Geplanter Kaiserschnitt/ Einleitung vor Termin? Welche Probleme?

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Forum: Geburtsberichte

Herzlichen Glückwunsch zur Geburt! Egal ob spontan, mit Einleitung oder Kaiserschnitt, im Wasser oder in der Hocke - hier sind alle Geburtsberichte willkommen!

Beitrag von plia28 25.03.11 - 12:54 Uhr

Hallo,

bin noch weit von der Geburt entfernt (morgen 20. Woche), mache mir aber unendlich viele Gedanken um die Geburt, bzw die Zeit davor.

Weil mein 2. Kind unerwartet im letzten Jahr in der 39. Woche verstarb (Plazenta-Insuffizienz) hat mir mein Gynäkologe vorgeschlagen, dass man dieses Mal ca 2 Wochen vor Termin einleiten könne oder direkt einen Kaiserschnitt machen könnte. Also sozusagen einen Wunsch-Kaiserschnitt.

Die Geburt meiner Tochter vor 4 Jahren war sehr schnell (5h) und wurde dann eine Saugglockengeburt, am Ende drohte ein Kaiserschnitt.
Bei meinem Sohn wurde dann letztes Jahr eingeleitet und seine stille Geburt war dann noch schneller (> 3h) ab Wehenbeginn, obwohl er noch nicht fest im Becken lag.

Ich fand einen Kaiserschnitt noch nie besonders erstrebenswert- außer wenn es notwendig wäre, bin aber jetzt ganz unsicher.
Und habe einfach sehr viel Angst, auch wenn es vielleicht statistisch gesehen sehr unwahrscheinlich ist, dass uns noch einmal so etwas passiert.

Ich weiss, dass es am Besten ist, das Kind entscheiden zu lassen, wann es kommen will, aber ich glaube nicht, dass ich dieses Mal das psychisch aushalten werde, bis zum Termin, bzw darüber zu gehen.
Eine Einleitung käme natürlich auch in Frage, aber ich habe mitlerweile auch immer die hektische Geburt von meiner Tochter vor Augen, bei der die Herztöne am Ende immer schlechter wurden.

Naja, lange Vorgeschichte: Was habt ihr für Erfahrungen gemacht mit frühzeitig eingeleiteten Geburten oder Kaiserschnitten?

Liebe Grüße und herzlichen Dank für Antworten,
Plia

Beitrag von little2007 25.03.11 - 14:20 Uhr

Mein Sohn wurde 2008 bei 39+2 eingeleitet und er lag weder fest im Becken, noch hatte sich bis dato was am MUMU getan!
Die Geburt war sehr schön und ich würde es immer wieder so machen!
Auch diese SS wird spätestens am ET mit einer Einleitung beendet, auch bie mir spielen da psychische Gründe mit rein!

Ich kann deine Ängste total verstehen und würde mich an deiner Stelle von der Klinik, in der du entbinden möchtest, beraten lassen!

LG und alles Gute

little2007 28SSW

Beitrag von sonnemond7899 25.03.11 - 20:43 Uhr

Liebe Plia,

mach dich nicht verrückt, alles wird gut.
Es hört sich so an als ob du in guten händen bist.

Ich würde dir auch zu einem frühen Kaiserschnitt in deiner situation raten.

Ist nicht schön. klar! Aber es gibt die möglichkeiten und ich würde nichts riskieren.

ich habe im nov. 2008 auch einen ks bekommen mit vollnarkose. das würde ich allerdings nicht empfehelen. aber es war bei mir notwendig.

unsere kleine ist 5 wochen zu früh geholt worden und ich hatte lange große angst.

Aber gerade heut waren wir im garten und sie spielt so schön im sandkasten und hüpft auf dem trambolin. bald kommt sie in den kindergarten und geht aufs tüpfchen. wie die zeit vergeht.

Ich hoffe ich konnte dir mut machen.

Alles alles liebe für euch.

Ulrike

Beitrag von sarahjane 29.03.11 - 14:23 Uhr

In Deiner besonderen Situation würde ich persönlich Dir auch zum KS raten. Bei Deiner Vorgeschichte würde er auch nicht als WKS gelten.

Keine Angst: Ein KS hört sich schlimmer an, als er in Wirklichkeit ist.


Alles, alles Gute!

