Nachbarkinder - Umgang mit dem Verhalten

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Beitrag von cashmere0815 26.03.11 - 15:52 Uhr

Wir wohnen in einem Reihenhaus und mit den Nachbarn verstehen wir uns eigentlich gut. Wir sind schon mal gemeinsam essen gegangen und haben oft Spaß. Letzte Woche haben sie uns zum Grillen eingeladen. War eigentlich ganz nett, aber ein Sohn von ihnen hat zweimal komische Bemerkungen gemacht, was ich nicht besonders einladend und nett fand. Ich habe nichts gesagt, aber die Eltern haben dazu auch nichts gesagt. Ich meine, das ist bei ihnen nicht ausergewöhnlich, da sie ihre Kinder so gut wie gar nicht erziehen. Ich finde es einfach nur unhöflich. Mit der Meinung bin ich übrigens nicht alleine. Selbst die Schwiegermutter hat schonmal gesagt, das sie ihre Enkel unhöflich findet, weil sie nicht grüssen würden. Mich grüssen sie auch nur, wenn ich zuerst grüsse. Ist ja auch egal. Mit meinen Kindern verfahren sie übrigens genauso. Sie dürfen nicht mitspielen, weil sie nicht im Club sind etc. Ist ja alles legitim, Freunde suchen sich Kinder selbst aus. Und wenn sie nicht grüssen wollen, auch egal! Nun ist es so, dass wenn die Mutter verschläft, ich die Söhne oder zumindest einen Sohn mit zur Schule nehme. Sie kommt dann morgens fragen. Meine Tochter geht auf die gleiche Schule. Ist ja eigentlich kein Problem. Habe ich gestern erst wieder gemacht, da klappt das dann auch mit dem Grüssen, wenn ins Auto eingestiegen wird. Ich habe dann mal nachgedacht. Letztlich ist es so, dass ich die mit dem Auto durch die Gegend kutschier, aber ansonsten werden wir und auch meine Kinder ignoriert.
Ist das normal?
Ich meine, wie würdet Ihr das handhaben?
Zum Ansprechen habe ich keine Lust, weil sie meint ihre Kinder sind gut erzogen....sie hat sich bei mir mal über ihre Schwiegermutter beschwert, die ja behaupten würde, ihre Kinder seien nicht gut erzogen und ich möchte auch nicht das gute Nachbarschaftsverhältnis aufs Spiel setzen. Aber mir stösst es unangenehm auf. Sie macht/sagt ja prinzipiell auch nie was. Wenn ich schonmal bei ihr bin und quatsche, kommt der Sohn rein und würdigt mich keines Blickes. Sie sagt aber auch nichts. Andererseits soll ich ihn dann morgens mit zur Schule nehmen?! Das passt doch nicht, oder übertreibe ich?
Gruß
Cashmere0815

Beitrag von mansojo 26.03.11 - 16:13 Uhr

grüßen denn die eltern?


hallo erstmal ;-) ,


wir haben unseren sohn auch nie explizit begrüßung beigebracht
aber wir grüßen jeden in unserer siedlung den wir treffen
smaltalk gehört dazu

und unser sohn macht es auch
weil es normal ist

hand geben ist bei uns nicht pflicht

ist es denn ein geben und nehmen bei euch
also bringt sie deine kinder auch mal weg?

