Stillkind kann mit Flasche nicht umgehn

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. 

Beitrag von feuerlein79 25.03.11 - 12:40 Uhr

Hallöle!

Mein Kleiner ist fast 7 Monate, und da ich in nem guten Monat wieder arbeite, ist nun höchste Zeit, ihm Flaschenmilch schmackhaft zu machen. Er findet die glaube ich auch lecker, nur weiß er nicht, wie er das trinken soll. Nun drückt er immer auf dem Sauger rum, bis was rauskommt. Das macht natürlich Sauerei und das Wenigste landet in seinem Mund.
Hattet Ihr ähnliche Probleme? Wie habt Ihr das gelöst?
Mit dem Brei ist er momentan auch schwierig, er weint und sperrt sich, sobald wir uns an den Tisch setzen. :-( Nur wenn Papa dabei ist, nimmt er ein paar Happen ab.

Zwar offtopic, aber im Bad abends beim Ritual weint er neuerdings auch immer, sobald ich ihn hinlege. Einfach ein Entwicklungsschub? Geht das vorbei? Seufz...

Danke für Eure Erfahrungen...
Feuerlein

Beitrag von lady_chainsaw 25.03.11 - 12:50 Uhr

Hallo Feuerlein,

habt ihr schon verschiedene Sauger durch?

Meine Tochter z.B. hat ausschließlich die Avent-Sauger akzeptiert #flasche, keine anderen.

Meinem Sohn ist es völlig schnuppe ;-)

Brei hat mein Sohn in dem Alter auch noch nicht wirklich gegessen - eigentlich nie #mampf. Er hat von Anfang an bei uns mitgegessen - also in Form von Fingerfood. Habt ihr das schon mal probiert?

Ansonsten: immer mit der Ruh ;-) Ich habe auch wieder angefangen zu arbeiten, da war mein Sohn 6,5 Monate alt und wurde noch viel gestillt. So hat er vom Papa halt die Flasche genommen und wurde früh morgens und ab dem späten Nachmittag wieder gestillt.

Es gibt übrigens auch Kinder, die keine Flasche nehmen - und dann halt (gezwungener Maßen, weil nicht anders machbar) gleich Brei bekommen haben.

Gruß

Karen

Beitrag von feuerlein79 25.03.11 - 13:01 Uhr

nee, haben nur NUK, Silikon bisher. Mal probieren...

Tja vieeleicht läufts ja wirklich besser, wenn die Herren alternativlos auf sich gestellt sind... Ob ich dann abends u nachts noch stille weiß ich nich, er hat schon 2 Zähne unten, und Brust war schon vorher aua...

Beitrag von felicia2010 25.03.11 - 12:54 Uhr

Hey,

ja ich habe das auch schon von ein paar Freundinnen gehört und wir hatten das Problem mit dem zusätzlichen Wassertrinken. Aus einem ganz normalen Glas trinkt sie es inzwischen. Du kannst auch für die Zeit in der du arbeitest nicht mehr stillen und dann nur noch morgens, abends und nachts falls er das noch braucht. Versuch es mal mit einem Trinklernbecher oder einem normalen Becher. Allerdings braucht das auch ein bisschen Übung.

Wenn er nicht am Tisch sitzen mag, probier ihn doch mal wo anders auf dem Arm, auf dem Boden sitzend oder liegend zu füttern. Fütterst du ihn mit dem Löffel? Versuch ihm mal Fingerfood zu geben, Banane, Erdbeeren oder weiche Nudeln oder so das er sich selbst in den Mund schieben kann. Möglich dass das besser klappt. Bei meiner wirkt es zumindestens. Und keine Angst wegen dem verschlucken. Babys haben Kauleisten, das heißt sie können weiche Sachen die sich mit dem Speichel auflösen selbst im Mund zerkauen.

Alles Gute!

Beitrag von feuerlein79 25.03.11 - 13:03 Uhr

Wasser nach dem Brei kriegt er aus dem Glas. Aber das macht Sauerei, die mit Milch ja noch schlimmer wär... Fingerfood hab ich noch nich getestet, auch ne gute Idee. Danke!

Beitrag von wespse 25.03.11 - 13:18 Uhr

Alles geht irgendwann vorbei. Das ist ja das schöne.

Hanna hat die Flasche auch nicht akzeptiert, musste aber sein, da ich Montags abend immer RüBi hatte. Im Endefeckt hat sie auch super mit den Avent-Flaschen getrunken. Nimmt sie jetzt leider auch immer noch nur.
Von NUK gibts noch die First choice, die sind ähnlich. Aber teurer, glaub ich (noch teurer #augen).

