So langsam verzweifel ich und mach mir solche Sorgen!!!! HILFE!!

Archiv des urbia-Forums Kindergartenalter.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von tigerente0304 26.03.11 - 20:23 Uhr

Guten Abend zusammen!
Ich hab eine kleine Tochter, die im Juni ihren 4. Geburtstag feiert! Sie ist ein sehr munterer, freundlicher, liebevoller, gut entwickelter kleiner Mensch!
Allerdings macht sie mich nun in den letzten Wochen doch sehr nachdenklich! Sie hatte eine solche Zeit schon vor einem Jahr mal gehabt und jetzt fängt es wieder an: Sie fängt von jetzt auf gleich an mit Brüllen, wird total ungehalten, läßt sich nichts sagen, sich nicht in den Arm nehmen, sich auch kaum beruhigen. Und das immer nur wegen Kleinigkeiten! Gerade eben schon wieder: sie wollte sich nicht die Zähne putzen lassen, was bei uns eigentlich noch nieeeee Thema war. Ich fragte sie, ob sie es selber machen wolle, was sie verneinte und dann anfing, mit einem ganz gläsernen sturen Blick zu brüllen. Sie macht einem den Eindruck, als sei sie überhaupt nicht bei uns, sie schaut förmlich durch einen durch! Sie brüllt und läßt sich auf nix ein! Auf gar nichts!!!! Und solche Situationen haben wir in den letzten wochen sehr oft: die Rutsche wollte ich nicht in den Sandkasten stellen, weil sie sonst umgekippt wäre, wenn sie drauf gestiegen wäre. Hab es ihr erklärt und mit einem "Mami, das ist aber ganz schön gemein", fing sie dann an zu brüllen und machte so ein Theater, dass ich sie packen musste und mit ihr rein bin!
Meine Schwester, die selber Mutter 2er Kinder ist, meinte, ich soll ihr einen Stuhl oder nen Platz aussuchen, wo sie sich dann so aufführen könne. Damit sie ihr Umfled hat, wo sie sich beruhigen kann. Zuerst hat meine kleine Tochter da überhaupt nicht mitgespielt. Ich hab sie auf einen Stuhl gesetzt (den nutzen wir eigentlich nur, um die frischen Kleidungsstücke für den nächsten Tag drauf zu legen), kaum drehte ich mich um, stand sie schon vor mir. Sie hat überhaupt nicht auf mich gehört, ist aufgestanden und hat gebrüllt, dass sie das nicht will! Hab sie dann immer wieder drauf gesetzt und dann auch gesagt, dass ICH aber will, dass sie dort sitzen bleibt, sich beruhigen soll und zur Ruhe kommen soll, sie solle mich nun in Ruhe lassen und ich würde sie ihn Ruhe lassen, damit wir uns beide beruhigen können! Die letzten 3 Mal hat das super geklappt!
Aber warum bekommt sie solche "Anfälle"! Klar, jedes Kind muss auch mal brüllen dürfen - aber unser kind brüllt einfach aus Gründen, die keine fürs Brüllen sind. So sehe ich das zumindest!
Beim Kinderarzt hab ich das auch schon angesprochen. Der meinte dann nur, dass meine Tochter in ihrer Entwicklung schon sehr sehr weit sei, sie kann ihren Namen schon selbstständig schreiben, die Buchstaben benennen, kann schon bis 20 zählen und ist auch sonst sehr fit. Er meinte mich damit beruhigen zu können, dass mein Kind von ihrer Entwicklung so weit wäre, ihr Körper damit aber manchmal überfordert sein kann und sie deshalb so macht! Das ist für mich vielleicht eine Antwort, aber ihr Verhalten, dieser komische Blick, den sie von jetzt auf gleich bekommt, das macht mir langsam Angst.
Vergangene Woche war sie bei meiner Mama, der ich auch schon oft von ihren Anfällen erzählt habe. Sie war entsetzt, als meine Tochter so mit ihr gemacht hat. Sie konnte es sich so nicht vorstellen, aber als sie es dann selbst erleben durfte, war sie erschrocken! Auch im Kindergarten, in dem auch eine Kindergärtnerin mit sehr sehr großer Erfahrung (auch mit behinderten und schwer erziehbaren Kindern) hat, wissen sich zu ihrem Verhalten keinen Rat - sie sagen, ein Kind, das in dem Alter schon so gut entwickelt sei, aber dann solche Momentverhalten hätte, hätten sie noch nie erlebt! Dort vermuten sie, dass meine Tochter ne stark ausgeprägte Trotzphase hat! Dann hat die eine Erzieherin gemeint, ich müsse da durch und das ändert sich sicherlich bald wieder! Vielleich sei sie unterfordert - was ich mir aber überhaupt nicht vorstellen kann. Auch zum Thema Aufmerksamkeit dürfte mein Kind keinerlei Mehr-Bedürfnisse haben: sie ist Einzelkind und ich bemüh mich wirklich sehr um sie!
Ich werd echt noch wahnsinnig und hab so langsam das Gefühl, ich müsste mir einen fachärztlichen Rat holen!
Nun würd ich gern Eure Meinung dazu hören! Vielleicht gibt es ja hier jemand, der das auch mit seinem Kind erlebt hat und hat ein paar Tips für mich!
HILFE, ich bin für jeden Tip offen!
Wäre nett, ein paar lieb gemeinte Worte zu erhalten!
Sorry, dass es so lang geworden ist, aber ich mach mir echt große Sorgen!

