Wann das dritte Kind?

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von glueckskind86 25.03.11 - 23:11 Uhr

Hallo ihr Lieben!

Ich bin jetzt 24 Jahre alt, seit letztem Sommer verheiratet. Ich habe bereits eine 5 jährige Tochter und bin im Moment mit dem 2. Kind geplant schwanger. Im Mai, soll sie kommen.

Als meine Älteste geboren wurde war ich 19 Jahre und stand mitten im Abitur. War nicht wirklich geplant - naja, aber nun bin ich sehr glücklich über sie.

Ein halbes Jahr nach der Entbindung habe ich das Abitur fortgesetzt und im Anschluss ein Mathestudium begonnen. Anfang Mai schließe ich vorerst mit meinem Bachelor ab, ist also alles fertig bis das Kind kommt.
Im Oktober möchte ich dann meinen Master weiter führen. Ich komme mit dem Studium sehr gut klar, so dass ich das größtenteils gut von zu Hause aus und im Selbststudium hinbekomme. Nebenbei arbeite ich auch halbtags in der Uni als Hilfswissenschaftler.
Mein Mann hat eine Promotionsstelle, die wird auch recht gut bezahlt.
Finanziell stehen wir also trotz des Studiums gut da, haben keine Sorgen.

Wir wünschen uns eigentlich 3 Kinder. Nun kamen wir auf die Idee - warum nicht gleich das 3. hinterher schieben?
Das hätte den Vorteil, dass die Kinder alterstechnisch wenigstens teilweise nah aneinander liegen. Mein Master dauert ja noch 2 Jahre und dann ist das dritte auch aus dem Gröbsten raus und ich könnte direkt in den Arbeitsmarkt eintreten.
(alles natürlich erst nach Betrachtung und Einschätzung der Lage mit 2 Kindern)
Die Arbeitsmarktchancen in meinem Fach sind eigentlich auch sehr gut (man sagt arbeitslose Mathematiker passen in einen Bus ;-) ), aber wie sieht das als Berufseinsteiger mit 3 Kindern aus?
Ich könnte sicherlich auch promovieren, bin mir aber unklar ob ich das überhaupt wöllte.

Ich denke dieser Gedanke hat zwei Seiten:

1. der Chef könnte denken:
Familienplanung ist abgeschlossen, es werden also sehr vermutlich nicht mehr sehr viele kindbedingte Ausfälle zu erarten sein UND
im Studium habe ich ja schon gezeigt, dass ich der Arbeit und den Kindern gewachsen bin.

oder:

2. der Chef könnte denken:
Eine Berufseinsteigerin mit 3 Kindern kann ich nicht gebrauchen.

Aber macht es überhaupt einen Unterschied ob 2 oder 3?
Wenn ich allerdings warte bis ich fertig bin mit dem Studium (2 Jahre) und dann auch noch ein paar Jahre in der Firma bin bis ich mir erlauben könnte wegen einer Schwangerschaft zu fehlen sind wir auch schon wieder bei insgesamt mindestens 3 Jahren + 9 Monate. Und dann ist der Altersabstand wieder so groß.

Und so ungünstig wie es war so jung Mutter zu werden, da will ich wenigstens auch die Vorteile einer jungen Mutter haben, die irgendwie verloren gehen, wenn man Kinder im 5-Jahres-Takt bekommt.

Im Moment ist alles nur eine fixe Idee. Aber ich möchte mir vor allen Dingen jetzt schon Gedanken darüber machen, weil das natürlich auch meine Verhütung nach der Schwangerschaft beeinflusst (also langfristige wie Spirale, oder doch kurzfristig mal die Pille).
Wie würdet ihr das einschätzen?

Ich sehe viele Vorteile darin Kinder im Studium zu bekommen, da man sehr flexibel ist. So flexibel ist man später sicher nicht mehr. Finanziell stehen wir auch ganz gut da, und das Studium bekomme ich auch bisher ohne Probleme hin. Ich habe halt nur Bedenken bzgl des späteren Arbeitseinstiegs.

Danke für eure Meinung!
Liebe Grüße,
glueckskind!

Beitrag von gaia1976 26.03.11 - 01:10 Uhr

Hallo!

Das dritte Kind verändert das Familienleben nicht mehr so stark wie die Geburt des zweiten Kindes und ich persönlich bin der Meinung, dass ein kleiner Altersabstand +/- 2,5 Jahre günstiger ist als ein größerer, da man tatsächlich das Stillen, Wickeln usw. mit einem Mal vom Tisch hat.

