selbst abstillen, woran merkt man das??

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Beitrag von felicia2010 26.03.11 - 21:56 Uhr

Muss mal dumm fragen, aber ich höre von ganz schön vielen das sich die Kinder teilweise schon mit einigen Wochen selbst abstillen wollten. Wie merkt man das den? Ich meine ich hab meiner kleinen einfach nie was anderes gegeben. Deswegen muss ich mal so voll blöd fragen, einfach interessehalber, nicht um jemand auf den Schlips zu treten.

Danke!

Beitrag von tauchmaus01 26.03.11 - 22:10 Uhr

Ich denke nicht das Säuglinge sich selber abstillen wollen. Eher deuten viele Mamas die Signale des Kindes falsch.
Wenn es die Brust anschreit, dann meinen ja viele dass das Kind nicht mehr satt wird, die Milch nicht mehr reicht. Und dann fangen viele an mit zufüttern, der Kreislauf des Abstillens beginnt.

Im Grunde schade, aber so ist es eben, selbst Kinderärzte haben oft keine Ahnung.

Kein Säugling möchte verhungern, daher wird auch kein gesundes Baby sich selber abstillen wollen bevor es beikostreif ist.
Das wird den jungen Müttern von der Industrie aber leider auch falsch angepriesen. MIt den Gläschen nach dem 4. Monat meinen ja viele, dass Babys ab dann auch was anderes als MuMi brauchen.

Mona

Beitrag von felicia2010 26.03.11 - 22:20 Uhr

Ja da gebe ich dir recht und ich finde das auch ziemlich schade! Früher wo es keine Ersatzmilch etc. gab, konnten sicher mehr Frauen länger stillen vermute ich. Sonst wären die Babys ja geschwächt gewesen oder gestorben. Traurig finde ich auch das sogar manche Hebammen gegen das Stillen sind. Hat jetzt zwar nicht wirklich was damit zu tun, aber meine hat mir sogar geraten abzustillen, weil ich ein bisschen zuviel abgenommen habe nach der Geburt (unabsichtlich). Naja, wie man es nimmt...

Trotzdem würde es mich interessieren wie man dann auf die Idee kommt was anderes zu geben. Haben so viele Leute so wenig selbstvertrauen in sich und die Natur? Schade...

Beitrag von deenchen 26.03.11 - 22:40 Uhr

Es gibt Frauen, die haben tatsächlich einfach zu wenig Milch. Da helfen die besten Tricks etc nicht, es wird nicht mehr und das Kind muss zugefüttert werden. Und wenn dann noch die Brustschreiphase dazu kommt ist das Kind ganz schnell leider von sich aus abgestillt...

Das ist übrigens meine Geschichte zur Zeit - wir kämpfen allerdings noch, dass sie wieder an die Brust geht, so schnell gebe ich nicht auf!!!
Und bei der großen Tochter war es auch schon nicht anders, sie hat sich dann mit knapp 10 Monaten selber abgestillt indem sie jedes Mal, wenn ich sie stille wollte, so getan hat, als ob sie umbringen möchte. Nach einer Woche akzeptiert man das dann.

Beitrag von lilly7686 26.03.11 - 22:38 Uhr

Hallo!

Kein Kind stillt sich unter einem Jahr selbst ab. Das ist eine Tatsache.
Meist ist es nur so, dass die Signale des Kindes falsch gedeutet werden, oder die Mutter einfach falsche Beratung hatte.

Was viele als Abstillen interpretieren:
- Saugverwirrung
- Stillstreik

Und was viele als "ich hab zu wenig Milch" deuten:
- Clusterfeeding
- Wachstumsschub

Die meisten Mütter, deren Kinder sich mit wenigen Wochen "selbst abstillen", hatten einfach falsche Beratung.
Diese Mütter hatten einfach keine kompetente Hebamme, Stillberaterin oder stillerfahrene Freundin.

Wenn ein Kind sich selbst abstillt, dann tut es das im Durchschnitt mit 2,8-3,2 Jahren.
Das natürliche menschliche Abstillalter liegt zwischen 2,5 und 7 Jahren.

Wenn ein Kind sich selbst abstillt, sieht das ungefähr so aus:
Das Kind kommt einen Tag vorm 3ten Geburtstag zur Mama und sagt: Mama, morgen werd ich 3, jetzt bin ich schon groß und brauch keine Mumi mehr." (genau das sagte der Sohn einer Freundin kürzlich ;-) und er hats tatsächlich durchgezogen)

Liebe Grüße!