wenn nicht ,wär bei mir ein gespräch fällig


lg manja

Beitrag von cashmere0815 26.03.11 - 16:43 Uhr

Hallo,
ja die Eltern grüßen...wie gesagt, wir grillen ja auch zusammen usw. Es besteht ein gutes Nachbarschaftsverhältnis.
Nein, also ich habe meinen Kindern auch nicht beigebracht, alle die hier im Umfeld wohnen, zu grüßen. Sagen wir mal so, wir haben damals in der alten Wohnung zu unseren Kindern gesagt, alle die hier im Haus wohnen, werden gegrüßt. Und diejenigen werden gegrüßt, mit denen man halt etwas mehr spricht/zu tun hat.
Hier kenne ich auch nicht alle und ich grüße auch nicht alle, die ich nicht kenne. Hand geben schon erst recht nicht. Aber wenn wir mit den Eltern schon mehr zu tun haben, sprich man grillt gemeinsam etc., dann ist es wohl nicht zuviel verlangt, die Tageszeit zu sagen.
Nein, sie bringt meine Kinder nie weg, da sie keinen Führerschein hat. Das stört mich aber auch nicht. Mich stört nur die Selbstverständlichkeit des Jungen. Nach dem Motto: Grüßen brauche ich nicht, aber mitgenommen werden, möchte ich schon.

Beitrag von umsche 26.03.11 - 17:26 Uhr

Ja, das kann schon normal sein. Manchmal sind Jungs so. Wie alt ist denn der Nachbarsbengel?

Beitrag von cashmere0815 26.03.11 - 17:43 Uhr

12 Jahre

Beitrag von umsche 26.03.11 - 17:47 Uhr

Nimm es einfach nicht persönlich. In dem Alter sind die manchmal so.

Ich nehme jeden Morgen einen Mitschüler (11) meiner Tochter mit dem Auto mit und wenn ich nicht "guten Morgen" sage, steigt der ein und sagt kein Wort. Und selbst wenn ich ihn zu erst grüße, kann ich seine leise genuschelte Antwort kaum verstehen. Anfangs habe ich mich auch geärgert, inzwischen ignoriere ich seine Muffeligkeit und grüße ihn einfach fröhlich.

Bis sie 20 Jahre alt sind, grüßen sie dann auch zurück. Nur Geduld! Und wie schon gesagt - bloß nicht persönlich nehmen. ;-)

LG

Beitrag von armyofme 26.03.11 - 19:26 Uhr

wenn es dich stört, sprich ihn doch mal drauf an. sag ihm freundlich, dass du dich freuen würdest, wenn er dich grüsst. weil du ihn ja mitnimmst, das auch gerne tust und so. weil du ihn magst und dich darüber freuen würdest.

ich habe hier kinder, die ganz anders erzogen sind als meine kinder. und bei mir ein und aus gehen, weil sie die besten freunde meiner kinder sind. die machen zu hause alles so, wie die eltern es für gut halten, und bei mir machen sie, was ich für gut halte. mein auto, meine regeln. meine wohnung, meine regeln. aber die bringe ich freundlich ein. und die werden dann vollauf akzeptiert.

mir ist es auch sowas von egal, ob mich die kinder zuerst grüssen. es sind kinder. ICH grüsse sie freundlich und aufrichtig, nicht, weil es sich gehört, sondern, weil ich sie begrüssen möchte. kurz mit ihnen reden und sie dann spielen lassen. aus interesse, verstehst du?
ich denke, so lernen sie am ehesten, "was sich gehört": nämlich echtes interesse zu haben, nicht angelernte verhaltensweisen kopieren.

liebe grüsse

die armee

Beitrag von galeia 26.03.11 - 18:37 Uhr

Ich versuche Menschen so zu nehmen wie sie sind, mit ihren guten aber auch mit ihren schlechten Eigenschaften und Eigenarten.

Wenn deine Nachbarn ihr Verhalten so konsequent durchziehen, dann "sind sie wohl einfach so"! Dann würde es mich auch nicht stören.

Ich z. B. vergesse dauernd Geburtstage - auch die von guten Freunden. Mir selbst ist es auch völlig egal, ob man mir gratuliert. Wer mich kennt, weiß das und lebt damit oder nicht. Ich hab schon einiges versucht, um mein Verhalten zu ändern, nicht hat dauerhaft funktioniert. Ich hab zwar einige Mechanismen um nicht jeden Geb. zu vergessen, dennoch rutscht mir immer mal was durch. So what!

Wenn ich im Büro total beschäftigt bin, vergesse ich auch gerne mal morgens das Grüßen. Mein Team weiß das und läßt mich dann in Ruhe.