Beitrag von melmystical 26.03.11 - 20:35 Uhr

Hm, einen wirklichen Tipp habe ich nicht für dich, aber vielleicht hilft es dir, wenn ich dir sage, dass es uns ähnlich geht. Allerdings denke ich nun zu wissen, warum mein Sohn öfter mal austickt. #schwitz

Um mal ein Beispiel zu nennen: wir hatten Besuch von seinem besten Freund und seiner Mutter. Als die beiden nun gehen wollten, hat er sich plötzlich wie ein Stein auf den Boden fallen lassen und geschrien wie am Spieß. Das war mir so peinlich... ich konnte ihn gar nicht beruhigen... :-( ich durfte ihn nicht anfassen, nicht mit ihm sprechen usw, das hat ihn nur noch wütender gemacht.

Naja, solche "Anfälle" hatte er öfter.
Bei der U7a habe ich das bei der KiÄ angesprochen. Sie sagte auch, dass mein Sohn in manchen Dingen schon viel weiter wäre, als andere Kinder. Er macht z.B. schon richtig große Puzzle, zählt bis 20, macht kleine Rechenaufgaben, usw. Andererseits hat er aber eine Sprachentwicklungsverzögerung und es macht ihn wohl teilweise "wütend", dass er sich nicht so ausdrücken kann, wie er es gerne möchte. Das staut sich halt und irgendwann "entlädt" es sich.

Ob es wirklich daran liegt, weiß ich nicht, aber sein sprechen wird von Tag zu Tag besser und die Wutanfälle damit weniger, im GEgenteil, im Moment wirkt er wie ein richtig glückliches Kind. :-)

Beitrag von tigerente0304 26.03.11 - 20:40 Uhr

Vielen Dank für Deine lieben Worte! Es ist glaub ich für jede Mama schlimm, wenn man so ratlos ist! Man möchte alles perfekt machen und dann passiert sowas!
Allerdings ist es dann beruhigend, wenn man liest, dass es auch andern so ergeht, dass man nicht allein da steht und dass es scheinbar normal sein kann, wenn ein Kind einfach auch mal so ist!!!!
Ich hoffe ja ganz fest, dass ich vielleicht noch mehr hier erfahren kann und dass diese Phase (die es wohl hoffentlich nur ist), schnell wieder vorbei ist!
Dankeschön!!!!!!#winke

Beitrag von hongurai 26.03.11 - 21:32 Uhr

Unser Sohn 4,5 hat auch mal solche phasen. das kann 2-3 wochen andauern: er ist unzufrieden, unglücklich, traurig, wütend, findet seinen platz nicht, ...

wir haben gespräche mit KIA, Kindi, Freunden gesucht.

Mittlerweile haben wir gemerkt, dass er nach einer solchen Phase immer einen tierischen rntwicklungssprung macht. Er ist er absoluter kopfmensch, sogar bei seinem über-alles-geliebten-fussball muss er immer mit dem kof alles blitzschnel durch"rechnen". :)

vl ist es bei euch auch so, dass sie einen geistigen, körperlichen oder motorischen entwicklungssprung macht demnächst.

toitoitoi und gute nerven dir!!!