Allerdings gebe ich zu bedenken, dass drei Kinder sehr viel Arbeit bedeuten, deutlich mehr als bei nur einem Kind.

Wird ein Kind krank, stecken die anderen sich meist an, das bedeutet, dass Du bei jedem Infekt eine Woche kranke Kinder pflegen musst.

Du wäscht und bügelst für fünf Personen, schon bei der Bettwäsche macht sich das gut bemerkbar.

Bei uns ist es außerdem so, dass auch nachmittags viel Fahrerei ansteht, unser Sohn zum Sport, unsere Tochter zum Tanzen, etc.

Wenn sie Freunde einladen möchten, und das gleichzeitig, passt Du nicht auf zwei Kinder auf, sondern auf sechs.

Ich will Dir das auf keinen Fall ausreden, drei Kinder zu bekommen, ich finde viele Kinder zu haben toll, aber ich wüßte nicht, wie ich noch in Vollzeit arbeiten gehen sollte. Vormittags würde ich schaffen, aber auf keinen Fall den ganzen Tag, dazu ist einfach zu viel anderes noch zu tun.

Allerdings bin ich auch ein Spießer, :-), meine Kinder gehen nur vormittags in den Kindergarten und kommen um 12 Uhr nach Hause.
Wenn sie bis 16.00 Uhr betreut würden, hätte ich vielleicht weniger "Stress". Aber der Sinn von Kindern ist für mich nicht, sie ewig fremdbetreuen zu lassen.

LG
Gaia

Beitrag von ichbins04 26.03.11 - 18:04 Uhr

wenn du dann auch das glück hast, das alle kinder auf einmal in der gleichen woche krank sind...

ich hatte grad meine 2 räuber nacheinander je 10 tage zu hause.....

glg

Beitrag von sternchen730 26.03.11 - 07:43 Uhr

Hallo,
ich mussste echt schmunzeln, Du bist wirklich Mathematikerin und erinnerst mich sehr an meine Schwester. Sie hat in Mathe promoviert und plant auch alles so gut durch.
Aber- wie meine Vorschreiberin schon richtig erkannt hat, darft Du den Chaosfaktor nicht unterschätzen!:-p
3 Kinder bringen action- und nicht immer nur geplante. 3 unterschiedliche Charaktere mit unterschiedlichen Bedürfnissen und Launen.
Mit unterschiedlichen Freizeitaktivitäten und Freunden.
Meine sind jetzt 8,7 und 3...kommen mittags manchmal zu 3 unterschiedlichen Zeiten nach Hause oder ich muss sie holen, wollen essen, müssen Hausaufgaben machen und dann zu Freunden und anderen Freizeitaktivitäten verteilt werden, ist manchmal Logistik pur und durchaus eine auch mathematische Herausforderung!

Ich habe Kind 1 auch im Studium bekommen, habe schnell alle Kurse mit Anwesenheitspflicht erledigt und Prüfungen gemacht vor der Geburt. Schwanger mit Nr. 2 hab ich die Diplomarbeit geschrieben. Nr. 3 kam dann noch 4 Jahre später.

Ich bin durchaus für 3 Kinder, auch finde ich geringe Altersabstände empfehlenswert! Ist aber echt ein Job für sich, ein toller!
Vielleicht könnt Ihr Euch ja als Unterstützung ein Au Pair vorstellen oder habt willige Großeltern parat- das erleichtert Karriereaussichten sehr!
Ohne die Unterstützung meiner Mutter könnte ich kaum arbeiten, da mein Mann Schichtdienst hat.

Viele Grüße,
sternchen#stern

Beitrag von carrie23 26.03.11 - 10:21 Uhr

Also ich hab drei Kinder, natürlich machen sie viel Arbeit...die zwei Großen überhaupt momentan weil sie nur noch trotzen und streiten.
Aber die Wäsche....das ist nicht soviel und kochen mach ich am Wochenende.
Ich steh da meist 4-5 Stunden in der Küche und koche frisch vor und friere ein, das erspart mir eine Menge Geld ( weil ich dann natürlich nach Aktionen einkaufe ) und Arbeit weil ich unter der Woche das Mittagessen einfach nur aufwärmen brauche und trotzdem gutes und gesundes Mittagessen am Tisch steht.
Also viel Arbeit finde ich nicht dass die drei machen, aber ich bin halt auch ein Muttertier durch und durch;-)

