ein, kurz vor Beginn des IHK-Kurses. Also trat ich die Umschulung nicht an, sondern freute mich auf mein neues Familienleben.

Letztes Jahr wann ich dann beim Orthopäden, plötzlich sind meine Reflexe im rechten Bein wieder vorhanden und daher kommt mir nun die Überlegung, ob ich es nicht wieder versuchen sollte.

Mittlerweile ist unsere Familienplanung abgeschlossen und in ca. 2 Jahren würde ich unheimlich gerne wieder arbeiten gehen. Nun die Frage, als was? Ich würd so gern wieder in meinen alten Beruf, wieder in die Altenpflege, es war einfach MEIN Beruf - meine Bestimmung?!
Am liebsten habe ich im Gerontopsychiatrischen Bereich gearbeitet und wollte damals immer eine Zusatzausbildung machen.
Da ich die Ausbildung allerdings nicht abgeschlossen habe, würde ich gern die Ausbildung nachholen. Und da kommen dann die Fragen auf, würd ich diese überhaupt genehmigt bekommen?
Ist es sinnvoll wieder zurück in diesen Beruf zugehen, denn heute noch habe ich ab und an Rückenprobleme. Mir schwebt vor, die Ausbildung diesmal zu absolvieren + Zusatzausbildung im Gerontobereich und dann evtl. in Teilzeit zu arbeiten. Vollzeit bleibt erstmal aussen vor.

Ich selbst hätte gesundheitliche Bedenken, aber dieser Berufswunsch ist so enorm, das ich es wohl in Kauf nehmen würde. Kann mir nicht vorstellen eine andere Ausbildung zu machen oder gar als was anderes zu arbeiten. In diesem Beruf konnte ich vieles verbinden, meine Interessen zusammenfügen. In ca. 2 Jahren bin ich grade mal 34 und habe demnach noch ein langes Arbeitsleben vor mir und würd mir wünschen, das natürlich auch in der Form zu erleben, das ich mit Spaß und Freude an die Sache rangehe.

Sorry fürs abschweifen ;-)

Meine Fragen belaufen sich eigentl. nur darauf, ob das AA die Ausbildung trotzdem genehmigen würde?
Wenn was passieren würde, weitere BS oder dergleichen (weiß der Kuckuck) ob die KK dann überhaupt noch aufkommen würde?
Da ja die Berufsunfähigkeit "ausgesprochen" wurde.

Hat jmd. evtl. Erfahrungen diesbezüglich sammeln können und könnte mir weiterhelfen?

Würde mich sehr freuen!

LG

Beitrag von yvonnechen72 25.03.11 - 12:20 Uhr

Hallo,

was das AA sagt, kann ich dir leider nicht sagen. Aber, mal angenommen, du machst jetzt die Ausbildung, danach die Weiterbildung(was schon mal gar nicht geht, da du nach dem Examen mind. 2 Jahre Berufserfahrung für die gerontopsychiatrische Weiterbildung benötigst) und arbeitest dann Teilzeit mit deinen bestehenden Rückenproblemen. Meinst du, wegen der Weiterbildung musst du nicht mehr pflegen?
Ich kann dir sagen, ich habe die Geronto-Weiterbildung und ich bin so drin in der Pflege und trotz Hilfsmitteln ist es ein Knochenjob.
Warum versuchst du nicht eine Ausbildung als Ergotherapeutin. Die werden im Gerontopsychiatrischen Bereich auch immer gesucht.

LG Yvonne

Beitrag von lavy 25.03.11 - 13:49 Uhr

Huhu,

erstmal #danke für deine Antwort.
Die Pflege gehört für mich dazu, bin nicht davon ausgegangen das ich diese durch die Zusatzausbildung umgehen kann.
Habe während der Ausbildung ja dort ein Praktikum absolviert und weiß demnach was mich erwartet.
Es ist einfach nur das Problem das ich diesen Beruf liebe und ich mich mit anderen Berufen nicht wirklich anfreunden kann. Wobei es sicherlich der besser Weg aus gesundheitsgründen wäre.
Durch Familie und auch Freunde die mir oft aus ihrem Beruf erzählen, blutet mir manchmal das Herz. Habe irgendwie mein Herz an diesen Beruf verloren. Wenn auch nicht für jeden nachvollziehbar, kann ich mir irgendwie nichts anderes vorstellen.

An Ergotherapie habe ich auch schonmal gedacht, da komm ich zwar wieder an die Zusammenarbeit mit älteren Menschen, stückweit fehlt mir da aber hingegen wieder das Pflegen, die Betreuung usw.

Ich werd mal schauen, noch sind es 2 Jahre die ich mit dem Kleinsten daheim nun genießen werde. Aber im Vorfeld sollte ich mir doch schonmal klar werden, wie mein weiteres Berufsleben aussehen wird. Möchte ja nicht daheim "vergammeln" ;-)

Vielen #danke

LG Lavy