Beitrag von schnucky666 26.03.11 - 21:36 Uhr

Hallo,
also ehrlich gesagt würde ich mich mit der Antwort des Kinderarztes nicht zufrieden geben.....
Mein sohn konnte mit 4 schon sämtliche namen schreiben, Zählen bis 50, bisschen lesen. Heute ist er 5, schreibt wie'n Weltmeister, Zählt bis hundert und addiert sogar schon zahlen im zehenr bereich, liest Zahlen bis weit in den hunderter bereich. Puzzelt nur noch Puzzel mit mindestens 300 Teilen und kann schon Bücher mit ganz großen Schriften lesen. Aber er "tickt" nich aus... Klar, ich weiß, jedes Kind ist anders und ich will dir jetzt keine Angst oder so machen, aber selbst für ne Ausgeprägte Trotzphase wär mir dass zuviel!
Mein Tipp wäre, wenn es sowas bei euch gibt, mal mit ihr in ein SPZ (SpezialpädiatrischesZentrum) zu gehen. Dort einfach mal erzählen wie es euch so geht. Denn selbst wenn dein Kia recht haben sollte und sie einfach nicht damit klar kommt, das sie schon so weit ist, dann kann man ihr da helfen, damit klar zu kommen. Denn es ist ja auch nicht gut, wenn sie immer so austickt... Meine Freundin war in so einem Zentrum mit ihrem kleinen... Der hatte auch immer solche "Attacken", ging zum schluss sogar soweit, das er sich selber verletzt hat dabei, nur weil die Mama das Brot falsch durchgeschnitten hat....... Dort wurde er spielerisch auf seine entwicklung vorbereitet. Meine Freundin ging da einmal wöchtenlich hin und nach 5 Monaten war er wieder ein ganz normales Kind und auch meine Freundin wurde in gesprächen gezeigt, wie sie in solchen Situationen sich verhält, denn einfach ignorien ist der falsche weg, damit bestärkt man sie ja nur!

Ich wünsch euch das es ganz schnell wieder vorbei ist und das diese "Phasen" wieder aufhören!!

LG
Mone

Beitrag von tigerente0304 26.03.11 - 21:51 Uhr

Hallo Mone!
Lieben Dank für Deine Antwort!
Ich habe nun ja doch schon 2 weitere Antworten gelesen und ich bin froh über jeden Rat!
Ich hätte besser mal dazu schreiben sollen, dass mein Kind schon bei vielen Ärzten war - nicht wegen ihrem Verhalten. Als sie noch sehr klein war, war die Vermutung da, ihr Kopf würde nicht wachsen. Sie wurde in Wiesbaden eingehend dazu untersucht und man hat nichts feststellen können. Alles war in ordnung und unser Kind entwickelte sich weiter und ihr Köpfchen war einfach kein und ist es auch heute noch (mein Kopf ist auch klein!). Dann waren wir in FFM in der Kinder-Uniklinik, dort waren wir wegen ihrer Lunge - sie hat nen echt schlimmen Husten, der sie seit dem sie 1/2 Jahr alt immer wieder begleitet. Kurz vor Weihnachten (da war sie dann 3,5 Jahre) hat man dann festgestellt, dass sie Asthma bronchiale hat. Mit den Medikamenten, die sie dann verordnet bekam, haben wir es so toll in den Griff bekommen, dass wir nun schon seit 1 1/2 Monaten keine Medikamente mehr brauchen! Hatte sogar schon die Vermutung, dass diese ganzen Medikamente (nicht die Neuen, die nun wirklich geholfen haben u.a. auch homöopatische), die sie schon seit dem sie 6 monate alt war, einnehmen musste, dass die daran schuld sind, dass dieser ständige Inhalier-Kram mit Kordison und diese wirren Tabletten, von denen sie schlecht träumte und die wir dann auch umgehend abgesetzt haben, sie so haben werden lassen. Unser Kinderarzt ist nen sehr netter und betont immer wieder, wie fit sie schon ist, dass sie schon einen sehr hohen Wortschatz hat und und und. Sie hat es schon geschafft, mit 2 Monaten keine Windeln mehr zu tragen und kann sich an Regeln sehr gut anpassen! Sie ist so unheimlich lernwillig und bekommt dann diese "Anfälle"! Ich zwing sie zu nichts, ich bin der Meinung, sie nicht zu überfordern und im Kindergarten muss sie sich Sachen nehmen, die für ihr Alter eigentlich noch nichts sind, würde sie aber super schaffen! Sie ärgert sich, wenn sie etwas nicht schafft und auch manchmal ist das der Grund, warum sie dann so wütend wird und sich so daneben verhält!
Es macht mich traurig, wenn ich schreiben muss, dass ich in einem solchen Moment mein Kind nicht mehr erkenne. Sie schenkt mir so viel Freude, macht mich so unheimlich glücklich und in einem solchen Augenblick stehe ich so ratlos vor ihr und frag mich, warum es nun so ist!
Ich werd es auf jeden Fall mit meinem Mann besprechen, einen Termin in einem SPZ zu machen! Auch wenn die mir dort auch sagen, dass das alles normal ist und mir keine Sorgen machen soll: lieber einmal zu viel, als einmal zu wenig zu Arzt! Ich nehm jede Hilfe an und möchte so gern dazu lernen, wie ich meinem Kind in einer solchen Situation "helfen" kann!!!
Ganz lieben Dank für Deine Worte!!!!!
Schönes Wochenende!!!!

