Jobangebot in alter Firma.wie am besten Eingewöhnung und andere Fragen

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von grinsekatze01 25.03.11 - 15:41 Uhr

Hallo zusammen,

habe ein Jobangebot in meiner alten Firma bekommen. Freue mich da total drüber, sehe es als meine letzte Chance an, wieder in meinem Beruf Fuß zu fassen....arbeite in einem Männerberuf und da gibt es am Markt einfach keine Teilzeitstellen. Und Vollzeit möchte ich nicht.

Es geht um 3 volle Tage die Woche.
Das einzige Problem an der Stelle....einfacher Fahrtweg 100 Km :(
D.h. ich sehe meinen Sohn (22 Monate) morgens gar nicht und abends nur wenn ich Glück hab vielleicht für 1 Stunde, wenn er lange wach bleibt.
Aber wenn das so ist, könnte ich ihn wenigstens noch ins Bett bringen.

1 von den 3 Tagen würde er von meiner SM betreut werden, für die anderen beiden Tage brauche ich eine Fremdbetreuung. Da Kindergärten ja nur Vollaufnahme mit täglicher Betreuung machen ( und die brauche und möchte ich nicht) bleibt ja nur die Tagesmutter.

Aber wie macht man das jetzt am besten:

1. Eingewöhnung. Funktioniert das überhaupt mit 2 Terminen in der Woche? Oder sollte man täglich eingewöhnen bis es klappt und dann wenn es ernst wird auf 2x die Woche reduzieren?

2. Arbeitstage: Was hat sich bei euch bewährt: Verteilt auf die Woche: Mo+Mi+Fr, oder zusammenhängend, z.B. Mo-Mi oder auch mit WE dazwischen Do+Fr+Mo ?

3. Wenn ich Montag loslege mit der Suche einer Tagesmutter, ist eine Eigewöhnung bis Mitte Mai realistisch? Habe zwar ein Mama-Kind, aber er ist sehr sozial und liebt den Kontakt zu anderen Menschen. Bei Oma kann ich ihn problemlos lassen 1x die Woche....nur Mittagsschlaf will er dort nicht wirklich machen. Da muss er schon müde bis zum Abwinken sein und die Oma schuckelt ihn auf dem Arm, dann schläft er ein, sonst nicht.

4. Muss ich ein schlechtes Gewissen haben???? Irgendwie krieg ich ein bißchen Muffesausen, jetzt wo es ernst wird, aber das ist wohl ganz normal. Ist halt eine Umstellung des Familienalltags, das muss sich erst mal einpendeln. Aber zum einen können wir das Geld gut gebrauchen und zum anderen möchte ich nicht mit Anfang 30 schon meinen beruflichen Zug abefahren sehen....wenn nicht jetzt, dann nie mehr. Bin schon 2 Jahre draußen und wenn ich noch länger warte, nimmt mich in meiner Branche niemand mehr....auch nicht in Vollzeit.

5. Ab 1.8 kommt noch erschwerend dazu, dass wir umziehen wollen....es sind aber noch Renovierungsarbeiten von 6 Wochen geplant gewesen....das kann ich jetzt auch knicken....wie wir das machen werden wissen wir noch nicht, aber da kann mir hier jetzt wohl auch keiner helfen ;) Achso...nach dem Umzug sind es immer noch 100km.

Vielleicht kann mir hier mal jmd. seine Erfahrungen mitteilen.

VG
grinsekatze

Beitrag von nina1984 25.03.11 - 20:45 Uhr

Hey,

bis auf den Fahrtweg würde ich das sofort machen. Ich hasse aber Autofahren, deshalb würde ich das nicht machen wollen. Aber das hätte mich auch vorher schon gestört;-)
Wenn sich die Fahrerei nicht stört, mach es, dein Sohn ist fast 2 und wird das gut machen. Mein Kleiner ist ist seit über einem Jahr 10 Stunden täglich in der Kita und liebt das. Dir wird das als Person soviel bringen und dir den Einstieg geben, du kennst das Team, den AG, besser gehts doch gar nicht.

Beitrag von madar 25.03.11 - 22:20 Uhr

Hallo grinsekatze,

ich geh deine Fragen einfach mal durch okay?! Mein Sohn ist jetzt 13,5 Monate alt und wir haben mit der Eingewöhnung angefangen, als er neun Monate alt war. Wirklich regelmäßig geht er aber erst seit Ende Januar hin. Also:

1. Die Eingewöhnung sollte meines Erachtens nach wirklich täglich ablaufen, damit dein Kind überhaupt die Chance hat, das als etwas alltägliches wahrzunehmen. Auch für dich als Mutter wird es so einfacher sein, die täglichen Abläufe bei der Tagesmutter kennenzulernen.

