Fühle mich total isoliert

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von zonenbiene79 27.03.11 - 11:22 Uhr

Seid der Trennung, das ist jetzt bissl mehr als zwei Jahre, fühle ich mich total isoliert. Mein Sohn aktzeptiert keinen meiner Freunde und will nie mit mir irgendwohin wo eben meine Freunde sind. Es sind immer alle ganz lieb zu ihm und eigentlich müsste er ja auch merken das es mir dabei auch gut geht.

Er ist 5 1/2 und will nur mit mir alleine sein, er fängt dann richtig terror an wenn ich ihn mitnehme und steigt nicht aus dem Auto aus. Bei seinem Vater macht er das seltsamerweise nicht. Ich versteh es nicht. Ich wünsche mir so sehr das ich auch mal wieder mit Freunden und meinem Sohn was machen kann.

Ich frage mich wirklich was ich falsch mache, liegt es an mir oder was ist das.
Ich versteh es nicht.

Hat mir jemand Tips wie ich das ändern kann, bitte...ich bin schon total verzweifelt.

Gruss Zone

Beitrag von susanne85 27.03.11 - 11:58 Uhr

hallo

dein sohn ist fast ein schulkind? und du lässt dich so veräppeln?

dreh mal den spieß um und fang an zu schreien wenn seine freunde kommen und wenn er dort hin will..

mal schauen wie er schaut

lg

Beitrag von lene77 27.03.11 - 12:56 Uhr

Dein Kind hat keinen Respekt vor Dir, aber vor Deinem Mann ...
Deshalb stellt er sich bei Dir so an und bei ihm nicht. Er fordert Dich heraus und Du läßt Dir das bieten.
Greife härter durch. Einige Dinge werden nun mal so gemacht wie Du es möchtest und basta, da gibt es gar keine Diskussion. Bei uns ist es umgekehrt. Mein Mann läßt sich alles bieten, ihm tanzen die Kinder sozusagen auf der Nase herum.
Bei mir würde es sowas nicht geben. Da reicht bei mir nur ein ernster Blick oder ein schärferer Tonfall und gut ist. Kinder brauchen Grenzen und Regeln, nicht so larifari. Und sie müssen auch Wünsche der Mutter/des Vaters akzeptieren. Lass Dich von Deinem Knirps nicht an der Nase herumführen. Er darf Dir nicht ständig seinen Willen aufzwängen (genauso der umgekehrte Fall) Es muss ein harmonisches Miteinander geben.
Ich würde damit anfangen ihm im Vorfeld schon darauf hinzuweisen das ihr an dem und dem Tag zu Freundin XY fahrt ... und damit er es auch ja nicht vergisst, immer mal wieder nebenbei darauf hinweisen ("Ich freue mich ja schon so das wir Dienstag zur Anna fahren!" o.ä.) ...
Macht er dann am besagten Tag wieder ein Spiel (was sicherlich der Fall sein wird) lass Dich nicht beeindrucken und versuche nicht stundenlang auf ihn einzureden.
So wird es gemacht und fertig. Soll er motzen, beachte es einfach gar nicht und zieh Dein Ding durch. Irgendwann wird er merken das es nichts mehr bringt zu bocken und er wird damit aufhören (meine Erfahrung)...

LG, Lena

Beitrag von giuli2009 27.03.11 - 13:20 Uhr

na der hat dich aber ordentlich im griff der kleine mann ;-)
aber mal ohne mist, das geht doch nicht! du bist schließlich nicht nur mutter sondern auch mensch u vor allem frau mit sehnsüchten u bedürfnissen, also setz dich durch!!!

Beitrag von zonenbiene79 27.03.11 - 13:23 Uhr

Danke Lena, das hört sich sehr plausibel an. Du hast recht ich lass mir da viel zu viel gefallen, was meine Freunde betrifft.
Werde es mir zu herzen nehmen und genau so auch versuchen. Vielleicht spürte er in den letzten Jahren meine Unsicherheit und hat den Dreh rausbekommen wie er mich doch wieder umstimmen kann, wenn ich mit ihm weg wollte.

Es ist seltsam wie man sich in eine Situation bringen kann ohne es wirklich gewollt zu haben und dann noch schwerer das wieder zu ändern.