Beitrag von elistra 25.03.11 - 15:18 Uhr

habt ihr mal versucht in aus einem normalen becher trinken zu lassen? ich würde das kind wohl nicht mehr unbedingt an ne pulle gewöhnen. du kannst doch auch trotz arbeit weiter stillen. du hast anspruch auf pausen dafür und selbst wenn er zuweit weg ist und ihn dir niemand bringen kann. könntest du ja abpumpen und es mit dem becher füttern.

er wird doch bestimmt auch bald mehr beikost essen und dann reicht es sicherlich auch wenn er nur noch morgens abends/nachts stillen kann.

Beitrag von skyp 25.03.11 - 15:59 Uhr

Hallo :-)
Davon kann ich ein Lied singen #schwitz
Seit 2 Monaten übe ich mit meiner Kleinen (4,5 Monate alt) das Fläschchen trinken. Klappt gar nicht! Langsam habe ich so eine riesen Sammlung von verschiedenen Saugern dass ich ein Grosshandel erröffnen könnte.
Seit neuestem trinkt sie aber vom Löffel. Mein Mann hat darauf hin probiert ihr eine ganze Milchmahlzeit "einzulöffeln": es war eine riesen Schweinerei ausserdem hat die Kleine dabei viel zuviel Luft verschlukt und war nur noch am rülpsen #rofl Also das scheint auch keine Lösung zu sein.
Keine Ahnung wie es bei uns weitergehen soll...ich stell mich schon mal darauf ein sie zu stillen bis sie alt genug ist aus dem Glas zu trinken #schwitz
Falls Du eine Lösung findes sag mir bescheit, würde mir sehr helfen :-)

LG

Beitrag von lararicken 25.03.11 - 16:53 Uhr

Hallo ihr,
hatte genau die selben Probleme. Musste wieder arbeiten und Mäuschen wollte die Flasche nicht. Haben immer und immer wieder alles mögliche durch probiert. Eines Tages als sie echt gut gelaunt war, aber auch schon Hunger hatte, hat sie dann endlich, oh wunder aus der Flasche getrunken als hätte sie nie etwas anderes gemacht. :) also keine Panik das klkapt schon :)

Beitrag von feuerlein79 26.03.11 - 14:23 Uhr

Danke, dann hoffen wir mal. Lustigerweise klappte es gestern beim Papa schon besser, sowohl Brei als auch Flasche... Hm :) die kommen schon zurecht dann...

Beitrag von vifrana58116 25.03.11 - 21:05 Uhr

Ich habe auch wieder angefangen zu arbeiten als meine Maus 7 Monate alt war. Bevor ich morgens aus dem Haus bin, habe ich sie noch mal gestillt. Zum Frühstück gab´s dann Milch-Getreidebrei, allerdings mit abgepumpter MuMi angerührt. Den hat sie von Anfang an verschlungen (durch die MuMi denke ich). Mittags hat sie ihren Gemüsebrei gefuttert, aber gerade am Anfang ist sie auch über 130-140g hinaus gekommen. Nach dem Mittagsschlaf hat er sie mit Obst usw. gestreckt, bis ich dann wieder nach Hause kam. Da hab ich sie dann gleich gestillt.

MuMi hat sie das letzte Mal mit ca. 3 Monaten aus der Flasche getrunken und dann nie wieder. Auch von ihrem Trinklernbecher fühlt sie sich irgendwie veralbert. Aus dem Glas trinkt sie 1a! Da geht nix daneben. Ging natürlich auch mal was daneben, aber nach ner kurzen Zeit ist der Knoten geplatzt und seitdem trinkt sie super.

Mittlerweile stille ich sie abends und nachts. Tagsüber mag sie gar nicht mehr so sehr, denn da ist alles andere viel interessanter!

Das klappt schon. Dein Mann wird das schon machen.

Beitrag von steffi0413 26.03.11 - 10:36 Uhr

Hallo Feuerlein,

aus der Flasche muss man mit einer ganz unterschiedlichen Technik trinken als aus der Brust.

Möchtest Du komplett abstillen oder nur dann die Flasche geben, wenn Du nicht da bist. Fängst Du gleich mit Vollzeitarbeit an?

Wenn Du öfters die Flasche geben möchtest, dann könntets Du vielleicht die Medela Calma versuchen.
http://www.medela.com/DE/de/breastfeeding/products/breastmilk-feeding/calma-feeding-device.html

Eine andere Alternative wäre die Milch aus dem Becher anzubieten:

http://www.stillgruppe-ml.de/becherfuetterung.htm

Dass er jetzt mehr weint und Brei ablehnt, kann mehrere Ursachen haben: Separationsangst, spürt Deine Sorgen und Stress, Zahnen usw.