Was die Arbeit angeht...du kannst dir vorstellen ich bin jetzt seit über 4 Jahren daheim immer abwechselnd Karenz und Mutterschutz.
Gut aber ich bin eine Bürokauffrau und keine Studierte und da macht der spätere Arbeitseinstieg weniger aus.
Wir leben gut, mein Mann hat einen sehr guten Job und wir müssen weder jeden Cent dreimal umdrehen noch großartig geizen.
Natürlich ein Urlaub in der Toskana ist jetzt nicht unbedingt drin;-)
Wir wollen in zwei Jahren das vierte Kind ( haben selber je drei Geschwister ) und ich denke auch da wirds dann gut klappen.

lg carrie

Beitrag von bianka33 26.03.11 - 12:04 Uhr

Hallo Carrie,

hab mal ne ganz andere Frage. Ich mach das mit dem Einfrieren auch oft so, wenn was übrig bleibt, aber bei Dir klingt das viel geplanter.
Hast Du denn Tipps, welche Gerichte sich fürs Vorkochen-Einfrieren-Aufwärmen eignen? Dein System klingt nämlich sehr vorteilhaft (v.a. für die Zeit, wenn ich wieder arbeite und es dann mittags schnell gehen soll).

LG
Bianka

Beitrag von 1972-mamalein 26.03.11 - 10:33 Uhr

ich finde es fast schon naiv wie sich manche ihren berufseinstieg mit kindern vorstellen

da kann es noch ein so gutes studium sein
chefs haben immer eine auswahl

ich arbeite in einer großen firma und weiß wie abteilungsleiter und chefs denken

also viel spaß beim bewerben mit 3 kindern !!

Beitrag von glueckskind86 26.03.11 - 10:48 Uhr

Das ist mir durchaus bewusst. Deshalb mache ich mir ja auch im Vornherein Gedanken darum, ob es angebracht ist, oder ob ich es doch zurück stellen sollte bis ich fest im Job stehe.
Deshalb frage ich hier ja.

Aus deiner Meinung lese ich also deutlich heraus: Bloß nicht, verschlechtert die Berufschancen extrem. Gut, danach hatte ich ja gefragt.

Also danke für deine Meinung! #blume

Beitrag von carrie23 26.03.11 - 10:53 Uhr

Bitte übertreib doch nicht so, ich kenne genügend Mütter mit 3, 4 und sogar mit 6 Kindern und sie haben alle eines gemeinsam: einen Job.
Damit meine ich nicht Regale bei Edeka einschlichten sondern durchaus gute Jobs.

Beitrag von nele27 26.03.11 - 15:21 Uhr

Das kann man so pauschal überhaupt nicht sagen.
Meinst Du, Du kannst von Deinem Chef auf alle Firmen schließen?? #kratz Das ist doch mehr als gewagt um nicht zu sagen naiv.

Ich habe auch mit einem 9 mon alten Baby im Lebenslauf eine Vollzeitstelle mit Verantwortung bekommen. Da hatten vorher auch einige schlau dahergeredet, dass das nicht klappt, mit Baby eine Stelle zu bekommen.

Und es gibt auch genug Frauen, die mit 3 Kindern arbeiten.

LG

Beitrag von mami-tini 26.03.11 - 10:38 Uhr

Krass. #schock Du hast meinen vollesten Respekt. Als ich las: Das erst mitten im Abitur, da dachte ich: Jetzt kommts.

Aber als ich dann las wie sich dein Leben entwickelt hat: Respekt! #pro Ich glaube, es ist völlig egal wann du das dritte bekommst. So wie du schreibst, schafft ihr es jederzeit!

Ich habe selber zwei Kinder im Studium bekommen. Es hat klar seinen Vorteil. Aber wie ich jetzt gemerkt habe auch einen Riesennachteil:
Ich wurde nicht ein einziges Mal zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen und erhielt nur absagen. Um überhaupt erstmal an Geld zu kommen fing ich dann als Verkäuferin an. Mein ehemaliger Chef erzählte mir dann warum ich schlechte Karten habe eine Stelle zu bekommen. Ich habe zwei Kinder. Das heisst, ich bin dreimal so oft krank wie ein normal Angestellter. Das wiederrum bedeutet, ich koste mehr Geld.

Nun hab ich es satt und bin gerade dabei mich selbstständig zu machen. So nehm ich mein Leben selbst in die Hand.
Wenn du dich bewirbst, dann schreib in den Lebenslauf, dass die Versorgung der Kinder gesichert ist und bewerb dich vorallem bei großen Unternehmen.