Gruss Zone

Beitrag von armyofme 27.03.11 - 13:25 Uhr

Er ist 5 1/2 Jahre alt. Er ist fast ein Schulkind. Er ist schon gross.

Frag ihn, was los ist. Frag ihn, warum er nicht mit will. Und erklär ihm, dass auch eine Mama Freunde braucht, damit es ihr gut geht.

Aber BITTE ihn nicht um Verständnis, sondern sag ihm freundlich und liebevoll, dass das einfach so ist.
Du gehst Freunde besuchen, weil du das brauchst. Damit es dir gut geht.
Ihm geht es ja auch gut, wenn er Freunde trifft.

Ich finde, das "hart durchgreifen"-Gerede hier ist Unsinn. Es geht nicht um Respekt und zeigen, wer der Boss ist.

Es geht um ein Kind, das eine Trennung hinter sich hat, genau wie die Eltern. Und es wurde nicht gefragt, wie auch.
Nun hat es damit zu kämpfen, will die Mama ganz für sich. Also muss die Mama sich und dem Kind klarmachen, was es bedarf, damit es beiden wirklich gut geht.

Im Zweifel würde ich zur Erziehungsberatungsstelle gehen, ernsthaft. Die helfen dir da weiter, wenn du nicht mehr weiter weisst.

Alles Liebe dir

die Armee

Beitrag von zonenbiene79 27.03.11 - 13:46 Uhr

Sind diese Erziehungsberatungsstellen vom Jugendamt? Oder wo finde ich so eine Unterstützung. Denke schon auch das ich ab und an mal gute Ratschläge brauche um mit manchen Situationen klar zu kommen.

Ich frage ihn ja immer warum er es nicht will, er hat keine Antwort darauf. Ich erkläre ihm auch immer das ich gerne gehen möchte eben gerade weil es mir gut tut. Hilft nix.

LG

Beitrag von armyofme 27.03.11 - 13:54 Uhr

pro familia

caritas

diakonie

und auch das jugendamt bietet beratung an, ja. oder vermittelt dich weiter.

alles gute

die armee

Beitrag von comapo 27.03.11 - 21:10 Uhr

Moin,

würde ich mir nicht bieten lassen. Und bei seinem Vater macht er das nicht, WEIL der sich das nicht bieten lässt.

Denke, Du solltest dem jungen Mann nicht nur sagen, sondern auch durch Dein Verhalten (Körpersprache) zeigen, dass DU der Chef im Ring bist. Was machst Du denn, wenn er später nicht in die Schule will? Richtig. Zeigen, dass er muss.

Fertsch.

Gruß Comapo

Beitrag von nutschie 27.03.11 - 22:45 Uhr

hallo,
also ich würde mir hilfe holen. finde raus wieso er sich so benimmt. das ganze "härte-durchgreifen" - geschwätz finde ich echt zum k...tzen...als ob ein kind das nur zum spass macht um dich zu ärgern... was hat er denn davon? ich denke nicht das es deinem sohn dabei gut geht...

geh doch echt mal zu einem therapeuten....


lg

Beitrag von zonenbiene79 29.03.11 - 12:49 Uhr

Also eine Therapie halte ich für unnötig...sonst hört er auf mich. Nach der Trennung war es nicht so ganz leicht für ihn, vor allem die räumliche Trennung. Da habe ich mich anfangs sehr stark zurückgezogen um nur für ihn da zu sein, damals das richtige, heute denke ich es war ein ticken zuviel. Inzwischen geht es ihm wirklich sehr gut, er sieht seinen Vater öfters als manch andere. Denke sicher 40 % des Monats. Wir wohnen auch nur ein Dorf weiter und das Umfeld ist komplett erhalten geblieben.

Bei allem anderen habe ich nicht solche Probleme das er nicht hört, im Gegenteil. Er testet sicher mal seine Grenzen aus, was normal ist, aber eben im normalen Bereich. Angst das er nen Schaden von der Trennung abbekommen hat, habe ich nicht.

Wie gesagt ich glaube ich habe den Fehler gemacht mich zurückzuziehen damals und es braucht jetzt einfach genausoviel zeit es rückgängig zu machen.

Gruss