Beitrag von serafina.nr.1 02.04.11 - 09:15 Uhr

du fragst einerseits nach unseren erfahrungen mit geplantem kaiserschnitt bzw. eingeleiteten geburten.
ich hatte einen kaiserschnitt als not-OP vier wochen vor ET, einen nach wehenbeginn am ET, einen nach kurzer geplanter wehenstimulation genau zwei wochen, d.h. genau 14 tage vor ET ( geplanter kaiserschnitt), einen vier wochen vor ET ohne wehen oder wehenstimulation durch verdacht auf uterusruptur, und einen wie den dritten geplant genau 14 tage vor ET, der durch eine terminkollision auf 18 tage vor ET verschoben wurde. auch hier gab es keine wehenstimulation vor der sectio.
ich hatte mit geplanten kaiserschnitten nach dem dritten kaiserschnitt, meinem ersten geplanten, nie ein problem. ich fand allerdings dass es ganz stark einstellungssache von seiten der betroffenen werdenden mutter ist, wie man eine sectio zuerst mal für sich sieht und wie man sie dann auch selbst erlebt.
ich hatte mein drittes kind verloren, es ist einen tag nach der not-sectio gestorben.dadurch war für mich nach dieser geburt bei jedem weiteren kind die sicherheitsfrage für das neue kind und seine leibliche unversehrtheit und gesundheit immer von alleiniger bedeutung.
allerdings kannte ich bei meinem geplanten kaiserschnitt schon das thema sectio an sich und hatte es schon zweimal erlebt, per sectio zu entbinden.
dadurch war mir das ganze procedere an sich schon ziemlich vertraut und bekannt und kein buch mit offenen fragen mehr.
in deinem fall stellt sich die frage, wieso du nicht einfach zwei wochen vor ET die geburt einleiten lassen könntest. ich finde nachdem du zwei kinder natürlich entbunden hast wäre das die logischere variante und würde für dich mehr vertrautheit und emotionale sicherheit suggerieren als meiner meinung nach eine für dich völlig unbekannte OP. ich würde mich definitiv dafür entscheiden, die variante einleitung 14 tage vor ET mit meinem arzt und meiner klinik nochmals genau zu besprechen. da es für dich meiner meinung nach die beste variante wäre, falls nichts anderes für eine sectio spricht.
ist es aber so, dass du lieber eine sectio hast um dir eine weitere natürlich geburt nach deiner letzten stillen geburt zu " ersparen",- wie das viele ärzte so sehen,- dann würde ich an deiner stelle nach meinem gefühl und wunsch gehen und eine sectio wählen. ein kaiserschnitt ist nichts schlimmes und ich habe absolut keine angst davor und keine bedenken deshalb.
allerdings kenne ich eine junge mutter aus meiner müttergruppe, die nach einer ersten stillen geburt genau am ET, beim zweiten kind durch anraten der ärzte zwei wochen vor ET eine sectio machen liess und das bitter bereute, da sie ja bereits ein kind normal geboren hatte und es gewöhnt war danach einfach ohne schmerzen aufzustehen etc.-
das war eben ihre eigene erfahrung, dass sie es niemals mehr so machen würde. beim dritten und letzten kind hat sie sich dann für eine 14 tage vor ET eingeleitete normale geburt entschieden und hat ganz glücklich von einer komplikationsfreien entbindung berichtet.
nur so als erlebnisbericht:-)
mit ganz liebeng rüssen!!!
von serafina.

Beitrag von mick68 21.04.11 - 21:05 Uhr

hallo,

ich weiß gar nicht so recht, ob man dir da was raten kann. und die vielen erfahrungen der anderen werden dich sicher noch mehr durcheinander bringen.

also ich habe beide geburtsverläufe hinter mir. allerdings fand ich beide nicht angenehm. ich habe da auch keine glücksgefühle entwickelt oder so.
meine erste geburt war spontan und dauerte drei stunden. ohne komplikationen.

dennoch hatte ich dieses mal solche angst vor einer geburt, noch dazu hab ich so dermaßen zugenommen, dass ich kaum noch laufen bzw. mich im bett drehen konnte. meine wassereinlagerungen waren so stark, dass mir meine gelenke so weh taten.

ich habe mich dann auch für einen KS entschieden. ich konnte einfach nicht mehr und dann diese fürchterliche angst vor einer spontanen geburt.
im nachhinein war die spontane geburt wahrscheinlich doch die bessere variante. aber nicht aus meiner sicht, sondern aus der sicht des kindes.

meine kleine ist 2 x zurück in den bauch gerutscht. sie konnten sie nicht fassen und alles hat so lange gedauert. der schnitt war auch zu klein.
aber ich werde dieses gesicht nie im leben vergessen, wie mich mein engel anschließend mit grau/blauer hautfarbe und weit aufgerissenen augen angestarrt hat. als wollte sie mir sagen, mami, was hast du da mit mir gemacht.

dieses bild mit dem kleinen geschockten gesichtchen hat sich so in mein hirn gefressen, dass ich das gefühl habe, ich müsste mich jeden tag dafür bei ihr entschuldigen.

wie hoch ist die wahrscheinlichkeit, dass diesem baby jetzt das gleiche passiert wie deinem vorigen baby? wenn keine gründe, außer deiner angst anstehen, würde ich keine 14 tage eher das kind holen. egal auf welche art und weise.
wenn früher holen, dann vielleicht 5 - 7 tage, oder noch weniger. aber 14 tage?! ich weiß nicht. ich seh es an meiner maus.

aber wie gesagt, das sind meine erfahrungen und meinungen. ich wünsche dir alles alles gute für deine entscheidung.

glg mick