Beitrag von trieneh 26.03.11 - 22:41 Uhr

deine freundin hat ihr kind noch mit drei gestillt???#gruebel

Beitrag von jumarie1982 26.03.11 - 22:47 Uhr

Naja, Millionen Frauen stillen ihre Kinder mit 3 und älter.
Das natürliche Abstillalter von Kindern liegt weltweit bei 2,5 bis 7 Jahren.
Die WHO empfiehlt stillen bis mind. 2 Jahre und danach solange Mutter und Kind das wollen.
Es ist NATÜRLICH ;-)

Beitrag von trieneh 26.03.11 - 22:56 Uhr

sollte kein angriff sein,aber es ist einfach so selten,dass man von müttern hört,die ihre kinder noch im kleinkindalter stillen...ich finde es toll,wenn man das wirklich konsquent so macht.

Beitrag von jumarie1982 26.03.11 - 23:07 Uhr

Oh, ich kenne hier und auch in der richtigen Welt ;-) inzwischen einige Langzeitstillerinnen.
Nur man geht damit halt nicht hausieren und die meisten stillen ab einem bestimmten Alter ja auch nur noch morgens/abends/nachts und damit eben zuhause.

Ich übrigens nicht :-p Mein Sohn wird in 2 Monaten 2 und stillt auch gern mal noch am Tag. Wenn er irgendwie krank ist auch tagelang wieder voll. Und GOTT SEI DANK ist es mir inzwischen vollkommen egal, wie andere das finden und wir stillen ÜBERALL.

Mit Langzeitstillen ist es wie mit den Schlümpfen...wenn man ganz genau hinsieht, kann man sie überall sitzen sehen #rofl

Beitrag von lilly7686 26.03.11 - 23:12 Uhr

Ach, da kann ich noch mehr bieten. Warte, lass mich nachdenken.

Also besagte Freundin hat ihre Große ebenfalls bis 3 Jahre gestillt (genau weiß ichs jetzt nicht, aber so in die Richtung wars).
Meine Kangatrainerin hat ihren Großen bis 28 Monate gestillt, der Kleine ist jetzt 25 Monate und stillt noch.
Die Mama eines Freundes meiner Großen hat ihre älteste Tochter bis 2 Jahre gestillt, den Sohn bis 9 Monate, die jüngste Tochter bis 18 Monate.
Die meisten der Mütter, die mit mir zusammen AFS-Ausbildung gemacht haben, haben länger als 2 Jahre gestillt (nicht alle).

Ich finde auch, wie jumarie, dass es einfach natürlich ist.
Meine Kleine werde ich auch so lange stillen lassen, bis sie es selbst nicht mehr möchte.

Es ist schade, dass es so ungewöhnlich zu sein scheint, länger als 6 Monate zu stillen :-(

Beitrag von trieneh 26.03.11 - 23:27 Uhr

vllt wirkt es so befremdlich,weil es halt meist nur noch zuhause geschieht und es die nahrungsindustrie einem vordiktiert,dass stillen bis zum 6.monat ausreicht.

ich selbst hab leider nur bis zur 9.lebenswoche gestillt,weil meine kleine stündlich stillte und mir irgendwann die kraft fehlte.im nachhinein,bereue ich den schritt,nicht durchgehalten zu haben...deshalb,hut ab.....

Beitrag von lalal 27.03.11 - 08:39 Uhr

"vllt wirkt es so befremdlich,weil es halt meist nur noch zuhause geschieht und es die nahrungsindustrie einem vordiktiert,dass stillen bis zum 6.monat ausreicht. "

da ist sicher was wahres dran, viele Mütter lassen sich davon dann auch beeinflussen speziell dann wenn der Familien und Bekanntenkreis "Druck" macht. Gib doch jetzt mal Beikost usw. Ach du musst zufüttern, so viel Stillen ist doch nicht normal, das Kind wird ja gar nicht satt.

Ich selbst stille auch Langzeit, meine beiden jüngsten wobei die größere knapp 3 ist;-)
Meine Familie kennt es sollte man meinen, dumm angesehen werde ich trotzdem und es wird einfach darüber geschwiegen. Meine Mama zb. gehört auch zu der Fraktion "Jetzt mal was ordentliches" und damit meint sie nicht Muttermilch.


