Erbschaft auszahlen lassen? Finanzexperten bitte!

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von sonne39 27.03.11 - 21:54 Uhr

Hi zusammen,

ich bin grad etwas ratlos. Gerade haben die Schwiegereltern den Vorschlag gemacht, dass das Erbe nicht auf beide Söhne aufgeteilt werden soll, sondern einer alles bekommt und den anderen dann auszahlt ... ganz neu. Bislang war der Stand, dass einer A bekommt und der andere B (beides gleichwertige Immobilien). Worin seht in den Vorteil einer kompletten Auszahlung? Und wie das Geld anlegen? Wieder in Immobilien?
Danke für eure Antworten!

Elisabeth

Beitrag von tragemama 27.03.11 - 23:05 Uhr

Habt Ihr sie denn gefragt, warum sie das wollen? Ich würde (gleiche Konstellation, 2 zu vererbende Häuser, eines älter, größeres Grundstück, eines neuer, etwas kleineres Grundstück) vor Freude im Dreieck springen ob dieser Lösung, weil ich bzw. mein Mann dann nicht dauerhaft an eine ererbte Immobilie gebunden wäre...

Andrea

Beitrag von sonne39 28.03.11 - 15:37 Uhr

Naja, eine Immo bringt aber doch auch was, grad bei einer evtl anstehenden Inflation ... wir werden wohl rechnen müssen ...

lg Elisabeth

Beitrag von myimmortal1977 27.03.11 - 23:41 Uhr

"sondern einer alles bekommt und den anderen dann auszahlt"

Kann man machen, wenn der andere Erbe auch "flüssig" ist. Sonst muss er so wie so zwecks Auszahlung verkaufen oder die Immo hoch beleihen.

"Und wie das Geld anlegen? Wieder in Immobilien?"

Deine Schwiegereltern leben doch beide noch, oder #gruebel Bis es so weit ist, kann so viel Wasser die Elbe runterlaufen, ggf. werden sie pflegebedürftig, müssen, um die Kosten zu decken, die Immobilien verkaufen oder oder oder...

Vielleicht leben sie auch noch 15 Jahre bei guter Gesundheit? Was auf dem Finanzmarkt in 10 - 15 Jahren rentabel wäre, kann Dir heute keiner Voraussagen.

LG Janette



Beitrag von sonne39 28.03.11 - 15:31 Uhr

Hi,

das Problem ist, das beide Brüder bereits einen Teil als Schenkung bekommen haben, was sich nun Problem erweist. Die Eltern wollen diese Immos jetzt schon übergeben, haben aber noch den Niesbrauch.

Rücksicht auf evtl. Bedürftigkeit muss also nicht - vom finanziellen Aspekt - genommen werden.

Danke dir aber
Elisabeth

Beitrag von manavgat 28.03.11 - 09:39 Uhr

Ich würde mich von einer Fachanwältin für Erbrecht beraten lassen. Und zwar ohne den Eltern das auf die Nase zu binden.

Erbrecht ist kompliziert, Vermögensbewertung auch und da passiert es leicht, dass Fehler gemacht werden.

Gruß

Manavgat

Beitrag von sonne39 28.03.11 - 15:40 Uhr

Hi,
die Anwaltssachen haben wir bei der Schenkung schon mal hinter uns gebracht ... es geht eher um das Abwägen "Bargeld und was damit tun - Immobilie mit Mieteinnamen=

LG Elisabeth

Beitrag von tati_plus_wuerstchen 28.03.11 - 10:15 Uhr

Hallo,

ein schwieriges Thema, das in der Tat eines Experten bedarf.

Es ist wichtig zu bedenken, dass Kinder einen hohen Freibetrag beim Erbe der Eltern haben, Geschwister untereinander jedoch bei Erbe und Schnekung einen sehr geringen.

Sollten die Häuser z.B. je 300000 EUR wert sein, könnte jedes Kind eines erben - ohne Steuern zu zahlen. Erbt einer aber 600000 EUR, werden Erbschaftssteuern fällig und ZUSÄTZLICH muss der andere (der ja dann vom Bruder eine Schenkung kriegt) noch Schenkungssteuer zahlen.

Aber da hier keiner weiß, was sich die Eltern dabei denken, sollte die Familie einfach einen Notar aufsuchen.

Liebe Grüße
Tati

Beitrag von sonne39 28.03.11 - 15:35 Uhr

Hi,
der Schenkungsfreibetrag ist bereits verbraucht ... die zu vergebenden Immos sind z.t. auch schon auf beide Brüder aufgeteilt, Eltern haben Niesbrauch - es sollte alles in einer Hand sein!

Ein schweres Feld ...

LG Elisabeth

Beitrag von werner1 28.03.11 - 17:49 Uhr

Hallo,

#die zu vergebenden Immos sind z.t. auch schon auf beide Brüder aufgeteilt, Eltern haben Niesbrauch - es sollte alles in einer Hand sein!#

Das ist es bereits.
Wer den Niessbrauch hat, ist NICHT mehr der Eigentümer.
Ein Blick in den Kaufvertrag oder Grundbuchauszug genügt.
Es geht also höchstens um das "zum Teil".

freundliche Grüsse Werner

Beitrag von sonne39 29.03.11 - 07:22 Uhr

Hi,
das ist uns schon klar ... uns geht es um das Abwägen "Bargeld - Immobilie" und falls wir uns für Bares entscheiden - was damit tun?

LG Elisabeth

Beitrag von werner1 29.03.11 - 09:05 Uhr

Das wird dir so keiner sagen können.
Es gibt Orte, da möchte ich nicht tot über den Zaun hängen.

freundliche Grüsse Werner