Haftbefehl zwei Tage nach Zahlungsvereinbahrung

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Beitrag von manu-75 27.03.11 - 21:52 Uhr

Hallo alle zusammen.

Trotz dem eine Zahlungsvereibarung unter Nachweis der Einkünfte abgeschlossen wurde, lässt der Gerichtsvollzieher zwei Tage nach vorlage der Zahlungsvereibarung einen Haftbefehlseintrag in der Schufa eintragen. Zu bemerken ist, dass dem Gerichtsvollzieher eine Woche zuvor im persönlichen Gespräch bekannt wurde, dass mit dem Gläubiger verhandelt würde.
Alles in allem Vollwissend, dass eine Zahlungsvereinbarung unterschrieben wurde und somit rechtskräftig ist, lässt er zwei Tage nach Bekanntwerden einen Haftbefehl in der Schufa eintragen.

Der Schuldner hat bis heute noch keinen erhalten, trozt dem zwischen Eintragung und heute bereits 18 Kalendertage vergangen sind. Ist dies nicht rechtswiedrig????

Beitrag von myimmortal1977 27.03.11 - 23:48 Uhr

Einen Gläubiger so lange auf sein Geld warten zu lassen, das er erst solche Mittel überhaupt in Gang setzen muss, da muss ja eine Endlosgeschichte hinter stehen, auch mit falschen Versprechungen....

"Alles in allem Vollwissend, dass eine Zahlungsvereinbarung unterschrieben wurde und somit rechtskräftig ist"

Rechtskräftig ja, nur ob sie auch bedient wird, ist eine ganz andere Frage

Da muss es im Vorfeld zu drastischen schuldhaften Verzögerungen gekommen sein, sonst wird so was nicht aufgefahren....

"Der Schuldner hat bis heute noch keinen erhalten, trozt dem zwischen Eintragung und heute bereits 18 Kalendertage vergangen sind. Ist dies nicht rechtswiedrig????"

Und dann so eine Frage #schock

Wäre der Schuldner seinen Verbindlichkeiten nachgekommen, hätte er so einen Schrott jetzt nicht an den Hacken....

Beitrag von manu-75 05.04.11 - 19:22 Uhr

Du bist doch nicht tatsächlich der Ansicht, dass jeder Schuldner seinen Vereinbarungen nicht nach kommt oder?

Traurig, dass es schon zur Selbstverständlichkeit geworden ist Menschen in diese Kategorie einstufen zu wollen, nur weil sie ein Problem haben.

Beitrag von manu-75 05.04.11 - 19:26 Uhr

Zur Frage ob er bedient wird. Die Bedienung hat bereits zwei Monate vor schriftlicher Bestätigung der Ratenvereinbarung begonnen. Soviel zur Zahlungsunwilligkeit. Bleibe Bitte bei der Sache.

Beitrag von vwpassat 28.03.11 - 09:46 Uhr

Und was ist jetzt Dein Problem?

Beitrag von charleen820 28.03.11 - 15:55 Uhr

Ja, das darf Er.....Es bleibt in jedem Fall solang stehen, bis die Schuld beglichen ist (dann noch 3 Jahre, nach Abzahlung). Bezahlt Er/Sie nicht, wirds auch solang nicht gelöscht!

Tja, aber mal ganz ehrlich, Haftbefehl, eil man nicht gezahlt hat??? #schock

Da muss ja gravierendes vonstatten gegangen sein! #kratz

Man kann Raten, ect. vereinbaren & wenn es nur kleine Eurobeträge sind, gerade bei einem Gerichtsvollzieher, wird dies bestimmt nicht abgelehnt!

Und ein Haftbefehl kommt erst dann zustande, wenn die Eidesstaatliche Versicherung nicht abgegeben wird, od. man zu den besagten Terminen nicht erschienen ist! #schock

Ich sag da nur: Selbst Schuld! Und zw. Schufa, Kredit No, Konto No - also mit so einem Eintrag, wird alles schwieriger!