Beitrag von lilaluise 27.03.11 - 10:05 Uhr

Meine Schwester und ich wurden beide 3 Jahre gestillt. Ich musste leider mit 1,5 Jahren meine Tochter abstillen, da ich ein viertel Jahr im Krankenhaus lag....#heul aber sie kommt jetzt ab und zu mal wenn ich leo stille und nimmt noch ein schlückchen. sie ist jetzt 2,5 Jahre alt!

Beitrag von kati543 26.03.11 - 22:42 Uhr

Ich denke nicht, dass ein Säugling sich abstillen WILL. Aber manchmal zwingt er seine Mutter regelrecht dazu. Mein Jüngster war so ein Fall. Er ist im Alter von ein paar Wochen ziemlich heftig an Schnupfen erkrankt und konnte absolut nicht mehr aus der Brust saugen. Er hat richtig doll abgenommen. Die einzige Alternative war die Saugerflasche - eben weil es leichter zu saugen ging. Danach ist er nie wieder an die Brust gegangen.

Und bevor jetzt hier Einige zu diskutieren anfangen...ihr kennt mein Kind nicht. Also lasst es lieber. Mein Sohn läßt sich nicht mit einem gesunden Kind vergleichen. Er ist schwer mehrfachbehindert und lag bereits mehrfach im Krankenhaus wegen Stoffwechselentgleisung und/oder im Koma.

Beitrag von elistra 26.03.11 - 23:27 Uhr

ein gesundes kind in dem alter würde die brust nicht verweigern. also im grunde stillt sich kein kind in dem alter selbst ab, das würde ja sein todesurteil bedeuten.

das es alternativen zur brust gibt, muss man dem kind zeigen/sie ihm geben, damit läutet man das abstillen als selbst ein, das geht nicht vom kind aus.

Beitrag von monab1978 27.03.11 - 07:47 Uhr

Ja, gute Frage, aber die stell ich mir auch oft....

Früher sind bestimmt die Säuglinge reihenweise gestorben, weil sie die Brust nicht mehr wollten, festes aber nicht verdauen konnten, wenn man diesem "selber abstillen" glauben will.

Naja, ich glaube das "nicht stillen" ist einfach so ein schlechtes Gewissen macher (weil die Leute ja wissen, dass es das beste fürs Kind ist) und trotzdem haben die Mamas keinen Nerv mehr. Und dann reden sie es sich halt schön mit "das kind hat sich selber abgestillt". Hört sich besser an als "mir ist das genuckel auf den Keks gegangen" oder "ich wollte endlich mal wieder weg gehen".

Die andere Fraktion sind die, die alle 4 Stunden stillen und bei denen dann logischerweise die ganze Produktion durcheinander kommt. Die Brust produziert weniger, es wird ein Fläschchen zugefüttert. Dadurch kommt die Produktion noch mehr durcheinander, das Kind bekommt noch mehr Flschchen. Das Sauegn aus dem Fläschchen ist einfacher fürs Kind. Ja, rate mal. Dann heisst es "Meine Milch war plötzlich weg" oder auch "selber abgestillt"....

Fakt ist, ein gesundes Kind das gestillt wird stillt sich nicht einfach so ab bevor es 2-4 jahre alt ist. So lange ist die Milch in der Ernährung von der Natur so vorgesehen. Alles andere ist einfach ein Missverständnis. Oder speziell.

Mein Sohn hat aufgehört zu trinken als ich 28 Wochen schwanger war und die Woche über nicht da war. Am Wochenende kam ich heim und er wollte partout nicht mehr trinken. Und ich muss zugeben, es war mir ganz recht, sonst hätte man die Stillbeziehung sicher mit Geduld retten können! Ich könnte jetzt behaupten er hat sich mit 14 Monaten selbst abgestillt, aber ICH bion schwanger geworden (da schmeckt die Milch wohl irgendwann nicht mehr) und ICH bin die Woche über arbeiten gefahren). Das hat nicht ER entschieden und ich wusste, dass das dem Stillen schaden kann.