Ich an deiner Stelle würde dazu tendieren, dass dritte gleich zu bekommen. Dann hast du die Familienplanung abgeschlossen wenn du in den Beruf gehst. Wir wollen auch noch ein drittes. Nur mein Mann fängt jetzt erst an zu studieren und ich muss erstmal mit meinem Unternehmen genug Geld verdienen. Erst dann kommt das dritte. Freu mich jetzt schon drauf.

Alles Gute, ich find dich klasse!!!

Beitrag von 1972-mamalein 26.03.11 - 10:44 Uhr

genau so ein beispiel ist meine schwester

sie hat studiert und nach abschluß ihre tochter bekommen
sie bekam nur absagen
um etwas zu verdienen und nicht nur auf ihren mann angewiesen zu sein ging sie nachts putzen

das ist 10 jahre her und sie zuz diese tätigkeit immernoch

es ist traurig aber leider realität

besser ist es festen job und dann kind --- weil dann muß man die mama wieder einstellen

ja -- leider ist es so bei uns in deutschland

da sind auch große firmen keine ausnahme

Beitrag von mami-tini 26.03.11 - 10:50 Uhr

Ja, es ist echt traurig wie hier mit Müttern umgegangen wird. Die Unternehmen unterschätzen wieviel Potential Mütter haben. Sie arbeiten viel gewissenhafter und verantwortungsvoller als manch anderer Studierter.

Aber putzen wäre ich deswegen nicht gegangen. Als ich als Verkäuferin gearbeitet habe, wurde ich sowas von schlecht behandelt. Ich habe mich immer wieder gefragt wozu ich nun studiert habe wenn ich so schlecht behandelt werde. Meine Kolleginnen waren neidisch auf mich und wurden abwertend. Ich hab dann aufgehört.

Würde ich mich nicht selbstständig machen, dann würde ich darum kämpfen Arbeit zu bekommen. Und wenn ich nur kleine bezahlte Praktias machen würde. Aber wenn man erstmal ein paar Jahre raus ist, dann ist das Studium umsonst gewesen.

Beitrag von carrie23 26.03.11 - 10:55 Uhr

Ja klar muss man die Mama wieder einstellen, aber man muss sie nicht behalten.
In Österreich gibt es nach der Karenz die sogenannte Behaltefrist von 6 Monaten ( ich weiß´jetzt in der gachn nicht obs bei euch auch so ist ) , danach kannst gekündigt werden.

Beitrag von svala 26.03.11 - 13:54 Uhr

Hallo,

also ich habe jetzt keine Erfahrung, da ich den "spießigen" Weg gewählt habe und erst studiert habe und dann nach einigen Jahren im Beruf mein erstes Kind bekommen habe.

Aber ich kann mir wirklich nicht vorstellen, dass es bei einem Arbeitgeber einen großen Unterschied macht, ob Du Dich mit zwei oder drei Kindern bewirbst. Gerade bei größeren Unternehmen dürfte das nicht so die Rolle spielen, da die Ausfallzeiten immer eher ausgleichen können.
Eine frühere Studienkollegin hat sich ohne Kinder vielfach beworben und obwohl sie die besseren Examen hatte als viele männlichen Kollegen, bekam sie nie eine Stelle und wurde auch nicht eingeladen (die schlecteren männlichen Kollegen hingegen schon). Überhaupt haben sich bei mir alle meine weiblichen Mitstudentinnen (alle ohne Kinder) schwer getan einen Job zu finden und viele haben sich selbständig gemacht. Wahrscheinlich einfach deshalb, weil die Arbeitgeber bei Frauen unter 40 generell Angst vor Ausfallzeiten haben. Deswegen würde ich meine Familienplanung nicht von solchen Dingen abhängig machen. Wenn Du gut bist, wirst Du eine Stelle finden, auch wenn es vielleicht schwierig wird. Aber ich denke nicht, dass da zwei oder drei Kinder den Unterschied machen.

ABER: Ich weiß jetzt nicht, wie Du momentan die Betreuung organisiert hast. Aber die Berufstätigkeit kann man leider nicht mit dem Studium vergleichen. Ich habe nur ein Kind, arbeite nur auf einer halben Stelle beim Staat (dort ist es egal ob Frau oder Mann oder ob kein oder 10 Kinder, da geht es alleine nach Leistung) und kann mir meine Zeit grundsätzlich recht frei einteilen, bis auf wenige feste Tage. Trotzdem ist es oft ein Balanceakt. Jetzt war mein Kleiner viel krank, wir haben schon lange Urlaub gebucht und zudem steht eine OP bei ihm an. Da merke ich schon bei einem Kind, dass das einen echt stressen kann. Ich habe oft das Gefühl, weder meinem Kind noch meiner Arbeit richtig gerecht zu werden. Wie das mit drei Kindern wäre, will ich mir gar nicht vorstellen #schwitz.