Beitrag von schnucky666 26.03.11 - 22:15 Uhr

Auch wenn es ein stück weit normal ist, das kinder wütend werden wenn sie was nicht schaffen, so sollte es dennoch im Rahmen bleiben. Ich denke das sie das irgendwie lernen sollte. Das eben nicht alles funktioniert und auch nicht perfekt ist. Ja, leichter geschrieben als umgesetzt ich weiß...
oder es liegt wirklich an diesen ganzen Medikamenten? Denn selbst wenn sie jetzt keine mehr braucht, so braucht der köper ja doch schon länger um sie ausm Körper ab zu bauen??? und gerade wenn sie sie so lange nehmen mußte...
aber wie du schon schreibst, in solch einer Situation greift man nach jedem Strohhalm und ich wünsche euch, das ihr schnell denn richtigen findet!!

Lg
Mone

Beitrag von martiena 26.03.11 - 21:57 Uhr

hallo,
mir kommts bissl bekannt vor...
ich wußte anfangs auch nicht wie ich richtig reagiere. von anschimpfen, ruhig auf ihn einreden haben wir alles versucht. irgedwann hab ichs dann einfach so gemacht, das ich ihm in ruhigem ton sagte das ich im moment nicht an ihn rankomme und er sich erstaml beruhigen soll und bin zum abwaschen gegangen. er bockte aus und ich machte mir nicht die nerven kaputt. wir haben danach drüber gesprochen. er selbst wußte manchmal nicht was da passierte. ich muss dazu sagen, er is auch sehr intelligent. er schrieb mit 4 1/2 und liest jetzt wie einer in der 4. klasse. er is 6 gworden. spielt auch sehr gern schach. ich komm da manchmal nicht mit...egal, jedenfalls wollt ich dich beruhigen und dir sagen es wird auch wieder besser. ich hab auch mal gelesen das es oftmals grad bei sehr intelligenten kindern sehr starke gefühlsausbrüche gibt. vielleicht haben wir so kinder.
kopf hoch und vor allem, immer ruhig bleiben.
viel kraft!

Beitrag von zahnweh 27.03.11 - 22:16 Uhr

"grad bei sehr intelligenten kindern sehr starke gefühlsausbrüche gibt"

vom Kopf her sind sie oft sehr weit. von der emotionalen Entwicklung aber eben das tatsächliche Alter.

1. wir großen nehmen oft die weitere Kopfentwicklung wahr und bemerken, die emotionale Entwicklung oft nur, wenn sie sich so entlädt. Dadurch kann es auch leicht zur emotionalen Überforderung kommen, ohne dass wir es merken.

2. das Kind selbst merkt, dass es mit seinen Gefühlen nicht so umgehen kann, wie er/sie das gerne würde. In der Theorie schon alles erklärbar, aber wenn dann das Kegelchen bei Mensch-Ärger-dich nicht raus fliegt, sind sie Gefühle ungefiltert da. Dadurch dass das Kind das selbst oft schon beschreiben kann, macht ihnen dieser Kontrollverlust noch zusätzlich Angst.

Es ist schwierig, ich weiß.