Dabei kann sehr-sehr viel Kuscheln, Körpernähe, Hautkontakt helfen. Wenn Du wieder anfängst zu arbeiten, dann möchte er Deine Nähe ganz sicher noch öfters und mehr haben. Oft werden die Kinder dann in der Nacht oft wach und möchten die verlorene Zeit, Nähe dann kompensieren.
Bei Beikost ist aber sehr wichtig, dass das Essen keinesfalls mit Stress, Erwartungen, Druck verbunden ist, das kann dann wirkliche Essprobleme verursachen.

LG
Steffi

Beitrag von feuerlein79 26.03.11 - 14:21 Uhr

Hallo Steffi,
ja, ich will Vollzeit anfangen, da mein Freund ja zu Hause ist... Und der Arbeitsort ist auch ca 50 Minuten von zu Hause entfernt, also keine Stillpausen drin. Eigentlich möchte ich komplett abstillen dann.
Das kann natürlich sein, dass nun die Trennungsangst beginnt. Und meine Sorgen und Stress kann ich scheinbar auch nicht so gut verbergen. Zu dem Druckaufbau bei Beikost: Wie schnell kann man denn da was falsch machen? Also wenn wir uns hinsetzen und er weint erstmal, beginne ich trotzdem, ihm den Löffel vor die Nase zu halten. Behält er den Mund zu, kann ich ja nichts machen. Aber ich gebe nicht sofort auf, nur weil er weint. Ein paar Mal versuche ich es. Ist das ok?
Die Links habe ich mir angesehen, und denke mal drüber nach. Für Bechertrinken reicht mir erstmal Wasser, denn er ist so aufgeregt, dass immer was daneben geht. Mit Milch wäre das ne furchtbare Sauerei...
Liebe Grüße und danke Dir!
Feuerlein

Beitrag von steffi0413 31.03.11 - 00:31 Uhr

Hallo Feuerlein,

sorry, dass ich erst jetzt antworte...:-(

Das wird in den ersten Zeiten sicher sehr schwierig für Euch alle sein, das ist aber super, dass der Kleine dann mit der Papa sein wird und nicht mit einem "Fremden". Vielleicht könntest Du überlegen in den ersten 1-2 Monaten nachmittags-abends noch stillen. Das würde die Verarbeitung der Trennung sicher erleichtern. Wenn Du aber keine Kraft hast, kann man auch sehr gut verstehen, dann helfen viel-viel Körpernähe und Kuscheln. :-)

Ich finde das auch sehr wichtig, die Situationen mit dem Kleinen zu besprechen - auch wenn man denkt, dass er nicht (alles) versteht. Du kannst ihm sagen, wann Du wieder nach Hause kommst (zB. nach dem Mittagsschlaf) und kannst Du ganz ruhig über Deine Sorgen, Ängste kurz erzählen. Die Kleinen haben super empfindliche Antennen und spüren sowieso wenn etwas "geheimnisvolles in der Luft ist".

Wenn Du so lange weg bist, dann wäre die Flasche wirklich praktischer, wenn das aber doch nicht klappt, ist die Becherfütterung noch immer als Notlösung da. Mit der Methode, die im Link beschrieben wird, können schon Neugeborene trinken und verursacht keine Sauerei. Wichtig ist, dass man nichts in den Mund schüttet, sondern abwartet bis der Kleine die Milch/Wasser selber schlürft.

Ich glaube beim Essen können die Kleinen schnell schlechte Erlebnisse sammeln, man kann aber auch ziemlich schnell korrigieren. :-)
Ich würde mit dem Füttern nicht anfangen bis er weint. Du kannst ihn zuerst beruhigen und erst dann den Löffel anbieten. Wen er nicht nimmt, keine grosse Geschichte davon machen, fertig.
Du kannst aber ihn immer zum Tisch setzen, wenn die Familie isst. So lernt er, wie das geht, fängt an sich für das Essen zu interessieren. Du kannst ihm ein geeignetes Stückchen in die Hand drücken (Brot, gekochtes Gemüse, dünne Scheibe Obst). Das ist auch kein Problem, wenn er damit nur spielt, zerdrückt, zerschmiert. Die Konsistenz ist für ihn auch eine sehr wichtige Eigenschaft des Essens...;-)

Die Kinder können sich sehr-sehr gut anpassen, wenn eine Situation kommt, die sein MUSS, nicht geändert werden kann.
Mache Dir also keine Sorgen, er wird nicht verhungern, geniesse die Zeit mit ihm. :-)

Ich wünsche Euch alles Gute!

LG
Steffi