2. Ich arbeite an drei Tagen die Woche und mein Sohn geht an vier Tagen zur Tagesmutter - Mo, Di, Do und Fr. Jedoch erst seit etwa fünf Wochen. Vorher ging er täglich hin. Da ich am Do und Fr länger arbeite, habe ich den Mittwoch als Mama-Sohn-Tag eingeführt. Also die Kombination "zwei Tage hin - ein Tag frei - zwei Tage hin - zwei Tage frei" funktioniert bei uns problemlos! Schau also einfach, wie es für dich arbeitstechnisch passt und natürlich wie du denkst, dass dein Kind es am besten verträgt.

3. Normalerweise bemisst man für eine Eingewöhnung den Zeitraum von zwei Wochen. Ich habe mir dafür aber einen ganzen Monat Zeit genommen und schlussendlich gute drei Wochen gebraucht. Mein Sohn war und ist allerdings auch das jüngste Kind in der Gruppe und damit hatte ich so meine Schwierigkeiten. Ich habe einfach länger gebraucht, um loszulassen - obwohl er auch vorher schon sehr oft von seinen Großmüttern betreut wurde. Die Frage bei dir ist einfach, ob du so schnell eine Tagesmutter findest, die dir und deinem Kind zusagt. Solltest du die relativ zeitig finden steht einer Eingewöhnung bis Mitte Mai nichts im Weg - es sind ja immerhin noch sieben Wochen bis dahin.
Das mit dem Schlafen ist bei uns auch so eine Sache. Mein Sohn schläft NIE bei der Tagesmutte! Es gibt somit Tage, da wacht er um 6:30h auf, wird um 15:30h abgeholt und schläft dann erst um 16h zu Hause. Aber es geht halt auch so. Wenn er dort nicht schlafen will (oder besser kann), dann ist das eben so. Ich habe aufgehört, mir deswegen den Kopf zu zerbrechen, weil ich einfach sehe, dass es auch so geht. Und nein, er trägt keinen Schaden davon und die Nacht ist dadurch nicht anders als die anderen Nächte auch.

4. Nun, das schlechte Gewissen kann dir keiner nehmen. Du musst halt für dich ganz persönlich entscheiden, welchen Weg du einschlagen möchtest. Ich hatte immer die Vorstellung, dass ich als nichterwerbstätige Mutter unzufrieden sein würde - und dies hat sich bei mir bestätigt. Seitdem ich arbeite, bin ich ausgeglichener und zufriedener. Meistens denke ich während der Arbeit auch nicht an meinen Sohn. Doch sobald ich Feierabend habe, bin ich wieder voll und ganz Mutter und hetze zur Tagesmutter und hole mein Kind IMMER mit einem Lächeln im Gesicht und einem reinen Gewissen ab! Und das überträgt sich auch auf meinen Sohn! Als ich ihn anfangs so widerwillig abgegeben habe, war er viel unruhiger. Er hat sich an mich geklammert und für fünf Sekunden geweint. Ich habe halt auch das passende Gesicht dazu gemacht. Klar viel es mir schwer ihn wegzugeben. Doch ich entschied mich dafür, meine ganze Situation als Chance zu sehen: Seitdem bringe ich ihn morgens, egal wie spät ich auch dran bin, fröhlich zur Tagesmutter. Ich lasse mir Zeit beim umziehen und lasse ihn entscheiden, wann er sich von mir lösen will - und das dauert keine zehn Sekunden mehr. Ich setze ihn also auf meinen Schoß, ziehe ihm seine Puschen an und er krabbelt los. Er ist nämlich auch das einzige Kind dort, das noch nicht läuft. Ich lasse ihn kurz krabbeln, nehme ihn auf, werfe ihn manchmal noch mal in die Luft, geben ihm einen dicken Kuss und übergeben ihn der Tagesmutter. Dann verabschiede ich mich und gehe lächelnd aus der Tür - und mein Sohn lächelt mir nach. Was ich damit sagen will ist: Es liegt ganz viel bei dir und deinem Umgang mit der Situation! Wenn du mit dir und der Situation im Reinen bist, dann spürt dein Kind das und es funktioniert (zumindest) besser.

5. August ist ja noch eine Weile hin. Und was ist an einem Umzug so schlimm? Oder muss dein Kind dann auch die Tagesmutter wechseln?

Das ist jetzt echt lang geworden, sorry! Aber vielleicht hilft es dir ja ein wenig.


Lieben Gruß,
madar

Beitrag von tinemaus 26.03.11 - 11:39 Uhr

Also meine Meinung wäre ganz ehrlich, ich würde nie und nimmer einfach 100 km zu meiner Arbeitsstelle fahren. Wie lang bist du denn da unterwegs sag mal ?
Hin und zurück, hmm ja das ginge noch.

Naja das muss jeder selbst wissen.

Viel Spaß weiterhin
Gruß
Tinemaus