Zuverdienst bei Hartz4?

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von postrennmaus 27.03.11 - 14:40 Uhr

Hallo!

Ich bin gerade unerwartet gekündigt worden. Da ich in der Probezeit war, mit einer superkurzen Kündigungsfrist von 2 Wochen zum Monatsende. Da ich so schnell nicht einen neuen Job finde/bekomme, bin ich gerade beim Beantragen von Hartz4. Da ich aber noch den Kontakt zu meiner letzten Arbeitsstelle brauche (ein Forschungslabor, in dem ich gerade an einer Publikation arbeite), werde ich dort noch ein wenig nebenher arbeiten. Ich brauche diese Publikation, um mich für Stipendien oder Drittmittel zu bewerben, damit ich meine Promotion finanzieren kann.

Meine Frage ist nun: wenn ich Hartz 4 beziehe, kann ich einen Minijob in diesem Labor machen, wo ich ca. 100 € dazubekäme? Oder wird jeder Cent, den man nebenher verdient, vom Hartz 4 abgezogen? Gibt es da eine Höhe, die man noch "obendrauf" dazuverdienen darf?


Lg postrennmaus

Beitrag von harveypet 27.03.11 - 14:56 Uhr

Anmelden!!!, dann sind 100€ anrechnungsfrei und ab 101 bis 400€ werden 80% angerechnet.

Beitrag von pfirsichbluete81 27.03.11 - 15:04 Uhr

Also eigentlich kann man soviel dazu verdienen, bis man nicht mehr abhängig von Hartz 4 ist, sprich soviel oder mehr verdient wie das Hartz 4 was man erhält..
Aber deine Frage bezieht sich sicher auf die Freibeträge #schein.
Soweit ich es noch in Erinnerung habe gibt es einen Pauschalfreibetrag von 100,- EUR der von dem monatlichen Einkommen abgezogen wird, von dem restlichen Einkommen werden dann nochmal 20 % abgezogen, so dass der Betrag der dann noch übrig bleibt als Einkommen beim Hartz 4 angerechnet wird.
Solltest du also 100,- EUR Nebenverdienst im Monat haben liegt das im Freibetrag und du bekommst nichts angerechnet. Allerdings wird dein Arbeitsvermittler ja versuchen dich in Arbeit zu bringen, dass du nicht mehr abhängig von Hartz 4 bist, so dass er dir neben diesem Nebenjob noch andere Jobs vermitteln wird und du ggfls. auch den Nebenjob gegen einen Vollzeitjob eintauschen musst.
Das kommt aber wieder auf deinen Arbeitsvermittler an wie kulant er ist in Bezug auf deine Publikation.
Andernfalls kann es auch sein, dass du Sanktionen bekommst, wenn du dich z.B. nicht bewirbst oder dich weigerst Stellen die passen anzunehmen oder auch wenn du Termine ohne wichtigen Grund nicht wahrnimmst. Die Sanktionen liegen dann je nachdem bei 10-30% des Regelsatz und werden auch erhöht wenn es öfter vorkommt.

Viel #klee bei deiner Publikation.

Beitrag von goldtaube 27.03.11 - 18:37 Uhr

Auf Erwerbseinkommen gibt es einen Grundfreibetrag von 100 Euro + 20 % vom Rest bis 800 Euro + 10 % vom Rest ab 800 Euro bis 1200 bzw. bis 1500 Euro (mit Kinder).

Beitrag von molinalaja 27.03.11 - 19:02 Uhr

Sprich lieber von ALG 2, sonst bekommen hier manche im Forum jedes einen Herzanfall,










aber wenn ich es mir recht überlege, kann das auch nicht schaden ;-)

Beitrag von zwillinge2005 27.03.11 - 19:18 Uhr

Hallo,

wie lange warst Du denn jetzt nach Deinem Studium beschäftigt? Hast Du keinen ALGI Anspruch? HAt Dein Lebensgefährte/Vater des Kindes auch kein Einkommen, so dass Ihr jetzt sofort auf ALG II angewiesen seid?

Warum wurdest Du in der Probezeit gekündigt und dann wollen sie Dich doch weiterbeschäftigen? Was ist das für ein Gekungel? Wenn Ihr so knapp seid - wäre da nicht arbeiten wichtiger als die Promotion? Zumal auch der Kindsvater anscheinend die Familie nicht ernähren kann?

Ich bin selber Akademikerin - käme aber nicht auf die Idee auch noch die Promotion (Promotionsvorbereitungen) durch ALGII finanzieren zu lassen.

LG, Andrea