Trotzdem wollen wir jetzt ein zweites Kind ;-)!

Warte doch einfach mal die erste Zeit mit zwei Kindern ab. Wenn das gut klappt, dann würde ich nicht zögern und mir den Wunsch von drei Kindern erfüllen.

Viele Grüße
Svala

Beitrag von ballroomy 26.03.11 - 17:32 Uhr

Wenn Du das so gut hinbekommst, warum nicht?

Ich bin froh, meinen Sohn erst nach dem Studium bekommen zu haben, ich hätte es nicht gepackt, zumindest nicht ohne viel Hilfe von außen.

Jetzt erwarten wir das 2. Kind und ein drittes soll eigentlich auch noch kommen, bin allerdings mit fast 34 schon deutlich älter.

Was meint Dein Mann? Wielange dauert seine Promotion noch? Steht danach ein Ortswechsel an? Dann könnte es nochmal schwirieg werden.


Also ich würde eher die Pille nehmen, dann hast Du alle Optionen offen. Dann kannst Du schauen, wie Du mit 2 Kindern klarkommst und ob Du Dir noch ein drittes zutraust.


Grüße
b

Beitrag von yvi1082 26.03.11 - 21:24 Uhr

Ich wuerde erstmal abwarten, wie das Leben mit zwei Kindern so ist, bevor ich ein drittes plane. Fuer mich war der Schritt von einem zu zwei der anstrengenste.

Ich hab selbst nach der Geburt von Nr 1 Abi gemacht und dann drei weitere Kinder sehr kurz hintereinander gekriegt. Sehr anstrengend, aber fuer uns der richtige Weg. Hab dann lang Teilzeit und irgendwann Vollzeit gearbeitet. Und jetzt studiere ich, was weit entspannender ist als arbeiten.

Arbeit finden ist immer schwierig, ob nun zwei oder drei Kinder macht wohl kaum einen Unterschied.

Egal wie ihr entscheidet, ich wuensche euch alles Gute :).

Beitrag von claerchen81 26.03.11 - 22:23 Uhr

Hi,

es ist vollkommen unerheblich, ob du zwei oder drei Kinder bei deiner Bewerbung angibst, du wirst es als Mutter ohnehin schwerer haben.
Leider ist es immernoch deutsche Arbeitsrealität, dass sich die Partner die Kinderbetreuung nicht gleichberechtigt teilen. Daraus resultierend werden Mütter bei der Jobvergabe automatisch benachteiligt (bzw. auch junge Frauen, die potentielle Mütter sind).
Zudem besteht im Bereich der "Karriere-Jobs" ohnehin ein Arbeitsethos, welches meist nur Alleinstehende oder Menschen, denen der Rücken wirklich frei gehalten wird, erfüllen können: möglichst viele Stunden arbeiten (ob das sinnvoll ist, steht auf einem anderen Blatt). Mit drei Kindern fast unmöglich, weil man a) es nicht kann (zeitlich) und b) auch nicht will.

Wenn du/ ihr jedoch drei Kinder möchtest, brauchst du ein drei Mal so gutes Betreuungsnetz wie ein- oder zweifach Eltern. Plan A-D wäre schon gut, idealerweise engagiert sich auch dein Mann. Studium ist schon etwas anderes als das Berufsleben, welches du bislang noch gar nicht kennst, dort herrscht weniger Flexibilität. Da dein potentieller Arbeitgeber dich noch nicht kennt, wird er dir ggf. auch keine erhöhte Flexibilität (z.B. Homeoffice) einräumen, dafür muss man zumeist erst zuverlässige Leistung zeigen.

Ich glaube, du hast es dir selbst schwer gemacht, der Weg Studium-Job-Kind ist leichter, zudem ist es ganz angenehm, das Arbeitsleben erst einmal ohne Kind kennen zu lernen (weil man es in einigen Situationen leichter hat, das fängt schon bei abendlichen Netzwerkveranstaltungen an). Das soll aber kein Hinderniss-Grund für dich sein, für "Groß"-Familie UND Job zu kämpfen, finde ich. Du hast bereits mehr geschafft als viele andere (Studium & Kind), ich drücke dir ganz fest die Daumen, dass du mit 3 Kindern deinen Traumjob finden wirst.

Gruß, C.