LG
Mona

Beitrag von kati543 27.03.11 - 15:25 Uhr

"Früher sind bestimmt die Säuglinge reihenweise gestorben, weil sie die Brust nicht mehr wollten, festes aber nicht verdauen konnten, wenn man diesem "selber abstillen" glauben will. "
Wie kommst du auf die Idee? Früher und auch heute (in dritte-Welt-Ländern) werden Säuglinge z.B von Ziegen ernährt. Säuglinge können nicht nur saugen. Das ist ein Trugschluß. Säuglinge können auch sehr zeitig trinken lernen aus dem Becher oder vom Löffel.

Beitrag von monab1978 27.03.11 - 16:04 Uhr

Ich habe in verschiedensten Ländern Asiens und Afrikas gelebt, und Ziegenmilch ist mir nie als Lösung für "selber abstillen" gewesen. Wenn die Mama wirklich keine Milch hat, dann gibt meist eine andere Frau die Brust. So kenn ichs. Selber abstillen ist dort aber nie vorgekommen....

Beitrag von sarahjane 27.03.11 - 11:25 Uhr

Dass ein Kind sich von selbst von der Brust entwöhnt, kann sehr viele Ursachen haben.
Meist wird der Mutter die Schuld daran gegeben, was natürlich überwiegend Käse ist.

Manchen Babys fällt das Saugen an den mütterlichen Brüsten aus diversen Gründen sehr schwer (Beschaffenheit der mütterlichen Brüste, schweres Saugen an Brusthütchen, zu früh geborene Babys, zu wenig Milchdrüsengewebe bei der Mutter, Lippen-, Kiefer-, Gaumenspalte beim Kind, schwere Behinderungen des Kindes etc.), so dass sie irgendwann die mütterliche Brust verweigern.

Ältere Babys finden oft um sich herum einfach alles andere spannender als Mutters Brust.

Und dass das oft genannte "natürliche Brusternährungsentwöhnungsalter" auf Hochrechnungen aus der Welt der Säugetiere (aus der Tierwelt) basiert, ist wohl jedem klar.
Gut, wenn man sich als Mensch mit Tieren vergleichen möchte, dann müssten Menschen ja auch ihren Nachwuchs aufessen (unter einigen Tierarten ist es Gang und Gäbe, zumindest die schwächsten Jungtiere zu verzehren), ihre Kinder vestoßen/aussetzen und sich selbst überlassen (dies ist unter einigen Tieren üblich), etc..

Viele Brustmütter und Brusternährungsberater wollen nicht wahrhaben, dass nicht jedes Baby, Klein-, Vorschul- und Grundschulkind begeistert und ausdauernd aus Mutters Brust trinkt.
Sie neigen halt oftmals dazu, eigene Erfahrungen als allgemeingültig und als Ideal darzustellen und bleiben nicht selten seriöse und wissenschaftlich einwandfrei fundierte Studien schuldig.



Beitrag von corinnakoehn 27.03.11 - 11:59 Uhr

#pro

Beitrag von elistra 27.03.11 - 20:32 Uhr

zuerstmal es ging hier im ausgangsposting ja um wenige wochen alte säuglinge nicht um vorschulkinder.

und ein gesunder säugling stillt sich nicht ab, ohne das es äußere einflüsse in form von flasche/schnuller oder ähnlichem gibt. jedes gesunde kind hat ein überlebesbedürfniss und dazu gehört auch das stillen, nicht stillen würde den tod bedeuten und kein gesunder kleiner mensch würde diesen willentlich herbeiführen wollen. das es alternativen zum stillen gibt, ist dem kind nicht bekannt, diese müssen ihm erst mal gezeigt werden, sprich es ist ein einfluss von aussen, also kein selbständiges abstillen.

wenn ältere kinder, die bereits beikost essen sich abstillen ist das doch nochmal eine ganz andere geschichte. klar das nicht alle kinder bis 6 jahre stillen wollen, vorallem in unserem kulturkreis. das liegt sicherlich nicht nur an den müttern, sondern auch am umfeld.

und wegen dem vergleich mensch/tier. natürlich kann man da nicht 1 zu 1 vergleichen, aber im grunde ist ein menschlicher säugling auch nur instinkt gesteuert, genauso wie ein tier es ist. das bewußtsein ein eigenständiger unabhängiger mensch zu sein, entwickelt sich doch erst noch.

Beitrag von elisa1108 27.03.11 - 21:41 Uhr

#pro