Beitrag von manu-75 05.04.11 - 19:14 Uhr

Tja um mal auf den Rattenschwanz zu sprechen zu kommen. Natürlich gibt es ihn. Jedoch nicht in der Form, wie sich so manch einer einen Zahlungsverweigerer vorstellt:)))

Vorausgegangen ist ein Privatinsolvenzverfahren mit vor 3 Jahren vollzogener Rechtsschuldbefreiung.

In sofern war dem Schuldner derzeit nicht bewusst, dass eine deliktische Forderung vorliegt.

Dies erfuhr er erst vor einem halben Jahr und versuchte seit her eine Ratenvereinbarung mit dem Gläubiger zu erreichen, da dies seine eigenen Schulden waren. Durch abhandenkommen eines sehr wichtigen Briefes des Gläubigers ging dieser davon aus, dass der Schuldner nicht mehr an einer Ratenvereinbarung interessiert sei und beauftragte einene GV. Mit diesem wurde ständig kontakt gehalten. Nach einem Pfändungstermin der beweglichen Gegenstände und einer Aufforderung zur EV kam 2 Tage später dann entlich der Ratenvertrag dieser wurde Unterschrieben an Gläubiger und GV ausgehändigt. Obwohl wie rechtlich vorgeschrieben kein zweiter Termin zur Abgabe der EV vereinbart wurde lies er unter Angabe teilfalscher Tatsachen beim Amtgericht den Haftbefehl austellen.

In sofern ist doch 1. der Haftbefehl rechtsunwirksam und 2. hat der GV sich strafbar gemacht oder bin ich da durch §900. $901 ZPO falsch informiert worden?

Beitrag von sassi31 28.03.11 - 17:15 Uhr

Ruf halt mal bei der Schufa an und frag nach, wieso das da eingetragen wurde, obwohl der Haftbefehl nicht umgesetzt wurde. Es kann gut möglich sein, dass der Antrag auf Erlaß eines Haftbefehls ausreicht für einen Eintrag.

Beitrag von king.with.deckchair 28.03.11 - 19:08 Uhr

Schlimm, wenn jemand versucht, einen auf ach so "Behördendeutsch" zu machen - und man mit jedem Wort sieht, dass es gewollt aber nicht gekonnt ist. Schlicht peinlich.

Meine Erfahrung: Meist nutzen die Leute ein so möchtegern-gestelztes Deutsch, die gehörig Mist gebaut haben und nun den Anschein erwecken wollen, sie seien aufrechte, gebildete Bürger.

Tipp: Bis ein Haftbefehl kommt, muss schon eine Menge passiert sein. Unter anderem die Weigerung, zum EV-Termin zu erscheinen.

Und ich denke doch, dass so ein Haftbefehl schlicht von Amts wegen ins Schuldnerverzeichnis (also nicht allein bei der SCHUFA) eingetragen wird.

Beitrag von manu-75 05.04.11 - 19:19 Uhr

Schlimm, wenn jemand versucht, einen auf ach so "Behördendeutsch" zu machen - und man mit jedem Wort sieht, dass es gewollt aber nicht gekonnt ist. Schlicht peinlich."

Es tut mir leid. ich bin nunmal Bürokauffrau und schreibe "Behördendeutsch" Peinlich ist nur, wenn sich Menschen über Situationen lustig machen, die sie nicht kennen (siehe Beruf)


"Tipp: Bis ein Haftbefehl kommt, muss schon eine Menge passiert sein. Unter anderem die Weigerung, zum EV-Termin zu erscheinen. "

Wenn es an dem gewesen währe, hätte ich diese Frage bestimmt hier nicht stellen brauchen.

Weder ein Termin wurde versäumt, noch die EV abgelehnt, sondern die Ratenvereinbarung dem GV ausgehändigt.