Beitrag von angelinchen 26.03.11 - 22:03 Uhr

Hallo
Ich kann dir zwar keinen Tip geben, das Bock-Verhalten in den Griff zu bekommen.
Ich kann dir aber sagen, dass unser Sohn sich genauso verhalten hat und ich auch tierisch verzeifelt war. Vor allem, weil man NICHTS tun kann, um das zu stoppen. Ignorieren führte dazu, dass sich das Geschrei stundenlang hinzog ohne zu enden. Ihn packen und durch Körperkontakt runterbringen verschlimmerte das Geschrei nur noch mehr. Und reden oder erklären nutzte ja erst recht nix, weil er es gar nicht hörte, es war als wäre er in einer ganz anderen Welt gerade gefangen. Meist war er dabei auch körperlich so "aktiv" bockend dabei, dass er sich nicht nur einmal an ner Wand aufkratzte dabei oder sowas---und das nichtmal bemerkte #schock Wer das nicht selber erlebte, konnte sich das immer gar nicht vorstellen. Naja. 2x hab ich ihm absolut verzweifelter Weise dann eine Ohrfeige gegeben (ja, unmöglich und völlig am Weg vorbei!), und da war er dann plötzlich wieder da, hat sich an mich gekuschelt und der Anfall war vorüber. Ich habe diese Ohrfeigen danach aber nie wieder gegeben, weil das ja keine Lösung sein kann, ihm dann noch mehr Schmerzen zuzufügen!

Rückblickend kann ich nun sagen, dass dieses Verhalten immer dann zum Vorschein kam, wenn er einen Entwicklungssprung machte, oder aber wenn in unserer Familie was nicht "rund" lief, spich wir Eltern Streit hatten. Mein Sohn hat dafür leider seeeehr feine Antennen und kann das dann seelisch nur so ausgleichen. Seine Gefühle haben irgendwie dann so überhand genommen, dass er sich nicht mehr steuern konnte.

Mittlerweile ist mein Sohn 6, kann, WENN er denn mal loslegt, auch gut bocken und ausfallend werden, ABER er ist nun ja viel verständiger, so dass ihn seine Gefühle auch nicht mehr derart übermannen, und man durch reden zu ihm durchdringt.

Ich wünsche euch alles Gute!
Was ich vll. empfehlen KÖNNTE ist zu einem SPZ zu gehen. ICH bin davor immer zurück geschreckt, weil ich meinem Sohn nicht von anderen Leuten eine Schublade verpassen lassen wollte. WIR sind nun auf einem absolut erträglichen Level angelangt.

LG Anja

Beitrag von ma-lu 27.03.11 - 22:00 Uhr

Hallo Du,

ich glaube, Du schreibst über meine Tochter ... auch die wird im Juli vier und im Moment ist sie ein absolut aggressives, jähzorniges, brüllendes, widerspenstiges Wesen - ganz anders als "früher", denn sie war bis vor zwei Wochen ein wirklich sehr, sehr umgängliches und verständiges Mädel. Jetzt hingegen wirft sie mit Gegenständen um sich (und nach mir), kommt nachts ca. 5 mal in unser Schlafzimmer und behauptet felsenfest, nicht mehr schlafen zu "wollen", stößt beim Essen absichtlichTeller und Becher um (oder isst matschend mit den Händen) und testet ihre Grenzen permanent. Auf der anderen Seite habe ich das Gefühl, sie möchte wieder ein "Baby" sein (sie kopiert ihren 22 Monate alten Bruder in Sprache, Verhalten und Körpersprache, möchte nachts plötzlich wieder Milch aus einer Flasche trinken, im Kinderwagen sitzen, ein Schnuffeltuch haben).

Ich glaube, dass unsere Zwerge im Moment einen ziemlichen Entwicklungsschub durchmachen - da auch die Freunde meiner Tochter, die alle im Sommer 4 werden, aktuell ziemlich "unausstehlich" sind. Alle sind extrem ungeduldig, zornig, verhalten sich wie kleine Kotzbrocken und eigentlich sind wir Mütter den ganzen Tag nur noch am Kopfschütteln über unsere Kinder, die wir so gar nicht kennen.

Was noch dazu kommt: meine Tochter malt plötzlich ganze Menschen mit Armen, Händen, Beinen und Füßen (vorher grad mal ein Gesicht), schreibt alle möglichen Buchstaben irgendwo ab und will wissen, welche Buchstaben das sind, rechnet mit ihren Fingern und stellt Fragen wie "Wenn sich die Erde um die Sonne dreht, warum wird mir dann nicht schwindlig?".

Deshalb glaube ich wirklich, dass das wieder so ein extremer Entwicklungsschub ist, der einige Wochen dauern wird - danach, wenn sich die rasante geistige Entwicklung "gesetzt" hat, wird alles wieder besser. Bestimmt.

In diesem Sinne: Kopf hoch, Du bist nicht alleine!!!

Ma-Lu