Ich hätte mit deinen Nachbarn vermutlich kein Problem, wenn dir die Höflichkeit und die Grüßerei jedoch sehr wichtig ist, ist es für dich problematisch. Vielleicht denkst du mal darüber nach, dass dein Maßstab nicht für alle gelten muss.

LG H. #klee

Beitrag von cashmere0815 27.03.11 - 14:14 Uhr

Ja, sicher sind sie so. Ich unterstelle ihnen auch keine Boshaftigkeit. Ich fände es halt nur normal, aber Du hast Recht. Was für mich normal ist, muss für andere noch längst nicht normal sein!

Beitrag von imzadi 26.03.11 - 21:33 Uhr

Nimm das nicht persönilich. Ich hab mich als Kind auch nicht grüssen trauen, keine Ahnung warum. Das hatte noch nicht mal damit zu tun ob ich jemanden mochte oder nicht, ich war einfach zu schüchtern. Auch wenn mich jemand mitgenommen hat es einige Jahre gedauert bis endlich mal ein Danke heraus gebracht habe.

Das liegt glaube ich auch nicht an der Erziehung,mein Bruder wurde gelobt von der Nachbarschaft weil er immer so freundlich grüsst. Ich dagegen fand es unahngenehm jemanden zu treffen und was sagen zu müssen.

Beitrag von tanzlokale 26.03.11 - 21:39 Uhr

Was für "Bemerkungen" haben sie denn gemacht?

Das mit dem Grüßen ist hier teilweise auch so... warum auch immer. Die halbwüchsigen Jungs im Haus warten immer auf eine Extraeinladung. Ich brech mir aber auch keinen ab und grüß halt zuerst. Na klar, ich verdreh innerlich dann auch die Augen - denke mir aber auch, ich war in meiner Pubertät auch nicht unbedingt ein Engelchen ;-)

Manche Eltern lösen gewisse Probleme eben auch durch Ignorieren, wenn sie das Gefühl haben, reden bringt nix mehr. Vlt ist das ja der Fall? Wie auch immer, wenn du auf Ansprechen sowieso keine Lust hast, dann bleibt dir wohl auch nichts anderes übrig als es so zu lassen, wie´s ist.

Schöne Grüße.

Beitrag von cashmere0815 27.03.11 - 14:16 Uhr

Wie gesagt, wir wurden zum Grillen von den Eltern eingeladen und als wir dann bei ihnen im Garten standen, kam von einem Jungen die Aussage: "Ist ja bald nichts mehr übrig, wenn jetzt schon die halbe Nachbarschaft hier mit ißt."

Beitrag von manavgat 27.03.11 - 16:47 Uhr

Ich hätte freundlich nachgefragt:

Worum geht es Dir? Magst Du mich nicht und ich soll nicht kommen oder geht es Dir darum, dass jetzt jeder sein Schnitzel selbst mitbringen soll? Egal was es ist, ich finde den Spruch nicht cool, sondern unhöflich. Was meinst Du?

Gruß

manavgat

Beitrag von tanzlokale 27.03.11 - 22:20 Uhr

War´s vielleicht ein Scherz? Wie gesagt, pubertierende Kinder können ja zuweilen ganz schön verpeilt sein ;-)

Am besten wird sein: nimm´s nicht so schwer.

Schöne Grüße.

Beitrag von manavgat 27.03.11 - 16:45 Uhr

Du machst das falsch.

Wenn Dir jemand verbal auf die Füße tritt, dann regel das direkt und erkläre freundlich, warum Du das so nicht wünschst/akzeptierst.

und gut ist.

Gruß

Manavgat

Beitrag von tanzlokale 27.03.11 - 22:23 Uhr

"Du machst das falsch. "

Du auch. (Peng!) Finde ich.

Schöne Grüße.

Beitrag von maischnuppe 28.03.11 - 08:19 Uhr

Grüss ihn doch mal übertrieben freundlich und laut, wenn er grusslos den Raum betritt:-)